A
- Allgemeine Geschäftsrisiken
-
Risiken, die aufgrund geänderter Rahmenbedingungen wie Marktumfeld, Kundenverhalten und technischem Fortschritt entstehen. Diese Veränderungen können unsere Ertragslage beeinträchtigen, wenn wir uns nicht sofort auf die veränderten Bedingungen einstellen.
- Alpha
-
Anlagerendite, die den Referenzmaßstab übersteigt.
- Alternative A (Alt-A)
-
Begriff, unter dem im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt Kredite an Kreditnehmer mit einer Bonität besser als subprime, aber schlechter als prime verstanden werden.
- Alternative Anlagen/Investments
-
Direkte Investitionen in Private Equity, Wagniskapital, Mezzanine-Kapital, Immobilienanlagen und Anlagen in Leveraged-Buy-out-Fonds, Wagniskapitalfonds sowie Hedgefonds.
- American Depositary Receipts (ADRs)
-
Von US-Banken ausgestellte handelbare Hinterlegungsscheine, die nicht US-amerikanische Aktien repräsentieren. ADRs dienen zur Erleichterung, Verbilligung und Beschleunigung des Handels an amerikanischen Börsen.
- Anlagebuch
-
Risikotragende Positionen, die nicht dem Handelsbuch zugeordnet werden.
- Asset Finance & Leasing
-
Kompetenzzentrum, das hauptsächlich maßgeschneiderte und innovative Finanzierungslösungen für langlebige und hochwertige Wirtschaftsgüter strukturiert.
- Asset-backed Securities (ABS)
-
Besondere Form verbriefter Zahlungsansprüche in Form von handelbaren Wertpapieren. Die entsprechenden Wertpapiere sind durch Restrukturierung bestimmter Finanzaktiva entstanden (Securitization).
- Aufsichtsrechtliche Risikoposition
-
Die aufsichtsrechtliche Risikoposition nach Basel II setzt sich zusammen aus den Adressenausfallrisiken, den Marktrisiken und den operationellen Risiken. Diese Risikokomponenten werden auf der Basis von Standard- oder fortgeschrittenen Methoden errechnet. Das Marktrisiko entspricht dem 12,5-Fachen des Value-at-Risk (99 % Konfidenzniveau, zehn Tage Haltedauer), das wir auf Basis unserer aufsichtsrechtlich anerkannten internen Risikomodelle berechnen und mit einem institutsspezifischen Multiplikator hochskalieren.
- Aufwand-Ertrag-Relation
-
Grundsätzlich: Kennzahl zur Kosteneffizienz eines Unternehmens, die das Verhältnis der betrieblichen Aufwendungen zu den betrieblichen Erträgen abbildet.
B
- Backtesting
-
Verfahren zur Überprüfung der Vorhersagekraft des Value-at-Risk-Konzepts. Hierbei werden auf täglicher Basis hypothetisch erzielte Gewinne und Verluste mit den durch das Value-at-Risk-Modell prognostizierten Werten verglichen.
- Basel II
-
Die neuen Eigenkapitalvorschriften des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, die insbesondere die Ermittlung der aufsichtsrechtlichen Risikoposition nach Basel I ersetzt haben.
- BIZ
-
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit Sitz in Basel.
- Bookbuilding
-
Emissionsverfahren, das die Nachfrage einzelner Investoren mit den speziellen Finanzierungsinteressen eines Emittenten bezüglich des Emissionspreises abstimmt.
- Broker/Brokerage
-
Broker nehmen Wertpapieraufträge von Banken und privaten Investoren an und führen sie im Auftrag des Kunden aus. Für seine Tätigkeit (Brokerage) erhält der Broker üblicherweise eine Provision.
- Buy-out
-
Kauf (vollständig oder teilweise) eines Unternehmens beziehungsweise bestimmter Unternehmensaktivitäten.
C
- Cash Management
-
Beinhaltet die Verwaltung von liquiden Mitteln in Dollar, Euro und sonstigen Währungen für Unternehmen und Finanzinstitute zur Optimierung von Finanztransaktionen.
- Clearing
-
Die Übermittlung, Abstimmung und in bestimmten Fällen die Bestätigung von Zahlungsaufträgen.
