Die Erträge von 7,2 Mrd € im ersten Quartal 2009 lagen um 56 % über dem Vergleichswert des ersten Quartals 2008. Darin waren Belastungen von 1,0 Mrd € für negative Marktwertanpassungen verkraftet, wovon 841 Mio € auf zusätzliche Rückstellungen gegenüber Monolineversicherern entfielen. Darüber hinaus war für die Immobilie „The Cosmopolitan Resort and Casino“ eine Abschreibung von 500 Mio € angefallen. Im Vorjahresquartal beliefen sich die Erträge auf 4,6 Mrd € und enthielten negative Marktwertanpassungen von 3,2 Mrd €.

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) erzielte Erträge von 4,9 Mrd € nach 1,5 Mrd € im ersten Quartal 2008.

Der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) verzeichnete Erträge von 4,2 Mrd € im Vergleich zu 880 Mio € im Vorjahresquartal. Dieser Anstieg war in erster Linie auf Erträge von 3,8 Mrd € im Bereich Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) zurückzuführen, die damit den Wert des ersten Quartals 2008 um 185 % übertrafen. Dieses Ergebnis spiegelt eine starke Zunahme im kundenbezogenen Geschäft mit Devisen-, Geldmarkt- und Zinsprodukten wider. Die im Berichtsquartal in den Erträgen enthaltenen negativen Marktwertanpassungen beliefen sich auf 1,0 Mrd €. Im Vorjahresquartal betrugen sie 1,4 Mrd €. Im Bereich Sales & Trading (Equity) blieben die Erträge im ersten Quartal mit 275 Mio € unter dem Wert des Vorjahres von 745 Mio €. Hier konnten Verluste im Aktienderivategeschäft und rückläufige Erträge im Aktienkassageschäft nicht durch höhere Erträge im Prime-Brokerage-Geschäft ausgeglichen werden. Im Emissionsgeschäft beliefen sich die Erträge im Berichtsquartal auf positive 219 Mio € nach negativen 1,3 Mrd € im ersten Quartal 2008. Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf hohe negative Marktwertanpassungen auf Leveraged-Finance-Kredite und Finanzierungszusagen im ersten Quartal 2008 sowie auf stärkere Marktaktivitäten bei der Emission von Investment-Grade-Anleihen im ersten Quartal 2009 zurückzuführen. Im Beratungsgeschäft blieben die Erträge mit 129 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert. Die Erträge aus Sonstigen Produkten beinhalteten die vorgenannte Immobilienabschreibung sowie Abschreibungen auf Private-Equity-Beteiligungen.

Der Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) erzielte Erträge von 666 Mio €, die leicht über dem Niveau des ersten Quartals 2008 lagen. Im Trade-Finance-Geschäft konnte trotz des Rückgangs der internationalen Handelsvolumina ein Ertragswachstum erzielt werden. Dem standen jedoch niedrigere Erträge im Corporate Cash Management und im Wertpapierverwahrungsgeschäft gegenüber. Diese ergaben sich aufgrund gesunkener Zinssätze, negativer Auswirkungen von Wechselkursänderungen und negativer Marktwertanpassungen bei den verwahrten Vermögenswerten.

Im Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) sanken die Erträge auf 1,9 Mrd € nach 2,5 Mrd € im ersten Quartal 2008.

Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) lagen die Erträge mit 515 Mio € unter dem Wert des Vorjahresquartals von 1,0 Mrd €. Diese Entwicklung war Folge rückläufiger Erträge im Brokeragegeschäft und im Portfolio/Fund Management, die aus niedrigeren Marktbewertungen und gesunkener Kundenaktivität resultierten. Darüber hinaus wurde die Ertragsentwicklung durch Abschreibungen im RREEF-Geschäft im Berichtsquartal und durch bestimmte einmalige Gewinne im Vorjahresquartal bestimmt.

