34 – Leistungen an Arbeitnehmer


Aktienbasierte Vergütungspläne

Der Konzern gewährte aktienbasierte Vergütung maßgeblich unter dem DB Equity Plan. Dieser gewährt das Recht, unter bestimmten Bedingungen Deutsche Bank-Stammaktien nach Ablauf einer festgelegten Zeit zu erhalten. Die Teilnehmer an einem aktienbasierten Vergütungsplan besitzen keinen Anspruch auf die Ausschüttung von Dividenden während der Anwartschaftsfrist.

Die Aktienrechte, die nach den Planregeln des DB Equity Plan begeben werden, können ganz oder teilweise verfallen, wenn der Teilnehmer sein Arbeitsverhältnis vor Ablauf der relevanten Anwartschaftsfrist auf eigenen Wunsch beendet. In bestimmten Fällen wie der betriebsbedingten Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder beim Eintritt in den Ruhestand bleibt die Anwartschaft in der Regel bestehen.

In Ländern, in denen rechtliche oder sonstige Einschränkungen die Begebung von Aktien verhindern, wurde die Vergütung unter dem DB Equity Plan in einer Planvariante gewährt, die einen Barausgleich vorsieht.

In der folgenden Tabelle werden die grundsätzlichen Merkmale dieser aktienbasierten Vergütungspläne dargestellt.

Jahre der Gewährung

Deutsch Bank Equity Plan

Anwartschaftsfrist

Spezielle Regelung für den vorgezogenen Ruhezustand

Anspruchsberechtigung

1

Für die der Regulierung unterliegenden Mitarbeiter gemäß InstitutsVergV erfolgt die Auslieferung der Aktien nach einer weiteren Wartefrist von sechs Monaten. Für die Mitglieder des Vorstands gilt eine andere Anwartschaftsregelung.

2

Für die der Regulierung unterliegenden Mitarbeiter gemäß InstitutsVergV erfolgt die Auslieferung der Aktien nach einer Wartefrist von sechs Monaten. Für die Mitglieder des Vorstands erfolgt die Auslieferung der Aktien nach einer Wartefrist von drei Jahren.

2012/2011

Jährliche Vergütungskomponente

1/3: 12 Monate1
1/3: 24 Monate1
1/3: 36 Monate1

Ja

Jährlich gewährte Bleibeprämie für ausgewählte Mitarbeiter

 

Bleibeprämie/ Akquisitionsprämie

Individuelle Festlegung

Ja

Ausgewählte Mitarbeiter mit dem Ziel, Schlüsselkompetenzen zu gewinnen oder zu halten

 

Jährliche Vergütungskomponente – Unmittelbar zugeteilt

entfällt2

Nein

Mitarbeiter, die der Regulierung durch die InstitutsVergV unterliegen

2010

Jährliche Vergütungskomponente

Gestaffelte Zuteilung in neun gleichen Tranchen im Zeitraum zwischen 12 Monaten und 45 Monaten nach Gewährung

Ja

Jährlich gewährte Bleibeprämie für ausgewählte Mitarbeiter

 

 

Zuteilung als Einmaltranche nach 45 Monaten

Ja

Jährlich gewährte Bleibeprämie für ausgewählte Mitarbeiter

 

Bleibeprämie/ Akquisitionsprämie

Individuelle Festlegung

Nein

Ausgewählte Mitarbeiter mit dem Ziel, Schlüsselkompetenzen zu gewinnen oder zu halten

2009

Jährliche Vergütungskomponente

50 %: 24 Monate
25 %: 36 Monate
25 %: 48 Monate

Nein

Jährlich gewährte Bleibeprämie für ausgewählte Mitarbeiter

 

Bleibeprämie/ Akquisitionsprämie

Individuelle Festlegung

Nein

Ausgewählte Mitarbeiter mit dem Ziel, Schlüsselkompetenzen zu gewinnen oder zu halten

Darüber hinaus bietet der Konzern das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Global Share Purchase Plan (GSPP) an. Mitarbeitern in bestimmten Ländern werden jeweils bis zu zehn Aktienrechte nach einer einjährigen Ansparphase und einer unmittelbar darauf folgenden Anwartschaftsfrist von ebenfalls einem Jahr gewährt. Per 31. Dezember 2012 wird dieser Plan von Konzerneinheiten in 37 Ländern angeboten.

