Wesentliche Risikopositionen an den Kreditmärkten


Der nachfolgende Abschnitt gibt einen aktualisierten Überblick über die Entwicklung bestimmter wesentlicher Risikopositionen an den Kreditmärkten (einschließlich erworbener Monolineabsicherungen). Es handelt sich dabei um die Positionen, welche während der letzten Finanzmarktkrise die Performance der CB&S-Geschäftsbereiche wesentlich beeinflusst haben. Zusätzlich zu diesen CB&S-Positionen haben wir außerdem Informationen zu den im Rahmen der Postbank-Akquisition erworbenen Positionen dargestellt.

Risikopositionen aus Wohnungsbaukrediten im CDO-Handelsgeschäft, im US-amerikanischen und europäischen Hypothekenmarkt1,2

30.6.2011

31.3.2011

in Mio €

Brutto-
Risiko-
posi-
tionen

Hedges und son-
stige Absi-
cherungs-geschäfte

Netto-
Risiko-
posi-
tionen

Brutto-
Risiko-
posi-
tionen

Hedges und son-
stige Absi-
cherungs-geschäfte

Netto-
Risiko-
posi-
tionen

1

Die Darstellung bezieht sich auf wesentliche Risikopositionen an den Kreditmärkten, welche erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden.

2

Die Nettorisikopositionen stellen den möglichen Verlust für den Fall dar, dass die Wertpapiere und entsprechenden Absicherungsgeschäften komplett ausfallen und keine Verwertungsgewinne erzielt werden können. Handelsaktiva oder zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte, die aufgrund der Änderungen von IAS 39 in die Forderungen aus dem Kreditgeschäft umgewidmet wurden, sind nicht enthalten. Der Buchwert dieser Risikopositionen belief sich zum 30. Juni 2011 auf 1,5 Mrd € (davon entfielen 956 Mio € auf den europäischen Hypothekenmarkt, 282 Mio € auf Sonstige Risikopositionen im US-amerikanischen Hypothekenmarkt und 303 Mio € auf CDO-Subprime-Risikopositionen (Handelsbestand)). Der Vergleichswert zum 31. März 2011 betrug 1,6 Mrd € (davon entfielen 984 Mio € auf den europäischen Hypothekenmarkt, 301 Mio € auf Sonstige Risikopositionen im US-amerikanischen Hypothekenmarkt und 320 Mio € auf CDO-Subprime- Risikopositionen (Handelsbestand).

3

Zur Bestimmung von Subprime-Risikopositionen wenden wir bankspezifische Standards wie FICO-Bewertungen (Kreditwürdigkeit) und Loan-to-Value-Kennzahlen (Beleihungswerte) an. In begrenztem Umfang klassifizieren wir Risikopositionen auch als Subprime, wenn 50 % oder mehr der jeweils zugrunde liegenden Sicherheiten Subprime-Wohnungsbaukredite darstellen.

4

Die Auswertung enthält weder verbriefte Forderungen öffentlich-rechtlicher Emittenten noch Kredite, die grundsätzlich zum Ankauf durch solche Institutionen qualifizieren, da wir diese als nicht kreditrisikosensitive Engagements erachten. Auch tilgungsfreie und inverse tilgungsfreie Positionen, die negativ mit der Verschlechterung der Marktsituation korrelieren, sind aufgrund von deren Effekt auf die Position der vorzeitigen Tilgungsrate nicht enthalten. Durch eine niedrigere Rückzahlungsrate verlängert sich die durchschnittliche Laufzeit dieser tilgungsfreien Positionen, was wiederum zu einem höheren Wert infolge des längeren Zinszahlungszeitraums führt.

