Ertragslage des Konzerns


Der Konzern erzielte im ersten Quartal 2011 einen Gewinn vor Steuern von 3,0 Mrd €. Darin enthalten war ein negativer Ergebnisbeitrag von insgesamt 518 Mio € der Bereiche Corporate Investments (CI) und Consolidation & Adjustments (C&A). Die operativen Geschäftsbereiche in Corporate & Investment Bank (CIB) und Private Clients and Asset Management (PCAM) erreichten im Berichtsquartal einen Gewinn vor Steuern von in Summe 3,5 Mrd €. Diese Zahl vergleicht sich mit unserem Ziel von 10 Mrd € für das Gesamtjahr 2011.

Die Erträge im ersten Quartal 2011 beliefen sich auf 10,5 Mrd €, was einem Anstieg von 1,5 Mrd €, beziehungsweise 16 % gegenüber dem Vergleichsquartal 2010 entspricht. Dieser Anstieg war vornehmlich auf die in 2010 erworbenen Geschäftsaktivitäten der Postbank, von Sal. Oppenheim und von Teilen der ABN AMRO in den Niederlanden zurückzuführen.

In CIB konnten die Erträge von 6,6 Mrd € im Vorjahresquartal auf 6,7 Mrd € im Berichtsquartal leicht ausgebaut werden. PCAM verzeichnete im ersten Quartal 2011 Erträge von 4,1 Mrd €. Darin enthalten war ein Sondereffekt von 263 Mio € im Zusammenhang mit unserer Beteiligung an der Hua Xia Bank, die infolge erhaltener aufsichtsrechtlicher Genehmigungen zur Erhöhung unserer Beteiligung erstmalig nach der Equitymethode bewertet wurde. Im ersten Quartal des Vorjahres erzielte PCAM Erträge von 2,2 Mrd €. In C&A entstanden im ersten Quartal 2011 negative Erträge von 476 Mio € nach negativen Erträgen von 91 Mio € im Vorjahresquartal.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Berichtsquartal auf 373 Mio €, was einem Anstieg von 42 % gegenüber dem Wert von 262 Mio € im Vergleichsquartal 2010 entspricht. Zu diesem Anstieg trug die Postbank mit 206 Mio € bei. Die für die Postbank ausgewiesene Risikovorsorge beinhaltet keine Auflösungen für Wertberichtigungen für Kreditausfälle, die vor der Konsolidierung gebildet wurden. Diese betrugen 117 Mio € und wurden als Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Ohne Berücksichtigung der Postbank wäre die Risikovorsorge im Kreditgeschäft der Deutschen Bank um 96 Mio €, beziehungsweise 37 % gesunken. Der Rückgang war auf die verbesserte gesamtwirtschaftliche Entwicklung, einen niedrigeren Vorsorgeaufwand für gemäß IAS 39 umklassifizierte Vermögenswerte sowie einen positiven Effekt aus einem Portfolio-Verkauf in PBC zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im ersten Quartal 2011 mit 7,1 Mrd € um 1,1 Mrd € (19 %) über dem Wert des Vorjahresquartals. Von dem Anstieg entfielen 877 Mio € auf die Akquisitionen, die im Jahresverlauf 2010 getätigt worden waren. Darüber hinaus trugen höhere operative Kosten in CI im Zusammenhang mit unseren konsolidierten Beteiligungen sowie ein höherer Personalaufwand zu dem Anstieg bei. Letzterer war teilweise auf die beschleunigte Erfassung von Aufwendungen für Mitarbeiter zurückzuführen, deren Ansprüche zum Zeitpunkt der Begebung aufgrund der für sie geltenden Planbedingungen unverfallbar waren.

Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtsquartal 3,0 Mrd € und war damit um 228 Mio € höher als im ersten Quartal 2010. Ein im Vergleich zum Vorjahresquartal um insgesamt 647 Mio € verbesserter Gewinn vor Steuern in CIB und PCAM wurde teilweise durch Ergebnisrückgänge von 230 Mio € in CI und von 188 Mio € in C&A reduziert.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im ersten Quartal 2011 auf 2,1 Mrd € gegenüber 1,8 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) im Berichtsquartal betrug 2,13 € nach 2,43 € im Vorjahresquartal. Der Ertragsteueraufwand im ersten Quartal 2011 betrug 891 Mio €. Die Steuerquote von 29,5 % im Berichtsquartal wurde im Wesentlichen durch die teilweise Steuerbefreiung des Gewinns im Zusammenhang mit der Hua Xia Bank begünstigt. Im ersten Quartal 2010 belief sich der Ertragsteueraufwand auf 1,0 Mrd €. Die Steuerquote von 36,4 % im ersten Quartal des Vorjahres war durch die geografische Verteilung des Konzernergebnisses sowie durch den steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwand für die Bonussteuer in Großbritannien belastet.

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