Teil des Konzernabschlusses zum 31.12.2005, der von KPMG Deutsche Treuhand AG geprüft und testiert wurde.

Die wesentlichen Annahmen und Schätzungen, die der Bewertung von unseren Pensions- und sonstigen Versorgungszusagen zu Grunde liegen, werden nach Maßgabe einer global einheitlichen Richtlinie ermittelt. Diese Annahmen und Schätzungen orientieren sich an Marktfaktoren oder, soweit diese nicht verfügbar sind, an abgeleiteten Vergleichsgrößen. Wie in Note 24 „Pensions- und sonstige Versorgungszusagen“ unseres Konzernabschlusses erläutert, legen wir die nachstehenden wesentlichen Annahmen und Schätzungen bezogen auf unsere Pensionszusagen zu Grunde:

Der Diskontierungssatz wurde auf Basis der Gesamtrendite von Unternehmensanleiheindizes mit AA-Rating in derselben Währung und mit der Duration der betreffenden Verbindlichkeit festgesetzt. Diese gilt bei hinreichender Markttiefe als zuverlässiger Indikator. Für Länder ohne hinreichend entwickelten Markt für Unternehmensanleihen mit AA-Rating wurden Staatsanleihen als Richtgröße verwandt. Im Fall signifikanter Abweichungen zwischen der veröffentlichten Duration der Anleihen und der rechnerisch ermittelten Duration der Verpflichtung wurde eine Anpassung mittels einer Extrapolation entlang der Zinsstrukturkurve vorgenommen. In der Eurozone, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten waren solche Anpassungen nicht erforderlich. Der sich ergebende Diskontierungszinssatz wurde auf den nächsten Vielfachen von 10 Basispunkten gerundet. Der durchschnittliche Diskontierungssatz zur Bestimmung unserer Pensionsverpflichtungen (Projected Benefit Obligation – PBO) und unserer auf Stichtagswerten basierenden Leistungsverpflichtung (Accumulated Benefit Obligation – ABO) lag zum 31. Dezember 2005 bei 4,3%. Zur Bestimmung unseres Pensionsaufwands im Geschäftsjahr wurde ein durchschnittlicher Diskontierungssatz von 5,0% (per 31. Dezember 2004) zu Grunde gelegt. Die auf sonstigen Versorgungszusagen angewandten Diskontierungssätze betrugen im Durchschnitt 5,4% zum Jahresende 2005 und 5,7% wurden für die Ermittlung des erwarteten Aufwands für 2005 verwendet.

Der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen der Pensionszusagen des Konzerns wird unter Zugrundelegung einer Risikoprämie ermittelt, welche die inhärenten Risiken der betreffenden Anlagekategorien über eine risikofreie Rendite widerspiegelt. Mit der konzernweiten Anwendung dieser so genannten „Building-Block“-Methode hat der Konzern ein einheitliches Regelwerk geschaffen, auf dessen Basis erforderliche Anpassungen vorgenommen werden können, um regionale Bedingungen zu berücksichtigen. Die erwartete durchschnittliche Rendite auf das Planvermögen für den Nettovorsorgeaufwand im Geschäftsjahr 2005 (Net Periodic Benefit Expense, NPBC 2005) betrug 5,0%. Auf Basis der aktuellen Portfoliostruktur des Planvermögens zum Bewertungsstichtag wurde die erwartete Rendite des Planvermögens für 2006 ermittelt. Die Rendite einer landesspezifischen festverzinslichen Staatsanleihe (Richtgröße) mit einer Laufzeit von zehn Jahren diente als Berechnungsgrundlage für die risikofreie Rendite. Dabei wird die durchschnittliche Bindungsdauer (Duration) der gehaltenen Anleihen im Vergleich zu der 10-jährigen Richtgröße berücksichtigt. Für den Renditeaufschlag der festverzinslichen Wertpapiere wurde die Zusammensetzung des jeweiligen Planvermögens berücksichtigt. Für Barmittel wurde die erwartete Rendite in Höhe der aktuellen Effektivverzinsung länderspezifischer Staatstitel (Restlaufzeit drei Monate) angesetzt. Die erwartete durchschnittliche Rendite auf das Planvermögen für den Nettovorsorgeaufwand (NPBC) in 2006 beträgt 4,4%.

