35 – Ertragsteuern


in Mio €

2012

2011

2010

1

Periodenfremde Steueraufwendungen/-erträge beinhalten einen laufenden Steuerertrag in Höhe von 435 Mio €, dem ein korrespondierender latenter Steueraufwand gegenübersteht.

Laufender Steueraufwand/-ertrag (–):

 

 

 

Steueraufwand/-ertrag (–) für das laufende Jahr

728

1.683

1.339

Periodenfremder laufender Steueraufwand/-ertrag (–)1

–955

–232

–9

Laufender Steueraufwand/-ertrag (–) insgesamt

–227

1.451

1.330

Latenter Steueraufwand/-ertrag (–):

 

 

 

Effekt aus der Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen, noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und Steuergutschriften

574

–143

700

Effekt aus Änderungen der Steuergesetzgebung und/oder des Steuersatzes

10

110

7

Periodenfremder latenter Steueraufwand/-ertrag (–)1

136

–354

–392

Latenter Steueraufwand/-ertrag (–) insgesamt

720

–387

315

Ertragsteueraufwand/-ertrag (–) insgesamt

493

1.064

1.645

Der Ertragsteueraufwand für das Jahr 2012 beinhaltet einen Steueraufwand aus einer Steuer im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft („Policyholder Tax“) in Höhe von 12 Mio € (2011: 28 Mio € Steuerertrag; 2010: 37 Mio € Steueraufwand), der durch Einkünfte entsteht, die dem Versicherungsnehmer zuzurechnen sind.

Der laufende Steuerertrag ist aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste, Steuergutschriften und abzugsfähiger temporärer Differenzen im Geschäftsjahr 2012 um einen Steuerertrag in Höhe von 94 Mio € erhöht (2011 und 2010: Verminderung des laufenden Steueraufwands um 35 Mio € beziehungsweise 6 Mio €).

Der latente Steueraufwand ist aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste, Steuergutschriften und abzugsfähiger temporärer Differenzen, der Wertaufholung aktiver latenter Steuern aus Vorjahren sowie aufgrund von Abwertungen aktiver latenter Steuern im Geschäftsjahr 2012 per Saldo um einen latenten Steueraufwand in Höhe von 92 Mio € erhöht (2011: Erhöhung des latenten Steuerertrags um 262 Mio €; 2010: Erhöhung des latenten Steueraufwands um 173 Mio €).

Unterschied zwischen der Anwendung des deutschen Ertragsteuersatzes und tatsächlich ausgewiesenem Steueraufwand

in Mio €

2012

2011

2010

Erwarteter Steueraufwand/-ertrag (–) bei einem Ertragsteuersatz von 31 % in Deutschland (30,8 % für 2011 und 30,7 % für 2010)

243

1.657

1.219

Steuersatzdifferenzen auf ausländische Ergebnisse

34

–28

63

Steuerbefreite Einnahmen

–495

–467

–556

Steuereffekt aus mit der Equitymethode konsolidierten Beteiligungen

–73

–39

–87

Nicht abzugsfähige Aufwendungen

563

297

335

Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert

630

Belastung Deutsche Postbank AG ohne korrespondierenden Steuerertrag

668

Änderungen des Ansatzes und der Bewertung aktiver latenter Steuern

–2

–297

167

Effekt aus Änderungen der Steuergesetzgebung und/oder des Steuersatzes

10

110

7

Effekt aus aktienbasierter Vergütung

–17

90

48

Effekt aus der „Policyholder Tax“

12

–28

37

Sonstige

–412

–231

–256

Ausgewiesener Steueraufwand/-ertrag (–)

493

1.064

1.645

Der Konzern unterliegt in verschiedenen Ländern der ständigen Prüfung durch die Steuerbehörden. In der vorstehenden Tabelle sind unter der Position Sonstige für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 überwiegend Effekte infolge abgeschlossener Betriebsprüfungen enthalten.

Der in Deutschland maßgebliche Ertragsteuersatz, der für die Berechnung latenter Steuerforderungen und -verbindlichkeiten angewandt wurde, setzt sich aus der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer zusammen und hat in den Geschäftsjahren 2012 31 %, 2011 30,8 % und 2010 30,7 % betragen.

