Halbjahresvergleich 2010 versus 2009


Im ersten Halbjahr 2010 wurden Erträge von 16,2 Mrd € gegenüber 15,2 Mrd € im ersten Halbjahr des Vorjahres erreicht. Dies entspricht einem Anstieg um 6 %. Die Erträge der ersten Jahreshälfte 2010 enthielten negative Marktwertanpassungen von 298 Mio € sowie die vorgenannten Belastungen im Zusammenhang mit Ocala Funding LLC von rund 270 Mio €. Im Vorjahreszeitraum betrugen vergleichbare Belastungen 1,5 Mrd €.

Im Unternehmensbereich CB&S sanken die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) in den ersten sechs Monaten 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 258 Mio € oder 4 % auf 5,9 Mrd €. Diese Entwicklung ist auf niedrigere Erträge im Devisen-, Geldmarkt- und Zinsgeschäft infolge einer niedrigeren Volatilität und rückläufiger Geld-Brief-Spannen im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2009 zurückzuführen. Teilweise kompensiert wurde dieser Rückgang durch höhere Erträge im Handel mit Kreditprodukten, den Wegfall von Verlusten aus Altbeständen und geringere negative Marktwertanpassungen im Berichtszeitraum. Sales & Trading (Equity) erwirtschaftete Erträge von 1,6 Mrd €, was einem Anstieg von 444 Mio € oder 39 % gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres entspricht. Dieser Anstieg spiegelt das Ausbleiben von Verlusten im Aktienderivategeschäft wider, die im ersten Quartal 2009 verzeichnet worden waren. Prime Finance und Cash Equities konnten sich in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld gut behaupten. Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft beliefen sich im ersten Halbjahr 2010 auf 1,1 Mrd € und waren damit um 32 Mio € höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Beratungsgeschäft wurden Erträge von 256 Mio € erzielt, was einer Verbesserung von 54 Mio € gegenüber der ersten Jahreshälfte 2009 entspricht. Sie resultierte aus gestiegener Marktaktivität und Zugewinnen von Marktanteilen. Im Emissionsgeschäft (Debt) stiegen die Erträge dank Marktanteilsgewinnen und einer verbesserten Ranglistenposition um 25 Mio € oder 4 %. Die Erträge im Emissionsgeschäft (Equity) sanken aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringeren Marktaktivität um 47 Mio € oder 16 %. Die Erträge aus dem Kreditgeschäft betrugen im Berichtszeitraum 863 Mio € und waren damit um 267 Mio € beziehungsweise 24 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Dies war insbesondere auf Marktwertverluste im Zusammenhang mit zum Fair Value bewerteten Krediten zurückzuführen. Die Erträge aus Sonstigen Produkten lagen mit positiven 135 Mio € um 770 Mio € über denen der ersten sechs Monate 2009. Im Vorjahr waren hier Abschreibungen von 500 Mio € auf die Immobilie „The Cosmopolitan Resort and Casino“ und Verluste aus bestimmten Private-Equity-Beteiligungen enthalten, die im ersten Quartal 2009 angefallen waren. Am 1. April 2009 wurde die Managementverantwortlichkeit für die Immobilie „The Cosmopolitan Resort and Casino“ von CB&S auf den Unternehmensbereich CI übertragen.

Die Erträge von GTB lagen im ersten Halbjahr 2010 mit 1,7 Mrd € um 386 Mio € oder 29 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das Ergebnis des Unternehmensbereichs wurde im ersten Halbjahr durch die erstmalige Konsolidierung des Firmenkundengeschäfts von ABN AMRO positiv beeinflusst. Dies führte zu zusätzlichen Erträgen von 338 Mio €, von denen 208 Mio € im Zusammenhang mit dem vorgenannten negativen Goodwill standen. Darüber hinaus resultierte der Anstieg aus dem anhaltenden Wachstum im Bereich Trade Finance und einem höheren Provisionsaufkommen bei Trust & Securities Services.

Im ersten Halbjahr 2010 lagen die Erträge in AWM mit 1,9 Mrd € um 738 Mio € beziehungsweise 65 % deutlich über dem Wert des ersten Halbjahres 2009. Die Erträge im ersten Halbjahr 2010 beinhalteten 291 Mio € aus der Sal. Oppenheim Gruppe, die im ersten Quartal 2010 erstmalig konsolidiert wurde. Die Erträge aus dem Diskretionären Portfolio Management/Fund Management in AM stiegen infolge besserer Marktbedingungen und höherer volumensabhängiger Provisionen um 90 Mio €. Im Beratungs-/Brokeragegeschäft verbesserten sich die Erträge gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um 92 Mio €. Grund hierfür war ein erhöhtes Transaktionsvolumen. Die Erträge aus Sonstigen Produkten stiegen im Berichtszeitraum um 409 Mio €. Grund war die Einbeziehung von Erträgen im Zusammenhang mit der Sal. Oppenheim Gruppe sowie der Wegfall von im Vorjahr vorgenommenen Abschreibungen von 230 Mio € auf RREEF-Investments.

