Quartalsvergleich 2010 versus 2009


Die Erträge beliefen sich im Berichtsquartal auf 7,2 Mrd € gegenüber 7,9 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Sie enthielten Belastungen von rund 270 Mio € im Zusammenhang mit der Commercial-Paper-Zweckgesellschaft Ocala Funding LLC, eine Abschreibung von 124 Mio € auf die Immobilie „The Cosmopolitan Resort and Casino“ sowie negative Marktwertanpassungen von 57 Mio €. Diese negativen Effekte wurden durch die ertragswirksame Erfassung eines im Rahmen der Kaufpreisallokation vorläufig ermittelten negativen Goodwill von 208 Mio € aus dem von ABN AMRO in den Niederlanden übernommenen Firmenkundengeschäft teilweise ausgeglichen. Zudem entstanden im Berichtsquartal Fair-Value-Gewinne von 101 Mio € aus Änderungen der Credit Spreads für bestimmte Verbindlichkeiten der Bank, für die die Fair Value Option angewendet wurde. Im Vorjahresquartal wurde aus solchen Positionen ein Fair-Value-Verlust von 176 Mio € ausgewiesen.

Der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) verzeichnete im Berichtsquartal Erträge von 3,6 Mrd € gegenüber 4,6 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) beliefen sich auf 2,1 Mrd € im Vergleich zu 2,3 Mrd € im Vorjahresquartal. Sie enthielten die vorgenannten Aufwendungen von 270 Mio € im Zusammenhang mit Ocala Funding LLC. Zudem waren im Berichtsquartal negative Marktwertanpassungen von 64 Mio € hauptsächlich in Verbindung mit verbrieften Wohnungsbaukrediten enthalten. Im Vorjahresquartal betrugen vergleichbare Belastungen 108 Mio €. Die Erträge aus dem Geschäft mit Kreditprodukten und dem Geschäft mit Anleihen aus Schwellenländern waren im zweiten Quartal 2010 durch die Schuldenkrise bestimmter europäischer Staaten und durch eine geringere Risikoneigung der Investoren beeinträchtigt. Diesen Faktoren standen im Devisengeschäft Rekorderträge für ein zweites Quartal sowie ein guter Geschäftsverlauf im Geldmarkt-, Zins- und Rohstoffgeschäft entgegen. Gemäß einer Kundenumfrage von Greenwich Associates waren wir 2010 zum ersten Mal Nummer eins in der Rangliste im US Fixed Income-Geschäft. Die Erträge aus Sales & Trading (Equity) beliefen sich auf 642 Mio € gegenüber 927 Mio € im Vorjahresquartal. Der Rückgang war im Wesentlichen auf deutlich geringere Emissionsaktivitäten und auf ein insgesamt schwieriges Marktumfeld zurückzuführen. Im Aktienhandel wurden aufgrund eines hohen Provisionseinkommens solide Erträge erzielt. In einer Umfrage von Global Custodian wurden wir zum dritten Mal in Folge zum weltweit besten Global Prime Broker gewählt. Im Beratungsgeschäft bei Fusionen und Übernahmen wurden dank Marktanteilsgewinnen Erträge von 124 Mio € erzielt, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 72 % entspricht. Im Emissionsgeschäft beliefen sich die Erträge im Berichtsquartal auf 418 Mio € gegenüber 652 Mio € im zweiten Quartal 2009. Der Rückgang war hauptsächlich auf geringere Marktwertgewinne im Leveraged-Finance-Geschäft und eine deutlich niedrigere Kundenaktivität aufgrund eines schwierigen Marktumfelds zurückzuführen.

Der Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) erzielte Erträge von 1,1 Mrd €, verglichen mit 654 Mio € im zweiten Quartal 2009. Der Anstieg war in erster Linie auf die von ABN AMRO übernommenen Geschäftsaktivitäten in den Niederlanden zurückzuführen, die im zweiten Quartal 2010 erstmalig in die Konzernzahlen einbezogen wurden. Hieraus resultierten Erträge von 338 Mio €, von denen 208 Mio € im Zusammenhang mit dem vorgenannten negativen Goodwill standen. Darüber hinaus konnten in den Bereichen Trade Finance und Trust & Securities Services Ergebnisverbesserungen erzielt werden.

Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) lagen die Erträge mit 969 Mio € um 57 % über dem Wert des Vorjahresquartals. Darin enthalten sind Erträge von 148 Mio € in PWM aus der Sal. Oppenheim Gruppe (einschließlich der BHF-Bank AG), die im ersten Quartal 2010 erstmalig konsolidiert wurde. Die Ertragsverbesserung gegenüber dem Vorjahr spiegelt zudem höhere Provisionseinnahmen aufgrund höherer Marktwerte in Asset Management sowie höhere volumensabhängige Provisionen und eine gestiegene Kundennachfrage im Private Wealth Management wider. Das Vergleichsquartal des Vorjahres beinhaltete Abschreibungen auf RREEF-Investments von 110 Mio €.