Der Konzern verfügt über weitere lokale aktienbasierte Vergütungspläne, die weder einzeln noch insgesamt wesentlich für den Konzernabschluss sind.

Ausstehende Aktienrechte

 

in Tsd.
Einheiten

Gewichteter Durchschnitt des beizulegenden Zeitwerts je Recht am Tag der Gewährung

Bestand zum 31. Dezember 2010

68.915

€ 40,31

Gewährt

28.022

€ 40,54

Ausgegeben

–24.150

€ 49,12

Verfallen

–3.092

€ 37,86

Bestand zum 31. Dezember 2011

69.695

€ 37,37

Gewährt

38.648

€ 30,00

Ausgegeben

–43.425

€ 33,80

Verfallen

–2.419

€ 38,37

Bestand zum 31. Dezember 2012

62.499

€ 35,25

Diese Übersicht enthält auch die Rechte, die unter den Planvarianten des DB Equity Plan gewährt wurden, die einen Barausgleich vorsehen.

Durch aktienbasierte Vergütungstransaktionen, die in bar abgegolten werden, entstehen Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2012 beliefen sich diese Verbindlichkeiten auf ungefähr 44 Mio € (31. Dezember 2011: 35 Mio €, 31. Dezember 2010: 33 Mio €).

Vom wertmäßigen Bestand an ausstehenden Aktienrechten zum 31. Dezember 2012 in Höhe von ungefähr 2,2 Mrd € wurden ungefähr 1,6 Mrd € zu Lasten des Personalaufwands des Berichtsjahres beziehungsweise in den Jahren davor bilanziell erfasst. Somit belief sich der zum 31. Dezember 2012 noch nicht erfasste Personalaufwand für ausstehende aktienbasierte Vergütung auf ungefähr 0,6 Mrd €.

Im Februar 2013 wurden ungefähr 14,8 Millionen Aktien an Begünstigte aus früheren Gewährungen im Rahmen des DB Equity Plan ausgegeben (davon 0,6 Millionen Einheiten unter der Planvariante des DB Equity Plan, die einen Barausgleich vorsieht).

Zusätzlich zu den in der obigen Tabelle enthaltenen Aktienrechten gewährte der Konzern im Februar 2013 im Rahmen des DB Equity Plan unter für 2013 modifizierten Planbedingungen ungefähr 23,2 Millionen Aktienrechte mit einem durchschnittlichen beizulegenden Zeitwert von 36,07 € je Aktienrecht. Davon wurden ungefähr 0,7 Millionen unter der Planvariante des DB Equity Plan gewährt, die einen Barausgleich vorsieht.

Unter Berücksichtigung der im Februar 2013 ausgegebenen beziehungsweise neu gewährten Aktienrechte beträgt der Bestand an ausstehenden Aktienrechten per Ende Februar 2013 ungefähr 71 Millionen Einheiten.

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Charakterisierung der Pläne

Der Konzern bietet seinen Mitarbeitern eine Reihe von Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an, die gemäß ihrer Art und Beschaffenheit in der Rechnungslegung zwischen beitragsdefinierten und leistungsdefinierten Plänen unterschieden werden.

Die leistungsdefinierten Versorgungszusagen des Konzerns werden in Pensionspläne und Gesundheitsfürsorgepläne unterteilt. Die Mehrheit der Anspruchsberechtigten der Pensionspläne befindet sich in Deutschland, Großbritannien und den USA. Die Höhe der Versorgungszusagen an die Mitarbeiter basiert in erster Linie auf deren Vergütung und der Dauer ihrer Konzernzugehörigkeit. Der Konzern finanziert große Teile der Pensionsverpflichtungen in verschiedenen externen Treuhandvermögensanlagen aus.

