Aktiva und passiva

Die Summe der Aktiva betrug zum Ende des Berichtszeitraums 1.991 Mrd €. Dieser Wert stellt einen Anstieg von 66 Mrd € (3 %) gegenüber dem 31. Dezember 2007 (1.924 Mrd €) dar. Die Summe der Verbindlichkeiten von 1.957 Mrd € lag zum 30. Juni 2008 um 71 Mrd € (4 %) über dem Wert zum Jahresende 2007. Die Summe der Aktiva und die Summe der Passiva wurden für Vorperioden rückwirkend an den gegenwärtigen Ausweis angepasst; weitere Angaben zu diesen Anpassungen finden sich im Abschnitt Grundlage der Erstellung .

Die Erhöhung der Aktiva und der Passiva war im Wesentlichen auf zum Fair Value bewertete Vermögenswerte und Verpflichtungen zurückzuführen. Zum 30. Juni 2008 lagen die Bilanzwerte von positiven und negativen Marktwerten derivativer Finanzinstrumente um 133 Mrd € beziehungsweise 114 Mrd € über den Vergleichswerten zum 31. Dezember 2007. Dieser Anstieg war hauptsächlich auf gestiegene Marktwerte derivativer Instrumente im Handel mit Kreditprodukten, Rohstoffen, Zinsprodukten und im CDO-Geschäft sowie, in geringerem Umfang, auf Volumensausweitung zurückzuführen. Die Zunahme bei den zum Fair Value bewerteten Vermögenswerten und Verpflichtungen wurde teilweise durch eine Reduzierung unserer Bestände in vergleichsweise renditeschwachen Bilanzpositionen wie Wertpapierpensionsgeschäften und Wertpapierleihen ausgeglichen.

Fair-Value-Hierarchie – BEWERTUNGSVERFAHREN MITTELS NICHT BEOBACHTBARER PARAMETER

Diese Kategorie der IFRS-Fair-Value-Hierarchie umfasst komplexere OTC-Derivate, illiquide Kredite und strukturierte Anleihen. Die Parameterangaben für Finanzinstrumente in dieser Kategorie sind nicht beobachtbar und haben einen mehr als unwesentlichen Effekt auf den Fair Value eines Instruments oder auf die aus dem Instrument erzielten Gewinne und Verluste.

Der Bilanzwert der zum Fair Value ausgewiesenen Vermögenswerte, denen Bewertungsverfahren mittels nicht beobachtbarer Parameter („Level 3“) zugrunde lagen, betrug zum 30. Juni 2008 86 Mrd € oder 6 % der Gesamtsumme der zum Fair Value ausgewiesenen Vermögenswerte (31. Dezember 2007: 88 Mrd € oder 6 %). Der Bilanzwert der zum Fair Value ausgewiesenen Verpflichtungen, denen Bewertungsverfahren mittels nicht beobachtbarer Parameter zugrunde lagen, betrug zum 30. Juni 2008 27 Mrd € oder 3 % der Gesamtsumme der zum Fair Value ausgewiesenen Verpflichtungen (31. Dezember 2007: 23 Mrd € oder 3 %). Der Rückgang der Level 3-Aktiva um 2 Mrd € in den ersten sechs Monaten 2008 war hauptsächlich auf eine höhere Zahl beobachtbarer Marktdaten sowie auf Verkäufe von Krediten im zweiten Quartal 2008 im Bereich gewerblicher Immobilienkredite und in Leveraged-Finance zurückzuführen. Dieser Rückgang wurde zum Teil durch Umgliederungen bestimmter, auf Hypotheken bezogene Kredite und Wertpapiere ausgeglichen, für die das Liquiditätsniveau gesunken und die Zahl beobachtbarer Marktdaten reduziert waren. Die Level-3-Passiva stiegen im ersten Halbjahr 2008 vornehmlich wegen der Umgliederung bestimmter auf Hypotheken bezogener Wertpapiere im ersten Quartal 2008. Diese Zunahme wurde teilweise durch eine höhere Zahl beobachtbarer Marktdaten für bestimmte längerfristige OTC-Derivate kompensiert.