- Coaching
-
Personalisierte maßgeschneiderte Entwicklungsmaßnahme mit dem Ziel, Fähigkeiten des Mitarbeiters (zum Beispiel Führungskompetenz, Kommunikationsverhalten) in der Regel durch einen Coach zu verbessern.
- Collateralized Debt Obligations (CDOs)
-
Asset-backed Securities, die mit Krediten oder Schuldverschreibungen besichert wurden.
- Commercial Mortgage-backed Securities (CMBS)
-
Mortgage-backed Securities (MBS), die Kredite für gewerbliche Immobilien verbriefen.
- Commitment
-
Die Identifikation mit dem Unternehmen, seinen Zielen und Werten sowie die Bereitschaft zur Leistung und die Neigung, bei diesem Unternehmen zu bleiben.
- Compliance
-
Gesamtheit an Maßnahmen, um die Einhaltung einschlägiger Gesetze, Vorschriften und interner Regelungen sicherzustellen wie auch gerichtliche beziehungsweise aufsichtsrechtliche Sanktionen sowie finanzielle oder Reputationsschäden zu verhindern.
- Corporate Finance
-
Sammelbezeichnung für kapitalmarktnahe innovative Finanzierungsdienstleistungen mit speziellem Beratungsbedarf im Firmenkundengeschäft.
- Credit Default Swap
-
Eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien, gemäß der eine Partei einen festen Coupon über eine spezifizierte Periode zahlt. Die andere Partei nimmt so lange keine Zahlung vor, bis ein spezifiziertes Ereignis wie zum Beispiel ein Ausfall eintritt. Zu diesem Zeitpunkt wird dann eine Zahlung getätigt und der Credit Default Swap ist beendet.
- Credit Linked Note
-
Wertpapiere, die ein Kreditderivat, meist einen Credit Default Swap, enthalten.
- Credit Trading
-
Handel mit Kredit- oder kreditnahen Produkten.
- Custody
-
Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren sowie zusätzliche Dienste im Wertpapierbereich.
D
- Debt Products
-
Handelbare Instrumente, die eine Verbindlichkeit oder einen Anspruch bezüglich eines Vermögenswerts eines oder mehrerer Unternehmen im privaten beziehungsweise öffentlichen Sektor darstellen. Der Begriff beschreibt auch ein umfassenderes Angebot an Finanzinstrumenten einschließlich Devisen- und Warengeschäften.
- Derivate
-
Finanzinstrumente, deren Bewertung sich überwiegend vom Preis, von den Preisschwankungen und den Preiserwartungen der zugrunde liegenden Basisinstrumente (beispielsweise Aktien, Anleihen, Devisen, Indizes) ableitet. Zu den Derivaten zählen insbesondere Swaps, Optionen und Futures.
- Direkt eingetragene institutionelle Aktientransaktion
-
Zwischen einem Emittenten und einem/mehreren institutionellen Anlegern direkt verhandelter Verkauf von Wertpapieren auf der Grundlage einer Registrierung (Shelf Registration Statement) bei der SEC.
- DJSI
-
Dow-Jones-Sustainability-Indizes sind eine Indexfamilie, welche die ökologische und soziale Leistung von Unternehmen abbildet. Seit Bestehen der Indizes ist die Deutsche Bank im DJSI World und DJSI STOXX gelistet. www.sustainability-index.com
- Durchschnittliches Active Equity
-
Wir berechnen das Active Equity, um einen Vergleich mit unseren Konkurrenten zu vereinfachen. Dieses fließt in die Berechnung verschiedenster Kennziffern ein. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Messgröße nach IFRS. Bei einem Vergleich unserer Kennzahlen, die auf dem Active Equity basieren, mit denen anderer Unternehmen sollten stets auch Abweichungen bei der Berechnung dieser Kennzahlen berücksichtigt werden. Die Positionen, um die wir unser durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital bereinigen, sind die durchschnittlichen unrealisierten Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und die durchschnittlichen Fair-Value-Anpassungen von Cash Flow Hedges (beide Bestandteile nach darauf entfallenden Steuern). Gleiches gilt für die durchschnittliche Dividendenzahlung, für die jedes Quartal eine Abgrenzung vorgenommen und die nach Zustimmung der Hauptversammlung einmal jährlich ausgezahlt wird.
