Wesentliche Transaktionen

 (nicht testiert)

Sal. Oppenheim. Am 15. März 2010 schloss die Deutsche Bank AG („Deutsche Bank“) den vollständigen Erwerb der Sal. Oppenheim Gruppe zu einem in bar entrichteten Kaufpreis von insgesamt rund 1,3 Mrd € ab. Von dieser Summe entfielen rund 0,3 Mrd € auf die BHF Asset Servicing GmbH („BAS“), die weiterverkauft und von der übrigen Sal. Oppenheim Gruppe getrennt bilanziert wird. Der Erwerb von 100 % der stimmberechtigten Eigenkapitalanteile an der in Luxemburg ansässigen Holding Sal. Oppenheim jr. & Cie. S.C.A. („Sal. Oppenheim S.C.A.“) basiert auf der Rahmenvereinbarung, die im vierten Quartal 2009 mit den früheren Gesellschaftern der Sal. Oppenheim S.C.A. getroffen wurde und diesen die Option gewährt, sich mit bis zu 20 % langfristig an der deutschen Privatbanktochter Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA zu beteiligen. Zum Bilanzstichtag hatte die Option einen Fair Value von null. Der Erwerb stärkt die Asset and Wealth Management-Aktivitäten des Konzerns im Bereich des gehobenen Privatkundengeschäfts, der Familienvermögen und Stiftungen in Europa, insbesondere in Deutschland. Die Vermögensverwaltungsaktivitäten der Sal. Oppenheim Gruppe werden eigenständig unter der etablierten Marke der traditionsreichen Privatbank ausgebaut. Dabei soll der einzigartige Charakter der Privatbank erhalten bleiben. Das integrierte Vermögensverwaltungskonzept für private und institutionelle Kunden bleibt bestehen.

Mit dem Erwerb erlangte der Konzern einen beherrschenden Einfluss über die Sal. Oppenheim S.C.A., welche anschließend eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bank wurde. Sämtliche Geschäftsaktivitäten der Sal. Oppenheim Gruppe, darunter das gesamte Asset Management, die Investmentbank, die BHF-Bank Gruppe („BHF-Bank“), die BAS und das in einer eigenständigen Holding geführte Private-Equity-Dachfondsgeschäft der Sal. Oppenheim Private Equity Partners S.A., gingen auf die Deutsche Bank über. Im Zuge der Akquisition wurden alle Geschäftseinheiten der Sal. Oppenheim Gruppe in den Unternehmensbereich Asset and Wealth Management integriert, mit Ausnahme der BHF-Bank und der BAS, welche zunächst in den Konzernbereich Corporate Investments aufgenommen wurden. Im zweiten Quartal 2010 wurden auch diese Einheiten in den Unternehmensbereich Asset and Wealth Management übertragen. Da bis zum 29. Januar 2010 alle wesentlichen rechtlichen und regulatorischen Genehmigungen vorlagen, wurde der Erwerbszeitpunkt auf diesen Tag festgesetzt. Entsprechend wurde die Sal. Oppenheim Gruppe seit dem ersten Quartal 2010 in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Jahresverlauf 2010 stellt die Sal. Oppenheim Gruppe ihr Investment-Banking-Geschäft ein. Die Bereiche Equity Trading & Derivatives sowie Capital Markets Sales wurden im zweiten Quartal 2010 von der australischen Macquarie Gruppe übernommen. Die BHF-Bank wird als separate Einheit weitergeführt, während die Deutsche Bank verschiedene strategische Optionen mit der BHF-Bank prüft. Der vereinbarte Verkauf der BAS an die Bank of New York Mellon wird voraussichtlich im dritten Quartal 2010 abgeschlossen werden. Zum 30. Juni 2010 wird die BAS als zum Verkauf bestimmt bilanziert. Ferner erwarb der Konzern im Rahmen der Übernahme der Sal. Oppenheim Gruppe die Services Généraux de Gestion S.A. und ihre Tochtergesellschaften, die im ersten Quartal 2010 weiterverkauft wurden.

Der gegenwärtig erwartete Fair Value des für die Sal. Oppenheim Gruppe und für die BAS entrichteten Gesamtkaufpreises beträgt zum Erwerbszeitpunkt rund 1,3 Mrd €. Als Teil der mit den früheren Gesellschaftern von Sal. Oppenheim S.C.A. geschlossenen Rahmenvereinbarung könnte sich jedoch der Kaufpreis in Abhängigkeit von der Entwicklung bestimmter Risikopositionen (insbesondere Rechts- und Kreditrisiken) bis zum Jahr 2015 um bis zu rund 0,5 Mrd € erhöhen. Zum Bilanzstichtag hatte diese bedingte Kaufpreiskomponente einen geschätzten Fair Value von null. Auf Basis vorläufig bestimmter Fair Values für erworbene identifizierbare Vermögenswerte und übernommene Schulden werden durch die Akquisition ein Goodwill von rund 0,8 Mrd € beziehungsweise sonstige immaterielle Vermögenswerte von rund 0,2 Mrd € ausgewiesen. Aufgrund der Komplexität der Transaktion sind die Allokation des Kaufpreises sowie die Bestimmung des Netto-Fair-Value der zum Zeitpunkt der Akquisition identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der Sal. Oppenheim Gruppe noch vorläufig, sodass die Eröffnungsbilanz nicht abgeschlossen ist.

