Liquiditätsrisiko


Liquiditätsrisiko ist das Risiko, das aus unserem potenziellen Unvermögen entsteht, alle Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen, oder unseren Zahlungsverpflichtungen nur zu überhöhten Kosten nachkommen zu können.

Unser Konzept für das Liquiditätsrisikomanagement spielte eine wichtige Rolle für die Erhaltung adäquater Liquidität und die Steuerung unseres Refinanzierungsprofils in 2012. Zum Jahresende 2012 wurde das Konzept für das Liquiditätsrisikomanagement der Postbank in das der Deutschen Bank integriert, weshalb wir keine separaten Ausführungen zum Liquiditätsrisiko bei der Postbank mehr führen (siehe 2011: Finanzbericht/Risikobericht). Die Postbank ist somit innerhalb der folgenden Abschnitte konsistent mit allen Unternehmenseinheiten dargestellt.

Konzept des Liquiditätsrisikomanagements

Der Vorstand legt die Liquiditätsstrategie, insbesondere die Risikotoleranz für Liquiditätsrisiken, basierend auf Empfehlungen von Treasury und dem Capital and Risk Committee, fest. Der Vorstand überprüft und genehmigt mindestens einmal jährlich die gruppenweiten Limite zur Messung und Steuerung des Liquiditätsrisikos sowie den langfristigen Refinanzierungs- und Emissionsplan der Bank.

Unsere Treasury-Funktion ist für die Steuerung der Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken der Deutschen Bank weltweit, wie in der Liquiditätsrisikostrategie definiert, verantwortlich. Unser Konzept des Liquiditätsrisikomanagements ist zur Identifizierung, Bemessung und Steuerung unserer Liquidtätsrisikoposition vorgesehen. Unsere Liquiditäts- und Refinanzierungslage wird mindestens wöchentlich im Rahmen der Liquidity Scorecard an den Vorstand berichtet. Unser Liquiditätsrisikomanagement beginnt mit der Steuerung der innertäglichen Zahlungen (operative Liquidiät), der Planung erwarteter Zahlungsströme und der Sicherstellung unseres Zugangs zu Zentralbanken. Es umfasst im Weiteren das taktische Liquiditätsrisikomanagement, das sich mit dem Zugang zu den besicherten und unbesicherten Finanzierungsquellen beschäftigt. Schließlich beinhaltet die strategische Komponente die Erstellung eines Fälligkeitsprofils sämtlicher Aktiva und Passiva in unserer Bilanz (Liquiditätsablaufbilanz) sowie die Festlegung unserer Emissionsstrategie.

Unser cashflow-bezogenes Reportingsystem liefert tägliche Liquiditätsrisikoinformationen an das globale und lokale Management.

Stresstests und Szenarioanalysen spielen in unserem Konzept des Liquiditätsrisikomanagements eine zentrale Rolle. Hierzu gehört auch eine Bewertung der Liquidität der Aktiva, das heißt die Eigenschaften unserer Vermögenswerte unter verschiedenen Stressszenarien sowie der Finanzierungsbedarf aus bedingten außerbilanziellen Zahlungsverpflichtungen. Die monatlichen Stresstestergebnisse dienen zur Kalibrierung unserer kurzfristigen Profil-Limite für Wholesale-Refinanzierung (sowohl für unbesicherte als auch für besicherte), und wir stellen damit sicher, dass wir innerhalb der generellen Liquiditätsrisikotoleranz des Vorstands bleiben.

Kurzfristige Liquidität und Refinanzierung über den Wholesale-Markt

Unser gruppenweites Reportingsystem verfolgt alle vertraglichen Cashflows aus der Refinanzierung über den Wholesale-Markt auf täglicher Basis über eine Zeitspanne von 12 Monaten. Als Refinanzierung aus dem Wholesale-Markt betrachten wir zu diesem Zweck unsere unbesicherten Verbindlichkeiten, die in erster Linie durch unsere Global Markets Finance Abteilung erbracht wurden, sowie unsere besicherten Verbindlichkeiten, die in erster Linie durch unsere Global Markets Finance- und Equities-Geschäftsbereiche erbracht wurden. Derartige Verbindlichkeiten kommen vorrangig von Unternehmen, Banken und anderen Finanzinstituten, Regierungen und Staaten. Die Profil-Limite für eine Refinanzierung über den Wholesale-Markt, die von unseren Stresstestergebnissen abgeleitet und vom Vorstand genehmigt werden, stellen unsere maximale Toleranz für Liquiditätsrisiko dar. Die Limite für eine Refinanzierung über den Wholesale-Markt werden auf die globalen Nettoabflüsse sowie das Gesamtvolumen der unbesicherten Wholesale-Refinanzierung angewandt und täglich überwacht. Unsere Liquiditätsreserven stellen die primäre Absicherung gegen Stress auf den kurzfristigen Wholesale-Refinanzierungsmärkten dar. Auf Einzelgesellschaftsebene können, wo es zweckmäßig und angemessen erscheint, Liquiditätsabflusslimite über ein breites Spektrum an Cashflows gesetzt werden.