Darüber hinaus gibt es im Konzern intern finanzierte Gesundheitsfürsorgepläne für derzeit tätige und pensionierte Mitarbeiter, vornehmlich in den USA. Im Rahmen dieser Pläne wird den Pensionären ein bestimmter Prozentsatz der erstattungsfähigen medizinischen Aufwendungen unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts gewährt. Der Konzern bildet über die aktive Dienstzeit Rückstellungen und zahlt Leistungen bei Fälligkeit aus. Sobald Pensionäre im staatlichen Krankenversicherungssystem Medicare leistungsberechtigt werden, erhalten sie eine Dotierung auf einem individuellem Gesundheitskostenerstattungskonto anstatt direkter Leistungen aus dem Gesundheitsfürsorgeplan des Konzerns.

Das Pensions Risk Committee des Konzerns überwacht die Risiken aller Pensionspläne konzernweit. In diesem Rahmen erlässt es Richtlinien über die Steuerung und das Risikomanagement und entwickelt sie fort, insbesondere in Bezug auf Ausfinanzierung, Portfoliostruktur und Bestimmung der versicherungsmathematischen Annahmen.

Der Konzern verfolgt eine Finanzierungsstrategie, die – unter Beachtung spezifischer rechtlicher Regelungen – auf eine nahezu vollständige Deckung des Barwerts der leistungsdefinierten Verpflichtung durch das Planvermögen in einem Rahmen von 90 % bis 100 % abzielt. Dennoch entschied der Konzern, einige Verpflichtungen nicht auszufinanzieren. Derartige Verpflichtungen werden in der Bilanz zurückgestellt.

Der Konzern ist mit anderen Finanzinstituten in Deutschland Mitgliedsunternehmen des BVV, der in Ergänzung zu den Direktzusagen des Konzerns Altersvorsorgeleistungen an berechtigte Mitarbeiter in Deutschland leistet. Die Tarife des BVV sehen feste Rentenzahlungen mit Überschussbeteiligungen vor. Für den BVV gilt die Subsidiärhaftung des Arbeitgebers in Deutschland. Der Konzern klassifiziert den BVV-Plan als gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber und behandelt ihn in der Rechnungslegung als beitragsdefinierten Plan, da die verfügbaren Informationen nicht ausreichen, um die Vermögensgegenstände und die auf die gegenwärtigen und ehemaligen Mitarbeiter bezogenen Pensionsverpflichtungen den einzelnen Mitgliedsunternehmen zuzuordnen. Der Aufwand für die Beitragszahlungen der Bank an den BVV betrug im Jahr 2012 51 Mio € (2011: 53 Mio €). Zu den Aufwendungen des Konzerns für beitragsdefinierte Pläne zählt auch der jährliche Beitrag der Deutschen Postbank AG für die Altersversorgung ihrer Beamten an die Postbeamtenversorgungskasse in Höhe von 105 Mio € (2011: 112 Mio €).

Überleitung von Verpflichtungen und Vermögenswerten – Auswirkung auf die Bilanz

 

Pensionspläne

Gesundheitsfürsorgepläne

in Mio €

2012

2011

2012

2011

1

Beinhaltet die Startwerte von erstmals berücksichtigten kleineren Plänen.

2

Nur für extern finanzierte Pensionspläne.

