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Geschäftsbericht 2012
Deutsche Bank Geschäftsbericht 2012
Deutsche Bank-Konzern

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Der Deutsche Bank-Konzern

Im September 2012 haben wir unsere strategischen und finanziellen Ambitionen für 2015 in unserer Strategie 2015+ veröffentlicht. Unsere Finanzziele für den Konzern für 2015 beinhalten

  • eine Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) von mindestens 12 %,
  • eine Tier-1-Kernkapitalquote von mehr als 10 % bei vollständiger Umsetzung von Basel 3,
  • eine Aufwand-Ertrag-Relation von weniger als 65 % sowie
  • jährliche Kosteneinsparungen von 4,5 Mrd €.

Corporate Banking & Securities strebt 2015 eine Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) von 15 % an, eine Aufwand-Ertrag-Relation von unter 65 % und Risikoaktiva-Äquivalente von weniger als 200 Mrd €. Global Transaction Banking und Asset & Wealth Management sollten ihren Vorsteuergewinn auf etwa 2,4 Mrd € und auf etwa 1,7 Mrd € verdoppeln können. Private & Business Clients strebt einen Vorsteuergewinn von etwa 3,0 Mrd € sowie eine Aufwand-Ertrag-Relation von unter 60 % an. Für diese Geschäftsbereiche inklusive Consolidation & Adjustments beabsichtigen wir insgesamt eine Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) von mindestens 15 % zu erreichen.

Unsere Ziele basieren auf einer Reihe von Grundannahmen. Dazu gehören eine Normalisierung und Stabilisierung der Bewertung von Vermögenswerten, ein der Marktentwicklung entsprechendes Ertragswachstum, das Ausbleiben fundamentaler Änderungen des gegenwärtig vorliegenden regulatorischen Regelwerks bezüglich Kapital oder der Trennung von Geschäftsaktivitäten, ein Wachstum der Weltwirtschaft zwischen 2 % und 4 %, eine Euro/US-Dollar-Wechselkursrelation von rund 1,30 sowie selektive Marktanteilsgewinne infolge der Bankenkonsolidierung.

Um unsere Ziele der Strategie 2015+ zu erreichen, haben wir mehrere strategische Initiativen gestartet. Diese umfassen die Bildung einer speziellen Non-Core Operations Unit, angestrebte Maßnahmen zum Risikoabbau sowie ein spezielles Programm zur Erhöhung unserer operativen Leistungsfähigkeit.

Wir bekennen uns zum Universalbankmodell und zu unseren vier Unternehmensbereichen. Zusätzlich haben wir 2012 eine separate Non-Core Operations Unit gebildet, um unsere Aktivitäten zum Abbau bestimmter Bilanzpositionen zu beschleunigen. Als eigener Bereich wird sie transparent und voll verantwortlich nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte verwalten und möglichst effizient für die Bank und unsere Aktionäre veräußern. Das Hauptziel ist die Reduzierung der Basel 3-Risikoaktiva-Äquivalente auf 90 Mrd € zum Ende des ersten Quartals 2013 und auf 80 Mrd € zum 31. Dezember 2013.

Wir bekräftigen zudem unsere Absicht, unser Kapital so zu steuern, dass alle regulatorischen Kennziffern in Stressszenarien erfüllt werden. Die Tier-1-Kernkapitalquote wird weiterhin eine Priorität unseres Managements bleiben. Aufgrund unserer guten Fortschritte beim Risikoabbau haben wir unser Ziel für März 2013 von 90 Mrd € auf 100 Mrd € zu reduzierende Risikoaktiva erhöht. Entsprechend haben wir unser Ziel für die Tier-1-Kernkapitalquote bei vollständiger Umsetzung der Basel-3-Vorschriften zum Ende des ersten Quartals 2013 auf mindestens 8,5 % erhöht und streben weiterhin eine Quote von mehr als 10 % bis zum Ende des ersten Quartals 2015 an.

Wir werden außerdem zur Steigerung unserer operativen Leistungsfähigkeit in den kommenden Jahren in erheblichem Umfang Kosten, Redundanzen und Komplexität verringern, um somit auf lange Sicht wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Rahmen des Operational Excellence Programms (OpEx) ist geplant, mit Investitionen von rund 4 Mrd € in den kommenden drei Jahren die vollen jährlichen Kosteneinsparungen von 4,5 Mrd € im Jahr 2015 zu erzielen.

in Mrd €

Geplante Investitionen

Geplante zusätzliche Kosteneinsparung

1

Rundungsdifferenzen möglich.

2012

0,6

0,4

2013

1,7

1,2

2014

1,6

1,4

2015

0,2

1,5

Summe1

4,0

4,5

Im Jahr 2012 wurden bereits 0,5 Mrd € investiert und Kosteneinsparungen in Höhe von 0,4 Mrd € erreicht.

Von den in OpEx für 2015 geplanten Kosteneinsparungen entfallen knapp 40 % oder 1,7 Mrd € auf die Infrastrukturbereiche der Bank. Maßnahmen in diesem Zusammenhang beinhalten Investitionen in neue integrierte IT-Plattformen, die Rationalisierung der regionalen Backoffice-Aktivitäten und die Zentralisierung des Einkaufs. Daneben wollen wir durch den Verkauf von Gebäuden unser Immobilienportfolio straffen. Für 2013 haben wir unter Einbezug der Aktivitäten von 2012 bereits Kosteneinsparungen von 800 Mio € identifiziert. Derzeit wird eine kleine Anzahl der identifizierten und vorgelegten Initiativen noch geprüft. In Abhängigkeit von der finalen Entscheidung zu diesen Initiativen könnten die Umsetzungskosten höher als ursprünglich erwartet ausfallen und die Einsparungsziele unterschritten werden.

Die Umsetzung aller unserer Initiativen und die Realisierung ihres erwarteten Nutzens könnte von weiteren Faktoren beeinträchtigt werden. Dazu zählen wirtschaftliche Faktoren, wie eine anhaltende europäische Staatsschuldenkrise, das erneute Auftreten von Marktturbulenzen auf den für uns relevanten Märkten, schlechte globale, regionale und nationale Wirtschaftsbedingungen sowie ein verstärkter Wettbewerb. Zusätzlich könnten regulatorische Anforderungen unsere Kosten erhöhen oder unsere Aktivitäten einschränken, da Kapitalanforderungen im Fokus stehen und unterschiedliche Aufsichtsbehörden auf strukturelle Veränderungen drängen. Da diese Regierungsinitiativen noch diskutiert werden, können wir ihre künftigen Auswirkungen derzeit noch nicht abschätzen. Aufgrund der Art unseres Geschäfts unterliegen wir Rechtsstreitigkeiten, Schlichtungsverfahren und aufsichtsrechtlichen Untersuchungen in verschiedenen Gerichtsbarkeiten der Welt, deren Ausgang wir nicht abschätzen können. Während wir eine Reihe wichtiger Rechtsfälle beigelegt und bei anderen Fortschritte erzielt haben, erwarten wir hier ein weiterhin herausforderndes Umfeld.