Ertragslage des Konzerns


Die Erträge beliefen sich im ersten Quartal 2010 auf 9,0 Mrd € und stiegen damit um 24 % gegenüber 7,2 Mrd € im Vergleichsquartal 2009. Dieses Ergebnis reflektiert starke Erträge im Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities und im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich gesunkene negative Marktwertanpassungen und Abschreibungen. Im Berichtsquartal beinhalteten die Erträge negative Marktwertanpassungen, netto, von 241 Mio €, die vornehmlich im Zusammenhang mit Monolineversicherern entstanden waren. Im Vorjahresquartal waren negative Marktwertanpassungen von 1,0 Mrd € (ebenfalls hauptsächlich für Rückstellungen gegenüber Monolineversicherern) sowie eine Abschreibung von 500 Mio € auf die Immobilie „The Cosmopolitan Resort and Casino“ enthalten.

Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) verzeichnete Erträge von 6,6 Mrd € gegenüber 4,9 Mrd € im ersten Quartal 2009.

Der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) erzielte im Berichtsquartal Erträge von 6,0 Mrd € nach 4,3 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Erträge im Bereich Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) blieben mit 3,8 Mrd € nahezu unverändert gegenüber dem Vergleichsquartal 2009. Neben dem positiven Effekt aus gesunkenen negativen Marktwertanpassungen trug ein starkes Ergebnis im Handel mit Kreditprodukten zu höheren Erträgen im Berichtsquartal bei. Diese wurden durch einen Rückgang der Erträge im Devisen-, Geldmarkt- und Zinsgeschäft infolge einer erwarteten Normalisierung des Marktumfelds weitgehend kompensiert. Sales & Trading (Equity) erzielte im ersten Quartal 2010 Erträge von 944 Mio € nach Erträgen von 215 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Verbesserung resultierte hauptsächlich aus dem Ausbleiben von im ersten Quartal 2009 verzeichneten Verlusten im Aktienderivategeschäft sowie aus dem verbesserten Ergebnis im klassischen Aktienhandelsgeschäft. Die Erträge im Emissions- und Beratungsgeschäft beliefen sich im Berichtsquartal auf 563 Mio €, verglichen mit 349 Mio € im ersten Quartal des Vorjahres. Im Emissionsgeschäft (Debt) stiegen die Erträge dank höherer Volumina und des Ausbleibens negativer Marktwertanpassungen im Leveraged-Finance-Bereich um insgesamt 186 Mio €. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Equity) stiegen um 29 %, was auf eine gegenüber dem ersten Quartal 2009 deutlich gestiegene Marktaktivität zurückzuführen war. Im Kreditgeschäft beliefen sich die Erträge im ersten Quartal 2010 auf 513 Mio € nach Erträgen von 645 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Ursache für diesen Rückgang waren in erster Linie Verluste aus der Reduzierung von Altbeständen. Bei den Sonstigen Produkten beliefen sich die Erträge im Berichtsquartal auf 170 Mio € nach negativen Erträgen von 765 Mio € im ersten Quartal 2009. Die Verbesserung um 935 Mio € war hauptsächlich auf eine Abschreibung von 500 Mio € im ersten Quartal 2009 zurückzuführen, die für die Immobilie „The Cosmopolitan Resort and Casino“ vorgenommen werden musste. Darüber hinaus trugen positive Marktwertentwicklungen bei Investments im Versicherungsgeschäft von Abbey Life, denen korrespondierende zinsunabhängige Aufwendungen gegenüberstanden, sowie Wertminderungen von bestimmten Private-Equity-Beteiligungen im ersten Quartal 2009 zu dem Anstieg bei.

Der Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) erzielte Erträge von 636 Mio €, verglichen mit 666 Mio € im ersten Quartal 2009. Höhere Erträge im Trade-Finance-Geschäft wurden durch rückläufige Erträge im Corporate Cash Management und im Trust and Securities Services-Geschäft ausgeglichen. Der Rückgang war auf das im Vergleich zum Vorjahresquartal niedrigere Zinsniveau und auf gesunkene Transaktionsvolumina in unserem inländischen Wertpapierverwahrungsgeschäft zurückzuführen.

Der Konzernbereich Private Clients and Asset Management (PCAM) verzeichnete im Berichtsquartal Erträge von 2,2 Mrd € gegenüber 1,9 Mrd € im ersten Quartal 2009. Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) lagen die Erträge bei 831 Mio € und damit über dem Wert des Vorjahresquartals von 514 Mio €. In den Erträgen im ersten Quartal des Vorjahres waren Abschreibungen in Höhe von 120 Mio € im RREEF-Geschäft enthalten. Im ersten Quartal 2010 enthielten die Erträge in AWM einen Effekt von 79 Mio € aus der erstmaligen Konsolidierung von Sal. Oppenheim zum 29. Januar 2010, da zu diesem Zeitpunkt alle wesentlichen rechtlichen und regulatorischen Genehmigungen erteilt wurden. Darüber hinaus stiegen im Berichtsquartal die Erträge aus dem Diskretionären Portfolio Management/Fund Management sowie aus Kreditprodukten und aus dem Beratungs-/Brokeragegeschäft.