E
- Eigenkapital gemäß Basel II
-
Bankaufsichtsrechtlich anerkanntes Eigenkapital in Übereinstimmung mit der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung von 2004 für Kreditinstitute. Das Eigenkapital gemäß Basel II setzt sich zusammen aus:
–Tier-1-Kapital: vor allem Grundkapital, Rücklagen und bestimmte hybride Kapitalinstrumente,
–Tier-2-Kapital: insbesondere Genussrechtskapital, kumulative Vorzugsaktien, langfristige nachrangige Verbindlichkeiten und nicht realisierte Gewinne aus notierten Wertpapieren,
–Tier-3-Kapital: im Wesentlichen kurzfristige nachrangige Verbindlichkeiten und überschüssiges Tier-2-Kapital.
Tier-2-Kapital kann nur bis zur Höhe des Tier-1-Kapitals angerechnet werden, wobei noch zusätzlich die Anrechenbarkeit der langfristigen nachrangigen Verbindlichkeiten im Tier-2-Kapital auf 50 % des Tier-1-Kapitals beschränkt ist.
- Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity)
-
Prozentualer Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnisses vor Steueraufwand (annualisiert), das sich errechnet aus dem Ergebnis vor Steuern abzüglich von Minderheitsanteilen, am durchschnittlichen Active Equity.
- Emerging Markets
-
Aufstrebende Märkte von Schwellenländern, primär Finanzmärkte.
- Equity Capital Markets (ECM)
-
In erster Linie Aktivitäten rund um den Börsengang eines Unternehmens beziehungsweise um die Ausgabe neuer Aktien. Ebenso fallen Privatisierungen von staatseigenen Betrieben darunter.
- Equitymethode
-
Bewertungsmethode für Beteiligungen an Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Anteilige Jahresüberschüsse/(-fehlbeträge) des Beteiligungsunternehmens erhöhen (vermindern) den Beteiligungsbuchwert und gehen in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein. Ausschüttungen/Dividenden vermindern den Beteiligungsbuchwert, ohne die Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu berühren.
- Ergebnis je Aktie
-
Nach IFRS ermittelte Kennziffer, die den Gewinn, der den Aktionären der Gesellschaft zurechenbar ist, der durchschnittlichen Zahl an ausstehenden Stammaktien gegenüberstellt. Neben der Kennziffer Ergebnis je Aktie ist zusätzlich ein verwässertes Ergebnis je Aktie auszuweisen, wenn sich aus der angenommenen Wandlung und Ausübung ausstehender Aktienoptionen, noch nicht unverfallbarer zugeteilter Aktienrechte und wandelbarer Schuldtitel und bestimmter Terminkontrakte die Zahl der Aktien erhöhen kann.
- Erwarteter Verlust
-
Maßeinheit für den Ausfallverlust unseres Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres auf der Grundlage historischer Verlustdaten zu erwarten ist.
- Euro Commercial Paper Program
-
Instrument zur flexiblen Begebung unbesicherter Schuldtitel mit kurzen Laufzeiten. In einem Programm können mehrere Anleiheemissionen innerhalb einer gegebenen Zeit erfolgen.
- Event-Risk-Szenarien
-
Szenarien, die erhebliche Ereignisse wie beispielsweise große Bewegungen in Zinsen oder Wechselkursen darstellen.
- Exposure
-
Geldbetrag, welcher der Bank bei Eintritt eines Verlusts aus einem eingegangenen Risiko, beispielsweise beim Ausfall eines Kreditnehmers oder Vertragspartners, verloren gehen kann.
F
- Fair Value
-
Betrag, zu dem Aktiva beziehungsweise Passiva zwischen sachkundigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht würden.
- Family Office
-
Für Familien mit sehr großen und komplexen Vermögen konzipierte Finanzdienstleistung, die auf der Grundlage absoluter Unabhängigkeit durch eine optimale Steuerung und umfassende Koordination der einzelnen Vermögensbestandteile die Kundeninteressen wahrnimmt.
