Die ERTRÄGE beliefen sich im dritten Quartal 2008, nach negativen Marktwertanpassungen von 1,2 Mrd € in Corporate Banking & Securities (CB&S), auf 4,4 Mrd €. Dies entspricht einem Rückgang von 14 % gegenüber 5,1 Mrd €, nach negativen Marktwertanpassungen von 2,2 Mrd €, im dritten Quartal 2007. Die Europäische Union hat im Oktober 2008 Änderungen von IAS 39 und IFRS 7, „Reclassification of Financial Assets“ gebilligt, die eine Umklassifizierung aus den Kategorien Handelsaktiva und zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ermöglichen, wenn sich die mit den betreffenden Vermögenswerten verbundene und vom Management festzulegende Zweckbestimmung geändert hat. Wir haben im Einklang mit diesen Änderungen bestimmte finanzielle Vermögenswerte, für die im dritten Quartal kein aktiver Markt existierte und die wir bis auf weiteres zu halten beabsichtigen, aus den oben genannten Kategorien in die Kategorie Forderungen aus dem Kreditgeschäft umklassifiziert. Hätten wir diese Umgliederungen nicht vorgenommen, hätte die Gewinn- und Verlustrechnung für diese umgewidmeten Positionen negative „Fair-Value“-Änderungen von 845 Mio € enthalten. Zusätzlich haben wir im dritten Quartal auf diese umgewidmeten Positionen eine Nettozinsmarge von 53 Mio € erzielt. Dies wird im Segmentüberblick detaillierter erläutert.

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) verzeichnete Erträge von 1,7 Mrd €, was einem Rückgang um 11 % im Vergleich zum dritten Quartal 2007 entspricht.

Im Unternehmensbereich CB&S gingen die Erträge im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 20 % auf 1,0 Mrd € zurück. In Sales and Trading (Debt und sonstige Produkte) wurde mit Erträgen von 924 Mio € ein Wachstum von 60 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal erzielt. Dieses Wachstum war auf gestiegene Erträge im Devisenhandel sowie im Zins- und Rohstoffgeschäft zurückzuführen. Diesen Erträgen standen, aufgrund der sich verschlechternden Marktbedingungen, signifikante Verluste im Handel mit Kreditprodukten gegenüber. Darüber hinaus beinhalteten die Erträge im Berichtsquartal negative Marktwertanpassungen von 705 Mio € und im Vorjahresquartal von 1,6 Mrd €. Sales and Trading (Equity) verzeichnete negative Erträge in Höhe von 142 Mio € im Vergleich zu positiven Erträgen von 428 Mio € im dritten Quartal des Vorjahres. Diese Entwicklung resultierte aus außerordentlich starken Verwerfungen an den globalen Aktienmärkten im September, die sich negativ auf die Bewertungen im Aktienkassageschäft, im Geschäft mit Aktienderivaten und im Eigenhandel auswirkten. Die Erträge aus dem Beratungsgeschäft gingen infolge rückläufiger Marktaktivität um 31 % auf 185 Mio € zurück. Im Emissionsgeschäft (Equity) reduzierten sich die Erträge im Berichtsquartal auf 85 Mio € gegenüber 204 Mio € im Vorjahresquartal. Dies ist in erster Linie auf stark rückläufige Emissionstätigkeiten vor dem Hintergrund der außergewöhnlich schwierigen Bedingungen an den Aktienmärkten zurückzuführen. Im Emissionsgeschäft (Debt) waren die Erträge sowohl im Berichtsquartal mit 368 Mio € als auch im Vorjahresquartal mit 324 Mio € negativ. Negative Marktwertanpassungen für Kredite und Kreditzusagen im Leveraged-Finance-Geschäft fielen im Berichtsquartal geringer aus als im Vorjahresquartal. In den Erträgen von CB&S war im dritten Quartal 2008 ein Gewinn von 146 Mio € aus Änderungen der Credit Spreads für bestimmte langfristige Verbindlichkeiten der Bank enthalten, auf welche die Fair-Value-Option angewendet wurde. Wir wenden die Fair-Value-Option auf begebene Verbindlichkeiten weiterhin nur in sehr geringem Umfang an.

Die Erträge im Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) stiegen gegenüber dem dritten Quartal 2007 um 5 % auf 692 Mio €. Dieses Ertragswachstum wurde im Wesentlichen in den Bereichen Trade Finance und Cash Management für Finanzinstitutionen erreicht.

Der Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) erzielte im Berichtsquartal Erträge von 2,1 Mrd €, was einem Rückgang von 16 % im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.

Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) lagen die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal mit 713 Mio € um 37 % unter dem Wert des Vorjahresquartals. Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich Asset Management (AM) zurückzuführen. Hier ergaben sich rückläufige Provisionserträge, einschließlich geringerer erfolgsabhängiger Provisionen infolge sich verschlechternder Bedingungen an den Aktienmärkten im dritten Quartal 2008. Darüber hinaus trugen geringere Aktivitäten im Immobiliengeschäft sowie freiwillige Einschüsse in bestimmte Geldmarktfonds in Höhe von 55 Mio € zu dieser Entwicklung bei.

Die Erträge im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) beliefen sich auf 1,4 Mrd € und blieben damit gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres nahezu unverändert. Rückläufige Erträge im Brokeragegeschäft wurden durch einen Anstieg der Erträge in fast allen anderen Produktkategorien teilweise ausgeglichen, wozu auch die erfolgreiche Markteinführung eines Produkts im Portfoliomanagement beigetragen hat.