5

Von den Netto-Risikopositionen entfielen am 30. Juni 2011 minus 243 Mio € auf Alt-A, 10 Mio € auf Subprime, 44 Mio € auf Sonstige und 420 Mio € auf Handelspositionen (netto). Zum 31. März 2011 entfielen minus 219 Mio € auf Alt-A, 4 Mio € auf Subprime, 65 Mio € auf Sonstige und 826 Mio € auf Handelspositionen (netto). Alt-A-Kredite sind Kredite, die an Kreditnehmer vergeben werden, die grundsätzlich eine gute Kreditwürdigkeit haben. Auf diese Kredite bezogene Kennzahlen oder andere Charakteristika entsprechen jedoch nicht dem Standard für erstklassige Hypothekenkredite. Diese beinhalten niedrigere FICO-Bewertungen, höhere Beleihungswerte sowie einen prozentual höheren Anteil an Krediten mit geringer oder gar keiner Dokumentation.

6

Die in den Sonstigen Risikopositionen im US-amerikanischen Hypothekenmarkt enthaltenen Wertanpassungen berücksichtigen eine Berechnung der Bewertungsanpassung wegen Kontrahentenrisiko, die den Fair Value der zugrunde liegenden Vermögenswerte besser abbildet. Die Veränderung der Wertanpassung führte zu einer Reduzierung der Netto-Risikopositionen zum 30. Juni 2011 um 274 Mio € auf 231 Mio €, zum 31. März 2011 um 258 Mio € auf 676 Mio €.

Subprime Risikopositionen
(Handelsbestand)3:

 

 

 

 

 

 

CDO-Subprime-Risikopositionen (Handelsbestand)

335

137

198

411

166

245

Hypothekenmarkt (Handelspositionen):

 

 

 

 

 

 

Sonstige Risikopositionen im US-amerikanischen Hypothekenmarkt4,5,6

2.813

2.582

231

3.553

2.877

676

Risikopositionen im europäischen Hypothekenmarkt

158

158

165

165

Die Absicherungsgeschäfte für unsere Risikopositionen aus Wohnungsbaukrediten bestehen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Finanzmarktinstrumente. Dies beinhaltet erworbene Monolineabsicherungen, Single-Name Credit Default Swaps mit Marktkontrahenten sowie indexbasierte Verträge.

Zusätzlich zu diesen CB&S-Positionen hatte die Postbank zum 30. Juni 2011 Risikopositionen aus Wertpapieren bezogen im europäischen gewerblichen Hypothekenmarkt in Höhe von 139 Mio € und Risikopositionen aus Wertpapieren auf Wohnungsbaukredite in Höhe von 384 Mio € (davon 368 Mio € in Europa und 14 Mio € in den USA). Zum 31. März 2011 hatte die Postbank Risikopositionen aus Wertpapieren im europäischen gewerblichen Hypothekenmarkt in Höhe von 161 Mio € und Risikopositionen aus Wertpapieren auf Wohnungsbaukredite in Höhe von 395 Mio € (davon 367 Mio € in Europa und 26 Mio € in den USA).

Außerdem hatte die Postbank Risikopositionen aus non-corporate CDOs in Höhe von 68 Mio € mit Basiswerten teilweise im gewerblichen Hypothekenmarkt und teilweise im Wohnungsbaumarkt. Diese Positionen sind als Forderungen aus dem Kreditgeschäft beziehungsweise als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Zum 31. März 2011 hatte die Postbank Risikopositionen aus non-corporate CDOs in Höhe von 75 Mio €.

Ocala Funding LLC: Wir halten 71,4 % der von Ocala Funding LLC (Ocala) emittierten Commercial Paper. Ocala ist eine von Taylor Bean & Whitaker Mortgage Corp. (TBW) gesponserte Commercial-Paper-Gesellschaft, die im August 2009 ihre Hypothekenkredittätigkeit einstellte und Insolvenz beantragte. Wir klassifizieren die Commercial Paper als Handelsaktiva und bewerten sie erfolgswirksam zum Fair Value. Zum 30. Juni 2011 betrug der Nominalwert der von Ocala emittierten und von uns gehaltenen Commercial Paper 828 Mio €. Als Ergebnis der beantragten Insolvenz und basierend auf den zum damaligen Zeitpunkt vorliegenden Informationen, realisierten wir im Jahr 2009 einen Verlust aus der Fair-Value-Bewertung der Ocala Commercial Paper in Höhe von circa 350 Mio €. Auf Basis von Informationen und bestimmten Einschätzungen des Managements zur Werthaltigkeit von Forderungen, die gegenüber dem Insolvenzverwalter angemeldet wurden, wiesen wir 2010 einen Verlust aus der Fair-Value-Bewertung in Höhe von circa 360 Mio € aus. Aufgrund weiterer Informationen, die wir über das Vermögen der TBW erhielten, wiesen wir im ersten Quartal 2011 einen zusätzlichen Verlust aus der Fair-Value-Bewertung in Höhe von 32 Mio € aus.