Der aus der Akquisition hervorgehende Goodwill setzt sich hauptsächlich aus Synergien zusammen, die durch die Zusammenlegung bestimmter Geschäftsaktivitäten in den Bereichen der Vermögensverwaltung sowie aufgrund einer größeren Marktpräsenz in diesen Geschäftsbereichen in Deutschland, Luxemburg, der Schweiz und Österreich zu erwarten sind. Der Goodwill wird voraussichtlich nicht steuerlich abzugsfähig sein. Zu den ausgewiesenen sonstigen immateriellen Vermögenswerten zählen hauptsächlich Software, Kundenbeziehungen und Markennamen. Bei der Allokation des Kaufpreises setzte die Deutsche Bank eine Eventualverbindlichkeit von rund 0,4 Mrd € für Risiken an, die im Zusammenhang mit bestimmten erworbenen Geschäftseinheiten der Sal. Oppenheim Gruppe stehen. Derzeit ist davon auszugehen, dass die Verbindlichkeit in den kommenden fünf Jahren beglichen sein wird. Die Deutsche Bank analysiert weiterhin die Risiken und den möglichen Zeitrahmen der Mittelabflüsse.

Im Anschluss an die Akquisition, aber noch am Abschlusstag des Erwerbs, führte die Deutsche Bank bei ihrer neuen Tochtergesellschaft Sal. Oppenheim S.C.A. eine Kapitalerhöhung über 195 Mio € durch. Dieser Betrag ist nicht Bestandteil der Kaufpreiszahlung und dementsprechend nicht in der zuvor genannten Ermittlung des Goodwill enthalten.

Die im ersten Halbjahr 2010 erfassten akquisitionsbezogenen Kosten beliefen sich auf 14 Mio € und sind in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns unter Sach- und sonstigem Aufwand ausgewiesen.

Seit der Übernahme hat die Sal. Oppenheim Gruppe (exklusive BAS) Erträge von 224 Mio € und einen Verlust nach Steuern von 120 Mio € zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns beigetragen. Wäre die Akquisition zum 1. Januar 2010 wirksam gewesen, hätte der Konzern für das erste Halbjahr 2010 dadurch Erträge in Höhe von 253 Mio € und einen Verlust nach Steuern in Höhe von 148 Mio € ausgewiesen.

Da die erstmalige Bilanzierung dieses Unternehmenserwerbs noch nicht abgeschlossen ist, konnten nicht alle erforderlichen Angaben gemacht werden. Dies beinhaltet Informationen über erworbene Forderungen aus dem Kreditgeschäft sowie Angaben zu der Eröffnungsbilanz.

ABN AMRO. Am 1. April 2010 hat die Deutsche Bank AG („Deutsche Bank“) den Erwerb bestimmter Teile des niederländischen Firmenkundengeschäfts von ABN AMRO Bank N.V. („ABN AMRO“) zu einem Kaufpreis von 0,7 Mrd € in bar abgeschlossen. Der Abschluss erfolgte nach der Genehmigung durch die Europäische Kommission und andere Aufsichtsbehörden. Mit Wirkung zum Abschlussdatum erlangte die Deutsche Bank Kontrolle über die erworbenen Geschäftseinheiten und hat diese entsprechend im zweiten Quartal 2010 erstmalig konsolidiert. Die Übernahme ist ein wichtiges Element in der Strategie der Deutschen Bank, ihr klassisches Bankgeschäft weiter auszubauen. Mit der Übernahme ist die Deutsche Bank zum viertgrößten Anbieter von Bankdienstleistungen für Firmenkunden in den Niederlanden geworden.

Die Übernahme beinhaltete den Erwerb von 100 % der stimmberechtigten Eigenkapitalanteile und umfasst die folgenden Geschäftseinheiten:

  • zwei Firmenkundeneinheiten in Amsterdam und Eindhoven, die Großkunden betreuen,
  • 13 Filialen, die kleine und mittelständische Unternehmen betreuen,
  • die Hollandsche Bank Unie N.V. („HBU“) mit Sitz in Rotterdam,
  • die IFN Finance B.V., der niederländische Teil des zu ABN AMRO gehörenden Factoringdienstleisters IFN Group.