Entwicklung der Verpflichtung:

 

 

 

 

Verpflichtung am Jahresanfang

12.974

12.071

164

154

Laufender Dienstzeitaufwand

257

248

4

3

Zinsaufwand

619

600

7

7

Zuführungen der Planteilnehmer

19

19

Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn (–)

1.503

458

–7

18

Wechselkursveränderungen

45

136

–3

5

Gezahlte Leistungen

–618

–563

–9

–8

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand/-ertrag (–)

30

21

–15

Akquisitionen

Veräußerungen

–17

Planabgeltungen/Plankürzungen

–2

–1

Sonstige1

3

2

8

Verpflichtung am Jahresende

14.830

12.974

164

164

davon: intern finanziert

1.351

1.162

164

164

davon: extern finanziert

13.479

11.812

Entwicklung des Planvermögens:

 

 

 

 

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Jahresanfang

12.594

11.076

Erwarteter Ertrag aus Planvermögen

577

531

Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust (–)

650

1.165

Wechselkursveränderungen

85

152

Zuführungen des Arbeitgebers

160

117

Zuführungen der Planteilnehmer

19

19

Gezahlte Leistungen2

–481

–464

Akquisitionen

Veräußerungen

–12

Planabgeltungen

–2

9

Sonstige1

0

1

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Jahresende

13.602

12.594

Finanzierungsstatus am Jahresende

–1.228

–380

–164

–164

Noch nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand/-ertrag (–)

0

Begrenzung des Ansatzes von Vermögenswerten

–0

Umwidmung in zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte

–0

Nettobilanzwert Vermögen/Schuld (–)

–1.228

–380

–164

–164

davon: bilanziert als sonstige Aktiva

926

1.336

davon: bilanziert als sonstige Passiva

–2.154

–1.716

–164

–164

Versicherungsmathematische Methoden und Annahmen

Bewertungsstichtag für alle Pläne ist der 31. Dezember. Sämtliche Pläne werden durch unabhängige qualifizierte Aktuare gemäß der Methode des Verfahrens der laufenden Einmalprämien bewertet. Die Darstellung der folgenden Werte erfolgt als gewichtete Durchschnitte.

 

2012

2011

2010

1

Der zum 31. Dezember 2012 in Deutschland, in der Eurozone angewandte Diskontierungszinssatz beträgt 3,7 %.

Zugrunde gelegte Annahmen bei Pensionsplänen

 

 

 

zur Ermittlung der Verpflichtung am Jahresende

 

 

 

Diskontierungszinssatz

3,9 %1

4,8 %

5,1 %

Inflationsrate

2,4 %

2,5 %

2,5 %

Nominale Gehaltssteigerungsrate

3,2 %

3,4 %

3,3 %

Nominale Pensionssteigerungsrate

2,3 %

2,5 %

2,4 %

zur Ermittlung des Aufwands für das Geschäftsjahr

 

 

 

Diskontierungszinssatz

4,8 %

5,1 %

5,4 %

Inflationsrate

2,5 %

2,5 %

2,7 %

Nominale Gehaltssteigerungsrate

3,4 %

3,3 %

3,4 %

Nominale Pensionssteigerungsrate

2,5 %

2,4 %

2,4 %

Erwartete Rendite des Planvermögens

4,5 %

4,9 %

5,0 %

Zugrunde gelegte Annahmen bei Gesundheitsfürsorgeplänen

 

 

 

zur Ermittlung der Verpflichtung am Jahresende

 

 

 

Diskontierungszinssatz

3,9 %

4,5 %

5,3 %

zur Ermittlung des Aufwands für das Geschäftsjahr

 

 

 

Diskontierungszinssatz

4,5 %

5,3 %

5,9 %

Zugrunde gelegte Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren

 

 

 

für zum Bewertungsstichtag 65-jährige Männer

19,9

19,4

19,4

für zum Bewertungsstichtag 45-jährige Männer

22,2

21,6

21,6

für zum Bewertungsstichtag 65-jährige Frauen

23,2

22,9

22,8

für zum Bewertungsstichtag 45-jährige Frauen

25,4

25,0

24,9

Für die bedeutendsten Pläne des Konzerns wird der Diskontierungszinssatz zum Bewertungsstichtag über einen Zinsstrukturkurvenansatz hochrangiger Unternehmensanleihen ermittelt, der den tatsächlichen Zeitpunkt zukünftiger Leistungen und deren Höhe für jeden Plan berücksichtigt. Für die Eurozone wird ein einheitlicher Ansatz basierend auf der maßgeblichen Zinsannahme für den größten Pensionsplan des Konzerns in Deutschland gewählt. Für andere Pläne wird der Diskontierungszinssatz zum Bewertungsstichtag in angemessener Weise auf Grundlage hochrangiger Unternehmens- oder Staatsanleihen in Einklang mit den aus den Verpflichtungen resultierenden Fälligkeiten festgesetzt.

