37 – Geschäfte mit nahestehenden Dritten


Dritte Parteien gelten als nahestehend, sofern eine Partei die andere mittelbar oder unmittelbar kontrolliert oder maßgeblichen Einfluss auf deren geschäftliche oder operative Entscheidungen ausüben kann. Zu den nahestehenden Dritten des Konzerns gehören:

  • Personen in Schlüsselpositionen, deren nahe Familienangehörige sowie Gesellschaften, die von diesen Personen oder deren nahen Familienangehörigen kontrolliert oder maßgeblich beeinflusst werden oder an denen dieser Personenkreis bedeutende Stimmrechte hält,
  • Tochtergesellschaften, Joint Ventures und assoziierte Unternehmen und deren jeweilige Tochterunternehmen und
  • Pensionspläne für Deutsche Bank-Mitarbeiter, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Anspruch genommen werden.

Der Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen mit einer Reihe von nahestehenden Dritten. Geschäfte mit diesen Dritten werden im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs durchgeführt und es gelten grundsätzlich die gleichen Bedingungen – einschließlich Zinssätzen und Sicherheiten – wie für im selben Zeitraum getätigte vergleichbare Geschäfte mit Dritten. Diese Geschäfte waren nicht mit ungewöhnlich hohen Einbringlichkeitsrisiken oder anderen ungünstigen Eigenschaften behaftet.

Geschäfte mit Personen in Schlüsselpositionen

Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten der Deutschen Bank direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind. Der Konzern zählt die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Muttergesellschaft für Zwecke des IAS 24 zu Personen in Schlüsselpositionen.

Personalaufwand für Personen in Schlüsselpositionen

in Mio €

2012

2011

2010

1

Der Betrag in 2010 wurde um Aufwand in Höhe von 5 Mio € für Equity Upfront Awards, die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010 gewährt wurden, berichtigt.

Kurzfristig fällige Leistungen

17

14

23

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

3

3

3

Andere langfristig fällige Leistungen

14

6

3

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

15

2

Aktienbasierte Vergütungen

16

5

111

Insgesamt

65

28

42

Die Tabelle enthält keine Vergütung, die Mitglieder des Aufsichtsrats (Arbeitnehmervertreter oder frühere Vorstandsmitglieder) erhalten. Die aggregierte Vergütung, die dieser Personenkreis für seine Dienste als Arbeitnehmer oder den Status als Pensionär (Ruhestand, Rente und aufgeschobene Vergütung) bezog, beläuft sich im Geschäftsjahr 2012 auf 1,6 Mio € (Dezember 2011: 2 Mio €; Dezember 2010: 2 Mio €).

Am 31. Dezember 2012 hat der Konzern Kredite und Zusagen in Höhe von 7 Mio € an Personen in Schlüsselpositionen vergeben und Einlagen in Höhe von 13 Mio € von Personen in Schlüsselpositionen erhalten.

Daneben bietet der Konzern Personen in Schlüsselpositionen und deren nahen Familienangehörigen Bankdienstleistungen wie zum Beispiel Zahlungsverkehrs- und Kontoführungsdienstleistungen sowie Anlageberatung an.

Während des Geschäftsjahres 2010 bis zum ersten Quartal 2011 erhielt eine Person in einer Schlüsselposition Zahlungen von einem Konzernunternehmen. Zum Zeitpunkt der Entstehung der vertraglichen Vereinbarung gehörte das zahlende Unternehmen nicht dem Konsolidierungskreis des Konzerns an.

Geschäfte mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen

Geschäfte zwischen der Deutschen Bank AG und deren Tochtergesellschaften gelten als Geschäfte mit nahestehenden Dritten. Sofern diese Transaktionen bei Konsolidierung eliminiert werden, werden sie nicht als Geschäfte mit nahestehenden Dritten offengelegt. Geschäfte zwischen dem Konzern und seinen assoziierten Unternehmen und Joint Ventures und deren jeweiligen Tochterunternehmen gelten ebenfalls als Geschäfte mit nahestehenden Dritten.

Kredite

 

 

in Mio €

2012

2011

1

Der Anstieg der begebenen Forderungen aus dem Kreditgeschäft hängt hauptsächlich mit der Restrukturierung einer Transaktion in Amerika zusammen.

2

Der Anstieg der Rückzahlungen von Forderungen aus dem Kreditgeschäft hängt hauptsächlich mit dem Verkauf einer restrukturierten Transaktion in Europa zusammen.

3

Im Jahr 2012 waren 3 Mio € und 2011 war keine dieser Forderungen überfällig. Für die Forderungen aus dem Kreditgeschäft hielt der Konzern zum 31. Dezember 2012 Sicherheiten in Höhe von 570 Mio € (2011: 963 Mio €).