Eigenkapital

Das Eigenkapital einschließlich Minderheitsanteilen belief sich zum 30. Juni 2008 auf 33,7 Mrd € und lag damit um 4,8 Mrd € (12 %) unter dem Vergleichswert zum 31. Dezember 2007. Zu diesem Rückgang trugen in erster Linie die Verminderung des unrealisierten Ergebnisses aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten um 3,5 Mrd € (davon entfielen 0,8 Mrd € auf realisierte Gewinne/Verluste auf nicht festverzinsliche und festverzinsliche Wertpapiere, die keine Auswirkung auf das Eigenkapital hatten), die Dividendenzahlung von 2,3 Mrd € im Mai 2008 sowie negative Effekte aus Wechselkursänderungen von 784 Mio € (insbesondere wegen der Schwäche des US-Dollars und des Britischen Pfunds) bei. Diese Faktoren wurden zum Teil durch das den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis von 517 Mio € und einen Anstieg der Minderheitsanteile um 356 Mio € ausgeglichen. Diese Minderheitsanteile entsprechen dem Anteil von Konzernfremden am Eigenkapital von Unternehmen, die im Berichtszeitraum neu gegründet und konsolidiert wurden.

Die Verminderung des unrealisierten Ergebnisses aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten um 3,5 Mrd € war überwiegend auf nicht festverzinsliche Wertpapiere zurückzuführen (insgesamt 2,8 Mrd €, die sowohl aus realisierten Gewinnen aus der Verminderung von Industriebeteiligungen als auch aus unrealisierten Verlusten aus negativen Marktwertveränderungen bestanden). Der verbleibende Rückgang um 0,7 Mrd € resultiert aus realisierten und unrealisierten Verlusten aus Schuldverschreibungen. Der wesentliche Teil dieses Betrags war auf verminderte Marktwerte von Schuldverschreibungen im Volumen von 9,5 Mrd € zurückzuführen, die Teil der von uns aufgelegten Asset-backed-Commercial-Paper-Programme („ABCP“) sind. Die Bewertung dieser Vermögenswerte unterliegt den üblichen internen Kontrollverfahren für den Bewertungsprozess. Weiterhin werden diese Vermögenswerte regelmäßig auf die Notwendigkeit erfolgswirksamer Abschreibungen hin überprüft.

Zweckgesellschaften und ausserbilanzielle transaktionen

Zur Durchführung unserer Geschäftsaktivitäten nutzen wir unter anderem sogenannte Zweckgesellschaften („SPEs“), die Marktliquidität bereitstellen, indem sie Anlegern Zugang zu spezifischen Portfolios von Vermögenswerten und Risiken ermöglichen. Diese Gesellschaften sind integraler Teil der Märkte für durch Grundpfandrechte und andere Vermögenswerte unterlegte Wertpapiere („Asset-backed Securities“) sowie für Commercial Paper. Wir nutzen SPEs als Liquiditätsquelle für unsere Kunden: sei es in Form der Verbriefung von Vermögenswerten oder durch Schaffung von Investmentprodukten. Die SPEs sind, je nachdem, ob beherrschender Einfluss vorliegt oder nicht, entweder zu konsolidieren oder die mit ihnen bestehenden Transaktionen als außerbilanzielle Geschäfte zu erfassen. Für die im Rahmen dieser außerbilanziellen Transaktionen bestehenden Finanzinstrumente werden weder der Nominalwert noch deren Fair-Value-Änderungen in unserem Abschluss abgebildet. In einigen wenigen Fällen konsolidieren wir diese SPEs für Zwecke des deutschen Aufsichtsrechts. In allen anderen Fällen hingegen unterlegen wir die SPE-bezogenen Transaktionen wie Derivategeschäfte, Kreditzusagen oder Garantien und die mit ihnen verbundenen Risiken mit regulatorischem Eigenkapital. Bislang hatten die außerbilanziellen Transaktionen keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Kreditvereinbarungen, Kapitalkennziffern, Bonitätsbeurteilungen oder Dividenden.

Unsere Rechnungslegungsgrundsätze bezüglich der Konsolidierung von SPEs sowie der Überprüfung zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen werden in Note [1] des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2007 dargestellt.

