Ertragslage des Konzerns


Mit einem Ergebnis vor Steuern von 1,8 Mrd € für den Konzern konnten wir im Berichtsquartal ein solides Ergebnis erzielen, das um 254 Mio € über dem Wert des Vorjahresquartals lag. In einem insgesamt ungünstigeren wirtschaftlichen Umfeld erreichten unsere operativen Bereiche Corporate and Investment Bank (CIB) und Private Clients and Asset Management (PCAM) ein Ergebnis vor Steuern von 2,0 Mrd €. Die zunehmende Unsicherheit aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise wirkte sich auf die Marktaktivität und speziell auf unser kundenbezogenes Geschäft in CIB aus. PCAM konnte die positive Entwicklung des ersten Quartals auch im zweiten Quartal fortsetzen, obwohl hier das Ergebnis vor Steuern durch eine Abschreibung in Höhe von 155 Mio € auf griechische Staatsanleihen negativ beeinflusst wurde. CIB und PCAM erreichten im ersten Halbjahr 2011 insgesamt ein Ergebnis vor Steuern von 5,5 Mrd €. Diese Zahl vergleicht sich mit unserem Target von 10 Mrd € für das Gesamtjahr 2011.

In der folgenden Ergebnisdiskussion sind die Vorjahresvergleiche wegen der Akquisition der Postbank und, in geringerem Umfang, wegen der Akquisitionen der Sal. Oppenheim und des niederländischen Firmenkundengeschäfts der ABN AMRO teilweise eingeschränkt. Zudem führten Wechselkursveränderungen, insbesondere ein im zweiten Quartal gegenüber dem US-Dollar stärkerer Euro, zu reduzierten Erträgen und Aufwendungen mit einem geringen Effekt auf das Ergebnis nach Steuern. Sie führten ebenfalls zu einer Reduzierung der Bilanzsumme und der Invested Assets in Euro.

Quartalsvergleich 2011 versus 2010

Die Erträge im zweiten Quartal 2011 beliefen sich auf 8,5 Mrd €, was einem Anstieg von 1,4 Mrd € (19 %) gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres entspricht. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf Erträge von 1,2 Mrd € der Postbank in PCAM zurückzuführen.

In CIB konnten die Erträge von 4,7 Mrd € im Vorjahresquartal auf 4,9 Mrd € im Berichtsquartal leicht ausgebaut werden. In PCAM beliefen sich die Erträge im zweiten Quartal 2011 auf 3,5 Mrd € gegenüber 2,3 Mrd € im Vergleichszeitraum. In den Erträgen war im zweiten Quartal 2011 eine Abschreibung in Höhe von 155 Mio € auf griechische Staatsanleihen enthalten.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf 464 Mio € gegenüber 243 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Zu diesem Anstieg trug in erster Linie die Postbank mit 182 Mio € bei. Im Beitrag der Postbank zur Risikovorsorge der Deutschen Bank sind Auflösungen von vor der Konsolidierung von der Postbank gebildeter Risikovorsorge in Höhe von 82 Mio € nicht berücksichtigt. Solche Auflösungen werden als Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Der verbleibende Anstieg der Risikovorsorge war hauptsächlich auf unser gemäß IAS 39 umgewidmetes CB&S-Portfolio zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im zweiten Quartal 2011 mit 6,3 Mrd € um 910 Mio € (17 %) über dem Wert des Vorjahresquartals. Diese Zunahme beinhaltet 712 Mio € im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Postbank. Zudem trugen die erstmalige Erfassung von Aufwendungen von 62 Mio € für die deutsche Bankenabgabe, höhere Aufwendungen im Versicherungsgeschäft im Zusammenhang mit Abbey Life (mit in den Erträgen erfassten gegenläufigen Beträgen) sowie höhere Aufwendungen für aufgeschobene Vergütungskomponenten zu dem Anstieg bei.