Im Konzernbereich Corporate Investments (CI) beliefen sich die Erträge auf 261 Mio € und waren damit 60 % niedriger als im dritten Quartal 2007. Im Berichtsquartal beinhalteten die Erträge vornehmlich einen Gewinn in Höhe von 229 Mio € aus dem Verkauf der Anteile an der Allianz SE. Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren im Wesentlichen Erträge aus dem Teilverkauf von Industriebeteiligungen, aus der Sale-und-Leaseback-Transaktion für unser Gebäude in 60 Wall Street und Wertsteigerungen unserer Option zur Erhöhung der Beteiligung an der Hua Xia Bank Co. Ltd (China) enthalten.

Die RISIKOVORSORGE IM KREDITGESCHÄFT belief sich im Berichtsquartal auf 236 Mio € gegenüber 105 Mio € im dritten Quartal 2007. In CIB betrug die Nettoneubildung 66 Mio € gegenüber einer Nettoauflösung von 19 Mio € im Vorjahresquartal. Das Berichtsquartal enthielt Nettoneubildungen von 72 Mio € für Kredite, die im Rahmen der vorgenannten Anpassung der Bilanzierungsstandards umklassifiziert wurden. Die Risikovorsorge in PCAM belief sich auf 169 Mio € gegenüber 124 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Dieser Anstieg war vor allem auf eine Verschlechterung der Kreditbedingungen in Spanien sowie auf ein höheres Kreditvolumen infolge des strategischen Ausbaus des Konsumentenkreditgeschäfts von PBC in Polen zurückzuführen.

Die ZINSUNABHÄNGIGEN AUFWENDUNGEN beliefen sich im Berichtsquartal auf 4,0 Mrd € und waren damit 14 % höher als im Vergleichsquartal 2007. Der Personalaufwand betrug 1,9 Mrd € gegenüber 1,7 Mrd € im Vorjahresquartal, wobei das Vorjahresquartal durch eine teilweise Auflösung von im ersten Halbjahr 2007 gebildeten Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen begünstigt war. Der Sach- und sonstige Aufwand belief sich auf 2,1 Mrd € gegenüber 1,8 Mrd € im Vorjahresquartal. Das Vorjahresquartal profitierte von positiven Effekten aus der Erstattung von Vorsteuern und durch Erstattungen von Versicherungen. Das Berichtsquartal wurde durch Aufwendungen im Zusammenhang mit einem ausstehenden Angebot zum Rückkauf von Auction Rate Securities von Privatkunden sowie durch Aufwendungen für ein RREEF-Infrastrukturinvestment, welches aus der Kategorie „zum Verkauf bestimmt“ umklassifiziert wurde, belastet. Bereinigt um diese Sondereffekte, wäre der Sach- und sonstige Aufwand gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres nahezu unverändert geblieben.

Im Berichtsquartal wurde ein ERGEBNIS VOR STEUERN von 93 Mio € gegenüber 1,4 Mrd € im dritten Quartal 2007 ausgewiesen. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) lag im Berichtsquartal bei 1 % im Vergleich zu 19 % im Vorjahresquartal. Gemäß unserer Zielgrößendefinition, bei der im Berichtsquartal Gewinne in Höhe von 229 Mio € unberücksichtigt blieben, betrug der Verlust vor Steuern 116 Mio € und die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) lag bei minus 1 % gegenüber 12 % im Vorjahresquartal.

Der GEWINN NACH STEUERN lag im Berichtsquartal bei 414 Mio € nach 1,6 Mrd € im Vorjahresquartal. Im Berichtsquartal wurde ein Steuerertrag von 321 Mio € gegenüber einem Steuerertrag von 182 Mio € im dritten Quartal 2007 ausgewiesen. Der Steuerertrag im Berichtsquartal resultierte im Wesentlichen aus der geografischen Verteilung des Konzernergebnisses und einem Steuerertrag von 34 Mio € im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life („Policyholder Tax“). Steuerliche Verluste in bestimmten US-Gesellschaften führten nicht zur ertragswirksamen Bilanzierung von latenten Steuerforderungen. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) belief sich im Berichtsquartal auf 0,83 € nach 3,31 € im Vorjahresquartal.

Im Berichtsquartal konnten wir unsere Kapitalbasis stärken und die neue Zielgröße für unsere Tier-1 Kapitalquote von 10 % übertreffen. Die Tier-1 Kapitalquote gemäß Basel II stieg zum Ende des dritten Quartals 2008 auf 10,3 % gegenüber 9,3 % zum Ende des zweiten Quartals 2008. Im Berichtsquartal haben wir eine Kapitalerhöhung von 2,2 Mrd € im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Beteiligung an der Deutschen Postbank durchgeführt, die mit etwa 70 Basispunkten zu dieser Entwicklung beitrug und die voraussichtlich im ersten Quartal 2009 abgeschlossen wird. Die risikogewichteten Aktiva betrugen 319 Mrd € nach 305 Mrd € am Ende des zweiten Quartals 2008. Diese Erhöhung im Berichtsquartal spiegelt vor allem Effekte aus der Umrechnung von US-Dollar basierten risikogewichteten Aktiva im Berichtsquartal wider. Die Summe der Aktiva belief sich am Ende des Berichtsquartals auf 2.061 Mrd € nach 1.991 Mrd € am Ende des zweiten Quartals 2008. Dieser Anstieg reflektiert in erster Linie Effekte aus der Umrechnung US-Dollar basierter Aktiva, die Zunahme positiver Marktwerte aus Derivaten infolge gestiegener Marktvolatilitäten sowie Neugeschäften. Diese Effekte überlagerten einen Abbau von Aktiva in Höhe von 103 Mrd € infolge unserer gezielten Maßnahmen zur Verringerung der Bilanzsumme.