Risikoposition gegenüber Monolineversicherern, bezogen auf US-amerikanische Wohnungsbaukredite1,2

30.6.2011

31.3.2011

in Mio €

Nomi-
nalwert

Fair Value vor Bewer-
tungsan-
passungen3

Bewer-
tungsan-
passungen3

Fair Value nach Bewer-
tungsan-
passungen3

Nominal-
wert

Fair Value vor Bewer-
tungsan-
passungen3

Bewer-
tungsan-
passungen3

Fair Value nach Bewer-
tungsan-
passungen3

1

Ein Nettoausfallrisiko gegenüber Monolineversicherern aus sogenannten „Wrapped Bonds“ von 61 Mio € zum 30. Juni 2011 (31. März 2011: 69 Mio €) ist nicht enthalten. Dieser Wert stellt eine Schätzung der möglichen Wertanpassungen auf diese Schuldverschreibungen bei Ausfall der Versicherer dar.

2

Ein Teil des Marktwerts der erworbenen Monolineabsicherungen wurde durch Credit Default Swaps mit anderen Marktteilnehmern oder durch andere Instrumente wirtschaftlich abgesichert.

3

Die Bewertungsanpassungen werden anhand eines Modellansatzes ermittelt, dessen primäre Eingangsparameter Risikoprämien für Credit Default Swaps, die Eintrittswahrscheinlichkeit von Ereignissen (entweder einer Restrukturierung oder einer Insolvenz), eine Abschätzung der möglichen Ausgleichszahlungen im Fall einer Restrukturierung und Erlösquoten im Fall einer Restrukturierung oder einer Insolvenz sind.

4

Die Zuordnung zu den Ratingklassen basiert auf dem jeweils niedrigsten verfügbaren Rating von Standard & Poor’s, Moody’s oder unserem internen Rating zum 30. Juni 2011 beziehungsweise zum 31. März 2011.

AA Monolines4:

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige Subprime

114

52

–14

38

126

51

–6

45

Alt-A

3.481

1.288

–258

1.030

3.698

1.231

–246

985

AA Monolines insgesamt

3.595

1.340

–272

1.068

3.824

1.282

–252

1.030

Sonstige Risikoposition gegenüber Monolineversicherern1,2

30.6.2011

31.3.2011

in Mio €

Nomi-
nalwert

Fair Value vor Bewer-
tungsan-
passungen3

Bewer-
tungsan-
passungen3

Fair Value nach Bewer-
tungsan-
passungen3

Nominal-
wert

Fair Value vor Bewer-
tungsan-
passungen3

Bewer-
tungsan-
passungen3

Fair Value nach Bewer-
tungsan-
passungen3

1

Ein Nettoausfallrisiko gegenüber Monolineversicherern aus sogenannten „Wrapped Bonds“ von 52 Mio € zum 30. Juni 2011 (31. März 2011: 60 Mio €) ist nicht enthalten. Dieser Wert stellt eine Schätzung der möglichen Wertanpassungen auf solche Schuldverschreibungen bei Ausfall der Versicherer dar.

2

Ein Teil des Marktwerts der erworbenen Monolineabsicherungen wurde durch Credit Default Swaps mit anderen Marktteilnehmern oder durch andere Instrumente wirtschaftlich abgesichert.

3

Die Bewertungsanpassungen werden anhand eines Modellansatzes ermittelt, dessen primäre Eingangsparameter Risikoprämien für Credit Default Swaps, die Eintrittswahrscheinlichkeit von Ereignissen (entweder einer Restrukturierung oder einer Insolvenz), eine Abschätzung der möglichen Ausgleichszahlungen im Fall einer Restrukturierung und Erlösquoten im Fall einer Restrukturierung oder einer Insolvenz sind.

