Teil des Konzernabschlusses zum 31.12.2005, der von KPMG Deutsche Treuhand AG geprüft und testiert wurde.

Die folgende Tabelle enthält Informationen zu unserem Zinsüberschuss.

 
      Veränderung 2005
gegenüber 2004
in Mio € (außer Prozentangaben) 2005 2004 in € in %
Summe der Zinserträge 41.708 28.023 13.685 49
Summe der Zinsaufwendungen 35.707 22.841 12.866 56
Zinsüberschuss 6.001 5.182 819 16
Verzinsliche Aktiva im Jahresdurchschnitt1 866.750 751.557 115.193 15
Verzinsliche Passiva im Jahresdurchschnitt1 809.321 695.094 114.227 16
Zinsertragssatz2 4,81% 3,73% 1,08 Ppkt. 29
Zinsaufwandssatz3 4,41% 3,29% 1,12 Ppkt. 34
Zinsspanne4 0,40% 0,44% – 0,04 Ppkt. – 9
Zinsmarge5 0,69% 0,69%
  Ppkt. – Prozentpunkte
1 Der durchschnittliche Jahreswert wird jeweils auf Basis der Monatsendwerte ermittelt.
2 Der Zinsertragssatz ist der durchschnittlich erzielte Zins auf unsere verzinslichen Aktiva im Jahresdurchschnitt.
3 Der Zinsaufwandssatz ist der durchschnittlich gezahlte Zins auf unsere verzinslichen Passiva im Jahresdurchschnitt.
4 Die Zinsspanne ist die Differenz zwischen dem durchschnittlich erzielten Zins auf unsere verzinslichen Aktiva im Jahresdurchschnitt und dem durchschnittlich gezahlten Zins auf unsere verzinslichen Passiva im Jahresdurchschnitt.
5 Die Zinsmarge ist der Zinsüberschuss im Verhältnis zu unseren verzinslichen Aktiva im Jahresdurchschnitt.

Der Zinsüberschuss belief sich im Geschäftsjahr 2005 auf 6,0 Mrd € und stieg gegenüber dem Vorjahr um 819 Mio €. Das durchschnittliche Volumen an verzinslichen Aktiva und Passiva wuchs jeweils um etwa 115 Mrd €. Die Zinsmarge blieb in beiden Jahren trotz einer um 4 Basispunkte reduzierten Zinsspanne unverändert bei 69 Basispunkten. Wesentlicher Faktor für die Erhöhung des Zinsüberschusses waren unsere Handelsaktivitäten. Im Jahresvergleich stiegen hier die durchschnittlichen verzinslichen Handelsaktiva um 49 Mrd € (hauptsächlich bei ausländischen Konzerneinheiten). Darüber hinaus nahmen die nicht verzinslichen Handelspassiva stärker zu als die nicht verzinslichen Handelsaktiva. Im Kreditgeschäft waren die Zinserträge dagegen nahezu unverändert. Die Kreditzinsen waren weiterhin einem starken Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Zudem stieg das Volumen unserer durchschnittlichen Forderungen aus dem Kreditgeschäft nur geringfügig. Hier war erst im späteren Verlauf des Jahres, insbesondere in unserem Retail- und Wealth-Management-Geschäft, eine Zunahme zu verzeichnen. Der Anstieg unserer Refinanzierungskosten um 112 Basispunkte war im Wesentlichen auf höhere Zinssätze in den USA infolge der Zinsanhebungen der US-amerikanischen Notenbank zurückzuführen.

Darüber hinaus wird die Entwicklung unseres Zinsüberschusses in erheblichem Umfang von der Bilanzierung einiger Derivategeschäfte geprägt. Wir schließen derartige Derivate, die nicht zu Handelszwecken dienen, zur wirtschaftlichen Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken von Nichthandelsaktiva beziehungsweise -passiva ab. Wenn Derivate die Anforderungen an eine Bilanzierung als Absicherungsgeschäft erfüllen, werden erhaltene beziehungsweise gezahlte Zinsen aus den Derivaten unter den Zinserträgen und -aufwendungen ausgewiesen. Dort kompensieren sie die Zinsströme aus den Aktiv- und Passivkomponenten, zu deren Absicherung sie abgeschlossen wurden („Hedge Accounting“). Erfüllen Derivate die bilanziellen Anforderungen an Absicherungsgeschäfte nicht, werden die Zinsergebnisse aus den Derivaten dem Handelsergebnis zugeordnet.