- Financial Supply Chain Management
-
Optimierung der Finanzströme entlang der Lieferkette eines Unternehmens.
- Futures
-
Hinsichtlich Menge, Qualität und Liefertermin standardisierte Terminkontrakte, bei welchen zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt ein dem Geld- und Kapital-, Edelmetall- oder Devisenmarkt zugehöriges Handelsobjekt zum festgesetzten Kurs zu liefern beziehungsweise abzunehmen ist. Häufig ist bei derartigen Kontrakten (beispielsweise Terminkontrakten auf der Basis von Aktienindizes) zur Erfüllung der bestehenden Verpflichtung anstelle einer Wertpapierlieferung oder -abnahme eine Ausgleichszahlung zu leisten.
G
- Goodwill
-
Der Betrag, den ein Käufer bei Übernahme eines Unternehmens unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über den Fair Value der einzeln identifizierbaren Vermögensgegenstände und Schulden hinaus zahlt.
H
- Handelsbuch
-
Bankaufsichtsrechtlicher Begriff für Positionen in Finanzinstrumenten, Anteilen und handelbaren Forderungen, die von einem Kreditinstitut zum Zweck des kurzfristigen Wiederverkaufs unter Ausnutzung von Preis- und Zinsschwankungen gehalten werden. Darunter fallen auch eng mit Handelsbuchpositionen verbundene Geschäfte (zum Beispiel zur Absicherung). Nicht zum Handelsbuch zugehörige risikotragende Positionen werden dem Anlagebuch zugeordnet.
- Hedge Accounting
-
Bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen, die an bestimmte Voraussetzungen geknüpft sind.
- Hedgefonds
-
Fonds, der normalerweise von Institutionen und vermögenden Privatpersonen gezeichnet wird. Er setzt Strategien ein, die für Investmentfonds nicht erlaubt sind. Beispiele sind Leerverkäufe, hohe Fremdverschuldung und Derivate. Hedgefondsrenditen sind meist nicht mit den Renditen traditioneller Anlagewerte korreliert.
- Hybride Kapitalinstrumente (Trust Preferred Securities)
-
Kapitalinstrumente, die sich durch gewinnabhängige Zinszahlungen auszeichnen. Soweit im Verlustfall ausgefallene Zinszahlungen nicht nachgeholt werden (nicht kumulative Trust Preferred Securities) und die Papiere kein festgelegtes Fälligkeitsdatum besitzen beziehungsweise durch die Gläubiger nicht kündbar sind, gehören sie aufsichtsrechtlich zum Tier-1-Kapital. Andernfalls sind sie dem Tier-2-Kapital zuzurechnen (zum Beispiel kumulative Trust Preferred Securities).
I
- IFRS (International Financial Reporting Standards)/ vormals IAS (International Accounting Standards)
-
Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board, die eine weltweit transparente und vergleichbare Bilanzierung und Publizität sicherstellen sollen. Maßgeblicher Zweck ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen, insbesondere für Investoren.
- Investment Banking
-
Sammelbegriff für kapitalmarktorientierte Geschäfte. Hierunter fallen insbesondere Emission und Handel von Wertpapieren und ihren Derivaten, Zins- und Währungsmanagement, Corporate Finance, Beratung bei Übernahmen und Fusionen, strukturierte Finanzierungen und Private Equity.
- Investor Relations
-
Bezeichnet die systematische und kontinuierliche zweiseitige Kommunikation zwischen Unternehmen und aktuellen wie potenziellen Eigenkapital- beziehungsweise Fremdkapitalgebern. Informationen betreffen vor allem wichtige Unternehmensereignisse, finanzielle Ergebnisseund die Geschäftsstrategie sowie die Erwartungen des Kapitalmarkts an das Management. Ein wesentliches Ziel der Investor-Relations-Aktivitätenist die angemessene Bewertung der Aktie.
K
- Kapitaladäquanzquote
-
Kennziffer für Kreditinstitute, die das in Prozent ausgedrückte Verhältnis von aufsichtsrechtlichem Eigenkapital zu aufsichtsrechtlicher Risikoposition angibt. Die einzuhaltende Mindestkennziffer für die Eigenkapitalquote beträgt 8 %.