Der folgende Abschnitt erläutert unsere Geschäftsbeziehungen mit ausgewählten Arten von SPEs. Die hier enthaltenen Tabellen zeigen zum einen die Vermögenswerte von konsolidierten SPEs und zum anderen unsere Risikopositionen bei außerbilanziellen Transaktionen mit nicht konsolidierten SPEs.

VOM KONZERN GESPONSERTE ASSET-BACKED COMMERCIAL PAPER (ABCP) CONDUITS

Wir legen eigene Asset-backed-Commercial-Paper-Programme („ABCP“) auf, die wir auch verwalten. Diese Programme gewähren unseren Kunden Zugang zu Liquidität am Commercial-Paper-Markt. Als Verwalter von Commercial-Paper-Programmen unterstützen wir den Kauf von nicht vom Deutsche Bank-Konzern gewährten Krediten sowie von Wertpapieren und sonstigen Forderungen seitens eines Commercial Paper Conduit („Conduit”). Das Conduit wiederum finanziert diesen Erwerb, indem es kurzfristige Commercial Paper hoher Bonität begibt, die durch die zugrunde liegenden Vermögenswerte besichert sind. Um ein hohes Rating („Investment Grade Rating“) für die Commercial Paper aufrechtzuerhalten, benötigen die Conduits ausreichende Sicherheiten, Kreditverbesserungen („Credit Enhancements“) und Liquiditätsfazilitäten. Wir agieren als Liquidity Provider für diese Gesellschaften.

Wir konsolidieren die Mehrzahl der von uns gesponserten Conduitprogramme, da bei ihnen die Beurteilung der wesentlichen Faktoren ergab, dass beherrschender Einfluss vorliegt. Conduits mit Vermögenswerten von 4,9 Mrd € werden weiterhin bilanziell nicht erfasst, weil wir über keinen beherrschenden Einfluss verfügen.

ABCP CONDUITS DRITTER

Neben dem Sponsoring unserer eigenen Commercial-Paper-Programme bieten wir Dritten bestimmte Leistungen bei der Auflegung und dem fortlaufenden Risikomanagement ihrer Commercial-Paper-Programme an.

Diese Leistungen an Conduits Dritter dienen vorwiegend Finanzierungszwecken und bestehen in der Zusage von Liquiditätsfazilitäten und Wertpapierpensionsgeschäften, die für den Fall von Störungen am Commercial-Paper-Markt bereitgestellt werden. Die Liquiditätsfazilitäten und zugesagten Wertpapierpensionsgeschäfte werden außerbilanziell erfasst – es sei denn, eine eventuelle Zahlung ist wahrscheinlich und deren Höhe abschätzbar, sodass eine Schuld bilanziert werden muss. Zurzeit konsolidieren wir keine ABCP Conduits Dritter. Unsere Risikoposition im Zusammenhang mit diesen SPEs ist der Tabelle zu den außerbilanziellen Transaktionen zu entnehmen.

Einige kanadische ABCP Conduits, die wir nicht konsolidieren, hatten im zweiten Halbjahr 2007 erhebliche Liquiditätsprobleme. Wir nehmen bei keinem dieser Conduits Managementaufgaben wahr, stellen jedoch Portfolio Credit Default Swaps zur Verfügung und bedingte Liquiditätsfazilitäten bereit. Alle Liquiditätsfazilitäten sind in der Zwischenzeit ausgelaufen und wurden nicht erneuert. Die Auslöser für eine etwaige Pflicht zur Unterlegung der bestehenden Credit Default Swaps mit Sicherheiten sind bis zur endgültigen Verabschiedung des Restrukturierungsplans unverändert und unterliegen dem nach wie vor bestehenden Stillhalteabkommen.

