Überblick zur Finanz- und Ertragslage


Wirtschaftliches Umfeld

Die Dynamik der Weltwirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2011 leicht abgeschwächt, nachdem die globale Wirtschaft im ersten Quartal noch stark gewachsen war. Die jüngsten Umfrageergebnisse unter Einkaufsmanagern zeigen eine gedämpfte Einschätzung der künftigen Entwicklung in nahezu allen Volkswirtschaften. Dies gilt insbesondere für die USA, die Eurozone und Deutschland. In Deutschland ist der Einkaufsmanager-Index PMI um acht Punkte im Vergleich zu seinem jüngsten Höhepunkt im Zeitraum Februar bis Juni 2011 gefallen. Er bewegt sich aber weiter auf hohem Niveau. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft dürfte nach 1,5 % im ersten Quartal für das zweite Quartal nur noch höchstens 0,7 % betragen haben. Damit würde der langfristige Trend weiterhin übertroffen.

Trotz der Ausweitung des EU-Rettungsschirms, der Einrichtung eines permanenten Krisenmechanismus ab Mitte des Jahres 2013 sowie der intensiven Bemühungen zur Lösung des griechischen Finanzproblems blieb die Unsicherheit an den Kapitalmärkten hoch. Entsprechend blieben die Risikoaufschläge auf die Zinssätze von Staatsanleihen auf hohem Niveau beziehungsweise erhöhten sich im zweiten Quartal insbesondere für die Peripherie-Länder der Eurozone.

In der Bankenbranche blieb das allgemeine globale Umfeld in den ersten beiden Monaten des zweiten Quartals weitgehend unverändert verglichen mit dem Jahresanfang. Einer moderaten Besserung im Kredit- und Einlagengeschäft mit Privat- und Firmenkunden stand eine anhaltende Volatilität an den Kapitalmärkten gegenüber, die sich teilweise negativ auf den Risikoappetit der Investoren auswirkte. Insgesamt setzte sich die Verbesserung der Gewinnlage dank des Rückgangs von Kreditausfällen kurzfristig jedoch fort. Die Banken waren damit weiterhin in der Lage, ihr Eigenkapital in Vorbereitung auf die Basel III-Regelungen weiter aufzubauen. Für global systemrelevante Großbanken zeichnet sich mittlerweile die Einführung eines gestaffelten Eigenkapitalzuschlags zwischen 1 % und 2,5 % auf die Risikoaktiva ab, der die Bedeutung eines solchen Institutes für das Finanzsystem berücksichtigt. Dabei muss über wesentliche methodische Fragen noch im Detail entschieden werden.

Gegen Ende des zweiten Quartals wurden die Finanzmärkte und die Banken in Europa von der zunehmenden Unsicherheit bezüglich der europäischen Staatsschuldenkrise beeinflusst. Die Unsicherheit der Anleger führte zu geringeren Transaktionsvolumen und zu tendenziell höheren Refinanzierungskosten.

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