- Kapitalflussrechnung
-
Ermittlung und Darstellung des Zahlungsmittelflusses, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit erwirtschaftet oder verbraucht hat, sowie zusätzliche Abstimmung des Zahlungsmittelbestands (Barreserve) zu Beginn mit dem Betrag am Ende des Geschäftsjahres.
- Konfidenzniveau
-
Im Rahmen des Value-at-Risk-Konzepts ist es die Wahrscheinlichkeit, mit der ein potenzieller Verlust innerhalb des Intervalls liegt, welches durch den Value-at-Risk angegeben wird.
- Korrelation
-
Wechselbeziehung zwischen mindestens zwei Variablen (zum Beispiel Vermögenswerten), die positiv (gleichläufig) oder negativ (gegenläufig) sein kann, aber keine Aussage zum Kausalzusammenhang (Ursache – Wirkung) macht. Wichtige Größe bei der Vermögensstrukturierung, um Risiken zu streuen beziehungsweise abzusichern.
- Kreditderivate
-
Finanzinstrumente, mittels derer das mit Darlehen, Anleihen oder anderen Risikoaktiva beziehungsweise Marktrisikopositionen verbundene Kreditrisiko auf als sogenannte Sicherungsgeber auftretende Parteien übertragen wird. Dabei werden die ursprünglichen Kreditbeziehungen der Sicherungsnehmer (die Parteien, welche die Kreditrisiken abgeben) weder verändert noch neu begründet.
- Kreditrisiko
-
Risiko, dass Kunden ihren vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Das Kreditrisiko umfasst Ausfall-, Länder- (Länderrisiko) und Abwicklungsrisiken.
L
- Länderrisiko
-
Das Risiko, dass in einem beliebigen Land ein Verlust aufgrund politischer und sozialer Unruhen, Verstaatlichungen und Enteignungen, staatlicher Nichtanerkennung von Auslandsschulden, durch Devisenkontrollen oder eine Abwertung der Landeswährung entsteht.
- Latente Steuern
-
Zukünftig zu zahlende oder zu erstattende Ertragsteuern, die aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Steuer- und Handelsbilanz resultieren, oder der Wert nicht genutzter steuerlicher Verlustvorträge oder anderer steuerlicher Anrechnungsguthaben. Sie stellen zum Zeitpunkt der Bilanzierung noch keine tatsächlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber den Finanzämtern dar.
- Leverage Ratio
-
Verhältnis des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapitals zur Summe der Aktiva.
- Leveraged Buy-out
-
Fremdfinanzierter Kauf (vollständig oder teilweise) eines Unternehmens beziehungsweise bestimmter Unternehmensaktivitäten. Zins- und Tilgungszahlungen werden aus dem zukünftigen Ertrag des übernommenen Unternehmens finanziert.
- Leveraged-Finance-Aktivitäten
-
Finanzierung eines Unternehmenskaufs mittels hoher Fremdkapitalaufnahme (Leverage).
- Liquiditätsrisiko
-
Bezeichnet die Gefährdung unserer Gewinne und unseres Kapitals bei einer potenziellen Unfähigkeit der Bank, ihre Verpflichtungen zeitgerecht zu erfüllen, ohne dabei unannehmbar hohe Verluste einzugehen.
M
- Management Buy-out
-
Übernahme aller umlaufenden Aktien durch das im Unternehmen tätige Management, welches die Börsennotierung beendet.
- Mark-to-market-Bewertung
-
Bewertung zu aktuellen Marktpreisen. Gilt zum Beispiel für Handelsaktivitäten.
- Marktrisiko
-
Resultiert aus der Unsicherheit über Veränderungen von Marktpreisen und -kursen (inklusive Zinsen, Aktienkursen, Wechselkursen und Rohwarenpreisen) sowie den zwischen ihnen bestehenden Korrelationen und ihren Volatilitätsniveaus.
- Merger & Acquisitions (M&A)
-
Fusionen und Übernahmen von Unternehmen.
