Teil des Konzernabschlusses zum 31.12.2007, der von KPMG Deutsche Treuhand AG geprüft und testiert wurde.

Der kurzfristige Ausblick für die Weltwirtschaft lässt im Vergleich zu den Vorjahren ein leicht verlangsamtes Wachstum erwarten. Nach fünf Jahren mit durchschnittlich 4,75 % Wachstum wird die weltweite Wirtschaftsleistung 2008 voraussichtlich um etwa 4 % wachsen. Diese Entwicklung ergibt sich primär aus einer abnehmenden Wachstumsdynamik in den Vereinigten Staaten infolge der Subprime-Krise, einer starken Korrektur im Immobiliensektor, geringerer Konsumausgaben als Reaktion auf striktere Kreditvergabe und Inflationsdruck durch nachhaltig hohe Preise für Rohöl und andere Rohstoffe. Nach einem Wachstum von 2,2 % in 2007 wird die US-Wirtschaft 2008 voraussichtlich noch um 1,5 % wachsen. Die Federal Reserve hat mit Zinssenkungen und die Regierung mit Steuersenkungen zur Belebung der Wirtschaft reagiert. Diese Maßnahmen dürften kurzfristig zu einer Belebung führen. Die strukturellen Probleme der USA, wie zum Beispiel die niedrige Sparquote, werden dadurch aber nicht adressiert. Die US-Wirtschaft dürfte in 2009 etwa 1,75 % wachsen, die Arbeitslosenquote dürfte aber weiter steigen.

In Europa stellt der starke Euro eine zusätzliche Belastung dar. Das Wachstum in der Eurozone dürfte mit etwas mehr als 1,5 % etwa einen Prozentpunkt unter dem Wert von 2007 liegen. In Europas größter Volkswirtschaft Deutschland dürfte das kräftige Wachstum der vergangenen zwei Jahre nicht aufrechterhalten werden können. Nach 2,5 % in 2007 dürfte das Wachstum im laufenden und im nächsten Jahr voraussichtlich eher 1,5 % betragen. In Abwesenheit gegenläufiger fiskalpolitischer Maßnahmen dürfte der private Konsum – begünstigt durch weitere Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt – zum ersten Mal in sechs Jahren mit der gleichen Rate wachsen wie das BIP und somit deutlich zum Wachstum beitragen.

Der Rest der Welt wird sich nicht vollständig von den Auswirkungen der Wachstumsverlangsamung in den USA entkoppeln können. In Asien, Lateinamerika, Osteuropa und im Nahen Osten dürfte das Wirtschaftswachstum 2008 um 0,5 bis 0,75 Prozentpunkte niedriger ausfallen als 2007. Getragen von China und Indien dürfte das Wachstum in Asien dank struktureller Verbesserungen dennoch weiter hoch bleiben. Das reale BIP in dieser Region dürfte 2008 mit etwa 7,75 % wachsen nach 8,25 % in 2007.

Als Ergebnis gestiegener Preise für Rohöl, Nahrungsmittel und andere wichtige Rohstoffe stieg die Inflation in 2007 in vielen Industrienationen spürbar an. Die Inflationsrate betrug 3 % in der Eurozone und 4 % in den USA. In 2008 sollte sich der Preisdruck im Zuge der Wachstumsverlangsamung abschwächen. Inflation könnte demnach die Europäische Zentralbank daran hindern, der amerikanischen Federal Reserve auf ihrem Weg der leichteren Geldpolitik zu folgen.

Risiken für die Weltwirtschaft gehen unter anderem von stärkeren wirtschaftlichen Turbulenzen, andauernden Schwierigkeiten auf den globalen Finanzmärkten, geopolitischer Instabilität und möglichen terroristischen Aktivitäten aus. Diese Faktoren könnten zu starken Schwankungen an den Finanzmärkten führen. Weiter steigende Preise bei Rohöl und anderen Rohstoffen sowie ein Anhalten der Immobilien- und Subprime-Krise stellen weitere Risiken für die Weltwirtschaft dar. Diese könnten starke Verwerfungen im Finanzsektor, eine Rezession in den USA und im Ergebnis eine stärkere Abschwächung der Weltwirtschaft auslösen.