Marktrisiko


Ein Großteil unserer Geschäftsaktivitäten unterliegt Marktrisiken, das heißt dem Risiko, dass sich der Marktwert unserer Handels- und Anlagepositionen verändert. Risiken können aus nachteiligen Änderungen bei Zinssätzen, Risikoaufschlägen, Wechselkursen, Aktienkursen, Rohstoffpreisen und anderen relevanten Parametern, wie Marktvolatilitäten und marktbezogenen Ausfallwahrscheinlichkeiten, entstehen.

Das Marktrisiko, welches sich aus der Postbank ergibt, ist seit 2010 in unserer Berichterstattung berücksichtigt. Die Postbank führt jedoch ihr eigenes tägliches Risikomanagement durch. Dennoch haben wir ein detailliertes Verständnis über die Aktivitäten der Postbank und erhalten Informationen über die Arten und Größenordnungen der Marktrisiken.

Oberstes Ziel von Market Risk Management, einem Bereich unserer unabhängigen Risk Funktion, ist es, sicherzustellen, dass unsere Geschäftseinheiten das Chance-Risiko-Verhältnis optimieren und wir nicht unannehmbaren Verlusten ausgesetzt werden, die unsere Risikotoleranz übersteigt. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet Market Risk Management eng mit den Risikonehmern (den Geschäftseinheiten) und anderen Kontroll- und Unterstützungsfunktionen zusammen.

Wir unterscheiden drei grundsätzlich verschiedene Arten von Marktrisiken:

  • Das Marktrisiko aus Handelspositionen entsteht in erster Linie durch Marktpflegeaktivitäten im Konzernbereich Corporate & Investment Bank. Dazu gehört das Eingehen von Positionen in Schuldtiteln, Aktien, Fremdwährungen, sonstigen Wertpapieren und Rohwaren sowie in entsprechenden Derivaten.
  • Das „gehandelte Ausfallrisiko“ entsteht aus Ausfällen sowie Ratingmigrationen.
  • Das Marktrisiko aus Nichthandelsaktivitäten entsteht in verschiedenen Formen: Das Aktienkursänderungsrisiko entsteht vorwiegend durch nicht konsolidierte strategische Beteiligungen, Investitionen in alternative Anlagen und Aktienvergütungen. Das Zinsrisiko entsteht aus unseren nicht handelsbezogenen Aktiva und Passiva. Das strukturelle Währungsrisiko ergibt sich aus Kapital- und Gewinnrücklagen in Nicht-Euro-Währungen in bestimmten Tochtergesellschaften. Sie repräsentiert den Großteil des Währungsrisikos in unseren Nichthandelsaktivitäten. Andere Elemente des nicht handelsbezogenen Marktrisikos entstehen in Verbindung mit unseren Vermögensverwaltungs- und Fondsaktivitäten sowie durch Modellrisiken in Private Business Clients, Global Transaction Banking und Private Wealth Management, die sich aus Stressannahmen zum Kundenverhalten in Verbindung mit Zinsschwankungen ableiten. Die Deutsche Bank ohne die Postbank sieht diese Risiken als Teil des Marktrisikos aus Nichthandelsaktivitäten an.
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Deutsche Bank Geschäftsbericht 2011

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