- Mezzanine
-
Flexible Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Hier: langfristiges nachrangiges Finanzierungsinstrument zur Wachstumsfinanzierung, das gleichzeitig die wirtschaftliche Eigenkapitalbasis stärkt.
- Monoline-Versicherer
-
Versicherer, die Kreditversicherungen für Emittenten von Schuldverschreibungen und andere Marktteilnehmer anbieten.
- Monte Carlo-Simulation
-
Modell, das den Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion für eine große Zahl (beispielsweise 10.000) von unterschiedlichen Marktszenarien berechnet.
- Mortgage-backed Securities (MBS)
-
Asset-backed Securities, die Hypothekenkredite verbriefen. Unterkategorien sind Residential Mortgage-backed Securities (RMBS) und Commercial Mortgage-backed Securities (CMBS).
N
- Namensaktien
-
Aktien, die auf den Namen einer bestimmten Person lauten. Diese Person wird entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben mit einigen persönlichen Angaben sowie ihrer Aktienanzahl in das Aktienregister der Gesellschaft eingetragen. Nur wer im Aktienregister eingetragen ist, gilt gegenüber der Gesellschaft als Aktionär und kann beispielsweise Rechte in der Hauptversammlung ausüben.
- Nettingvereinbarungen
-
Verträge, wonach gegenseitige Forderungen zwischen zwei Parteien unter bestimmten Voraussetzungen miteinander verrechnet werden können – beispielsweise im Insolvenzfall. Die Einbeziehung einer rechtsverbindlichen Nettingvereinbarung führt zu einer Reduzierung des Ausfallrisikos von einem Brutto- auf einen Nettobetrag.
- Nettovermögen je ausstehende Stammaktie
-
Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (basic) ergibt sich durch Division des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapitals durch die Anzahl der ausstehenden Stammaktien (basic, beide zum Bilanzstichtag).
O
- Ökonomisches Kapital
-
Messgröße, anhand derer mit einem hohen Maß an Sicherheit das Eigenkapital ermittelt werden kann, das zu einem beliebigen Zeitpunkt benötigt wird, um unerwartete Verluste aus dem aktuellen Engagement aufzufangen. Es ist streng vom bilanziellen Eigenkapital zu unterscheiden.
- Operationelles Risiko
-
Risiko des Verlusts im Zusammenhang mit Mitarbeitern, vertraglichen Spezifikationen und deren Dokumentation, Technologie, Versagen oder Zusammenbruch der Infrastruktur, Projekten, externen Einflüssen und Kundenbeziehungen. Diese Definition schließt unter anderem rechtliche und aufsichtsrechtliche Risiken ein.
- Option
-
Recht, den zugrunde liegenden Optionsgegenstand (beispielsweise Wertpapiere oder Devisen) von einem Vertragspartner (Stillhalter) zu einem vorweg fest vereinbarten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt beziehungsweise in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen (Kaufoption/Call) oder an diesen zu verkaufen (Verkaufsoption/Put).
- OTC-Derivate
-
Finanzinstrumente (Derivate), die nicht standardisiert sind und nicht an einer Börse, sondern direkt zwischen den Marktteilnehmern (Over-the-Counter) gehandelt werden.
P
- Personalaufwandsquote
-
Prozentualer Anteil des Personalaufwands an den Erträgen insgesamt, die als Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft plus zinsunabhängige Erträge definiert sind.
- Portfolio (Portefeuille)
-
Allgemein: Teil oder Gesamtheit einer oder aller Klassen von Vermögenswerten (zum Beispiel Wertpapiere, Kredite, Beteiligungen oder Immobilien). Die Portfoliobildung dient primär der Risikostreuung. Hier: Zusammenfassung ähnlicher Geschäfte, insbesondere von Wertpapieren und/oder Derivaten, unter Preisrisikoaspekten.
- Portfolio Management
-
Steuerung und Verwaltung eines Wertpapierportfolios für Kunden. Kann die ständige Überwachung des Portfolios und nach Absprache mit dem Kunden auch Käufe und Verkäufe einschließen.
- Prime
-
Begriff, unter dem im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt Kredite an Kreditnehmer mit hoher Bonität verstanden werden.