Bestand am Jahresanfang

5.158

4.329

Im Laufe des Jahres begebene Forderungen aus dem Kreditgeschäft

436

1.2111

Rückzahlungen von Forderungen aus dem Kreditgeschäft

4.6112

307

Veränderung des Konsolidierungskreises

0

–13

Wechselkursveränderungen/Sonstige

–58

–62

Bestand am Jahresende3

925

5.158

Sonstige kreditrisikobehaftete Transaktionen:

 

 

Wertberichtigungsbestand für Kreditausfälle

47

53

Wertberichtigungen für Kreditausfälle

47

22

Garantien und sonstige Verpflichtungen

55

262

Einlagen

 

 

in Mio €

2012

2011

1

Die Einlagen sind unbesichert.

Bestand am Jahresanfang

247

220

Einlagenzuflüsse

284

258

Einlagenabflüsse

284

190

Veränderung des Konsolidierungskreises

–3

–41

Wechselkursveränderungen/Sonstige

1

0

Bestand am Jahresende1

245

247

Sonstige Geschäfte

Zum 31. Dezember 2012 bestanden Handelsaktiva und positive Marktwertsalden aus derivativen Finanztransaktionen mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 110 Mio € (Dezember 2011: 221 Mio €). Zum 31. Dezember 2012 bestanden Handelspassiva und negative Marktwertsalden aus derivativen Finanztransaktionen mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 4 Mio € (Dezember 2011: 19 Mio €).

Weitere Transaktionen mit nahestehenden Dritten betreffen folgende Ereignisse:

Xchanging etb GmbH: Der Konzern hält einen Anteil an der Xchanging etb GmbH von 49 % und bilanziert diesen Anteil nach der Equitymethode. Die Xchanging etb GmbH ist die Muttergesellschaft der Xchanging Transaction Bank GmbH („XTB“). Zwei der fünf Geschäftsführer der Xchanging etb GmbH und zwei Mitglieder des Aufsichtsrats der XTB sind Mitarbeiter des Deutsche Bank-Konzerns. Die zwischen dem Konzern und Xchanging getroffenen Vereinbarungen beinhalten zwei Auslagerungsverträge mit der XTB über die Bereitstellung von Wertpapierabwicklungsdienstleistungen mit einer Laufzeit bis Mai 2016 beziehungsweise bis Dezember 2014 betreffend der Leistungsbeziehung zwischen XTB und Sal. Oppenheim. Die Auslagerungsverträge zielen auf die Reduzierung der Kosten des Konzerns bei gleichzeitiger Sicherstellung der Servicequalität ab.

2012 belief sich das Volumen der vom Konzern von der XTB erhaltenen Serviceleistungen auf 106 Mio € (2011: 104 Mio €). In 2012 stellte der Konzern der XTB Unterstützungsleistungen (zum Beispiel in Form von EDV- und Infrastruktur-Dienstleistungen) im Volumen von 21 Mio € (2011: 20 Mio €) zur Verfügung.

Hua Xia Bank: Der Konzern hält einen Anteil von 19,99 % an der Hua Xia Bank und bilanziert diese Beteiligung seit dem 11. Februar 2011 nach der Equitymethode. Weitere Informationen finden sich in der Anhangangabe 18 „Nach der Equitymethode bilanzierte Beteiligungen“. Im Jahr 2006 hat die Deutsche Bank einen Vertrag über eine Kreditkartenkooperation mit der Hua Xia Bank abgeschlossen, die einen bedeutenden Schwerpunkt in dieser strategischen Partnerschaft darstellt. Ziel dieser Kooperation ist, ein zukunftsorientiertes Kreditkartengeschäft in China zu errichten, welches Erfahrungen des Konzerns im internationalen Kreditkartengeschäft mit lokaler Expertise der Hua Xia Bank verbindet. Es wurde für diese Kooperation eine Rückstellung in Höhe von 87 Mio € gebildet. Diese Rückstellung deckt die geschätzte Verpflichtung aus dieser Kooperation zum 31. Dezember 2012 ab.

Geschäfte mit Pensionsplänen

Bestimmte Pläne für Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nach IFRS als nahestehende Dritte erachtet. Der Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen zu einer Reihe seiner Pensionspläne, für die er Finanzdienstleistungen einschließlich der Vermögensanlage, erbringt. Pensionspläne des Konzerns können Aktien oder andere Wertpapiere der Deutschen Bank halten oder mit diesen handeln.

Geschäfte mit nahestehenden Pensionsplänen

in Mio €

2012

2011

Aktien des Konzerns im Planvermögen

7

4

Aus dem Planvermögen gezahlte Gebühren an konzerninterne Vermögensverwaltungen

38

24

Marktwert der Derivate mit konzerninternen Kontrahenten

–242

473

Nominalbetrag der Derivate mit konzerninternen Kontrahenten

14.251

14.244