Die Erträge stiegen im Berichtsquartal um 46 % auf 7,9 Mrd €. Im zweiten Quartal des Vorjahres enthielten die Erträge von 5,4 Mrd € negative Marktwertanpassungen von 2,3 Mrd €. In den Erträgen waren im zweiten Quartal 2009 Marktwertverluste von 176 Mio € auf bestimmte eigene langfristige Verbindlichkeiten enthalten. Aus diesen ergab sich im Vorjahresquartal ein Marktwertgewinn von 15 Mio €.

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) erzielte im Berichtsquartal Erträge von 5,3 Mrd €, was einem Anstieg von 84 % gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach.

In Corporate Banking & Securities (CB&S) wurden im zweiten Quartal 2009 Erträge in Höhe von 4,6 Mrd € verzeichnet. Der Anstieg um 110 % gegenüber dem Vorjahresquartal resultierte vor allem aus Erträgen von 3,5 Mrd € aus Sales & Trading-Aktivitäten. Diese hatten im Vorjahresquartal, unter Berücksichtigung negativer Marktwertanpassungen von 2,1 Mrd €, noch 1,4 Mrd € betragen. Im Bereich Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) stiegen die Erträge auf 2,6 Mrd €. Im Vergleich zum Vorjahresquartal haben sich insbesondere das kundenbezogene Geschäft mit Zins- und Geldmarktprodukten sowie das Anleihegeschäft mit Schwellenländern stark verbessert. Im Handel mit Kreditprodukten waren die Verluste aus Altbeständen von Risikopositionen des Eigenhandels deutlich weniger materiell als noch im ersten Quartal 2009. Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) erreichten mit 903 Mio € den höchsten Stand seit sechs Quartalen. Im Vorjahresquartal lagen sie bei 830 Mio €. In der Entwicklung spiegelten sich im Wesentlichen eine deutliche Verbesserung im Handel mit Aktienderivaten, insbesondere im kundenbezogenen strukturierten Geschäft in Europa sowie solide Volumina im Aktienkassageschäft wider. Hier war das Marktumfeld im Berichtsquartal von starken Werterholungen an den internationalen Aktienmärkten und von zunehmender Aktivität bei Aktienemissionen geprägt. Im Emissionsgeschäft beliefen sich die Erträge im Berichtsquartal auf 654 Mio €, nach 266 Mio € im Vorjahresquartal. Zu dem Anstieg trugen höhere Volumina sowohl bei Anleihe- als auch bei Aktienemissionen, ein besseres Marktumfeld für die Emission hochverzinslicher Anleihen sowie das Ausbleiben negativer Marktwertanpassungen im Leveraged-Finance-Geschäft bei. Im Vorjahresquartal waren hier noch negative Marktwertanpassungen von 204 Mio € angefallen. Für das Beratungsgeschäft waren die Marktverhältnisse im Berichtsquartal besonders herausfordernd. Bei den niedrigsten Quartalsvolumina im weltweiten M&A-Geschäft seit dem dritten Quartal 2004 betrugen die Erträge 72 Mio € im Vergleich zu 125 Mio € im Vorjahresquartal.

Im Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) gingen die Erträge im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 3 % auf 653 Mio € zurück. Der Rückgang war vornehmlich eine Folge niedrigerer Zinssätze. Die Erträge im Berichtsquartal enthielten für GTB einen positiven Effekt von 55 Mio € aus einer Anpassung der internen Zinsrechnungssysteme. Kompensierende Ertragsverbesserungen im Vergleich zum Vorjahresquartal ergaben sich in GTB auch aus hinzugewonnenen Marktanteilen in Kernproduktbereichen wie zum Beispiel im Trade Finance. Hier konnten die Erträge trotz gesunkener Welthandelsvolumina und einer schlechteren Wirtschaftslage ausgebaut werden.

Im Unternehmensbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) lagen die Erträge mit 2,0 Mrd € um 17 % unter dem Vorjahreswert.

Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) betrugen die Erträge 618 Mio € gegenüber 962 Mio € im Vorjahresquartal. Diese Entwicklung resultierte aus geringeren Erträgen sowohl im Brokeragegeschäft als auch im Portfolio/Fund Management. Der Rückgang war auf gesunkene Marktwerte und schwächere Investorenaktivität zurückzuführen. In den Erträgen waren zudem Belastungen für Wertminderungen im Bereich Alternative Asset Management von 110 Mio € verkraftet. Diese waren Folge weiterhin rückläufiger Immobilienpreise und sind in den vorgenannten Sondereffekten enthalten.

Im Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) fielen die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 4 % auf 1,4 Mrd €. Ursächlich für diese Entwicklung waren niedrigere Erträge aus dem Wertpapiergeschäft, was auf niedrigere Kundenaktivität zurückzuführen war. Kompensierend wirkten sich verbesserte Erträge aus dem Kredit- und Einlagengeschäft aus.

