In Einklang mit den Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7, „Reclassification of Financial Assets“ hat der Konzern bestimmte Handelsaktiva und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die Forderungen aus dem Kreditgeschäft umgegliedert. Als für eine Umgliederung infrage kommend hat der Konzern jene Vermögenswerte identifiziert, bei denen am 1. Juli 2008 eindeutig keine kurzfristige Verkaufs- oder Handelsabsicht mehr bestand, sondern die stattdessen auf absehbare Zeit im Bestand gehalten werden sollen. Gemäß dem geänderten IAS 39 erfolgten die Umgliederungen mit Wirkung zum 1. Juli 2008 zu dem an diesem Stichtag ermittelten Fair Value. Im Folgenden werden die Auswirkungen der Umklassifizierungen für den Konzern im Detail dargestellt.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und Fair Values der umklassifizierten Vermögenswerte.

 

1.7.2008

30.9.2008

in Mio €

Buchwert

Buchwert

Fair value

Handelsaktiva umklassifiziert zu Forderungen aus dem Kreditgeschäft

12.824

12.837

12.094

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umklassifiziert zu Forderungen aus dem Kreditgeschäft

12.059

12.064

11.292

Summe der finanziellen Vermögenswerte, die zu Forderungen aus dem Kreditgeschäft umklassifiziert wurden

24.883

24.901

23.386

Zum Umbuchungsstichtag lagen die Effektivzinssätze der umklassifizierten Handelsaktiva zwischen 3 % und 15 %, mit erwarteten erzielbaren Cashflows von 26 Mrd €. Die Effektivzinssätze der umklassifizierten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte lagen zwischen 5 % und 9 %, mit erwarteten erzielbaren Cashflows von 18 Mrd €. Die Bandbreite der Effektivzinssätze wurde auf Basis der gewichteten Durchschnittssätze pro Geschäftsbereich ermittelt.

Wäre die Umgliederung nicht vorgenommen worden, hätte die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung im dritten Quartal 2008 unrealisierte Fair-Value-Verluste in Höhe von 726 Mio € aus umklassifizierten Handelsaktiva und zusätzliche Wertminderungsverluste in Höhe von 119 Mio € aus bereits wertgeminderten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten beinhaltet. Darüber hinaus wären im dritten Quartal 2008 unrealisierte Fair-Value-Verluste in Höhe von 649 Mio € aus umklassifizierten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, bei denen keine Wertminderung vorlag, entstanden. Diese wären direkt im Eigenkapital in der Position Nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigte Gewinne/Verluste, ausgewiesen worden.

Zu dem Ergebnis vor Steuern im dritten Quartal 2008 haben die umklassifizierten finanziellen Vermögenswerte nach deren Umgliederung wie folgt beigetragen.

in Mio €

3. Quartal 2008

Zinsüberschuss

352

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

–72

Ergebnis vor Steuern aus umklassifizierten Handelsaktiva

280

Zinsüberschuss

170

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Ergebnis vor Steuern aus umklassifizierten zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten

170

Im zweiten Quartal 2008 wurden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung unrealisierte Fair-Value-Verluste in Höhe von 152 Mio € aus umklassifizierten Handelsaktiva und Wertminderungsverluste in Höhe von 167 Mio € aus umklassifizierten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Darüber hinaus ergaben sich im zweiten Quartal 2008 unrealisierte Fair-Value-Verluste von 126 Mio € aus umklassifizierten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die direkt im Eigenkapital ausgewiesen wurden. Sie entstanden im Zusammenhang mit zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, bei denen keine dauerhafte Wertminderung vorlag. Der Bestand dieser direkt im Eigenkapital ausgewiesenen unrealisierten Verluste belief sich zum 30. Juni 2008 auf 1,0 Mrd €. Dieser Betrag wird aus der Eigenkapitalposition aufgelöst und im Gegenzug wird der Buchwert der umklassifizierten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte unter Anwendung der Effektivzinsmethode aufgezinst.