Ein Rahmenvertrag, der die Grundlage für den Plan zur Restrukturierung dieser nicht konsolidierten kanadischen Conduits bildete, wurde im April 2008 dem Superior Court in Kanada vorgelegt. In dem Rahmenvertrag wird zum einen eine neue Sicherheitenfazilität vorgeschlagen, zu der wir einen Beitrag von 1,5 Mrd € leisten würden. Zum anderen wird der Rahmenvertrag die Bestimmungen hinsichtlich der Auslöser („Trigger“) für eine etwaige Pflicht zur Unterlegung der bestehenden Credit Default Swaps mit Sicherheiten ändern. Am 5. Juni 2008 wurde der Restrukturierungsplan vom Superior Court in Kanada genehmigt. Die Sicherheitenfazilität hatte keine Auswirkung auf unsere Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Zum 30. Juni 2008 gab es jedoch noch eine geringe Anzahl von Anlegern, die Berufung eingelegt haben. Das Ergebnis der Berufungen kann zu weiteren Änderungen der vorgeschlagenen Restrukturierung führen und Auswirkungen auf unsere künftigen Ergebnisse haben.

vom Konzern geSPONSerte Verbriefungen

Der Konzern sponsert SPEs, für die er Vermögenswerte generiert. Diese Vermögenswerte, die ihrer Natur nach illiquide sind und nicht in Form von leicht übertragbaren Wertpapieren vorliegen, werden auf die SPEs übertragen. Die SPEs finanzieren diese Käufe durch die Begebung verschiedener Tranchen von Wertpapieren, deren Rückzahlung an die Performance der Vermögenswerte der Zweckgesellschaften geknüpft ist. In den Fällen, in denen wir einen nachrangigen Anspruch an den verbrieften Vermögenswerten zurückbehalten, ist zu prüfen, ob beherrschender Einfluss vorliegt. Liegt dieser vor, sind die SPEs zu konsolidieren. Eine Konsolidierung der SPEs hat keine Auswirkung auf die Erträge oder den Gewinn nach Steuern. Eine Konsolidierung hat jedoch Einfluss auf die jeweiligen Ertragskomponenten, aus denen sich das Ergebnis aus zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten/Verpflichtungen zusammensetzt.

VON DRITTEN GESPONSERTE VERBRIEFUNGEN

Wir stellen Verbriefungsgesellschaften, bei denen es sich um von Dritten verwaltete Investmentgesellschaften handelt, Zwischenfinanzierungen bereit. Diese investieren die Mittel in diversifizierte Pools von Vermögenswerten: darunter festverzinsliche Wertpapiere, Firmenkredite, Asset-backed Securities (vorwiegend verbriefte gewerbliche und private Immobilienkredite und Kreditkartenforderungen) sowie Forderungen aus Filmrechten.

Die Gesellschaften emittieren verschiedene Tranchen von Wertpapieren, deren Rückzahlung an die Performance der Vermögenswerte der Gesellschaften gekoppelt ist. In den Fällen, in denen wir einen nachrangigen Anspruch an den verbrieften Vermögenswerten zurückbehalten, ist zu prüfen, ob beherrschender Einfluss vorliegt. Liegt dieser vor, sind die SPEs zu konsolidieren. Eine Konsolidierung der SPEs hat keine Auswirkung auf die Erträge oder den Gewinn nach Steuern. Eine Konsolidierung hat jedoch Einfluss auf die jeweiligen Ertragskomponenten, aus denen sich das Ergebnis aus zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten/Verpflichtungen zusammensetzt.

INVESTMENTFONDS

Wir bieten Kunden Investmentfonds und investmentfondsbezogene Produkte an, deren Rendite an die Performance der in den Fonds gehaltenen Vermögenswerte geknüpft ist. Einige dieser Fonds enthalten Garantieklauseln, wonach wir den Anlegern zu bestimmten Zeitpunkten einen Mindestwert des Nettofondsvermögens garantieren. Unser Risiko als Garantiegeber besteht darin, dass wir die Anleger entschädigen müssen, falls zu den Garantiestichtagen die Marktwerte dieser Produkte unter dem garantierten Niveau liegen. Für die Vermögensverwaltung dieser Produkte erhalten wir Management- und erfolgsabhängige Gebühren.

Solche Garantien führen nicht dazu, dass wir die Fonds konsolidieren. Sie werden bilanzwirksam als Derivate zum Fair Value erfasst, wobei Fair-Value-Änderungen erfolgswirksam ausgewiesen werden. Diese von uns garantierten Fonds hatten ein Fondsvermögen von 12 Mrd € und wurden als außerbilanzielle Transaktionen ausgewiesen.