Die Erträge im Konzernbereich Corporate Investments (CI) beliefen sich im zweiten Quartal 2009 auf 660 Mio € nach 296 Mio € im Vorjahresquartal. Die Erträge im Berichtsquartal beinhalteten folgende positive Sondereffekte: Gewinne in Höhe von 234 Mio € aus Derivaten im Zusammenhang mit dem Erwerb von Aktien der Deutschen Postbank AG sowie Veräußerungsgewinne aus unseren Industriebeteiligungen in Höhe von 132 Mio €. Darüber hinaus enthielten die Erträge in CI im Berichtsquartal laufende Erträge aus unserer Beteiligung an der Deutschen Postbank AG einschließlich von Gewinnen, die aus Put/Call-Optionen zur möglichen Erhöhung unserer Beteiligung entstanden.

Die Erträge in Consolidation & Adjustments beinhalteten im Berichtsquartal einen positiven Sondereffekt von 392 Mio € aus der Absicherung von Aktienrechten im Zusammenhang mit Vergütungsplänen für Mitarbeiter. Dieser wurde fast vollständig durch negative Effekte aus unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden der Managementberichterstattung im Vergleich zu IFRS im Zusammenhang mit ökonomisch abgesicherten kurzfristigen Positionen kompensiert.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Berichtsquartal auf 1,0 Mrd € gegenüber 135 Mio € im zweiten Quartal 2008. Im Konzernbereich CIB stieg die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 779 Mio €. Im Vorjahresquartal war eine Nettoauflösung von 9 Mio € angefallen. Das Berichtsquartal beinhaltete Aufwendungen von 508 Mio € für Vermögenswerte, die gemäß IAS 39 umklassifiziert wurden. Darin waren Belastungen von 433 Mio € verkraftet, die auf zwei Kontrahenten entfielen und die Teil der vorgenannten signifikanten Belastungen im Berichtsquartal sind. Der Anstieg spiegelte auch das sich allgemein verschlechternde Kreditumfeld wider. Im Konzernbereich PCAM stieg die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Berichtsquartal auf 221 Mio € nach 145 Mio € im zweiten Quartal 2008, überwiegend aufgrund einer höheren Risikovorsorge in PBC trotz einer niedrigeren Nettozuführung zur Wertberichtigung von 30 Mio € im Zusammenhang mit überarbeiteten Parametern und Modellannahmen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen nahmen im zweiten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal um 21 % auf 5,6 Mrd € zu. Im Berichtsquartal wurden in den zinsunabhängigen Aufwendungen Belastungen von insgesamt 831 Mio € aus Sondereffekten verkraftet. Diese entstanden für Abfindungen und andere Effizienzmaßnahmen, den Abschluss eines Vergleichsverfahrens und für eine Wertminderung auf Goodwill. Der Personalaufwand lag mit 3,1 Mrd € um 17 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Neben höheren Abgrenzungen für leistungsabhängige Vergütungen resultierte dies vornehmlich aus höheren Abfindungszahlungen. Diese stiegen von 79 Mio € im zweiten Quartal 2008 auf 321 Mio € im Berichtsquartal. Die Personalaufwandsquote lag bei 40 %, nach 49 % im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Sach- und sonstige Aufwand in Höhe von 2,2 Mrd € stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 19 %. Im Berichtsquartal wurde ein Aufwand in Höhe von 316 Mio € im Zusammenhang mit einem Vergleichsverfahren mit Huntsman Corp. verbucht sowie einmalige Kosten von 43 Mio € für Effizienzmaßnahmen bei selbst genutzten Gebäuden. Der sonstige Sachaufwand beinhaltete Belastungen von 151 Mio € aus einer Wertminderung auf Goodwill. Diese standen im Zusammenhang mit unserer konsolidierten Beteiligung an der Maher Terminals LLC, für die sich im Berichtsquartal die Prognose für künftige Geschäftsvolumina verschlechterte.

Im Berichtsquartal wurde ein Ergebnis vor Steuern von 1,3 Mrd € gegenüber 642 Mio € im zweiten Quartal 2008 erzielt, was einem Anstieg von 105 % entsprach. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) belief sich auf 15 % beziehungsweise auf 16 % gemäß unserer Zielgrößendefinition nach 8 % respektive 5 % im Vorjahresquartal. Im Vorjahresquartal waren in der Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) gemäß Zielgrößendefinition Gewinne aus Industriebeteiligungen von 242 Mio € nicht berücksichtigt.

Der Gewinn nach Steuern stieg im Berichtsquartal auf 1,1 Mrd € (67 %) nach 645 Mio € im Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug 1,64 € nach 1,27 € im Vorjahreszeitraum. Der Steueraufwand in Höhe von 242 Mio € (nach einem Steuerertrag von 3 Mio € im zweiten Quartal 2008) wurde im Berichtsquartal durch signifikante steuerfreie Erträge begünstigt.