- Prime Brokerage
-
Eine Dienstleistung, die Clearing, Abwicklung von Handelsgeschäften, Custody, Aufstellung von Abschlüssen und Finanzierung für institutionelle Anleger beinhaltet.
- Prime Services/Brokerage
-
Ein spezielles Dienstleistungsangebot vor allem für Hedgefonds, das in erster Linie aus Clearing, Abwicklung von Handelsgeschäften, Custody, Aufstellung von Abschlüssen und Finanzierung besteht.
- Private Banking
-
Geschäft mit anlageorientierten vermögenden Kunden.
- Private Equity
-
Kapitalbeteiligung an nicht börsennotierten Unternehmen, zum Beispiel Wagniskapital und Buy-out-Fonds.
- Projected Unit Credit Method
-
Anwartschaftsbarwertverfahren für die Bewertung von Pensionszusagen; es handelt sich um ein Kapitalansammlungsverfahren nach IAS 19, nach dem die Verpflichtung mit dem versicherungsmathematischen Barwert des am Abschlussstichtag erworbenen Versorgungsanspruchs anzusetzen ist. Charakteristisch ist, dass bei dynamischen Pensionszusagen Trendannahmen (zum Beispiel hinsichtlich zu erwartender Gehaltssteigerungen) zu berücksichtigen sind. Der Zinsfuß zur Diskontierung orientiert sich an Zinssätzen für Schuldverschreibungen, die von Unternehmen mit hoher Bonität begeben werden.
Q
- Quantitative Anlagen
-
Portfolios von Aktien- und Rentenwerten sowie von Hedgefonds. Das Management erfolgt systematisch und regelgesteuert, wobei hauptsächlich fundamentale Anlagekriterien angewandt werden. Die Auswahl beruht auf der Verarbeitung großer Datenmengen, für die quantitative Methoden und Techniken zum Einsatz kommen.
R
- Rating
-
Extern: standardisierte Beurteilung der Bonität des Emittenten und seiner Schuldtitel durch spezialisierte Agenturen.
Intern: detaillierte Risikoeinschätzung jedes Exposure eines Schuldners.
- Repogeschäft (Repurchase Agreement)
-
Rückkaufvereinbarung bei Wertpapiergeschäften (echte Pensionsgeschäfte, deren Gegenstand weiterhin dem Pensionsgeber zuzurechnen ist). Aus Sicht des Pensionsnehmers wird von einem Reverse-Repo-Geschäft gesprochen.
- Residential Mortgage-backed Securities (RMBS)
-
Mortgage-backed Securities (MBS), die Wohnungsbaukredite verbriefen.
- Return on Equity (RoE)/Eigenkapitalrendite
-
Grundsätzlich: Kennziffer zur Ertragslage eines Unternehmens, die das Ergebnis (Jahresüberschuss) im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt. Hier: Ergebnis in Prozent des im Jahresdurchschnitt eingesetzten Eigenkapitals.
S
- Sachaufwandsquote
-
Prozentualer Anteil des zinsunabhängigen Sachaufwands, der sich aus den zinsunabhängigen Aufwendungen abzüglich Personalaufwand zusammensetzt, an den Erträgen insgesamt, die als Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft plus zinsunabhängige Erträge definiert sind.
- Sale and Leaseback
-
Transaktion, bei der eine Partei zum Beispiel eine Immobilie an eine andere Partei verkauft und anschließend zur weiteren Nutzung zurückmietet beziehungsweise least.
- Sarbanes-Oxley Act (SOX)
-
US-Kapitalmarktgesetz aus dem Jahr 2002, das als Reaktion auf eine Anzahl von Bilanzskandalen die Corporate Governance stärken und damit das Vertrauen der Investoren in den Kapitalmarkt zurückgewinnen soll. Die neuen und erweiterten Regelungen gelten für alle an einer US-Börse gelisteten Unternehmen und reichen von zusätzlichen Vorstandsaufgaben bis zu strafrechtlichen Bestimmungen.
- Schariakonform
-
Im Einklang mit der islamischen Gesetzgebung.
- Securitization (Verbriefung)
-
Grundsätzlich: Verkörperung von Rechten in Wertpapieren (beispielsweise Aktien und Schuldverschreibungen).
