Grundlage der Darstellung


Die Deutsche Bank Aktiengesellschaft („Deutsche Bank“ oder „Muttergesellschaft“) ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Zusammen mit den Gesellschaften, bei denen die Deutsche Bank über beherrschenden Einfluss verfügt, bietet die Deutsche Bank (der „Konzern“) weltweit das gesamte Spektrum von Produkten und Dienstleistungen der Konzernbereiche Corporate & Investment Bank sowie Private Clients and Asset Management an. Einzelheiten zu den Unternehmensbereichen des Konzerns sind in Note 05 „Segmentberichterstattung“ dargestellt.

Der beigefügte Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Angaben wurden auf die nächste Million gerundet. Der Konzernabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards („IFRS“), wie sie vom International Accounting Standards Board („IASB“) veröffentlicht und durch die Europäische Union („EU“) in europäisches Recht übernommen wurden. Die Anwendung der IFRS führt zu keinen Unterschieden zwischen den von der EU übernommenen IFRS und den vom IASB veröffentlichten IFRS.

Risikoangaben gemäß IFRS 7, „Financial Instruments: Disclosures“, für das Geschäftsjahr 2010 zu Art und Umfang von Risiken aus Finanzinstrumenten sind durch Verweis auf durch seitliche Klammern entsprechend gekennzeichnete Teile des Risikoberichts weiterhin Bestandteil des Konzernanhangs.

Die Erstellung des Jahresabschlusses gemäß IFRS verlangt vom Management, Beurteilungen und Annahmen hinsichtlich bestimmter Kategorien von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu treffen. Bereiche, in denen dies notwendig ist, beinhalten die Bestimmung des Fair Value bestimmter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Wertberichtigung für Kreditausfälle, die Wertminderung („Impairment“) von Vermögenswerten mit Ausnahme von Krediten, von Goodwill und sonstigen immateriellen Vermögenswerten, den Ansatz und die Bewertung von aktiven latenten Steuern, Rückstellungen für ungewisse Steuerpositionen, ungewisse gesetzliche und regulatorische Verpflichtungen, Rückstellungen für Versicherungs- und Kapitalanlageverträge sowie die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Diese Beurteilungen und Annahmen beeinflussen den Ausweis von Aktiva und Passiva, von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Einschätzungen des Managements abweichen. Eine Beschreibung der bei der Erstellung des Jahresabschlusses verwendeten wesentlichen Rechnungslegungseinschätzungen und -annahmen ist in Note 02 „Wesentliche Rechnungslegungseinschätzungen“ enthalten.

Finanzgarantien

Im zweiten Quartal 2009 wurde die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung rückwirkend angepasst, um Prämien für Finanzgarantien als Aufwand darzustellen, anstatt sie gegen die Erträge zu verrechnen, da sie in keinem direkten Bezug zu ertragsgenerierenden Aktivitäten stehen. Diese Anpassungen hatten keine Auswirkungen auf das Ergebnis nach Steuern oder das Eigenkapital, aber einen Anstieg der Sonstigen Erträge und des Sachaufwands und sonstigen Aufwands in Höhe von jeweils 36 Mio € im Geschäftsjahr 2009 sowie jeweils 131 Mio € im Geschäftsjahr 2008 zur Folge.

Zuordnung von Ertragskomponenten in CIB

Im ersten Halbjahr 2010 wurde die Darstellung der Vorperiodenerträge des Konzernbereichs CIB infolge einer Überprüfung der Zuordnung von bestimmten Ertragskomponenten zu den Produktkategorien angepasst. Die Überprüfung führte für das Geschäftsjahr 2009 zu einem Transfer von 325 Mio € negativen Erträgen sowie für das Geschäftsjahr 2008 zu einem Transfer von 97 Mio € Erträgen von Kreditgeschäft zu Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte). Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) wurden für das Geschäftsjahr 2009 um 83 Mio € beziehungsweise für das Geschäftsjahr 2008 um 105 Mio € reduziert, mit entsprechenden Gegeneffekten in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte). Diese Anpassungen hatten keine Auswirkungen auf die Gesamterträge des Konzernbereichs CIB.

