Die Erträge von 6,8 Mrd € übertrafen das Vorjahresquartal um 15%. Im Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) stiegen sie um 27% auf 4,5 Mrd €. Die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen mit 2,4 Mrd € um 46% über dem zweiten Quartal 2005. Dieser neue Rekordwert für ein zweites Quartal spiegelte bessere Marktverhältnisse im Handel mit Kredit- und kreditnahen Produkten sowie eine hohe Kundenaktivität im Devisen- und im Geldmarktgeschäft sowie bei Zinsprodukten wider. Im Sales & Trading (Equity) stiegen die Erträge durch den weiteren Ausbau unseres Aktienderivate-, Kassa- und Prime-Services-Geschäfts um 23% auf 743 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal. In einem schwierigen Umfeld an den Aktienmärkten hat der Eigenhandelsbereich in Sales & Trading (Equity) einige der im Vorquartal erzielten Marktwertgewinne wieder verloren und einen Verlust im zweiten Quartal 2006 ausgewiesen. Gleichwohl verblieb für die ersten sechs Monate in 2006 ein deutlich positiver Gewinnbeitrag. Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft stiegen insbesondere auf Grund von Rekorderträgen im Emissionsgeschäft, mit einer deutlichen Erholung im Geschäft mit der Begebung hochverzinslicher Anleihen nach schwierigen Marktbedingungen im zweiten Quartal 2005, um 33% auf 732 Mio €.

Die Erträge im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) wuchsen um 15% auf 2,3 Mrd €. Diese Verbesserung war insbesondere auf einen starken Anstieg erfolgsabhängiger Provisionen im Immobiliengeschäft des Bereichs Asset Management zurückzuführen. Die Bereiche Private Wealth Management und Private & Business Clients konnten ihre Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal ebenfalls steigern.

Für den Konzern lagen die Erträge in den ersten sechs Monaten 2006 mit 14,8 Mrd € um 18% über dem Vergleichszeitraum von 2005.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft, die sowohl Wertberichtigungen für Kreditausfälle als auch Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft enthält (Letztere werden in den zinsunabhängigen Aufwendungen ausgewiesen), belief sich im Berichtsquartal 2006 auf 78 Mio € und ging gegenüber dem Vorjahresquartal leicht zurück. In PCAM stieg die Risikovorsorge im Einklang mit dem Ausbau des Kreditvolumens. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in CIB profitierte weiterhin von erfolgreichen Workoutaktivitäten. Auf Konzernebene gingen die Problemkredite von 3,6 Mrd € am Ende des ersten Quartals 2006 auf 3,5 Mrd € am Ende des Berichtsquartals, den niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahren, zurück.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im zweiten Quartal 2006 auf 4,8 Mrd € im Vergleich zu 4,4 Mrd € im Vorjahresquartal. Die Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich auf 71% gegenüber 75% im zweiten Quartal 2005. Die darin berücksichtigten Restrukturierungsaufwendungen sanken von 116 Mio € im zweiten Quartal 2005 auf 57 Mio € im Berichtsquartal. Die operative Kostenbasis, in der diese Restrukturierungsaufwendungen und bestimmte andere Aufwandsgrößen nicht enthalten sind, belief sich im Berichtsquartal auf 4,8 Mrd €. Sie war um 12% höher als im Vorjahresquartal. Die Personalaufwendungen stiegen wegen höherer leistungsabhängiger Vergütungen um 17% auf 3,1 Mrd €. Die bereinigte Personalaufwandsquote erhöhte sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2005 von 45% auf 46%, blieb aber gegenüber dem ersten Quartal 2006 stabil. Der operative Sachaufwand von 1,7 Mrd € stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 4%. Dieser Anstieg war auf Investitionen in den Unternehmensbereichen, einschließlich Marketing- und Werbeaufwendungen, zurückzuführen. In den ersten sechs Monaten 2006 beliefen sich die zinsunabhängigen Aufwendungen auf 10,2 Mrd €, 12% höher als im ersten Halbjahr 2005, und die operative Kostenbasis stieg um 15% auf 10,1 Mrd €. Der Anstieg beider Positionen war auf höhere Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen zurückzuführen, die infolge der verbesserten operativen Ergebnisse gebildet wurden. Die bereinigte Aufwand-Ertrag-Relation für die ersten sechs Monate reduzierte sich von 72% im Vorjahr auf 69%.

Das Ergebnis vor Steuern lag im zweiten Quartal 2006 mit 1,9 Mrd € um 32% über dem zweiten Quartal 2005. Die berichtete Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) stieg von 23% auf 29%. Auf der Basis unserer Zielgrößendefinition, in der Restrukturierungsaufwendungen von 57 Mio € im Berichtsquartal beziehungsweise 116 Mio € im zweiten Quartal 2005 nicht enthalten sind, belief sich die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) auf 29% gegenüber 25% im Vergleichsquartal des Vorjahres. Für die ersten sechs Monate lag sie bei 35% im Vergleich zu 29% im ersten Halbjahr 2005.

Der Gewinn nach Steuern stieg im Berichtsquartal um 29% auf 1,2 Mrd €, verglichen mit 947 Mio € im Vorjahresquartal. Die effektive Steuerquote betrug 34% nach 33% im zweiten Quartal 2005. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) belief sich im Berichtsquartal auf 2,17 € und lag damit um 14% über dem Vorjahreswert. In den ersten sechs Monaten stieg der Gewinn nach Steuern um 43% auf 2,9 Mrd €. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) erhöhte sich um 37% auf 5,57 €.

Die BIZ-Kernkapitalquote (Tier-1) lag mit 8,7% in der Zielbandbreite von 8% bis 9%. Zum Ende des ersten Quartals 2006 betrug die Quote 8,8%. Die Deutsche Bank bekräftigte die ihrem Kapitalmanagement zu Grunde liegende Strategie, unter Beibehaltung einer starken Kapitalbasis den Ausbau ihrer Kerngeschäftsfelder fortzuführen und eine attraktive Rendite für ihre Aktionäre zu erzielen. Die Risikopositionen stiegen im Berichtsquartal um 6 Mrd € auf 263 Mrd €. Gleichzeitig wurden 12,3 Millionen Eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 91,03 € je Aktie zurückgekauft. Auf der Hauptversammlung am 1. Juni genehmigten die Aktionäre ein neues Aktienrückkaufprogramm, das zum Rückkauf von bis zu weiteren 10% der begebenen Aktien ermächtigt. Dieses Programm wurde am 2. Juni 2006 aufgelegt und löst das vorherige Aktienrückkaufprogramm ab.