- Segmentberichterstattung
-
Offenlegung von Vermögens- und Ergebnisinformationen eines Unternehmens, untergliedert nach Tätigkeitsbereichen (Unternehmensbereichen) und geografischen Merkmalen (Regionen).
- Shareholder Value
-
Managementkonzept, das dauerhafte Wertsteigerungen des Unternehmens in den Mittelpunkt strategischer und operativer Entscheidungen stellt. Kerngedanke ist, dass nur Renditen, die über den Eigenkapitalkosten liegen, Wert für die Aktionäre schaffen.
- SPAC (Special Purpose Acquisition Company)
-
Börsennotierte Gesellschaft, die Kapital beschafft, um ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen.
- Subprime
-
Begriff, unter dem im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt Kredite an Kreditnehmer mit geringer Bonität verstanden werden.
T
- Trade Finance
-
Umfasst alle Dienstleistungen in den Bereichen Trade Finance Services sowie Trade and Risk Services. Der Geschäftsbereich betreut das Exportfinanzierungs- und Risikoabsicherungsgeschäft mit Finanzinstituten und Firmenkunden. Dazu gehören multinationale Unternehmen, etablierte und aufstrebende Unternehmen sowie Unternehmen des öffentlichen Sektors.
S
- Swaps
-
Grundsätzlich: Austausch von Zahlungsströmen. Zinsswaps: Tausch von Zinszahlungsströmen gleicher Währung mit unterschiedlichen Konditionen (beispielsweise fest/variabel). Währungsswaps: Tausch von Zinszahlungsströmen und Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen.
- Sustainability (Nachhaltigkeit)
-
Bezeichnet das Zusammenspiel von Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlicher Verantwortung mit dem Ziel, die Lebensgrundlagen der Menschheit nachhaltig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
T
- Trust & Securities Services
-
Breite Palette von administrativen Dienstleistungen für Wertpapiere. Dazu gehören zum Beispiel Wertpapierverwaltung und -verwahrung (Custody), Treuhandverwaltung von Wertpapieren, Emissions- und Zahlstellendienste, Depotbankfunktion für American Depositary Receipts (ADRs).
U
- US GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles)
-
Rechnungslegungsstandards der USA, die in engerem Sinne durch Verlautbarungen des Financial Accounting Standards Board (FASB) sowie des American Institute of Certified Public Accountants (AICPA) gebildet werden. Darüber hinaus sind insbesondere für börsennotierte Unternehmen die von der Wertpapieraufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) entwickelten Interpretationen und Auslegungen von Relevanz. Ähnlich den IFRS liegt die maßgebliche Zielsetzung in der Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen im Jahresabschluss, die insbesondere für Investoren nützlich sein sollen.
V
- Value-at-Risk-Konzept
-
Misst für ein gegebenes Portfolio den potenziellen künftigen Verlust (bezogen auf den Marktwert), der unter normalen Marktbedingungen in einer bestimmten Periode und mit einem bestimmten Konfidenzniveau nicht überschritten wird.
W
- Wrapped Bond
-
Schuldverschreibung, die von Dritten versichert oder garantiert wird.
Z
- Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
-
Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiiziert sind und nicht als Kredite und Forderungen oder zum Fair Value klassifiziert sind. Sie werden mit ihrem Fair Value in der Bilanz ausgewiesen. Änderungen des Fair Value werden grundsätzlich erfolgsneutral in den nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigten Gewinnen/Verlusten innerhalb des Eigenkapitals gezeigt. Wertminderungen und realisierte Gewinne und Verluste werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung vereinnahmt.
- Zielgrößendefinition
-
Bestimmte signifikante Gewinne (wie Gewinne aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen, Geschäftsfeldern oder Immobilien) oder signifikante Aufwendungen (wie Restrukturierungsaufwendungen, Goodwillabschreibungen oder Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten) werden in unserer Zielgrößendefinition unberücksichtigt gelassen, wenn diese keine Bedeutung für den zukünftigen Erfolg der Kerngeschäftsfelder der Deutschen Bank haben.
Service Funktionen
Download PDF
Download XLS
Merke Datei(en)
Drucken
E-Mail
|