Im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) fielen die Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2008 um 5 % auf 1,4 Mrd €. Im Brokerage und Portfolio/Fund Management lagen sie infolge schwächerer Kundenaktivität und niedrigerer Marktwerte unter dem Wert des Vorjahresquartals. Darüber hinaus waren im ersten Quartal 2008 höhere Erträge aus der Vermittlung von Versicherungsprodukten angefallen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im ersten Quartal 2009 auf 526 Mio € gegenüber 114 Mio € im ersten Quartal 2008. Sie enthielt Nettoneubildungen von 218 Mio € im Zusammenhang mit Vermögenswerten, die gemäß IAS 39 umklassifiziert wurden. Im Konzernbereich CIB stieg die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 357 Mio € gegenüber einer Nettoauflösung von 11 Mio € im ersten Quartal 2008. Dieser Anstieg enthielt vornehmlich den Effekt aus der vorgenannten Umklassifizierung, spiegelt aber auch das sich allgemein verschlechternde Kreditumfeld wider. Im Konzernbereich PCAM stieg die Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 125 Mio € im ersten Quartal 2008 auf 169 Mio € im Berichtsquartal, vor allem in PBC. Diese enthielt einen positiven Effekt von 60 Mio € aufgrund einer Auflösung im Zusammenhang mit überarbeiteten Parametern und Modellannahmen. Der Anstieg der Risikovorsorge war auf höhere Kreditausfälle in Deutschland, sich weiter verschlechternde Kreditbedingungen in Spanien und den Ausbau des Konsumentenkreditgeschäfts in Polen zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen von 4,8 Mrd € im Vorjahresquartal um 2 % auf 4,9 Mrd € im Berichtsquartal. Der Personalaufwand lag mit 3,0 Mrd um 1 % über dem Vergleichswert des ersten Quartals 2008, was vor allem aus höheren leistungsabhängigen Vergütungen resultierte. Die
Personalaufwandsquote lag bei 41 % nach 64 % im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Sach- und sonstige Aufwand in Höhe von 1,9 Mrd € blieb gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert. Im Berichtsquartal waren Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten von rund 90 Mio € enthalten. Im Zusammenhang mit solchen Rückstellungen hatte sich im Vorjahresquartal ein leicht positiver Effekt aus Nettoauflösungen ergeben. Aus den Aufwendungen im Versicherungsgeschäft, denen korrespondierende Ertragspositionen entgegenstehen, entstand im ersten Quartal ein positiver Effekt von 62 Mio € im Vergleich zu einem positiven Effekt von 126 Mio € im ersten Quartal 2008.

Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtsquartal 1,8 Mrd €, verglichen mit einem Verlust vor Steuern von 254 Mio € im ersten Quartal 2008. Die Aufwand-Ertrag-Relation lag im Berichtsquartal bei 67 % nach 103 % im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Deutsche Bank erwirtschaftete im ersten Quartal 2009 einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 1,2 Mrd € gegenüber einem Verlust nach Steuern von 141 Mio € im Vorjahresquartal. Die effektive Steuerquote betrug im Berichtsquartal 34,9 %. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) stieg von minus 27 Cent im Vorjahresquartal auf 1,92 €.

Die Tier-1-Kapitalquote der Bank belief sich zum Ende des Berichtsquartals auf 10,2 % und lag damit über dem Wert von 10,1 % zum Ende des vierten Quartals 2008 und über der veröffentlichten Zielgröße der Bank von 10 %. Die Kernkapitalquote (Tier-1) ohne Berücksichtigung hybrider Bestandteile betrug zum Ende des Berichtsquartals 7,1 % im Vergleich zu 7,0 % zum Jahresende 2008. Das Tier-1-Kapital stieg im Vergleich zum vierten Quartal 2008 um 1,2 Mrd € auf 32,3 Mrd €. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf höhere Gewinnrücklagen zurückzuführen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Minderheitsbeteiligung an der Deutschen Postbank AG ergab sich eine Erhöhung des Tier-1-Kapitals aus der Ausgabe von Aktien an die Deutsche Post AG im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung. Dieser Erhöhung stand ein entsprechend höherer Abzugsposten zum Tier-1-Kapital für diese Minderheitsbeteiligung entgegen. Die risikogewichteten Aktiva beliefen sich zum Quartalsende auf 316 Mrd € und stiegen damit gegenüber dem Wert zum Ende des vierten Quartals 2008 um 8 Mrd €. Dieser Anstieg enthielt Effekte von 12 Mrd € aus der Deutsche Postbank-Transaktion und von 8 Mrd € aus Wechselkursveränderungen. Dies wurde durch Maßnahmen zur Reduzierung risikogewichteter Positionen in Höhe von 12 Mrd € teilweise ausgeglichen.