Deutsche Bank
Zwischenbericht zum 30. Juni 2010
Deutsche Bank Zwischenbericht zum 31. März 2010
Überblick zur Finanz- und Ertragslage

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Überblick zur Finanz- und Ertragslage

Wirtschaftliches Umfeld

Die Finanzmärkte erlebten im abgelaufenen Quartal eine Phase höherer Volatilität infolge sich verstärkender Sorgen um die Staatsfinanzen einiger Staaten des Euroraums. Diese Entwicklung führte zur Ankündigung eines umfangreichen Unterstützungspakets der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds. Obwohl diese Maßnahmen halfen, die Rahmenbedingungen in den wichtigsten Märkten zu stabilisieren, ließ die Unsicherheit noch nicht vollständig nach. Eine sich verstärkende Risikoaversion führte zu einer Abkehr von Aktienprodukten und zu einer Ausweitung der Kreditrisikoaufschläge („Credit Spreads“), während die Preise für Gold und Benchmarkstaatsanleihen aufgrund der Nachfrage nach sicheren Anlageformen stark anstiegen. Die Aktivität an den Finanzmärkten nahm in einigen Bereichen deutlich ab, am stärksten bei der weltweiten Emission von Schuldtiteln. In Europa führten Bedenken hinsichtlich des Engagements der Banken bei staatlichen Kreditnehmern zu einem deutlichen Anstieg der Interbanksätze auf das höchste Niveau seit Herbst letzten Jahres (jedoch weiterhin erheblich unterhalb der Spitzenwerte seit Beginn der weltweiten Finanzkrise). Die Europäische Zentralbank reagierte auf steigende Spannungen an den Finanzmärkten mit Interventionen in ausgewählten Märkten für Staatsanleihen des Euroraums.

Die Reform der Bankenregulierung stellt einen weiteren Unsicherheitsfaktor dar. Hier besteht die Sorge, dass die Reformen sich auf den Kapitalbedarf, die Profitabilität und letztlich die Kreditvergabekapazität des Finanzsektors signifikant auswirken könnten.

Trotz der sich abzeichnenden Entwicklung an den Finanzmärkten und einiger Anzeichen nachlassender Wachstumsdynamik setzte sich die weltwirtschaftliche Erholung im zweiten Quartal 2010 weiter fort. Dabei fiel die Erholung in den Vereinigten Staaten und den Schwellenländern weiterhin stärker aus als im Euroraum, dessen Wirtschaftswachstum durch die Staatsschuldenkrise belastet wurde. Die deutsche Wirtschaft hingegen profitierte von einer starken zyklischen Erholung des Exportwachstums, die von einem Aufschwung in schnell wachsenden Regionen der Welt, wie zum Beispiel Asien, unterstützt wurde. Die Wirtschaftsindikatoren weisen auf ein beschleunigtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts („BIP“) in Deutschland im zweiten Quartal 2010 hin, wobei sich der Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote nahe des niedrigen Werts vor Ausbruch der Finanzkrise als robust erwies.