4

Die Zuordnung zu den Ratingklassen basiert auf dem jeweils niedrigsten verfügbaren Rating von Standard & Poor’s, Moody’s oder unserem internen Rating zum 30. Juni 2011 beziehungsweise zum 31. März 2011.

AA Monolines4:

 

 

 

 

 

 

 

 

TPS-CLO

2.516

641

–119

522

2.612

673

–83

590

CMBS

993

22

–7

15

1.015

14

–2

12

Corporate Single Name/Corporate CDO

564

Studentenkredite

270

40

–13

27

276

18

–2

16

Sonstige

850

196

–91

105

872

189

–23

166

AA Monolines insgesamt

4.629

899

–230

669

5.339

894

–110

784

Nicht-Investment Grade Monolines4:

 

 

 

 

 

 

 

 

TPS-CLO

588

133

–40

93

609

144

–35

109

CMBS

5.607

494

–196

298

5.707

471

–232

239

Corporate Single Name/Corporate CDO

2.004

8

–2

6

2.047

12

–6

6

Studentenkredite

1.188

406

–181

225

1.216

451

–259

192

Sonstige

1.170

169

–59

110

1.203

194

–81

113

Nicht-Investment Grade Monolines insgesamt

10.557

1.210

–478

732

10.782

1.272

–613

659

Insgesamt

15.186

2.109

–708

1.401

16.121

2.166

–723

1.443

Zum 30. Juni 2011 betrugen die Bewertungsanpassungen auf Risikopositionen gegenüber Monolineversicherern insgesamt 980 Mio € (zum 31. März 2011: 975 Mio €).

Commercial-Real-Estate-Kredite1

 

 

in Mio €

30.6.2011

31.3.2011

1

Unser Handelsportfolio aus Sekundärmarktpositionen in CMBS-Papieren, die aktiv gehandelt und bewertet werden, sowie Kredite, die seit Begebung unter den Forderungen aus dem Kreditgeschäft ausgewiesen wurden, sind nicht enthalten.

2

Risikoabbaumaßnahmen umfassen Derivate und sonstige Transaktionen, die zum Zweck der Risikoreduzierung bei Großkrediten eingegangen wurden. Der darauf bezogene Fair Value belief sich auf 178 Mio € zum 30. Juni 2011 (31. März 2011: 650 Mio €).

3

Buchwert zum jeweiligen Stichtag.

4

Buchwert der Finanzierungen, die im Zusammenhang mit dem Verkauf von Krediten seit dem 1. Januar 2008 bestehen, zum jeweiligen Stichtag.

Zum Fair Value bewertete Kredite, nach Risikoabbaumaßnahmen2

3.388

2.016

Im Zusammenhang mit den Änderungen von IAS 39 umgewidmete Kredite3

4.483

4.847

Kredite im Zusammenhang mit dem Verkauf von Vermögenspositionen4

1.673

2.007

Kredite, die im Rahmen der Postbank Akquisition erworben wurden3

14.812

15.524

Leveraged Finance1

 

 

in Mio €

30.6.2011

31.3.2011

1

Beinhaltet nicht gezogene Kreditzusagen; nicht enthalten sind Kredite, die vor dem 1. Januar 2007 begeben und vor den Marktverwerfungen vereinbart wurden, sowie Kredite, die seit Entstehung unter den Forderungen aus dem Kreditgeschäft ausgewiesen wurden.

2

Buchwert zum jeweiligen Stichtag.

3

Buchwert der Finanzierungen, die im Zusammenhang mit dem Verkauf von Krediten seit dem 1. Januar 2008 bestehen, zum jeweiligen Stichtag.

Zum Fair Value bewertete Kredite

1.056

1.065

davon: seit 1. Januar 2008 begebene Kredite

1.020

1.028

Im Zusammenhang mit den Änderungen von IAS 39 umgewidmete Kredite2

961

1.203

Kredite im Zusammenhang mit dem Verkauf von Vermögenspositionen3

4.553

4.661

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