Teil des Konzernabschlusses zum 31.12.2009; von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und testiert.

[1] Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze


Grundlage der Darstellung

Die Deutsche Bank Aktiengesellschaft („Deutsche Bank“ oder „Muttergesellschaft“) ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Zusammen mit den Gesellschaften, bei denen die Deutsche Bank über beherrschenden Einfluss verfügt, bietet die Deutsche Bank (der „Konzern“) weltweit das gesamte Spektrum von Produkten und Dienstleistungen der Konzernbereiche Corporate and Investment Bank sowie Private Clients and Asset Management an. Einzelheiten zu den Unternehmensbereichen des Konzerns sind in Note [4] dargestellt.

Der beigefügte Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Angaben wurden auf die nächste Million gerundet. Der Konzernabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards („IFRS“), wie sie vom International Accounting Standards Board („IASB“) veröffentlicht und durch die Europäische Union („EU“) in europäisches Recht übernommen wurden. Die Anwendung der IFRS führt zu keinen Unterschieden zwischen den von der EU übernommenen IFRS und den vom IASB veröffentlichten IFRS. Im Einklang mit IFRS 4, „Insurance Contracts“, hat der Konzern seine bisherigen Rechnungslegungsgrundsätze gemäß US GAAP auf die Bewertung von Versicherungsverträgen angewandt.

Risikoangaben gemäß IFRS 7, „Financial Instruments: Disclosures“, für das Geschäftsjahr 2009 zu Art und Umfang von Risiken aus Finanzinstrumenten sind durch Verweis auf durch seitliche Klammern entsprechend gekennzeichnete Teile des Risikoberichts weiterhin Bestandteil des Konzernanhangs.

Die Erstellung des Jahresabschlusses gemäß IFRS verlangt vom Management, Beurteilungen und Annahmen hinsichtlich bestimmter Kategorien von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu treffen. Bereiche, in denen dies notwendig ist, beinhalten die Bestimmung des Fair Value bestimmter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Wertberichtigung für Kreditausfälle, die Wertminderung („Impairment“) von Vermögenswerten mit Ausnahme von Krediten, von Goodwill und sonstigen immateriellen Vermögenswerten, den Ansatz und die Bewertung von aktiven latenten Steuern, Rückstellungen für ungewisse Steuerpositionen, ungewisse gesetzliche und regulatorische Verpflichtungen, Rückstellungen für Versicherungs- und Kapitalanlageverträge sowie die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Diese Beurteilungen und Annahmen beeinflussen den Ausweis von Aktiva und Passiva, von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Einschätzungen des Managements abweichen. Eine Beschreibung der bei der Erstellung des Jahresabschlusses verwendeten wesentlichen Rechnungslegungseinschätzungen und -annahmen ist in Note [2] enthalten.

Der Konzern wendet Schätzungen bei der Ermittlung der Wertberichtigung für homogene Kreditportfolios an, die auf historischen Erfahrungswerten basierende statistische Modelle verwenden. In regelmäßigen Abständen führt der Konzern Maßnahmen durch, um die verwendeten Eingangsparameter und Modellannahmen an historisch nachgewiesene Verlusthöhen anzugleichen, welche zu einer niedrigeren Nettozuführung zur Wertberichtigung in Höhe von 145,8 Mio € im Berichtsjahr 2009 führten.

Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 hat der Konzern einige geringfügige Anpassungen vorgenommen, die keine wesentliche Auswirkung auf die Anhangangaben der Vorjahre hatten. Der Konzern hat die Auswirkungen von Fehlern auf die Berichtsperiode und frühere Perioden untersucht und festgestellt, dass die nachfolgend beschriebenen Anpassungen der Vergleichszahlen für die früher dargestellten Perioden oder die Eröffnungsbilanzsalden erforderlich sind. Außerdem hat der Konzern eine freiwillige Änderung seines Rechnungslegungsgrundsatzes für die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für leistungsdefinierte Pläne vorgenommen.

