Risikostrategie und Risikotoleranz


Unser Statement zur Risikostrategie lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Ausgewogenes Ergebnis über Geschäftsbereiche hinweg,
  • Positive Entwicklung unserer Ergebnisqualität,
  • Einhaltung aufsichtsrechtlicher Kapitalvorschriften,
  • Kapitaladäquanz, und
  • Stabile Refinanzierung und strategische Liquiditätsposition, die eine Geschäftsplanung im Rahmen von Liquiditätstoleranzen und regulatorischen Vorgaben ermöglichen.

Wir definieren unsere Risikostrategie und -toleranzen auf der Basis des strategischen Plans, um eine Harmonisierung von Risiko-, Kapital- und Ergebniszielen sicherzustellen.

Wir führen einen jährlichen strategischen Planungsprozess durch, um unsere zukünftige strategische Ausrichtung zu berücksichtigen, über die wichtigsten Initiativen zu entscheiden und die Ressourcen den Geschäftsbereichen zuzuordnen. Unsere Planung umfasst die Gewinn- und Verlustrechnung, die Verfügbarkeit von und den Bedarf an Kapital sowie weitere Ressourcenfragen wie die Beschäftigtenanzahl und geschäftsspezifische Leistungskennziffern. Ein solcher Prozess wird auf Geschäftsbereichs- sowie -einheitenebene durchgeführt und erstreckt sich auf die folgenden drei Jahre, mit einer Extrapolation auf einen Fünf-Jahreshorizont zum Zwecke des Tests des Geschäfts- und Firmenwerts auf Werthaltigkeit. Ergänzend wird das erste Jahr in Monate unterteilt (operative Planung). Group Strategy & Planning und Finance koordinieren den strategischen Planungsprozess und präsentieren die resultierende strategische Planung dem Group Executive Committee und dem Vorstand zur Diskussion und Genehmigung. Die finalisierte Planung ist zu Anfang eines jeden Jahres auch dem Aufsichtsrat vorzulegen.

Unser strategischer Plan umfasst auch die Risiko- & Kapitalplanung und die Festlegung der Risikotoleranzen, die uns ermöglichen:

  • Festlegung von risikobasierten Kapitaladäquanzzielen, unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung und der Geschäftsbereichsplanung;
  • Ermittlung unserer Risikotragfähigkeit mit Blick auf interne und externe Vorschriften (zum Beispiel regulatorisches und ökonomisches Kapital); und
  • Anwendung von Stresstests zur Ermittlung der Auswirkung auf Kapitalbedarf, Kapitalbasis und Liquiditätsposition.

Unsere Risikotoleranz ist ein Ausdruck für das maximale Risiko, das wir zu akzeptieren bereit sind, um unsere Geschäftsziele zu erreichen. Unsere Risikotoleranzen werden konzernweit übersetzt in finanzielle Ziele der Geschäftsbereiche, Limite, Ziele oder Messgrößen für unsere materiellen Risikotypen. Das Setzen von Risikotoleranzen gewährleistet die proaktive Steuerung der Risiken im Rahmen des vom Vorstand und den Aktionären gewünschten Rahmens und die Kongruenz unserer Risikotoleranzaussage. Der Vorstand überprüft und genehmigt die Risikotoleranz im jährlichen Turnus und stellt damit Konsistenz mit unserer Strategie, dem Geschäftsumfeld und den Anforderungen der Aktionäre sicher. Für die Risikotoleranz sind unterschiedliche Schwellenwerte mit klar definierten Eskalations- und Maßnahmenplänen festgelegt. Wird ein Toleranzschwellenwert überschritten, obliegt es dem Bereich Enterprise-wide Risk Management, dieses Ereignis den zuständigen Risikoausschüssen und in letzter Instanz dem Chief Risk Officer zu melden.

Änderungen der Risiko- und Kapitalstrategie sind je nach Bedeutung vom Chief Risk Officer beziehungsweise vom gesamten Vorstand zu genehmigen.

Bei der Postbank sind vergleichbare fundamentale Prinzipien etabliert, wobei der Vorstand der Postbank für das Risikoprofil und die Risikostrategie verantwortlich ist und diesbezüglich regelmäßig an den Aufsichtsrat der Postbank berichtet. In 2011 wurde das Rahmenwerk der Postbank für Kapitalbedarf, Kapitalplanung und den Risikostrategieprozess an die Standards der Deutschen Bank angeglichen.

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Deutsche Bank Geschäftsbericht 2011

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