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Berichtsquartal 1,8 Mrd € und war damit um 254 Mio € höher als im zweiten Quartal 2010. Im zweiten Quartal 2011 wurde in CIB und PCAM ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von insgesamt 2,0 Mrd € erzielt, dem negative Ergebnisse von 139 Mio € in CI und 43 Mio € in C&A gegenüberstanden. In letztgenannter Zahl ist die zuvor genannte Bankenabgabe enthalten.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im zweiten Quartal 2011 auf 1,2 Mrd € und war gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres nahezu unverändert. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug im Berichtsquartal 1,24 € nach 1,60 € im Vorjahresquartal. Der Effekt aus einem leicht höheren Ergebnis nach Steuern wurde durch die höhere Zahl der ausstehenden Aktien überkompensiert. Der Ertragsteueraufwand betrug 545 Mio €. Die Steuerquote von 31 % im zweiten Quartal wurde von der geografischen Verteilung des Konzernergebnisses begünstigt, was jedoch durch die steuerlich nicht abzugsfähige deutsche Bankenabgabe teilweise aufgehoben wurde. Die Steuerquote des Vorjahres lag bei 23 % und wurde durch den steuerfreien negativen Goodwill im Zusammenhang mit den von ABN AMRO übernommenen Geschäftsaktivitäten sowie die geografische Verteilung des Konzernergebnisses positiv beeinflusst.

Halbjahresvergleich 2011 versus 2010

Die Erträge beliefen sich im ersten Halbjahr 2011 auf 19,0 Mrd €, was einem Anstieg von 2,9 Mrd € (18 %) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 entspricht. Dieser Anstieg war vornehmlich auf die 2010 erworbene Postbank und, in geringerem Umfang, auf Sal. Oppenheim und das von der ABN AMRO erworbene Firmenkundengeschäft in den Niederlanden zurückzuführen.

In CIB konnten die Erträge im ersten Halbjahr 2011 leicht ausgebaut werden. Sie betrugen 11,6 Mrd € gegenüber 11,3 Mrd € im Vergleichszeitraum. In PCAM beliefen sich die Erträge im ersten Halbjahr 2011 auf 7,6 Mrd € im Vergleich zu 4,6 Mrd € im Vorjahreszeitraum. In den Erträgen im ersten Halbjahr 2011 war neben dem Konsolidierungseffekt der Postbank eine Abschreibung in Höhe von 155 Mio € auf griechische Staatsanleihen enthalten.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Berichtszeitraum auf 837 Mio € gegenüber 506 Mio € im ersten Halbjahr 2010. Zu diesem Anstieg trug im Wesentlichen die Postbank mit 388 Mio € bei. Im Beitrag der Postbank zur Risikovorsorge der Deutschen Bank sind Auflösungen von vor der Konsolidierung von der Postbank gebildeter Risikovorsorge in Höhe von 200 Mio € nicht berücksichtigt. Derartige Auflösungen werden als Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Zudem ergaben sich im ersten Halbjahr 2011 positive Effekte aus einem Rückgang der Risikovorsorge für gemäß IAS 39 umklassifizierte Vermögenswerte sowie aus einem Portfolio-Verkauf in PBC.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2011 auf 13,4 Mrd € gegenüber 11,3 Mrd € im Vergleichszeitraum. Diese Zunahme beinhaltet 1,5 Mrd € im Zusammenhang mit der Konsolidierung der vorgenannten Akquisitionen. Zudem trugen die erstmalige Abgrenzung von 62 Mio € für die deutsche Bankenabgabe, höhere Aufwendungen im Versicherungsgeschäft im Zusammenhang mit Abbey Life (mit in den Erträgen erfassten gegenläufigen Beträgen), gestiegene Aufwendungen für aufgeschobene Vergütungskomponenten sowie höhere Betriebskosten aus unseren konsolidierten Investments in CI zu dem Anstieg bei.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Berichtszeitraum auf 4,8 Mrd € und lag damit um 482 Mio € über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Im ersten Halbjahr 2011 wurde in CIB und PCAM ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von insgesamt 5,5 Mrd € erzielt, dem negative Ergebnisse von 304 Mio € in CI und 396 Mio € in C&A gegenüberstanden.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2011 auf 3,4 Mrd € gegenüber 2,9 Mrd € im Vergleichszeitraum. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) im ersten Halbjahr betrug 3,35 € nach 3,98 € in der ersten Jahreshälfte 2010. Der Ertragsteueraufwand belief sich im ersten Halbjahr 2011 wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 1,4 Mrd €. Die Steuerquote von 30 % für die ersten sechs Monate 2011, gegenüber 32 % in der ersten Jahreshälfte 2010, wurde von der teilweisen Steuerbefreiung des Gewinns im Zusammenhang mit unserer Beteiligung an der Hua Xia Bank im ersten Quartal 2011 und der geografischen Verteilung des Konzernergebnisses begünstigt.

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