Diversifizierung der Finanzierungsmittel

Die Diversifizierung unseres Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Regionen, Produkten und Instrumenten ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Konzepts des Liquiditätsrisikomanagements. Unsere stabilsten Refinanzierungsmittel stammen aus Kapitalmarktemissionen und Eigenkapital sowie von Privat- und Transaktionsbankkunden. Andere Kundeneinlagen sowie die Geldaufnahmen von Wholesale-Kunden sind weitere Finanzierungsquellen. Die diskretionäre Wholesale-Refinanzierung repräsentiert unbesicherte Wholesale-Verbindlichkeiten, die in erster Linie durch unseren Geschäftsbereich Global Markets Finance aufgenommen wurden. Aufgrund der Kurzfristigkeit dieser Verbindlichkeiten werden diese primär zur Refinanzierung von Barsalden und liquiden Handelsbeständen genutzt.

Um eine zusätzliche Diversifizierung unserer Refinanzierungsmittel sicherzustellen, besitzen wir eine Pfandbrieflizenz, die uns die Emission von Hypothekenpfandbriefen ermöglicht.

In 2012 haben wir uns weiterhin auf den Ausbau unserer stabilsten Refinanzierungsquellen fokussiert und einen Anstieg von 12,2 Mrd € (4,4 %) beziehungsweise 21,4 Mrd € (12,4 %) unserer Privatkunden und Transaktionsbankkunden verzeichnet. Wir behaupten unseren Zugang zu den kurzfristigen Wholesale-Refinanzierungsmärkten, sowohl auf besicherter als auch unbesicherter Basis.

Die diskretionäre Wholesale-Refinanzierung umfasst eine Bandbreite von unbesicherten Produkten wie zum Beispiel Certificates of Deposits (CDs), Commercial Paper sowie Termin-, Call- und Tagesgelder, weitestgehend mit Laufzeiten bis zu einem Jahr. Zusätzlich sind 8,6 Mrd € forderungsgedeckte Geldmarktpapiere (ABCP), die durch Conduits emittiert werden, in den Finanzierungsvehikeln enthalten.

Das Gesamtvolumen unserer diskretionären Wholesale-Refinanzierung und der besicherten Refinanzierung schwankte zwischen den Berichtszeiträumen basierend auf unseren zugrunde liegenden Geschäftsaktivitäten. Die höheren Volumen, vornehmlich bei den besicherten Refinanzierungstranksationen, sind größtenteils durch höhere kundenbezogene Wertpapierfinanzierungsgeschäfte sowie durch das Wachstum des liquiden Handelsbestands zwischen den Quartalsenden getrieben. Wir haben das Volumen der diskretionären Wholesale-Refinanzierung im Laufe des Jahres um 40,0 Mrd € reduziert. Diese Reduzierung ist das Resultat eines Anstiegs in den stabileren Refinanzierungsquellen, kombiniert mit einer Verringerung der Liquiditätsreserven auf einer vergleichbaren Basis.

Um eine ungewollte Abhängigkeit von diesen kurzfristigen Refinanzierungsquellen zu vermeiden und ein gesundes Refinanzierungsprofil am kurzen Ende sicherzustellen, das im Einklang mit der festgelegten Risikotoleranz steht, haben wir Limitstrukturen (über die Zeitachse) für diese Finanzierungsquellen implementiert, die aus unserer Stresstestanalye abgeleitet sind.

Die folgende Grafik zeigt die Zusammensetzung unserer externen Refinanzierungsquellen, die zu unserer Liquiditätsrisikoposition zum 31. Dezember 2012 sowie 31. Dezember 2011 beitrugen. Sie sind in Mrd € sowie als prozentualer Anteil an den gesamten externen Finanzierungsquellen dargestellt.

Zusammensetzung externer Finanzierungsquellen
Zusammensetzung externer Finanzierungsquellen (Balkendiagramm)

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten unserer kurzfristigen Wholesale-Refinanzierungen (einschließlich diskretionärer Wholesale-Refinanzierung plus forderungsgedeckte Geldmarktpapiere) sowie unserer Kapitalmarktemissionen (von denen 33 % von Privatkunden gehalten werden).

Fälligkeiten von Wholesale-Refinanzierung und -Kapitalmarktemissionen

 

31.12.2012

in Mio €

Nicht mehr als 1 Monat

Mehr als 1 Monat, aber nicht mehr als 3 Monate

Mehr als 3 Monate, aber nicht mehr als 6 Monate

Mehr als 6 Monate, aber nicht mehr als 1 Jahr

Zwischen-
summe weniger als 1 Jahr

Mehr als 1 Jahr, aber nicht mehr als 2 Jahre

Mehr als 2 Jahre

Insgesamt

1

Verbindlichkeiten mit Kündigungsrechten werden mit ihrem rechtlich frühestmöglichen Kündigungstermin eingestellt. Über die Eintrittswahrscheinlichkeit einer derartigen Kündigung werden keine Annahmen getroffen.