Die Annahmen zur Preissteigerungsrate in der Eurozone und in Großbritannien werden mit Bezug auf am Kapitalmarkt gehandelte Inflationsprodukte bestimmt. Maßgeblich sind die Inflationsswapsätze in den betreffenden Märkten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. In anderen Ländern liegt der Bezug für deren Preissteigerungsannahmen üblicherweise auf den Inflationsprognosen von Consensus Economics Inc.

Die Annahmen zur zukünftigen Gehalts- und Pensionssteigerung werden für jeden Plan getrennt, falls sachgerecht, nach einem modularen Ansatz von der Inflationsrate abgeleitet und spiegeln sowohl Vergütungsstruktur oder -grundsätze im jeweiligen Markt als auch lokale rechtliche Anforderungen oder planspezifische Regelungen wider.

Die erwartete Rendite des Planvermögens wird gesondert für jeden Plan mithilfe eines modularen Ansatzes entwickelt, der die jeweilige Zielallokation der Portfoliostruktur sowie die erwartete Rendite jeder Anlageklasse zum Bewertungsstichtag berücksichtigt. Prinzipiell wird eine risikofreie Rendite mit Anpassungen bezüglich Duration und bestimmter relevanter Faktoren für jede größere Anlageklasse als Maßstab benutzt. Beispielsweise wird die erwartete Rendite für Aktien und Immobilien dadurch abgeleitet, dass relevante Risikoprämien zur Rendite von risikolosen Anleihen hinzugefügt werden.

Neben anderen Parametern ist die Lebenserwartung eine wesentliche Annahme zur Bestimmung der Verpflichtung aus leistungsdefinierten Plänen und folgt den in den jeweiligen Ländern üblichen Ansätzen. Wenn möglich, wurden potenzielle zukünftige Steigerungen der Lebenserwartung in die Annahmen mit einbezogen.

Zur Ermittlung der Verpflichtung und des Aufwands für Gesundheitsfürsorgepläne wurde eine gewichtete durchschnittliche Zunahme von 8,3 % für die im Rahmen dieser Pläne pro Person zu erbringenden Leistungen für das Jahr 2013 angenommen. Für diese Steigerungsrate werden ein allmählicher Rückgang auf 5,1 % bis zum Ende des Jahres 2019 und eine anschließende Stabilisierung auf diesem Niveau erwartet.

Anlage des Pensionsvermögens

Vorrangiges Anlageziel des Konzerns ist es im Wesentlichen, die Bank vor starken Schwankungen des Finanzierungsstatus seiner Pensionspläne abzusichern, wobei Risiken infolge von Durationsdisparitäten und Diversifizierung der Anlageklassen in begrenztem Umfang eingegangen werden, um langfristig die Kosten des Konzerns für Leistungen an Arbeitnehmer zu reduzieren. Das Ziel besteht darin, die Erträge innerhalb des gesamten Risikotoleranzbereichs des Konzerns zu maximieren. Die Darstellung der folgenden Werte erfolgt als gewichtete Durchschnitte.

 

 

Prozentualer Anteil am Planvermögen

 

Zielallokation

31.12.2012

31.12.2011

Anlagekategorien:

 

 

 

Aktien

10 %

9 %

7 %

Verzinsliche Wertpapiere (inklusive Barmittel und Derivate)

85 %

88 %

87 %

Alternative Anlageinstrumente (inklusive Immobilien)

5 %

3 %

6 %

Anlagekategorien insgesamt

100 %

100 %

100 %

Der tatsächliche Ertrag aus Planvermögen betrug 1.227 Mio € im Jahr 2012 (2011: 1.696 Mio €).