Versicherungsgeschäft

Im zweiten Quartal 2010 änderte der Konzern die Darstellung der Gebühren und der Nettoausgleiche im Zusammenhang mit Langlebigkeitsversicherungs- und Langlebigkeitsrückversicherungsverträgen. Es wurde festgestellt, dass eine Nettodarstellung von Cashflows aus individuellen Langlebigkeitsversicherungs- und Langlebigkeitsrückversicherungsverträgen der tatsächlichen Regulierung dieser Cashflows entspricht und daher den Charakter solcher Verträge reflektiert. Diese Änderung des Ausweises führte zu einem Transfer von Aufwendungen in Höhe von 117 Mio € im Geschäftsjahr 2010 aus den Sonstigen Erträgen in die Aufwendungen im Versicherungsgeschäft.

Abschreibungsdauern für Software

Im zweiten Quartal 2010 änderte der Konzern die Abschreibungsdauern für aktivierte Aufwendungen für bestimmte erworbene oder selbst erstellte Software von drei Jahren auf fünf oder zehn Jahre. Die Änderung hatte im Geschäftsjahr 2010 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Wertberichtigungen für Kreditausfälle

Der Konzern wendet Schätzungen bei der Ermittlung der Wertberichtigung für homogene Kreditportfolios an, die auf historischen Erfahrungswerten basierende statistische Modelle verwenden. In regelmäßigen Abständen führt der Konzern Maßnahmen durch, um die verwendeten Eingangsparameter und Modellannahmen an historisch nachgewiesene Verlusthöhen anzugleichen. Entsprechende Anpassungen im Geschäftsjahr 2009 führten in 2010 zu einer niedrigeren Nettozuführung zur Wertberichtigung in Höhe von 28 Mio € sowie in 2009 zu einer niedrigeren Nettozuführung zur Wertberichtigung in Höhe von 145,8 Mio €.

Wechsel der funktionalen Währung eines wesentlichen Geschäftsbetriebs

Am 1. Januar 2010 wechselte die funktionale Währung der Filiale London der Deutschen Bank Aktiengesellschaft („Filiale London“) und bestimmter anderer in London ansässiger Tochtergesellschaften von Britischem Pfund zu Euro.

Die funktionale Währung dieser Tochtergesellschaften war zuvor auf das Britische Pfund festgelegt, da es sich hierbei um die Währung des primären Wirtschaftsumfelds handelte. Während des Geschäftsjahres 2009 stellte man jedoch fest, dass sich das wirtschaftliche Umfeld, die Struktur der Geschäftsfelder und der Bilanz der Filiale London im Laufe der Zeit sukzessive gewandelt haben. Um dieser Änderung gerecht zu werden, führt das Management der Filiale London deren Geschäfte seit dem 1. Januar 2010 in Euro durch. Zur Implementierung dieser Entscheidung wurden in der Filiale London Maßnahmen zur Absicherung aller Nicht-Euro-Risiken, zur Umwandlung von Gewinnen in Euro und zur Umstellung der internen Managementberichterstattung auf Euro ergriffen.

Die Änderung der funktionalen Währung in Euro wurde prospektiv für diesen Konzernabschluss angewandt. Der Konzern hat alle Sachverhalte mit dem Wechselkurs am 1. Januar 2010 in die neue funktionale Währung umgerechnet. Wechselkursdifferenzen infolge der Umrechnung des ausländischen Geschäftsbetriebs, die zuvor im „Sonstigen Ergebnis (Other comprehensive income)“ erfasst wurden, verbleiben im „Sonstigen Ergebnis (Other comprehensive income)“ und werden erst im Fall einer Veräußerung des Geschäftsbetriebs ergebniswirksam berücksichtigt.

Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

Im Folgenden werden die wesentlichen vom Konzern angewandten Rechnungslegungsgrundsätze beschrieben. Diese Grundsätze wurden in den Geschäftsjahren 2008, 2009 und 2010 mit Ausnahme der zuvor beschriebenen Änderungen konsistent angewandt.

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