Die beiden Firmenkundeneinheiten, die 13 Filialen und die HBU firmierten unmittelbar nach der Übernahme in Deutsche Bank Nederland N.V. um. Sowohl die Deutsche Bank Nederland N.V. als auch die IFN Finance B.V. sind jetzt direkte Tochtergesellschaften der Deutschen Bank. Die übernommenen Geschäftseinheiten, die mehr als 34.000 Kunden betreuen und 1.300 Mitarbeiter beschäftigen, verwenden den Markennamen Deutsche Bank und sind innerhalb des Konzerns in den Unternehmensbereich Global Transaction Banking integriert.

Da die Übernahme erst vor Kurzem abgeschlossen wurde, sind die Allokation des Kaufpreises und die Bestimmung der Fair Values für erworbene identifizierbare Vermögenswerte und übernommene Schulden noch vorläufig. Weil die Eröffnungsbilanz noch nicht abschließend erstellt ist, konnten noch keine umfassenden Angaben über die zum Erwerbszeitpunkt anzusetzenden Fair Values der identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten gemacht werden. Im Rahmen der vorläufigen Allokation des Kaufpreises wurden Kundenbeziehungen im Umfang von rund 0,2 Mrd € als sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Aufgrund des Unterschieds zwischen dem Fair Value identifizierbarer erworbener Nettovermögenswerte und dem Fair Value der übertragenen Gegenleistung wurde ein negativer Goodwill von rund 0,2 Mrd € erfasst, der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns für das zweite Quartal 2010 als Gewinn in den Sonstigen Erträgen ausgewiesen wurde. Der Hauptgrund für die Erfassung des negativen Goodwill war der Verkauf von Teilen des niederländischen Firmenkunden- und Factoringgeschäfts von ABN AMRO gemäß den Auflagen der Europäischen Kommission, nachdem die ABN AMRO Holding N.V. im Oktober 2007 von einem Konsortium, bestehend aus The Royal Bank of Scotland, Fortis Bank und Banco Santander, übernommen worden war. Der erfasste Gewinn ist steuerfrei.

Im Rahmen der Akquisition wird ABN AMRO eine anfängliche Absicherung für Kreditrisiken über 75 % aller Verluste aus dem übernommenen Forderungsportfolio (exklusive IFN Finance B.V.) bereitstellen. Die maximale Absicherung ist auf 10 % des Portfoliovolumens begrenzt. Zum Zeitpunkt des Erwerbs belief sich die gesamte Absicherungssumme auf rund 0,6 Mrd €. Diese ist als Ausgleichsforderung erfasst und wird über die erwartete durchschnittliche Laufzeit des zugrunde liegenden Portfolios aufgelöst.

Die im ersten Halbjahr 2010 erfassten akquisitionsbezogenen Kosten beliefen sich auf 10 Mio € und sind in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns unter Sach- und sonstigem Aufwand ausgewiesen.

Seit der Übernahme und ohne Berücksichtigung des oben erwähnten Gewinns aus dem negativen Goodwill haben die übernommenen Geschäftsaktivitäten mit Erträgen von 130 Mio € und einem Ergebnisbeitrag nach Steuern von 19 Mio € zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns beigetragen. Wäre die Akquisition zum 1. Januar 2010 wirksam gewesen, hätte der Konzern daraus für das erste Halbjahr 2010 (ohne die Berücksichtigung des oben erwähnten Gewinns aus dem negativen Goodwill) Erträge in Höhe von 193 Mio € und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 28 Mio € ausgewiesen.

Aufgrund der Komplexität der Transaktion ist die erstmalige Bilanzierung dieses Unternehmenserwerbs noch nicht abgeschlossen. Entsprechend konnten bestimmte Angaben noch nicht gemacht werden. Dies beinhaltet Informationen über erworbene Forderungen aus dem Kreditgeschäft sowie Angaben zur Eröffnungsbilanz.

Hua Xia Bank. Am 6. Mai 2010 gab die Deutsche Bank bekannt, dass sie eine verbindliche Vereinbarung über die Zeichnung neu emittierter Aktien der Hua Xia Bank Co. Ltd. („Hua Xia Bank“) zu einem Gesamtpreis von bis zu 5,7 Mrd RMB (entsprechend 684 Mio € zum 30. Juni 2010) unterzeichnet hat. Die Zeichnung ist Teil einer Privatplatzierung von Aktien, die an die drei größten Aktionäre der Hua Xia Bank gerichtet ist. Die Emission hat einen Gesamtwert von bis zu 20,8 Mrd RMB (entsprechend 2,5 Mrd € zum 30. Juni 2010). Vorbehaltlich aufsichtsrechtlicher Genehmigungen wird sich die gegenwärtige Beteiligung der Deutschen Bank an der Hua Xia Bank, die als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert bilanziert ist, durch die Transaktion von 17,12 % auf 19,99 % des ausgegebenen Kapitals erhöhen. Diese Transaktion wird Einfluss auf die Ergebnisse zukünftiger Perioden haben.

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