Im Planvermögen zum 31. Dezember 2012 sind konzernintern abgeschlossene Derivate mit einem negativen Marktwert von 242 Mio € enthalten. Des Weiteren sind im Planvermögen vom Konzern emittierte Wertpapiere im Wert von 7 Mio € enthalten.

Auswirkung auf den Kapitalfluss

Die erwarteten regulären Zuführungen des Konzerns zum Planvermögen der leistungsdefinierten Pensionspläne werden im Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich 190 Mio € betragen. Weiterhin zieht der Konzern die Ausfinanzierung großer Teile der Pensionsverpflichtungen der Postbank in Betracht. Rückübertragungen von Anteilen aus dem Planvermögen an den Konzern während des Geschäftsjahres 2013 werden nicht erwartet.

Die folgende Übersicht zeigt die voraussichtlich zu zahlenden Versorgungsleistungen aus leistungsdefinierten Plänen für jedes der nächsten fünf Jahre sowie die Leistungen für die darauf folgenden fünf Jahre insgesamt. Bei der Berechnung der Höhe der Leistungen werden zurückliegende und angenommene zukünftige Dienstzeiten berücksichtigt. Die Werte beinhalten sowohl Auszahlungen aus den Pensionsvermögen des Konzerns für ausfinanzierte Pläne als auch direkte Auszahlungen für nicht ausfinanzierte Pläne.

in Mio €

Pensionspläne

Gesundheits-
fürsorgepläne

2013

582

10

2014

560

10

2015

574

10

2016

595

10

2017

630

11

2018–2022

3.607

55

Auswirkung auf das Eigenkapital

Gemäß den Rechnungslegungsgrundsätzen des Konzerns für leistungsdefinierte Pläne werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in der Periode ihrer Entstehung direkt im Eigenkapital erfasst und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Darstellung der folgenden Werte erfolgt ohne Beachtung steuerlicher Effekte.

 

Erfassung im Gesamtergebnis (Gewinn/Verlust (–))

in Mio €

31.12.20121

2012

2011

1

Kumuliert seit dem Übergangsstichtag des Konzerns zu IFRS und einschließlich Wechselkursveränderungen.

Pensionspläne:

 

 

 

Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust (–)

8

–853

707

Begrenzung des Ansatzes von Vermögenswerten

–0

0

2

Pensionspläne insgesamt

8

–853

709

Gesundheitsfürsorgepläne:

 

 

 

Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust (–)

14

7

–18

Gesundheitsfürsorgepläne insgesamt

14

7

–18

Insgesamt erfasster Betrag

22

–846

691

Erfahrungsbedingte Anpassungen in den Verpflichtungen und Vermögenswerten

in Mio €

31.12.2012

31.12.2011

31.12.2010

31.12.2009

31.12.2008

1

Die Beträge sind in dem jeweiligen Jahr entstanden.

Pensionspläne:

 

 

 

 

 

Verpflichtung

14.830

12.974

12.071

9.416

8.189

davon: erfahrungsbedingte Anpassungen (Verlust/Gewinn (–))1

–117

25

–83

–72

24

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

13.602

12.594

11.076

9.352

8.755

davon: erfahrungsbedingte Anpassungen (Gewinn/Verlust (–))1

650

1.165

224

92

–221

Finanzierungsstatus

–1.228

–380

–995

–64

566

Gesundheitsfürsorgepläne:

 

 

 

 

 

Verpflichtung

164

164

154

136

119

davon: erfahrungsbedingte Anpassungen (Verlust/Gewinn (–))1

–12

8

1

–5

Finanzierungsstatus

–164

–164

–154

–136

–119

Sensitivitäten hinsichtlich wesentlicher Annahmen

Die nachfolgend dargestellten Effekte repräsentieren die jeweils isolierte Veränderung der einzelnen Annahmen.