Die Annahme hinsichtlich der langfristigen Preisinflation basiert auf veröffentlichten, regionsspezifischen Marktindizes (veröffentlicht im Oktober), welche gegebenenfalls auf längere Laufzeiten angepasst werden. Gehaltssteigerungen stehen in Relation zu der Inflationsannahme und liegen daher in einem gewissen Prozentsatz über dieser. Sonstige Annahmen (beispielsweise die anzuwendenden Sterbetafeln) wurden von uns nach Rücksprache mit unseren lokalen Versicherungsmathematikern festgestellt.

Die Zuführungen zum Planvermögen unserer Pensionspläne betrugen 521 Mio € in 2005 beziehungsweise 310 Mio € im Vorjahr. Diese Zuführungen wurden mit Cashflow aus operativen Geschäftsaktivitäten finanziert und bilanziell als Teil der Überdotierungen des Planvermögens/sonstige Aktiva (1.365 Mio € zum 31. Dezember 2005 und 1.094 Mio € zum 31. Dezember 2004) in unserer Konzernbilanz ausgewiesen.

Die Zuführungen wurden unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, wie dem Verhältnis des Fair Value des Planvermögens zu den betreffenden Pensionsverpflichtungen (PBO) und den Deckungsanforderungen nach Maßgabe des Employee Retirement Income Security Act of 1974 (ERISA-Gesetz) in den Vereinigten Staaten, festgelegt. Für unseren amerikanischen Pensionsplan waren keine Mindestzuführungen nach Maßgabe des ERISA-Gesetzes erforderlich.

Unsere Finanzierungsstrategie zielt darauf ab, eine angemessene Deckung der PBO durch das Planvermögen unserer extern finanzierten Pensionspläne sicherzustellen. Für sämtliche Verpflichtungen aus unternehmensintern finanzierten Plänen wurden entsprechende Rückstellungen gebildet, deren Finanzierung bei Auszahlung an die Begünstigten erfolgt.

Grundsätzlich ist es unsere Intention, unter Einsatz externer Finanzierungsgesellschaften (beispielsweise mittels Trustgesellschaften, Vereinbarungen mit Versicherern) unsere Pensionspläne unternehmensextern zu finanzieren. Falls diesem Vorhaben Gesetze entgegenstehen oder die betreffende Vorgehensweise steuerlich nachteilig wäre, würde von dieser Intention ausnahmsweise abgesehen. Unser Ziel besteht darin, das Finanzierungsniveau innerhalb einer Spanne von 90% bis 110% der Verpflichtung zu halten und Defizite oder Überschüsse über einen Zeitraum von fünf Jahren auszugleichen, um damit wieder das angestrebte Zielniveau von 100% zu erreichen.

Der Nettovorsorgeaufwand zum 31. Dezember 2005 wurde von externen lokalen Versicherungsmathematikern ermittelt und basiert auf bestimmten Schätzungen und marktbezogenen Annahmen zum 1. Januar 2005 (beispielsweise Diskontierungssätze, die erwartete Rendite aus den Planvermögen etc.). Der laufende Dienstzeitaufwand wurde durch Anwartschaftsminderungen in Großbritannien, Japan und Deutschland entsprechend nachträglich angepasst. Dieser Prozess wurde von unserem unabhängigen globalen Aktuar geprüft.

Die Abwärtsentwicklung der Märkte bezüglich der Diskontierungssätze und der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen wird zu einem höheren Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Jahre 2006 führen. Wir rechnen mit einer Zunahme des Aufwands für unsere Pensionspläne um circa 7% (NPBC: 301 Mio € in 2005) und um circa 25% für unsere sonstigen Versorgungszusagen (NPBC: 16 Mio € in 2005) in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien.