Im Eigenkapital (sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen/Kapitalrücklagen) verbuchte Ertragsteuern

in Mio €

2012

2011

2010

1

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste in Bezug auf leistungsorientierte Versorgungszusagen werden ab 2011 innerhalb der Sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste in Bezug auf leistungsdefinierte Versorgungszusagen

399

–50

–29

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte:

 

 

 

Unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode

–537

173

–59

In die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Gewinne/Verluste

6

–11

–47

Derivate, die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme absichern:

 

 

 

Unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode

–6

92

30

In die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Gewinne/Verluste

–13

–1

–1

Sonstige Veränderungen im Eigenkapital:

 

 

 

Unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode

104

–129

320

In die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Gewinne/Verluste

1

–3

Steueraufwand (–)/-ertrag auf Gewinne/Verluste aus sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen1

–47

75

211

Ertragsteuern, die darüber hinaus dem Eigenkapital belastet (–) beziehungsweise gutgeschrieben wurden

34

46

30

Wesentliche Komponenten der latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten

in Mio €

31.12.2012

31.12.2011

Latente Steuerforderungen:

 

 

Noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge

1.802

2.375

Noch nicht genutzte Steuergutschriften

166

185

Abzugsfähige temporäre Differenzen:

 

 

Handelsaktiva/-passiva

12.108

10.686

Sachanlagen

830

806

Sonstige Aktiva

2.758

2.560

Bewertung von Wertpapieren

524

1.209

Wertberichtigungen für Kreditausfälle

750

525

Sonstige Rückstellungen

1.504

1.178

Sonstige Passiva

890

775

Latente Steuerforderungen insgesamt

21.332

20.299

Latente Steuerverbindlichkeiten:

 

 

Zu versteuernde temporäre Differenzen:

 

 

Handelsaktiva/-passiva

11.111

9.370

Sachanlagen

48

49

Sonstige Aktiva

1.037

1.103

Bewertung von Wertpapieren

1.215

790

Wertberichtigungen für Kreditausfälle

108

348

Sonstige Rückstellungen

451

414

Sonstige Passiva

1.099

1.277

Latente Steuerverbindlichkeiten insgesamt

15.069

13.351

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten nach bilanzieller Saldierung

in Mio €

31.12.2012

31.12.2011

Latente Steuerforderungen

7.718

8.737

Latente Steuerverbindlichkeiten

1.455

1.789

Latente Steuerforderungen, rechnerischer Saldo

6.263

6.948

Die Änderung der Differenz zwischen latenten Steuerforderungen und latenten Steuerverbindlichkeiten entspricht nicht dem latenten Steueraufwand/-ertrag. Die Gründe hierfür sind (1) latente Steuern, die direkt dem Eigenkapital belastet beziehungsweise gutgeschrieben werden, (2) Effekte durch Wechselkursänderungen auf Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, die in anderen Währungen als Euro notieren, (3) der Erwerb und Verkauf von Gesellschaften im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und (4) die Umwidmungen von latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, die in der Bilanz als Bestandteile der Posten Sonstige Aktiva und Sonstige Passiva dargestellt werden.

Posten, für die keine latenten Steuerforderungen ausgewiesen wurden

in Mio €

31.12.20121

31.12.20111

1

Die Beträge in der Tabelle beziehen sich hinsichtlich der abzugsfähigen temporären Differenzen, noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und Steuergutschriften auf Körperschaftsteuern.

Abzugsfähige temporäre Differenzen

–332

–296

Unverfallbar

–3.069

–3.342

Verfall in der folgenden Periode

–10

–45

Verfall nach der folgenden Periode

–2.227

–2.143

Noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge

–5.306

–5.530

Verfall in der folgenden Periode

Verfall nach der folgenden Periode

–287

–101

Noch nicht genutzte Steuergutschriften

–287

–101

Latente Steuerforderungen wurden für diese Posten nicht erfasst, da es nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse vorliegen, mit denen die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, noch nicht genutzten Steuergutschriften und abzugsfähigen temporären Differenzen verrechnet werden können.

Zum 31. Dezember 2012 beziehungsweise zum 31. Dezember 2011 hat der Konzern für Gesellschaften, die einen Verlust in der laufenden Periode oder in der Vorperiode erlitten haben, latente Steuerforderungen ausgewiesen, die die latenten Steuerverbindlichkeiten um 1,3 Mrd € beziehungsweise 1,5 Mrd € überstiegen. Grundlage für die Bildung latenter Steuern ist die Einschätzung des Managements, gemäß welcher es wahrscheinlich ist, dass die jeweiligen Gesellschaften zu versteuernde Ergebnisse erzielen werden, mit denen noch nicht genutzte steuerliche Verluste, Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen verrechnet werden können. In der Regel verwendet das Management für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen Informationen zu historischer Profitabilität und gegebenenfalls Informationen über prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis genehmigter Geschäftspläne einschließlich einer Aufstellung über die Vortragsperioden ungenutzter steuerlicher Verluste und Steuergutschriften, Steuerplanungsmöglichkeiten sowie sonstiger maßgeblicher Überlegungen.

Die Konzernobergesellschaft hat zum 31. Dezember 2012 keine latenten Steuerverbindlichkeiten für temporäre Differenzen in Höhe von 138 Mio € im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Filialen und assoziierten Unternehmen sowie Beteiligungen an gemeinschaftlich geführten Unternehmen ausgewiesen (2011: 135 Mio €).

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