Effekt aus Änderungen der Bilanzierungsmethoden

 (nicht testiert)

Erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Seit dem 1. Januar 2011 kamen die überarbeitete Fassung von IAS 24, „Related Party Disclosures“, und die Änderungen der IFRS 2010 („Improvements to IFRS 2010“), die für den Konzern relevant sind, erstmalig zur Anwendung. Die Anwendung dieser Rechnungslegungsvorschriften hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Die Änderungen zu IFRS 7, „Disclosures – Transfers of Financial Assets“, sowie die Rechnungslegungsvorschriften IFRS 9 und IFRS 9 R, „Financial Instruments“, sind für den Konzern von Bedeutung, waren zum 30. Juni 2011 aber noch nicht in Kraft getreten und kamen daher bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht zur Anwendung. Alle Standards sind seitens des IASB verabschiedet worden, bedürfen aber noch der jeweiligen Übernahme in europäisches Recht durch die EU. Der Konzern prüft gegenwärtig die möglichen Auswirkungen der Umsetzung dieser neuen Rechnungslegungsvorschriften auf den Konzernabschluss.

IAS 19

Im Juni 2011 veröffentlichte der IASB Änderungen zu IAS 19, „Employee Benefits“ („IAS 19 R“). Die bisher zulässige Abgrenzung aller Änderungen des Barwerts der Pensionsverpflichtung und des Fair Value des Planvermögens (inklusive des Korridoransatzes, der vom Konzern nicht angewandt wird) ist nicht mehr möglich. Darüber hinaus verlangt der IAS 19 R einen Nettozinsansatz, der den erwarteten Ertrag aus Planvermögen ersetzt, und erweitert die Offenlegungspflichten für leistungsdefinierte Pläne. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Änderungen sind seitens des IASB verabschiedet worden, bedürfen aber noch der Übernahme in europäisches Recht durch die EU. Der Konzern prüft gegenwärtig die möglichen Auswirkungen der Umsetzung der Änderungen auf den Konzernabschluss.

IAS 1

Im Juni 2011 veröffentlichte der IASB Änderungen zu IAS 1, „Presentation of Financial Statements”. Die Änderungen sehen vor, dass die Posten des Sonstigen Ergebnisses (Other comprehensive income) danach gruppiert werden sollen, ob diese Posten zukünftig noch einmal in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können oder nicht. Zudem wurde bestätigt, dass es weiterhin zulässig sein wird, die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses (Other comprehensive income) in einer einzelnen oder in zwei separaten Aufstellungen darzustellen. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Änderungen sind seitens des IASB verabschiedet worden, bedürfen aber noch der Übernahme in europäisches Recht durch die EU. Der Konzern prüft gegenwärtig die möglichen Auswirkungen der Umsetzung der geänderten Offenlegungsvorschriften auf den Konzernabschluss.

IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IAS 27 und IAS 28

Im Mai 2011 veröffentlichte der IASB IFRS 10, „Consolidated Financial Statements“, IFRS 11, „Joint Arrangements“, IFRS 12, „Disclosures of Interests in Other Entities“, eine überarbeitete Fassung von IAS 27, „Separate Financial Statements“, die aufgrund der Veröffentlichung von IFRS 10 geändert wurde, aber die bestehenden Vorschriften für Einzelabschlüsse unverändert beibehält, sowie eine überarbeitete Fassung von IAS 28, „Investment in Associates and Joint Ventures“, die aufgrund der Veröffentlichung von IFRS 10 und IFRS 11 entsprechend angepasst wurde.

IFRS 10 ersetzt IAS 27, „Consolidated and Separate Financial Statements“, und SIC-12, „Consolidation – Special Purpose Entities“, und schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung, die auf alle Unternehmen, inklusive der zuvor unter SIC-12 analysierten Zweckgesellschaften, anzuwenden ist. Ein Investor beherrscht eine Beteiligung, wenn er Rechte an variablen Rückflüssen aus der Verbindung mit der Beteiligung besitzt beziehungsweise diesen ausgesetzt ist und gleichzeitig die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse durch seine Beherrschungsmöglichkeit an der Beteiligung zu beeinflussen. Die Beherrschung ist auf der Grundlage aller gegenwärtigen Tatsachen und Umstände festzustellen und bei Änderungen der Gegebenheiten zu überprüfen.

IFRS 11 ersetzt IAS 31, „Interests in Joint Ventures“, und SIC-13, „Jointly-controlled Entities – Non-monetary Contributions by Venturers“. IFRS 11 unterscheidet nunmehr zwei Arten gemeinschaftlicher Vereinbarungen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen, und stellt für die Abgrenzung zwischen den beiden Arten auf die Rechte und Pflichten der Vereinbarung ab. Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen, das vom Konzern nicht angewandt wird, wurde abgeschafft und die Anwendung der Equitymethode verpflichtend vorgeschrieben.

IFRS 12 legt das Ziel der Offenlegungsvorschriften im Hinblick auf Angaben zur Art, zu verbundenen Risiken und zu den finanziellen Auswirkungen von Anteilen an Tochter-, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlichen Vereinbarungen sowie zu nicht konsolidierten strukturierten Einheiten fest. IFRS 12 verlangt umfassendere Anhangangaben und gibt vor, welche Mindestinformationen bereitgestellt werden müssen, um der Zielsetzung zu entsprechen.

Alle Standards treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, wenn alle Standards zusammen vorzeitig angewandt werden. Unternehmen können jedoch einzelne verpflichtende Anhangangaben bereits vorzeitig in ihrem Konzernabschluss offenlegen, ohne IFRS 12 in seiner Gesamtheit vorzeitig anzuwenden. Alle Standards sind seitens des IASB verabschiedet worden, bedürfen aber noch der jeweiligen Übernahme in europäisches Recht durch die EU. Der Konzern prüft gegenwärtig die möglichen Auswirkungen der Umsetzung der Standards auf den Konzernabschluss.

IFRS 13

Im Mai 2011 veröffentlichte der IASB IFRS 13, „Fair Value Measurement“, der die Vorschriften zur Ermittlung des Fair Value innerhalb der IFRS zusammenführt. IFRS 13 ändert die Definition des Fair Value und gibt Hinweise, wie zum Fair Value zu bewerten ist, sofern ein anderer IFRS die Fair-Value-Bewertung vorschreibt oder erlaubt. Zudem wird die Offenlegung umfassenderer Informationen zur Fair-Value-Bewertung verlangt. IFRS 13 tritt für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. IFRS 13 ist seitens des IASB verabschiedet worden, bedarf aber noch der Übernahme in europäisches Recht durch die EU. Der Konzern prüft gegenwärtig die möglichen Auswirkungen der Umsetzung des Standards auf den Konzernabschluss.

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