In PBC lagen die Erträge mit 2,9 Mrd € um 61 Mio € oder 2 % über dem Wert des ersten Halbjahrs 2009. Die Erträge stiegen sowohl im Portfolio/Fund Management als auch bei den Kreditprodukten sowie im Einlagengeschäft und Zahlungsverkehr. Diese Entwicklung wurde teilweise durch einen Rückgang der Erträge aus Sonstigen Produkten kompensiert, der auf niedrigere Erträge aus der Aktiv- und Passivsteuerung und auf einen Gewinn im ersten Halbjahr 2009 aus der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswerts zurückzuführen war.

Die Erträge in CI beliefen sich in den ersten sechs Monaten 2010 auf 196 Mio € und beinhalteten Erträge von 263 Mio € im Zusammenhang mit der Deutschen Postbank AG sowie von 39 Mio € aus dem Verkauf von Beteiligungen. Diese wurden teilweise durch Abschreibungen von 124 Mio € auf die Immobilie „The Cosmopolitan Resort and Casino“ kompensiert. In den ersten sechs Monaten 2009 lagen die Erträge bei 813 Mio €. Darin enthalten waren 821 Mio € im Zusammenhang mit der Deutschen Postbank AG, 192 Mio € aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen sowie Gewinne aus unserer Option bezüglich der Hua Xia Bank Co. Ltd. Diesen Gewinnen standen Abschreibungen von 302 Mio € auf unsere Industriebeteiligungen gegenüber.

Im ersten Halbjahr 2010 belief sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 506 Mio € nach 1,5 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft beinhaltete im aktuellen Jahr 154 Mio € für Vermögenswerte, die gemäß IAS 39 umklassifiziert worden waren, im Vergleich zu 726 Mio € im Vorjahreszeitraum. In CIB belief sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 167 Mio € gegenüber 1,1 Mrd € im ersten Halbjahr 2009. Grund für diesen Rückgang waren vornehmlich die vorgenannte niedrigere Vorsorge für umklassifizierte Vermögenswerte sowie ein leicht verbessertes Kreditumfeld. In PCAM belief sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 349 Mio € nach 391 Mio € im ersten Halbjahr des Vorjahres. Sie spiegelt vor allem eine gesunkene Risikovorsorge in PBC wider.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen in der ersten Jahreshälfte 2010 um 8 % auf 11,3 Mrd € gegenüber 10,5 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Personalaufwand betrug 6,6 Mrd € und stieg um 8 %. Diese Entwicklung resultierte in erster Linie aus höheren Aufwendungen für aufgeschobene Vergütungen inklusive der Effekte aus der beschleunigten Erfassung von Ansprüchen für Mitarbeiter, deren Ansprüche zum Zeitpunkt der Begebung aufgrund der für sie geltenden Planbedingungen unverfallbar waren. Darüber hinaus enthielt der Personalaufwand im ersten Halbjahr 2010 einen Aufwand von 176 Mio € für die Bonussteuer für Banken in Großbritannien. Der Personalaufwand erhöhte sich zudem durch die Konsolidierung der Sal. Oppenheim Gruppe und des Firmenkundengeschäfts von ABN AMRO um 209 Mio € beziehungsweise um 34 Mio €. Das Verhältnis zwischen Personalaufwand und Erträgen belief sich im Berichtszeitraum auf 41 % gegenüber 40 % im ersten Halbjahr 2009. Der Sach- und sonstige Aufwand lag im ersten Halbjahr mit 4,6 Mrd € um 9 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser Anstieg spiegelte höhere Aufwendungen für IT, Beratungsleistungen und Wechselkursänderungen wider und beinhaltet darüber hinaus Effekte aus den vorgenannten Akquisitionen sowie entsprechende Integrationskosten. In den sonstigen Sachaufwendungen waren im Berichtszeitraum eine Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte von 29 Mio € sowie Aufwendungen im Versicherungsgeschäft von 140 Mio € enthalten.

Das Ergebnis vor Steuern betrug in der ersten Jahreshälfte 4,3 Mrd € nach 3,1 Mrd € im ersten Halbjahr 2009. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) lag im Berichtszeitraum bei 22 % im Vergleich zu 19 % im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern gemäß Zielgrößendefinition der Bank (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) erreichte im Berichtszeitraum 21 % gegenüber 20 % im Vorjahreszeitraum.

Der Gewinn nach Steuern belief sich in der ersten Jahreshälfte 2010 auf 2,9 Mrd € nach 2,3 Mrd € im ersten Halbjahr 2009. Im ersten Halbjahr 2010 wurde ein Steueraufwand von 1,4 Mrd € erfasst gegenüber 876 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ein positiver Steuereffekt aufgrund des steuerfreien negativen Goodwill im Zusammenhang mit den von ABN AMRO übernommenen Geschäftsaktivitäten, der zum Teil durch den steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwand für die Bonussteuer in Großbritannien ausgeglichen wurde, hat den Steueraufwand im ersten Halbjahr 2010 vermindert. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug 4,35 € nach 3,53 € im Vorjahreszeitraum.

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