 

Bestand
(veröffent-
licht)

Änderung der
Bilan-
zierungs-
methoden

Anpassungen

Bestand
(ange-
passt)

in Mio €

 

Bilan-
zierung
leistungs-
definierter Pläne

LCH-
Aufrech-
nung

Zinsen

Ertrag-
steuer-
verbindlich-
keiten

Finanzga-
rantien

Abwick-
lungsge-
bühren

 

31.12.2007

 

 

 

 

 

 

 

 

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsen und ähnliche Erträge

67.706

 

 

–3.031

 

 

 

64.675

Zinsaufwendungen

58.857

 

 

–3.031

 

 

 

55.826

Provisionsüberschuss

12.289

 

 

 

 

 

–7

12.282

Sonstige Erträge

1.286

 

 

 

 

91

 

1.377

Sachaufwand und sonstiger Aufwand

7.954

 

 

 

 

91

–7

8.037

Bilanz

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktiva:

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte

1.474.103

 

–96.092

 

 

 

 

1.378.011

Steuerforderungen aus latenten Steuern

4.772

5

 

 

 

 

 

4.777

Sonstige Aktiva

182.897

741

 

 

 

 

 

183.638

Passiva:

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen

966.177

 

–96.092

 

 

 

 

870.085

Sonstige Passiva

171.509

–65

 

 

 

 

 

171.444

Steuerverbindlichkeiten aus laufenden Steuern

4.515

 

 

 

–294

 

 

4.221

Steuerverbindlichkeiten aus latenten Steuern

2.124

256

 

 

 

 

 

2.380

Eigenkapital:

 

 

 

 

 

 

 

 

Gewinnrücklagen

25.116

570

 

 

365

 

 

26.051

Nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigte Gewinne/Verluste (–):

 

 

 

 

 

 

 

 

Anpassungen aus der Währungs-
umrechnung, nach Steuern

–2.450

–15

 

 

–71

 

 

–2.536

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2008

 

 

 

 

 

 

 

 

Provisionsüberschuss

9.749

 

 

 

 

 

–8

9.741

Sonstige Erträge

568

 

 

 

 

131

 

699

Sachaufwand und sonstiger Aufwand

8.216

 

 

 

 

131

–8

8.339

Leistungen an Arbeitnehmer: Bilanzierung leistungsdefinierter Pläne

Im vierten Quartal 2008 hat der Konzern seine Rechnungslegungsgrundsätze für die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für leistungsdefinierte Pläne geändert. Der Konzern hat sich für eine freiwillige Änderung dieses Rechnungslegungsgrundsatzes in der Weise entschieden, dass nunmehr im Gegensatz zu der „Korridor“-Methode die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unmittelbar in der Periode ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt werden. In Übereinstimmung mit den IFRS wurde die Änderung rückwirkend vorgenommen. Die Änderung der Bilanzierungsmethode vermittelt relevantere Informationen über die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns, da sie Sachverhalte in der Periode ausweist, in der sie wirtschaftlich entstehen. Die rückwirkende Anpassung hatte Auswirkungen auf die Konzernbilanz und die Aufstellung der im Konzern erfassten Erträge und Aufwendungen, nicht aber auf die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die Konzern-Kapitalflussrechnung.

Aufrechnung

Im zweiten Quartal 2008 hat der Konzern festgestellt, dass er die Kriterien zur Aufrechnung von positiven und negativen Marktwerten für OTC-Zinsswaps, die mit dem London Clearing House („LCH“) abgewickelt werden, erfüllt. Gemäß den IFRS werden Posten nach Währung und Fälligkeiten aufgerechnet. Die Anwendung dieser Aufrechnung hatte keinen Nettoeffekt auf die Konzernbilanz oder das Eigenkapital.

Die Darstellung der Zinsen und ähnlichen Erträge sowie der Zinsaufwendungen wurde angepasst, ohne sich auf den Zinsüberschuss oder das Eigenkapital auszuwirken.

Anpassung der Steuerverbindlichkeiten aus laufenden Steuern

Im vierten Quartal 2008 hat der Konzern festgestellt, dass er Steuerverbindlichkeiten für Geschäftsjahre vor 2006 ausgewiesen hatte, die nicht erforderlich waren. Die Steuerverbindlichkeiten wurden rückwirkend um diese Beträge korrigiert und die Eröffnungssalden der Gewinnrücklagen und der Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung entsprechend angepasst.

Finanzgarantien

Im zweiten Quartal 2009 wurde die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung rückwirkend angepasst, um Prämien für Finanzgarantien als Aufwand darzustellen, anstatt sie gegen die Erträge zu verrechnen, da sie in keinem direkten Bezug zu ertragsgenerierenden Aktivitäten stehen. Diese Anpassungen hatten keine Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern, aber einen Anstieg der zinsunabhängigen Erträge und Aufwendungen in gleicher Höhe zur Folge.

Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

Im Folgenden werden die wesentlichen vom Konzern angewandten Rechnungslegungsgrundsätze beschrieben. Diese Grundsätze wurden in den Geschäftsjahren 2007, 2008 und 2009 mit Ausnahme der zuvor und an anderer Stelle beschriebenen Änderungen konsistent angewandt.

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