Während des Geschäftsjahres 2007 und des ersten Halbjahres 2008 haben wir bestimmten Fonds nach freiem Ermessen Mittel in Höhe von 49 Mio € beziehungsweise 61 Mio € zugeführt, wenn die tatsächlichen Renditen unter den ursprünglich prognostizierten Werten, jedoch immer noch über den jeweiligen Garantieschwellen lagen. Für die betreffenden Berichtszeiträume wurden die entsprechenden Beträge im Konzernabschluss als Aufwand bilanziert. Die Bereitstellung dieser zusätzlichen Mittel und die damit verbundene Veränderung unserer Geschäftsbeziehungen zu den Fonds haben zu einer Überprüfung der Konsolidierungseinschätzung geführt. Als Ergebnis waren sechs Fonds zu konsolidieren und infolgedessen ist die Summe der Konzernaktiva zum 30. Juni 2008 um 14,1 Mrd € angestiegen.

Repackaging und INvestmentprodukte

Das Repackaging ist konzeptionell mit der Verbriefung vergleichbar. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die zugrunde liegenden Produkte keine unverbrieften finanziellen Vermögenswerte, sondern Wertpapiere und Derivate sind, die in anderer Form neu zusammengesetzt werden, um bestimmte Anlegerbedürfnisse zu erfüllen. Investmentprodukte ermöglichen Kunden den Zugang zu bestimmten Portfolios von Vermögenswerten und Risiken, insbesondere Anleihen, Aktien sowie Immobilien. Wir konsolidieren diese SPEs, wenn wir die Mehrheit der von einzelnen SPEs begebenen Tranchen halten oder über Residualansprüche und/oder eine Liquiditätsfazilität die Mehrheit der Risiken an der SPE zurückbehalten.

Strukturierte TRANSAktionen

Wir beteiligen uns an ausgewählten strukturierten Transaktionen, die Kunden Finanzierungsmöglichkeiten zu günstigen Konditionen ermöglichen. Die Finanzierung erfolgt vorwiegend auf besicherter Basis. Die Strukturen sind speziell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten. Wir konsolidieren diese Transaktionen, wenn eine Prüfung der wesentlichen Faktoren zeigt, dass die SPE von uns beherrscht wird.

ImmobilienLeasingfonds

Immobilienleasinggesellschaften stellen Finanzierungen für den Kauf von Immobilien bereit, die im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses an Dritte vermietet werden. Die Leasingfinanzierungen finden in erster Linie für Gewerbe- und Wohnimmobilien sowie Infrastrukturanlagen Verwendung. Gegenwärtig konsolidieren wir keinen der von uns unterstützten Fonds, deren Vermögenswerte sich auf 0,8 Mrd € belaufen. Eine Konsolidierung wäre nur bei Bestehen eines beherrschenden Einflusses auf diese SPEs erforderlich.

Wesentliche Finanzinformationen

Die folgenden Tabellen zeigen die Vermögenswerte (nach Eliminierung) der von uns konsolidierten SPEs sowie die außerbilanziellen Transaktionen mit nicht konsolidierten SPEs. Diese Tabellen sollten zusammen mit der veröffentlichten Aktualisierung der Wesentlichen Risikopositionen an den Kreditmärkten sowie dem vorstehenden Text gelesen werden.

VERMÖGENSWERTE VON KONSOLIDIERTEN SPEs

30.6.2008

Art des Vermögenswerts

in Mio €

Zum Fair
Value be-
wertete
finanzielle
Vermögens-
werte

Zur Ver-
äußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögens-
werte

Forderungen
aus dem
Kredit-
geschäft

Zahlungs-
mittel und
Zahlungs-
mittel-
äquivalente

Sonstige Aktiva

Insgesamt

Kategorie:

 

 

 

 

 

 

Vom Konzern gesponserte ABCP Conduits

9.502

16.531

5

138

26.176

Vom Konzern gesponserte Verbriefungen

17.383

260

16

797

18.456

Von Dritten gesponserte Verbriefungen

9.989

350

4

502

10.845

Investmentfonds

12.378

1.679

73

14.130

Repackaging und Investmentprodukte

8.928

1.658

812

2.382

13.780

Strukturierte Transaktionen

8.477

4.394

2.663

3.195

343

19.072

Sonstige

766

163

560

82

465

2.036

Insgesamt

57.921

15.717

20.364

5.793

4.700

104.495

RISIKOPOSITIONEN BEI AUSSERBILANZIELLEN TRANSAKTIONEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN SPEs

30.6.2008
in Mrd €

Maximal verbleibende
finanzierte Risikoposition

Kategorie:

