Grundlage der Darstellung


Die Deutsche Bank Aktiengesellschaft („Deutsche Bank“ oder „Muttergesellschaft“) ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Zusammen mit den Gesellschaften, bei denen die Deutsche Bank über beherrschenden Einfluss verfügt, bietet die Deutsche Bank (der „Konzern“) weltweit das gesamte Spektrum von Produkten und Dienstleistungen im Corporate & Investment Banking, Privatkundengeschäft und Asset Management an. Einzelheiten zu den Unternehmensbereichen des Konzerns sind in Anhangangabe 05
„Segmentberichterstattung“ dargestellt.

Der beigefügte Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Angaben wurden auf die nächste Million gerundet. Der Konzernabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards („IFRS“), wie sie vom International Accounting Standards Board („IASB“) veröffentlicht und durch die Europäische Union („EU“) in europäisches Recht übernommen wurden. Die Anwendung der IFRS führt zu keinen Unterschieden zwischen den von der EU übernommenen IFRS und den vom IASB veröffentlichten IFRS.

Risikoangaben gemäß IFRS 7, „Financial Instruments: Disclosures“, zu Art und Umfang von Risiken aus Finanzinstrumenten sind durch Verweis auf durch seitliche Klammern entsprechend gekennzeichnete Teile des Risikoberichts weiterhin Bestandteil des Konzernanhangs. Dies gilt ebenso für Angaben zum Kapital gemäß IAS 1, „Presentation of Financial Statements“.

Die Erstellung des Jahresabschlusses gemäß IFRS verlangt vom Management, Beurteilungen und Annahmen hinsichtlich bestimmter Kategorien von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu treffen. Bereiche, in denen dies notwendig ist, beinhalten die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts bestimmter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Umwidmung von finanziellen Vermögenswerten, die Wertminderung von Krediten und Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft, die Wertminderung sonstiger finanzieller und nicht finanzieller Vermögenswerte, den Ansatz und die Bewertung von aktiven latenten Steuern und die Bilanzierung von ungewissen Verpflichtungen aus Gerichts- und aufsichtsbehördlichen Verfahren sowie ungewissen Steuerpositionen. Diese Beurteilungen und Annahmen beeinflussen den Ausweis von Aktiva und Passiva, von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Einschätzungen des Managements abweichen. Eine Beschreibung der bei der Erstellung des Jahresabschlusses verwendeten wesentlichen Rechnungslegungseinschätzungen und -annahmen ist in Anhangangabe 02 „Wesentliche Rechnungslegungseinschätzungen“ enthalten.

Diskontierungssatz für leistungsdefinierte Pensionspläne

Im Jahr 2012 entschied der Konzern mit Bezug auf den in der Eurozone angewandten Diskontierungszinssatz für leistungsdefinierte Pensionspläne, sowohl die zugrunde liegende Grundgesamtheit für Anleihen zusätzlich um hochrangige gedeckte Schuldverschreibungen zu erweitern und diese somit zu stabilisieren als auch im Bereich der Kurvenextrapolation eine Anpassung der berücksichtigten Grundgesamtheit für Anleihen unter Aufrechterhaltung der AA Kreditqualität der Kurve vorzunehmen. Dies hatte einen Anstieg des Diskontierungszinssatzes von 70 Basispunkten und damit eine Verringerung der versicherungsmathematischen Verluste, die unmittelbar in der sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderung erfasst werden, von ungefähr 700 Mio € vor Steuern im Jahr 2012 zur Folge.

„Credit Valuation Adjustment” (CVA) und „Debt Valuation Adjustment” (DVA)

Im vierten Quartal 2012 hat der Konzern seine Bewertungsmethodik zur Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts bei derivativen Instrumenten verfeinert (üblicherweise als „Debt Valuation Adjustment“ bezeichnet). Zuvor hatte der Konzern den Einfluss des eigenen Kreditrisikos auf den beizulegenden Zeitwert von derivativen Instrumenten auf Basis von historischen Ausfällen bestimmt. Die Verfeinerung der Bewertungsmethodik verändert deren Grundlage hin zu einem marktbasierten Bewertungsverfahren. Der daraus resultierende Ertrag von 517 Mio € wurde in der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung erfasst. Auf Basis einer verbesserten Transparenz der Marktpreise für das Kontrahentenrisiko verfeinerte der Konzern im vierten Quartal 2012 zusätzlich seine Bewertungsmethodik zur Bestimmung des „Credit Valuation Adjustment“ (CVA). Die Auswirkung dieser Verfeinerung war ein Verlust in Höhe von 288 Mio €, der in der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung erfasst wurde.

Bewertungsansatz für besicherte Derivate

Im zweiten Quartal 2011 hat der Konzern die Bewertung seiner besicherten Derivate fast vollständig auf die Overnight-Interest-Rate-Swap-(OIS-)Kurve umgestellt, um die aus besicherten Derivaten resultierenden Zins- und Refinanzierungsrisiken im Einklang mit der Preisermittlung einheitlich zu steuern. Der geänderte Bewertungsansatz hatte in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Zuordnung von Ertragskomponenten in PBC

Die Darstellung der Erträge in Private & Business Clients (PBC) wurde im ersten Quartal 2011 aufgrund einer Überprüfung der Zuordnung spezifischer Ertragskomponenten zu den Produktkomponenten angepasst. Um die Vergleichbarkeit zu erleichtern, wurden im Geschäftsjahr 2010 73 Mio € vom Kreditgeschäft ins Einlagen- und Zahlungsverkehrsgeschäft übertragen. Die Erträge von PBC blieben insgesamt unverändert.

Wertberichtigungen für Kreditausfälle

Der Konzern wendet Schätzungen bei der Ermittlung der Wertberichtigung für homogene Kreditportfolios an, die auf historischen Erfahrungswerten basierende statistische Modelle verwenden. In regelmäßigen Abständen führt der Konzern Maßnahmen durch, um die verwendeten Eingangsparameter und Modellannahmen an historisch nachgewiesene Verlusthöhen anzugleichen. Entsprechende Anpassungen führten im Geschäftsjahr 2010 zu einer niedrigeren Nettozuführung zur Wertberichtigung in Höhe von 28 Mio €. In den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wurden keine Anpassungen vorgenommen.

Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

Im Folgenden werden die wesentlichen vom Konzern angewandten Rechnungslegungsgrundsätze beschrieben. Diese Grundsätze wurden in den Geschäftsjahren 2010, 2011 und 2012 mit Ausnahme der zuvor beschriebenen Änderungen konsistent angewandt.