Der Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) konnte seine Erträge gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 2 % auf 1,4 Mrd € steigern. Ursächlich für diesen Anstieg waren höhere Erträge aus dem Diskretionären Portfolio Management/Fund Management und dem Einlagengeschäft, die jedoch durch gesunkene Erträge aus Sonstigen Produkten teilweise ausgeglichen wurden.

Der Konzernbereich Corporate Investments (CI) verzeichnete Erträge von 220 Mio € gegenüber 153 Mio € im ersten Quartal 2009. Die Erträge im Berichtsquartal beinhalteten 148 Mio € im Zusammenhang mit der Deutschen Postbank AG sowie 68 Mio € in Verbindung mit der BHF-Bank AG, die im Rahmen der Sal. Oppenheim-Transaktion erworben wurde.

Im Bereich Consolidation & Adjustments (C&A) wurden im Berichtsquartal negative Erträge in Höhe von 93 Mio € gegenüber positiven Erträgen von 267 Mio € im ersten Quartal 2009 erzielt. Im Vorjahr waren hier materielle Effekte aus unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden bei der Managementberichterstattung und der Anwendung von IFRS für ökonomisch abgesicherte kurzfristige Positionen entstanden.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im ersten Quartal 2010 auf 262 Mio € gegenüber 526 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. CIB wies im ersten Quartal 2010 eine Nettozuführung von 90 Mio € gegenüber einer Nettozuführung von 357 Mio € im Vorjahresquartal aus. Die Gründe für diesen Rückgang waren eine niedrigere Risikovorsorge für Aktiva, die gemäß IAS 39 umklassifiziert wurden, sowie verbesserte Bedingungen im Kreditgeschäft. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in PCAM belief sich im ersten Quartal 2010 auf 173 Mio € gegenüber 169 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf geringere Kreditausfälle in Spanien zurückzuführen. Darüber hinaus enthielt das erste Quartal 2009 einen positiven Effekt von 60 Mio € aufgrund einer einmaligen Auflösung von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit überarbeiteten Modellannahmen. Diese führten außerdem im Berichtsquartal zu einer um 28 Mio € niedrigeren Risikovorsorge im Kreditgeschäft.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen betrugen im Berichtsquartal 5,9 Mrd € nach 4,9 Mrd € im Vorjahresquartal. Der Personalaufwand belief sich auf 3,6 Mrd €, verglichen mit 3,0 Mrd € im Vorjahresquartal. Darin enthalten sind um rund 350 Mio € höhere Aufwendungen für aufgeschobene Vergütungen. Diese beinhalten insbesondere den Effekt aus der beschleunigten Erfassung von Aufwendungen im Berichtsquartal. Zudem fielen im ersten Quartal 2010 Aufwendungen von 120 Mio € im Zusammenhang mit der Bonussteuer für Banken in Großbritannien an. Beide Komponenten beziehen sich auf Zusagen für aufgeschobene Vergütungen, die während des Berichtquartals begeben wurden. Die vorgenannte Einbeziehung von Sal. Oppenheim erhöhte den Personalaufwand um 90 Mio €. Die Personalaufwandsquote lag bei 40 % nach 41 % im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Sach- und sonstige Aufwand belief sich auf 2,2 Mrd € gegenüber 2,0 Mrd € im ersten Quartal 2009. Im Berichtsquartal enthielt der Sach- und sonstige Aufwand höhere Aufwendungen für IT und für Beratungsleistungen sowie 95 Mio € im Zusammenhang mit Sal. Oppenheim. In den sonstigen Sachaufwendungen sind im Berichtsquartal 140 Mio € für Leistungen im Versicherungsgeschäft und eine Abschreibung von 29 Mio € auf immaterielle Vermögenswerte enthalten.

Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtsquartal 2,8 Mrd € im Vergleich zu 1,8 Mrd € im Vorjahresquartal. Die Aufwand-Ertrag-Relation lag im Berichtsquartal bei 66 % nach 68 % im ersten Quartal 2009.

Die Deutsche Bank erzielte im ersten Quartal 2010 einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 1,8 Mrd €, verglichen mit einem Gewinn nach Steuern in Höhe von 1,2 Mrd € im ersten Quartal 2009. Die effektive Steuerquote betrug im Berichtsquartal 36,4 % (Vorjahresquartal: 34,9 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die geografische Verteilung des Konzernergebnisses sowie auf den steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwand für die Bonussteuer in Großbritannien zurückzuführen. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) stieg von 1,92 € im Vorjahresquartal auf 2,66 € im Berichtsquartal.

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