 

Vom Konzern gesponserte ABCP Conduits

5,7

ABCP Conduits Dritter

3,8

Von Dritten gesponserte Verbriefungen

14,3

Garantierte Investmentfonds

12,0

Immobilienleasingfonds

0,8

geschäfte mit nahestehenden dritten

Wir unterhalten Geschäftsbeziehungen zu einigen Unternehmen, an denen wir bedeutenden Anteilsbesitz halten. Zudem haben wir Geschäftsbeziehungen zu einer Reihe von Unternehmen, bei denen Mitglieder unseres Vorstands Mandate in Aufsichtsräten oder Non-Executive Boards wahrnehmen. Im Rahmen unserer Geschäftsbeziehungen zu diesen Unternehmen bieten wir vielfach die gleichen Finanzdienstleistungen, die wir für unsere Kunden im Allgemeinen erbringen. Weitere Informationen sind in den Sonstigen Finanzinformationen dieses Zwischenberichts enthalten.

Werthaltigkeitsüberprüfung des Goodwill

Das zweite Quartal 2008 hat den Bankensektor erneut vor große Herausforderungen gestellt, da die Branche weiterhin die widrigen Einflüsse eines angespannten Umfelds auf den Kredit- und Geldmärkten zu spüren bekam. An den Aktienmärkten kam es gegen Ende des Quartals zu deutlichen Kursrückgängen und insbesondere die Kurse von Bankaktien kamen weltweit unter starken Druck. Seit Anfang Juni ist auch der Kurs der Deutsche Bank-Aktie gesunken, was dazu führte, dass unsere Marktkapitalisierung unter den Nettovermögenswert fiel. Wir haben überprüft, ob diese Tatsache auf eine mögliche Wertminderung des Goodwill auf Ebene unserer zahlungsmittelgenerierenden Einheiten („Cash Generating Units“) hinweist. Unsere Überprüfung konzentrierte sich auf die Cash Generating Units Global Markets und Corporate Finance, da diese in erster Linie von der Finanzmarktkrise betroffen sind. Daher haben wir die gegenwärtigen und künftigen Ergebnisse dieser Cash Generating Units überprüft, um zu klären, ob es Hinweise für eine mögliche Wertminderung des zugeordneten Goodwill gibt.

Unsere Überprüfung ergab sowohl für Global Markets als auch Corporate Finance, dass der erzielbare Betrag nach wie vor über dem jeweiligen Buchwert lag. Allerdings hat sich bei beiden Cash Generating Units der erzielbare Betrag gegenüber der zum Jahresende 2007 durchgeführten jährlichen Werthaltigkeitsprüfung verringert. Auf dieser Grundlage kamen wir zu dem Ergebnis, dass weder der beobachtete Rückgang unserer Marktkapitalisierung unter den Nettovermögenswert noch die gegenwärtigen und künftigen Ergebnisse dieser Geschäftsbereiche darauf hinweisen, dass der Goodwill einer unserer Cash Generating Units im Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities zum 30. Juni 2008 wertgemindert war. Jedoch könnten die kurz- und mittelfristigen Herausforderungen an den Weltkapitalmärkten sowie im Bankgewerbe künftig zu einer Wertminderung beim Goodwill führen. Dies gilt beispielsweise für den Fall einer weiteren Verschlechterung auf den Kredit- und Geldmärkten.

Latente Steuerforderungen für bisher nicht genutzte steuerliche Verluste

Aufgrund der außerordentlich schwierigen ersten Jahreshälfte erhöhten sich die latenten Steuerforderungen für bisher nicht genutzte steuerliche Verluste bei bestimmten verlustträchtigen Gesellschaften in den USA. Das Management ist der Auffassung, dass die Realisierung der angesetzten latenten Steuerforderungen wahrscheinlich ist, und wird weiterhin alle Umstände analysieren, die einen Einfluss auf die Nutzungsmöglichkeit dieser latenten Steuerforderungen haben könnten.