Die Erträge beliefen sich im Berichtsquartal auf 5,1 Mrd €. Dies entspricht einem Rückgang von 20 % gegenüber dem dritten Quartal 2006. Im Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) sanken die Erträge um 2,1 Mrd € (52 %) auf 1,9 Mrd €. Darin waren Belastungen von insgesamt 2,2 Mrd € im Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) enthalten. Hiervon entfielen 1,6 Mrd € auf Handelspositionen in Relative-Value-Strategien mit festverzinslichen Produkten und Aktienprodukten, im CDO-Korrelationshandel und im Geschäft mit verbrieften Wohnungsbaukrediten. Unter Berücksichtigung dieser Belastungen gingen die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) gegenüber dem Vorjahresquartal um 71 % auf 576 Mio € zurück. Darin war ein Gewinn von 22 Mio € enthalten, der auf höhere Risikoaufschläge für selbst begebene strukturierte Schuldverschreibungen zurückzuführen war, die unter Anwendung der Fair Value Option bewertet werden. Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) gingen um 38 % auf 428 Mio € zurück. Zudem wurden im Berichtsquartal Belastungen auf Kredite und Kreditzusagen im Leveraged-Finance-Geschäft in Höhe von 603 Mio € (nach Berücksichtigung darauf entfallender Provisionserträge) verbucht. Hier waren bereits im zweiten Quartal 2007 Belastungen angefallen. Unter Berücksichtigung dieser Belastungen verzeichnete das Emissionsgeschäft im dritten Quartal 2007 negative Erträge von 120 Mio €. Dahingegen wurden im Beratungsgeschäft mit 269 Mio € die höchsten jemals erzielten Erträge erreicht. Die Erträge aus dem Global Transaction Banking (GTB) stiegen infolge hoher Volumina in allen wichtigen Produktbereichen um 22 % auf 661 Mio €.

Im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) nahmen die Erträge um 19 % auf 2,6 Mrd € zu. Sie erhöhten sich im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) um 24 % auf 1,1 Mrd €. Diese Entwicklung war zum Teil auf verbesserte erfolgsabhängige Provisionen im Retailgeschäft und im Alternative-Asset-Geschäft sowie auf höhere Invested Assets zurückzuführen. Im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) stiegen die Erträge um 15 % auf 1,4 Mrd €. Darin spiegeln sich sowohl ein Ertragswachstum im Kredit-, Einlagen- und Brokeragegeschäft als auch die Beiträge von Berliner Bank und norisbank wider.

Im Konzernbereich Corporate Investments (CI) beliefen sich die Erträge auf 654 Mio € gegenüber 81 Mio € im Vorjahresquartal. Das Berichtsquartal enthielt Gewinne aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen (vornehmlich Allianz SE und Linde AG), aus der Sale-und-Leaseback-Transaktion für unsere Immobilie 60 Wall Street und die Wertsteigerung der Option zur Erhöhung der Beteiligung an der Hua Xia Bank Co. Ltd. in China.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 105 Mio € im Berichtsquartal stieg gegenüber dem dritten Quartal 2006 (76 Mio €), im Wesentlichen auf Grund der Akquisition von Berliner Bank und norisbank in PBC sowie einer um 8 Mio € höheren Risikovorsorge im Kreditgeschäft in CIB.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen betrugen im Berichtsquartal 3,5 Mrd € und waren um 22 % niedriger als im Vorjahresquartal. Der Personalaufwand sank auf 1,7 Mrd €. Im dritten Quartal 2006 lag er bei 2,7 Mrd €. Diese Entwicklung resultierte in erster Linie aus rückläufigen leistungsabhängigen Vergütungen infolge niedrigerer Geschäftsergebnisse im Berichtsquartal. Der Sachaufwand von 1,8 Mrd € war gegenüber dem Vorjahreswert unverändert. Im Berichtsquartal war er durch positive Effekte, die sich aus einer mit den Steuerbehörden abgestimmten verfeinerten Methode zur Erstattung von Vorsteuer für Vorjahre und aus Erstattungen von Versicherungen im Zusammenhang mit beigelegten Rechtsverfahren ergaben, begünstigt.

Das Ergebnis vor Steuern von 1,4 Mrd € im Berichtsquartal blieb um 19 % unter dem Wert des Vorjahres. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) betrug 19 %. Gemäß Zielgrößendefinition der Bank, bei der im Berichtsquartal signifikante Gewinne von 491 Mio € (nach Abzug damit verbundener Aufwendungen) unberücksichtigt bleiben, betrug die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) 12 %.

Der Gewinn nach Steuern stieg um 31 % auf 1,6 Mrd €. Die Ertragsteuer war im Berichtsquartal positiv. Dies war auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Effekt aus der deutschen Unternehmensteuerreform, Nutzung von Verlusten, Vorteile aus der Beilegung von Steuerverfahren sowie Steuerforderungen aus der laufenden und aus Vorperioden. Der Gesamteffekt dieser Faktoren belief sich auf rund 600 Mio €. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) stieg im Berichtsquartal im Vergleich zum Vorjahresquartal von 2,43 € um 36 % auf 3,31 €. Diese Zunahme ist teilweise durch die zum Jahresende 2006 vorgenommene Modifizierung bestimmter Derivatekontrakte auf Deutsche Bank-Aktien, die dem Handelsbestand zuzurechnen waren, begünstigt. Um diesen Effekt bereinigt wäre das Ergebnis je Aktie (verwässert) gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,78 € (31 %) gestiegen.

Die BIZ-Kernkapitalquote (Tier-I) stieg von 8,4 % zum Ende des zweiten Quartals 2007 auf 8,8 % zum Ende des Berichtsquartals. Sie lag damit am oberen Ende der Zielbandbreite der Bank von 8 % bis 9 %. Darin spiegeln sich sowohl höhere Gewinnrücklagen als auch unsere strikte Disziplin beim Einsatz unseres Kapitals wider. Die risikogewichteten Aktiva stiegen auf 311 Mrd € zum Ende des Berichtsquartals und lagen damit um 4 Mrd € über dem zweiten Quartal 2007. Im dritten Quartal 2007 hat die Bank 1,4 Millionen Aktien (0,3 % der emittierten Aktien) zu einem durchschnittlichen Rückkaufspreis von 96,75 € je Aktie zurückerworben.