Gesellschaftliche Verantwortung
(Corporate Social Responsibility)


Soziales Kapital schaffen

Als einer der Hauptinitiatoren und Erstunterzeichner hat sich die Deutsche Bank im November 2010 dem „Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft“ verpflichtet, das 21 deutsche Unternehmen ins Leben gerufen haben. Damit wollen wir die gesellschaftliche Verantwortung noch stärker in unsere Geschäftspolitik und unsere Geschäftsprozesse integrieren und sie bei allen Entscheidungen gebührend berücksichtigen.

Gesellschaftliches Engagement bedeutet für uns mehr, als Geld zu geben: Wir wollen soziales Kapital schaffen – zu unserem eigenen Wohl. Im Berichtsjahr haben sich Bank und Mitarbeiter bei einer Vielzahl gesellschaftlicher Projekte im In- und Ausland eingesetzt. Für Bildung, Soziales, Kunst & Musik sowie das ehrenamtliche Engagement unserer Mitarbeiter haben wir mit fast 100 Mio € – mehr als je zuvor – aufgewendet.

Nachhaltigkeit: Zukunftsfähigkeit sichern

Die Deutsche Bank setzt das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung konsequent um. Auf dem Weg zur vollständigen Klimaneutralität all unserer betrieblichen Aktivitäten ab 2013 haben wir unser CO2 -Reduktionsziel für 2010 planmäßig erreicht. Unsere Unternehmenszentrale in Frankfurt am Main, die nach einer dreijährigen Modernisierung zu einem der umweltfreundlichsten Hochhäuser der Welt geworden ist, konnten wir zur Jahreswende 2010/2011 wieder beziehen. Die internen Richtlinien für unser Risikomanagement haben wir um einen „Green Filter“ erweitert, mit dem wir die CO2 -Auswirkungen von Transaktionen in unsere geschäftlichen Entscheidungen einbeziehen. Die hohe Bedeutung, die wir der Nachhaltigkeit beimessen, belegen auch unsere langjährige Mitgliedschaft beim UN Global Compact und die Unterzeichnung der Principles for Responsible Investment (PRI) der Vereinten Nationen.

Tragfähige und nachhaltige Wirtschaftskonzepte für Metropolenregionen standen 2010 im Mittelpunkt des Global Metro Summit der Alfred Herrhausen Gesellschaft. Die Konferenz erweiterte unser bereits seit 2005 etabliertes Urban-Age-Netzwerk, in dem internationale Experten die Herausforderungen von Megametropolen diskutieren.

Bildung: Talente fördern

Nicht die Begabung, sondern die Herkunft entscheidet vielfach auch heute noch über den persönlichen Bildungserfolg. Die Deutsche Bank engagiert sich weltweit für mehr Chancen- und Leistungsgerechtigkeit. Mit der 2010 gestarteten Initiative „FairTalent“ unterstützen wir sozial benachteiligte Kinder durch einen ganzheitlichen individuellen Förderplan. Auch Mitarbeiter der Deutschen Bank begleiten als Mentoren das Programm.

Um den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren, hat die Deutsche Bank an der Bocconi Universität in Mailand und an der Luxembourg School of Finance je einen Lehrstuhl für Finanzen geschaffen. Im House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt haben wir eine neue Stiftungsprofessur ermöglicht. Gleichzeitig haben wir unsere Unterstützung für die European School of Management and Technology in Berlin deutlich ausgebaut.

Soziales: Chancen eröffnen

Die Deutsche Bank hat 2010 erfolgreich den Eye Fund aufgelegt, einen innovativen Investmentfonds über 14,5 Mio US-Dollar, der Anschubfinanzierungen für den Ausbau von Augenkliniken in armen Weltregionen leistet. Mit Krediten und Investitionen haben wir die Verbesserung der Infrastruktur in einkommensschwachen Gemeinden in den USA unterstützt. Dafür erhielten wir von der US-Notenbank zum 19. Mal in Folge das Prädikat „outstanding“.

Das Jahr 2010 wurde von mehreren Naturkatastrophen überschattet, darunter Erdbeben in Haiti und Chile sowie die Flut in Pakistan. Die Deutsche Bank, ihre Stiftungen, Kunden und Mitarbeiter haben zusammen mehr als 5 Mio € für die Opfer zur Verfügung gestellt. Wo immer möglich, unterstützen unsere Mitarbeiter die Hilfsaktionen vor Ort und erfüllen damit unseren Anspruch, mehr als Geld zu geben.

Kunst und Musik: Kreativität entwickeln

Jünger und internationaler als je zuvor präsentiert sich die Sammlung Deutsche Bank in der modernisierten Unternehmenszentrale in Frankfurt am Main. Rund 1.500 Kunstwerke von 100 Künstlern aus über 40 Ländern laden zu einer Entdeckungsreise durch die zeitgenössische globale Kunstszene ein. Unser kontinuierliches Engagement für Kunst am Arbeitsplatz an weltweit über 900 Standorten wurde 2010 mit dem Art & Work Award ausgezeichnet.

Die in Kenia geborene und in New York lebende Künstlerin Wangechi Mutu war 2010 als erste „Künstlerin des Jahres“ mit einer Einzelausstellung im Deutsche Guggenheim, Berlin, vertreten. Mit dieser neuen Auszeichnung wollen wir gezielt junge Künstler fördern.

Eine exklusive Partnerschaft verbindet die Deutsche Bank seit Langem mit den Berliner Philharmonikern. 2010 besuchte das Orchester erstmals Australien und realisierte dort ein Zukunft@BPhil-Projekt. Zukunft@BPhil führt Kinder und Jugendliche über Workshops und Tanzprojekte an klassische Musik heran und eröffnet ihnen neue, kreative Erfahrungsräume. Weltweit haben seit 2002 über 18.000 Kinder und Jugendliche teilgenommen.

Ehrenamtliche Tätigkeit: Engagement beweisen

Im Berichtsjahr haben sich weltweit mehr als 17.000 unserer Mitarbeiter in über 3.000 Projekten für die Gesellschaft engagiert. Die Deutsche Bank unterstützt diesen ehrenamtlichen Einsatz durch Spenden oder bezahlte Freistellung.

Das Programm „Partners in Leadership“, in dem Führungskräfte der Deutschen Bank Schulleiter zu Managementthemen beraten, wurde mit dem „European Employee Volunteering Award – Deutschland“ ausgezeichnet. In Großbritannien haben wir im Rahmen der Initiative „Charity of the Year 2010“ die Rekordsumme von 1 Mio GBP für das Programm „AfriKids“ zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zu unserem gesellschaftlichen Engagement finden Sie in dem Bericht „Gesellschaftliche Verantwortung 2010“ und unter www.deutsche-bank.de/csr.

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