Überblick zur Finanz- und Ertragslage


Wirtschaftliches Umfeld

Im ersten Quartal 2011 hat sich der Aufschwung der Weltwirtschaft fortgesetzt. Laut Umfrageergebnissen von Einkaufsmanagern hat er sich in einigen wichtigen Ländern sogar beschleunigt. So sind die Einkaufsmanager in den USA und in der Eurozone, insbesondere in Deutschland, spürbar optimistischer geworden. Allerdings könnte die Unsicherheit über die Auswirkungen der Katastrophe in Japan den Optimismus dämpfen, was sich zuletzt in einer leicht schwächeren Erwartungskomponente des ifo-Geschäftsklimaindex andeutete. Dennoch lag das Wachstum in Deutschland und in den USA im ersten Quartal 2011 gegenüber dem vierten Quartal 2010 bei nahezu 1 % (nicht auf Jahresbasis umgerechnet). In China ist der Einkaufsmanagerindex dagegen gesunken, was auf eine, wohl auch politisch gewollte, leichte Abkühlung der Konjunktur im ersten Quartal schließen lässt.

Trotz der vereinbarten Erweiterung des EU-Rettungsschirms sowie der Einrichtung eines permanenten Krisenmechanismus ab Mitte des Jahres 2013 blieb die Unsicherheit an den Kapitalmärkten hoch. Dazu trug neben den hohen Refinanzierungserfordernissen einiger Länder in der Peripherie der Eurozone auch die unklare politische Situation in Portugal bei. Entsprechend blieben die Risikoaufschläge auf die Zinssätze von Staatsanleihen dieser Länder hoch.

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion (EWU) haben sich dazu verpflichtet, die Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors als integralen Bestandteil des Pakets zur Stärkung der EWU zu betrachten. Dies wird eine stärkere Aufsicht über einzelne Institute und über das Finanzsystem insgesamt (die sogenannte makroprudenzielle Aufsicht) zur Folge haben. Daneben kündigten die EU-Staaten einen weiteren Stresstest für Banken an, der bis zum Juni dieses Jahres abgeschlossen sein soll.

Zwischenzeitlich schreitet die Umsetzung der neuen Regulierung für die Finanzmärkte auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene voran. Während die Inhalte der neuen Regeln dabei konkrete Gestalt annehmen und damit Planungssicherheit für das operative Umfeld der Banken schaffen, zeichnet sich gleichzeitig immer deutlicher ab, dass die Umsetzung der neuen Regeln in den einzelnen Jurisdiktionen voneinander abweichen wird. Es steht zu befürchten, dass dies zusätzliche Umsetzungskosten implizieren und Wettbewerbsverzerrungen schaffen könnte.

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