Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)


 

1. Quartal

Absolute
Veränderung

Veränderung
in %

in Mio €

2011

2010

Erträge insgesamt

5.831

5.992

–161

–3

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

12

93

–81

–87

Zinsunabhängige Aufwendungen

3.504

3.295

209

6

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

11

14

–3

–23

Ergebnis vor Steuern

2.304

2.589

–285

–11

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen mit 3,6 Mrd € im ersten Quartal 2011 um 152 Mio € (4 %) unter dem Wert des Vergleichszeitraums 2010, der durch ein allgemein positives Marktumfeld geprägt war. Im Berichtsquartal hatten die anhaltende Sorge um die Finanzlage einiger Länder, die Unruhen im Nahen Osten und die Ereignisse in Japan spürbare Auswirkungen auf die Erträge bei einer Vielzahl von Produkten im kundenbezogenen Geschäft. Die Nachfrage nach strukturierten Lösungen blieb jedoch weiterhin relativ robust. Im Zins-, Geldmarkt- und Devisengeschäft wurden, begünstigt durch eine gute Performance in Asien, solide Erträge erzielt. Insgesamt waren die Erträge dennoch niedriger als im Vorjahresquartal, was auf eine Abnahme der Volumina im kundenbezogenen Geschäft, insbesondere in Europa und den USA, zurückzuführen ist. Im kundenbezogenen Kreditgeschäft gingen die Erträge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem die Marktbedingungen nach den Turbulenzen im Jahr 2009 außergewöhnlich günstig gewesen waren, zurück. Dennoch waren die Erträge bei strukturierten Lösungen solide und spiegelten die anhaltende Nachfrage von Kunden nach Produkten zur Optimierung ihrer Bilanzstruktur wider. Die Erträge aus verbrieften Wohnungsbaukrediten (RMBS) waren aufgrund einer starken Kundennachfrage und des Ausbleibens von Verlusten aus Altbeständen deutlich höher als im Vorjahresquartal. Im Rohstoffhandel wurde mit deutlich höheren Erträgen der zweitbeste Quartalswert aller Zeiten erreicht und es konnte ein starkes Ergebnis in einer Reihe von Produktbereichen, einschließlich Strom und Gas in Europa, Edelmetalle und Öl, erzielt werden. Im Anleihegeschäft mit Schwellenländern hatten die Ereignisse im Nahen Osten einen negativen Effekt auf die Erträge aus dem kundenbezogenen Geschäft, der teilweise durch eine gestiegene Kundennachfrage nach Lösungen zur Risikominderung kompensiert wurde.

In Sales & Trading (Equity) lagen die Erträge im ersten Quartal 2011, trotz einer hohen Marktvolatilität, mit 943 Mio € auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Dieses Ergebnis war auf unser erfolgreich neu ausgerichtetes, weniger risikobehaftetes Geschäftsmodell zurückzuführen und beinhaltete einen Einmalertrag aus dem Verkauf unserer Beteiligung an der russischen Börse RTS, der teilweise durch die negative Auswirkung des Erdbebens in Japan auf unsere Erträge in Sales & Trading (Equity) reduziert wurde. Im Aktienhandel waren die Erträge aufgrund eines soliden Niveaus bei Provisionen und einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen unserem primären Emissions- und dem sekundären Handelsgeschäft höher als im ersten Quartal 2010. Die Deutsche Bank wurde von der international anerkannten Fachzeitschrift „Institutional Investor“ zum besten Aktienanalysehaus in Europa gewählt. In einem Marktumfeld, das durch eine teilweise sehr hohe Volatilität und eine starke Nachfrage nach strukturierten Lösungen geprägt war, lagen die Erträge im Aktienderivategeschäft nahezu unverändert auf dem Niveau des ersten Quartals 2010. Im Bereich Prime Finance blieben die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal weitgehend unverändert, da der Margendruck bei Finanzierungen durch eine gestiegene Kundenzahl in den USA ausgeglichen wurde.

Im Berichtsquartal stiegen die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 154 Mio € (27 %) auf 717 Mio €. Bezogen auf den Anteil am Provisionsaufkommen in Corporate Finance,verbesserte sich die Deutsche Bank von Platz fünf weltweit Ende 2010 auf Platz vier. In den Bereichen M&A, Equity Capital Markets sowie High-Yield- und Investment-Grade-Anleihen nahm die Bank einen Platz unter den fünf weltweit besten Investmentbanken ein. Im Beratungsgeschäft lagen die Erträge bei 159 Mio € und damit um 21 % über dem Vorjahresquartal. Im Berichtsquartal belegten wir im M&A-Geschäft Platz vier und erreichten durch die Bandbreite unseres Geschäfts Platz eins bei den grenzüberschreitenden M&A-Aktivitäten. Die Erträge im Emissionsgeschäft (Debt) stiegen um 19 % auf 377 Mio €, insbesondere aufgrund der gestiegenen Anzahl an Emissionen. Die Deutsche Bank steigerte ihren Marktanteil im Bereich High-Yield-Anleihen und belegte weltweit Platz drei und in Europa Platz eins. Bei den Investment-Grade-Anleihen lagen wir auf Platz drei. Die Erträge im Emissionsgeschäft (Equity) stiegen um 56 % auf 181 Mio €, was auf einen deutlichen Anstieg der Börsengänge, insbesondere in Asien sowie Nord- und Südamerika, gegenüber dem ersten Quartal 2010 zurückzuführen war. Die Deutsche Bank belegte gemessen am Volumen Platz drei in der globalen Rangliste und erreichte damit ihr bestes Quartalsergebnis aller Zeiten. Bei den Börsengängen erreichte sie Platz zwei (Quelle: Thomson Reuters). (Alle Ranglistenpositionen gemäß Dealogic, sofern nicht anders angegeben.)

Im Berichtsquartal betrugen die Erträge aus dem Kreditgeschäft 484 Mio € und waren somit um 6 % niedriger als im Vorjahresquartal. Der Rückgang war auf die zum Jahresbeginn erfolgte Übertragung von im Zusammenhang mit der Actavis Group hF stehenden Krediten an den Konzernbereich Corporate Investments zurückzuführen.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten beliefen sich im ersten Quartal auf 38 Mio €, was einem Rückgang um 132 Mio € (78 %) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entsprach. Der Rückgang resultierte aus geringeren Marktwertgewinnen bei Investments, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken. Dieser Effekt wurde durch gegenläufige Beträge in den Zinsunabhängigen Aufwendungen ausgeglichen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Unternehmensbereich CB&S im ersten Quartal 2011 auf 12 Mio € gegenüber 93 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Rückgang von 81 Mio € war auf eine niedrigere Risikovorsorge für unser gemäß IAS 39 umklassifiziertes Kreditportfolio sowie ein verbessertes Kreditumfeld zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im ersten Quartal 2011 mit 3,5 Mrd € um 209 Mio € (6 %) über dem Wert des Vorjahresquartals. Diese Entwicklung spiegelte leicht gestiegene Vergütungsaufwendungen wider, die teilweise aus der beschleunigten Erfassung von aufgeschobenen Vergütungskomponenten für Mitarbeiter, deren Ansprüche zum Zeitpunkt der Begebung aufgrund der für sie geltenden Planbedingungen unverfallbar waren, resultierten. Des Weiteren war sie auf eine Zunahme der Sachaufwendungen für Initiativen zur Optimierung der IT-Infrastruktur und der operativen Abläufe sowie auf einen Anstieg der sonstigen Sachaufwendungen zur Unterstützung des Geschäftswachstums zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern in CB&S belief sich im Berichtsquartal auf 2,3 Mrd € gegenüber 2,6 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

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