Anstieg/Reduzierung (–)

Verpflichtung zum

Aufwendungen für das Jahr

in Mio €

31.12.2012

31.12.2011

2013

2012

1

Beinhaltet die Anwendung des Diskontierungszinssatzes auf den Finanzierungsstatus und nicht nur auf die leistungsdefinierte Verpflichtung (DBO) gemäß den ab dem Jahr 2013 anzuwendenden Neuregelungen des IAS 19.

2

Eine Verbesserung der Lebenserwartung um 10 % bedeutet eine Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit für jedes Alter um 10 %. Diese Sensitivität führt zu einer im Durchschnitt um ein Jahr erhöhten Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren.

3

Nicht anwendbar gemäß den ab dem Jahr 2013 geltenden Neuregelungen des IAS 19.

Sensitivität bei Pensionsplänen:

 

 

 

 

Diskontierungszinssatz (Rückgang um 50 Basispunkte)

1.090

960

601

5

Inflationsrate (Anstieg um 50 Basispunkte)

670

555

40

40

Reale Gehaltssteigerungsrate (Anstieg um 50 Basispunkte)

120

105

10

10

Lebenserwartung (Verbesserung um 10 %)2

305

255

15

15

Erwartete Rendite (Reduzierung um 50 Basispunkte)

3

65

Sensitivität bei Gesundheitsfürsorgeplänen:

 

 

 

 

Gesundheitskostensteigerungsrate (Anstieg um 100 Basispunkte)

5

17

0

2

Gesundheitskostensteigerungsrate (Reduzierung um 100 Basispunkte)

–4

–15

–0

–1

Aufwendungen für Pensionspläne und weitere ausgewählte Leistungen an Arbeitnehmer

in Mio €

2012

2011

2010

1

Einschließlich Akquisitionsprämien und Einmalaufwand zur beschleunigten Amortisation noch nicht amortisierter Komponenten aufgrund der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses. Darin sind 83 Mio € enthalten, die unter Restrukturierungsaufwand erfasst wurden.

2

Ohne Einmalaufwand zur beschleunigten Amortisation noch nicht amortisierter aufgeschobener Vergütungskomponenten.

Aufwendungen für Pensionspläne:

 

 

 

Laufender Dienstzeitaufwand

257

248

243

Zinsaufwand

619

600

527

Erwarteter Ertrag aus Planvermögen

–577

–531

–490

Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand/-ertrag (–)

30

21

–77

Planabgeltungen/Plankürzungen

–0

–9

–14

Pensionspläne insgesamt

329

329

189

Aufwendungen für Gesundheitsfürsorgepläne:

 

 

 

Laufender Dienstzeitaufwand

4

3

3

Zinsaufwand

7

7

9

Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand/-ertrag (–)

–15

Aufwendungen für Gesundheitsfürsorgepläne insgesamt

11

–5

12

Gesamtaufwand für leistungsdefinierte Pläne

340

324

201

Aufwendungen für beitragsdefinierte Pläne

375

351

239

Pensionsaufwendungen insgesamt

715

675

440

 

 

 

 

Kosten anderer ausgewählter Leistungen

 

 

 

Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland

231

226

171

Aufwendungen für aufgeschobene Barvergütung1

1.133

1.014

818

Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente1

1.097

1.261

1.153

Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich1

17

28

24

Aufwendungen für Abfindungszahlungen2

472

461

499

Der für 2013 erwartete Aufwand beträgt 315 Mio € für Pensionspläne und 10 Mio € für Gesundheitsfürsorgepläne.

Der Anstieg in den Pensionsaufwendungen insgesamt im Jahr 2011 gegenüber 2010 ist maßgeblich begründet durch die Gesamtjahresauswirkung der Konsolidierung der Postbank und die Veränderung der Indexierung von Anwartschaften betrieblicher Altersvorsorgesysteme aufgrund eines Regierungserlasses in Großbritannien, welcher im Jahr 2010 zu nachträglichem Dienstzeitertrag von 104 Mio € führte.