Der Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) konnte seine Erträge gegenüber dem zweiten Quartal 2009 leicht auf 1,4 Mrd € verbessern. Im Berichtsquartal führte eine positive Margenentwicklung zu Rekorderträgen im Einlagengeschäft. Mit Ausnahme der Sonstigen Produkte, bei denen die erwartete Normalisierung der Ergebnisse aus der Aktiv- und Passivsteuerung zu rückläufigen Erträgen führte, trugen auch alle weiteren Produktkategorien zu dieser Ertragssteigerung bei.

Der Konzernbereich Corporate Investments (CI) verzeichnete Erträge von 44 Mio € gegenüber 660 Mio € im zweiten Quartal 2009. Das Berichtsquartal beinhaltete Erträge von 116 Mio € im Zusammenhang mit der Deutschen Postbank AG sowie von 39 Mio € aus dem Verkauf von Beteiligungen. Diese wurden teilweise durch eine Abschreibung von 124 Mio € auf die Immobilie „The Cosmopolitan Resort and Casino“ kompensiert. Im zweiten Quartal 2009 waren Erträge von 519 Mio € im Zusammenhang mit der Deutschen Postbank AG entstanden. Darüber hinaus enthielt das Vorjahresquartal Gewinne von 132 Mio € aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen sowie Gewinne aus unserer Option bezüglich der Hua Xia Bank Co. Ltd.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf 243 Mio € gegenüber 1,0 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Davon entfielen 77 Mio € auf CIB im Vergleich zu 779 Mio € im zweiten Quartal 2009. Dieser deutliche Rückgang in CIB resultierte aus Risikovorsorge auf gemäß IAS 39 umklassifizierte Vermögenswerte im Vorjahresquartal, die sich so im Berichtsquartal nicht wiederholten. Zu diesen gehörten insbesondere Vorsorgen von 508 Mio € im Vorjahresquartal, die im Wesentlichen zwei einzelne Kontrahenten betrafen. In PCAM lag die Risikovorsorge im Kreditgeschäft mit 175 Mio € um 21 % unter dem Wert des zweiten Quartals 2009. Diese Entwicklung spiegelt verschiedene auf Portfolio- und Länderebene getroffenen Maßnahmen wider, die zu einer erheblich niedrigeren Risikovorsorge im Kreditgeschäft in allen wesentlichen Kreditportfolien führten.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen betrugen im Berichtsquartal 5,4 Mrd € gegenüber 5,6 Mrd € im Vorjahresquartal. Der Personalaufwand belief sich auf 3,0 Mrd €, was einem Rückgang um 3 % gegenüber dem zweiten Quartal 2009 entsprach. Niedrigeren Abfindungszahlungen standen höhere Aufwendungen für aufgeschobene Vergütungen sowie ein höherer Personalaufwand infolge von Akquisitionen (121 Mio € aus der Sal. Oppenheim Gruppe, 33 Mio € aus dem von ABN AMRO übernommenen Firmenkundengeschäft) gegenüber. Zudem fielen im zweiten Quartal 2010 Aufwendungen von 56 Mio € im Zusammenhang mit der Bonussteuer für Banken in Großbritannien an. Der Sach- und sonstige Aufwand belief sich im Berichtsquartal auf 2,3 Mrd € gegenüber 2,2 Mrd € im zweiten Quartal 2009. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal spiegelte in erster Linie die vorgenannten Akquisitionen, übernahmebedingte Integrationskosten sowie Wechselkursänderungen wider. Zudem war im Vorjahresquartal ein Aufwand in Höhe von 316 Mio € im Zusammenhang mit einem Vergleichsverfahren mit Huntsman Corp. verbucht. Die Aufwendungen im Versicherungsgeschäft beliefen sich im Berichtsquartal auf 2 Mio € gegenüber 126 Mio € im zweiten Quartal 2009.

Der Gewinn vor Steuern stieg von 1,3 Mrd € im zweiten Quartal 2009 um 16 % auf 1,5 Mrd € im Berichtsquartal. Die Aufwand-Ertrag-Relation betrug im Berichtsquartal 75 % gegenüber 71 % im zweiten Quartal 2009.

Im Berichtsquartal erwirtschaftete die Bank einen Gewinn nach Steuern von 1,2 Mrd € gegenüber 1,1 Mrd € im zweiten Quartal 2009. Der Steueraufwand in Höhe von 358 Mio € im zweiten Quartal, nach einem Steueraufwand von 242 Mio € im zweiten Quartal 2009, wurde durch den steuerfreien negativen Goodwill im Zusammenhang mit den von ABN AMRO übernommenen Geschäftsaktivitäten sowie durch eine vorteilhafte geografische Verteilung des Konzernergebnisses vermindert. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug im Berichtsquartal 1,75 € gegenüber 1,64 € im zweiten Quartal 2009.

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