Die noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne aus dem Planvermögen sowie die Verluste aus der Pensionsverpflichtung (PBO) im Rahmen unserer unternehmensextern finanzierten Pensionspläne beliefen sich zum 31. Dezember 2005 auf insgesamt 1.058 Mio €. Nach Maßgabe der „Korridor“-Methode wird in der Regel der Überhang der nicht amortisierten versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste über die Korridorgrenzen (10% des höheren Werts der Pensionsverpflichtungen (PBO) oder des Fair Value der Planvermögen) über die durchschnittliche Restdienstzeit (circa zwölf Jahre) als Bestandteil des Vorsorgeaufwands berücksichtigt. Der für unsere Pensionspläne berücksichtigte Verlust betrug 40 Mio € für das Geschäftsjahr 2005 und 61 Mio € für das Geschäftsjahr 2004. Die entsprechenden Aufwendungen für die sonstigen Versorgungszusagen beliefen sich auf 1 Mio € für das Geschäftsjahr 2005 (2004: –). Die Abschreibungsdauer für diese Verluste entspricht der durchschnittlichen verbliebenen Lebenserwartung (circa neun Jahre).

Im kommenden Jahr werden wir einen Aufwand in Höhe von 69 Mio € (Pensionspläne) und in Höhe von 3 Mio € (sonstige Versorgungszusagen) in unserer Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassen.

Unser Ziel ist die Angleichung der Fälligkeiten von Planvermögen und Pensionsverpflichtung, um die künftige Volatilität der Aufwendungen für die Pensionspläne deren Finanzierungsstatus zu verringern, indem wir das Risiko durch den Aktienmarkt reduzieren. Dieses Ziel wurde über einen bestimmten Zeitraum erreicht und der Portfolioanteil der Aktien auf 17% im Geschäftsjahr 2004 gesenkt. Unsere Anlagestrategie in Bezug auf Pensionszusagen ist seit 2004 unverändert geblieben. Auf Grund dieser Entwicklung basierte die erwartete Rendite aus dem Planvermögen auf folgenden Anlagekategorien.

 
  Zielallokation Prozentualer Anteil des Planvermögens
  31.12.2006 31.12.2005 31.12.2004
Anlagekategorie:      
Aktien/nicht festverzinsliche Wertpapiere 15% 17% 17%
Festverzinsliche Wertpapiere 75% 71% 73%
Immobilien und Sonstige 10% 12% 10%
Insgesamt 100% 100% 100%

Die Portfoliostruktur aller unternehmensextern finanzierten Pensionspläne des Konzerns unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung.

Es wird erwartet, dass durch diese Strategie die Volatilität der Erträge aus den Planvermögen auf ein Mindestmaß verringert werden kann und die Ertragsschwankungen bei den Vermögen die Schwankungen bei den Verpflichtungen kompensieren werden. Abweichungen zwischen der erwarteten und tatsächlich erzielten Rendite sind üblich und können wesentlich sein (so betrug zum Beispiel unsere erwartete Rendite aus den Planvermögen für das Geschäftsjahr 2005 391 Mio €, während sich die erzielte Rendite auf 1,3 Mrd € belief). Im Geschäftsjahr 2005 wurde diese Abweichung fast vollständig durch den geringeren Diskontierungssatz kompensiert. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwarten wir keine über das übliche Maß hinausgehende Zuführung zum Planvermögen, da der Finanzierungsstatus unserer Pensionszusagen positiv ist.

Unser vorrangiges Anlageziel ist eine geringe Volatilität des Finanzierungsstatus sowie die Absicherung gegen Abwärtsbewegungen der Kapitalmärkte. Vor diesem Hintergrund wollen wir höchstmögliche Renditen im Rahmen der festgelegten Risikotoleranz erzielen, um zu gewährleisten, dass uns aus dem Vorsorgeaufwand kein Wettbewerbsnachteil erwächst.