Unternehmenszusammenschlüsse

 (nicht testiert)

Deutsche Postbank

Hinsichtlich einer ausführlichen Darstellung des schrittweisen Erwerbs eines beherrschenden Anteils an der Deutschen Postbank AG („Postbank“) durch den Konzern am 3. Dezember 2010 (dem „Erwerbszeitpunkt“) wird auf Note 04 „Akquisitionen und Veräußerungen“ im Finanzbericht 2010 verwiesen.

Da dieser Unternehmenserwerb erst kurz vor Ende des Geschäftsjahres erfolgte und sehr komplex ist, wurde die erstmalige Bilanzierung des Erwerbs der Postbank am 31. Dezember 2010 noch nicht abgeschlossen. Die erstmalige Bilanzierung des Erwerbs einschließlich der Allokation der übertragenen Gegenleistung kann innerhalb des Zeitraums bis zum 3. Dezember 2011 angepasst werden, um Informationen über die Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bereits existierten, zu berücksichtigen.

Im ersten Quartal 2011 erhöhte der Konzern den vorläufigen Fair Value des Nettovermögens der Postbank zum Zeitpunkt des Erwerbs um 54 Mio €. Der Anstieg steht in Zusammenhang mit Anpassungen des Fair Value zum Erwerbszeitpunkt, sowohl bezüglich bestimmter Vermögenswerte, welche der Konzern mit unmittelbarer Verkaufsabsicht erworben hatte, als auch bezüglich des erworbenen Forderungsportfolios. In der Folge wurde der zum 31. Dezember 2010 mit 2.049 Mio € ursprünglich erfasste Betrag für den Goodwill im ersten Quartal 2011 um 43 Mio € auf 2.006 Mio € reduziert. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss an der Postbank erhöhten sich um 11 Mio €. In Verbindung mit diesen Anpassungen erfasste der Konzern im ersten Quartal 2011 einen Verlust vor Steuern in Höhe von 10 Mio €.

Zum Bilanzstichtag bleibt die erstmalige Bilanzierung des Erwerbs Gegenstand weiterer Nachbearbeitung und ist daher noch nicht abgeschlossen.

Die Postbank trug mit Erträgen von 1,3 Mrd € und einem Ergebnis nach Steuern von 226 Mio € (einschließlich der Amortisation von Fair-Value-Anpassungen aus der vorläufigen Kaufpreisallokation und der zuvor beschriebenen Anpassungen) zur Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns für das erste Quartal 2011 bei.

ABN AMRO

Für eine ausführliche Darstellung des Erwerbs bestimmter Teile des niederländischen Firmenkundengeschäfts von ABN AMRO N.V. („ABN AMRO“) durch den Konzern am 1. April 2010 (dem „Erwerbszeitpunkt“) wird auf Note 04 „Akquisitionen und Veräußerungen“ im Finanzbericht 2010 verwiesen.

Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses war am Ende des Geschäftsjahres 2010 noch nicht abgeschlossen, da insbesondere Anpassungen des Fair Value bestimmter Teile der Eröffnungsbilanz des erworbenen Unternehmens noch nicht feststanden. Die Allokation der übertragenen Gegenleistung auf das erworbene Nettovermögen im Erwerbszeitpunkt hatte zu einem vorläufigen negativen Goodwill von 216 Mio € geführt, welcher in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns für das Jahr 2010 erfasst worden war.

Der Abschluss der erstmaligen Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses am 31. März 2011 führte zu einem Rückgang des zum Erwerbszeitpunkt festgestellten Fair Value des erworbenen Nettovermögens von 24 Mio €. Dadurch reduzierte sich der vorläufige negative Goodwill von 216 Mio € auf 192 Mio €. Gemäß IFRS 3 war der Abschluss der Kaufpreisallokation rückwirkend auf den Erwerbszeitpunkt zu beziehen. Dem zufolge verminderten sich die Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2010 um 24 Mio €.

Die abschließende Zusammenfassung der Ermittlung der übertragenen Gegenleistung und deren Allokation auf das erworbene Nettovermögen zum Erwerbszeitpunkt ist nachfolgend dargestellt.

Fair Value der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt

in Mio €

 

1

Nach Hauptklassen der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten.

Übertragene Gegenleistung

 

Übertragene Gegenleistung in bar

700

Kaufpreisanpassung

–13

Gesamtkaufpreis

687

 

 

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Verbindlichkeiten1

 

Barreserve und verzinsliche Sichteinlagen bei Kreditinstituten

113

Verzinsliche Termineinlagen bei Kreditinstituten

71

Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte

779

Forderungen aus dem Kreditgeschäft

9.802

Immaterielle Vermögenswerte

168

Alle sonstigen Vermögenswerte

810

Einlagen

8.211

Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen

895

Alle sonstigen Verbindlichkeiten

1.758

Identifizierbares Nettovermögen insgesamt

879

Negativer Goodwill

192

Erworbenes identifizierbares Nettovermögen insgesamt, abzüglich des negativen Goodwill

687

ABN AMRO trug mit Erträgen von 132 Mio € und einem Ergebnis nach Steuern von 20 Mio € (einschließlich der Amortisation von Fair-Value-Anpassungen aus der Kaufpreisallokation) zur Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns für das erste Quartal 2011 bei.

Sal. Oppenheim

Hinsichtlich einer ausführlichen Darstellung des Erwerbs der Sal. Oppenheim Gruppe („Sal. Oppenheim“) durch die Deutsche Bank am 29. Januar 2010 (dem „Erwerbszeitpunkt“) wird auf Note 04 „Akquisitionen und Veräußerungen“ im Finanzbericht 2010 verwiesen. Basierend auf Informationen über die Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bereits existierten, wurde die erstmalige Bilanzierung dieses Unternehmenserwerbs im ersten Quartal 2011 abgeschlossen.

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