Einlagen von Banken

24.627

5.820

2.542

870

33.859

25

214

34.098

Einlagen von sonstigen Kunden

20.776

1.996

779

465

24.015

185

294

24.495

CDs and CP

9.978

14.880

5.329

3.625

33.812

283

183

34.277

ABCP

4.552

3.721

376

8.649

8.649

Vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten

1.972

4.921

5.101

4.489

16.483

6.929

37.419

60.832

Vorrangige unbesicherte strukturierte Verbindlichkeiten

969

1.271

1.331

2.640

6.210

4.611

21.184

32.005

Besicherte Schuldverschreibungen

1.501

1.120

11

2.631

3.555

25.316

31.502

Nachrangige Verbindlichkeiten

2.180

4.704

1.750

1.262

9.898

1.069

11.940

22.906

Sonstige

7

33

12

6

58

18

227

303

Insgesamt1

66.563

38.465

17.220

13.368

135.616

16.675

96.777

249.068

Davon besichert

6.053

4.841

376

11

11.281

3.555

25.316

40.152

Davon unbesichert

60.509

33.625

16.844

13.357

124.335

13.120

71.461

208.917

Das Gesamtvolumen der innerhalb eines Jahres fällig werdenden Wholesale-Verbindlichkeiten und -Kapitalmarktemissionen in Höhe von 135,6 Mrd € sollte im Zusammenhang mit unseren gesamten Liquiditätsreserven von 232,2 Mrd € betrachtet werden.

Liquiditätsablaufbilanz

Zur Erstellung eines Fälligkeitsprofils (Liquiditätsablaufbilanz) ordnen wir alle für das Refinanzierungsprofil relevanten Aktiva und Passiva entsprechend ihren ökonomischen Fälligkeiten Laufzeitbändern zu. Da Handelsaktiva in der Regel liquider sind, als ihre vertragliche Laufzeit erkennen lässt, legen wir individuelle Liquiditätsprofile fest, die deren relativen Liquiditätswert zeigen. Aktiva und Passiva aus dem Privatkundengeschäft (Hypothekendarlehen und Privatkundeneinlagen), die üblicherweise unabhängig von den geltenden Kapitalmarktbedingungen erneuert oder verlängert werden, ordnen wir entsprechend ihrer erwarteten Prolongation bestimmten Zeitbändern zu. Wholesale-Bankprodukte stellen wir entsprechend ihren vertraglichen Laufzeiten ein.

Die Liquiditätsablaufbilanz zeigt für jedes Laufzeitband einen Überschuss beziehungsweise eine Unterdeckung an Finanzierungsmitteln und ermöglicht die Steuerung offener Liquiditätspositionen. Die Liquiditätsablaufbilanz bildet zusammen mit dem Prozess zur Erstellung der strategischen Liquiditätsplanung, die das Angebot und die Nachfrage nach Refinanzierungsmitteln über alle Geschäftsbereiche hinweg prognostiziert, die Grundlage für unseren jährlichen Emissionsplan. Nach Genehmigung durch den Vorstand legt der Emissionsplan die Emissionsziele für Wertpapiere nach Laufzeit, Volumen und Instrument fest. Per Jahresende 2012 haben wir in allen jährlichen Laufzeitbändern der Liquiditätsablaufbilanz (> 1 Jahr bis zu > 10 Jahre) Überschüsse ausgewiesen.

Refinanzierung und Kapitalmarktemissionen

Die Kreditmärkte standen in 2012 weiterhin im Zeichen der allgemeinen makroökonomischen Entwicklungen sowie der Schuldenkrise in der Eurozone. Der fünf-jährige CDS für die Deutsche Bank hat in einem Bereich von 92–222 Basispunkten, mit einem Höchststand im Juli, gehandelt. Seitdem ist der Aufschlag gefallen und handelte zum Jahresende nahe dem Jahrestief. Der Aufschlag unserer Anleihen wies eine ähnliche Volatilität auf. Unsere fünfjährige EUR-Benchmarkanleihe (5,125 % Kupon, Fälligkeit im August 2017) handelte zum Beispiel in einem Bereich von 40–163 Basispunkten und schloss das Jahr ebenfalls nahe ihrem Tief.

Unser Refinanzierungsplan für 2012 in Höhe von 15,0 – 20,0 Mrd €, der Eigenemissionen mit einer Ursprungslaufzeit von mehr als einem Jahr umfasst, wurde bereits Anfang September erfüllt und wir haben das Jahr 2012 mit einem Refinanzierungsvolumen von 17,9 Mrd € beendet. Diese Refinanzierung verteilte sich weitestgehend über die folgenden Finanzierungsquellen: unbesicherte Benchmarkanleihe (3,1 Mrd €), unbesicherte Emissionen an Privatkunden (5,9 Mrd €), unbesicherte Privatplatzierungen (6,8 Mrd €) und Pfandbriefemissionen (2,0 Mrd €). Der wesentliche Teil des Gesamtemissionsvolumens von 17,9 Mrd € wurde in EUR emittiert (10,2 Mrd €). Wir haben darüber hinaus 6,2 Mrd € in USD und kleine Beträge in JPY und GBP emittiert. Zusätzlich zu den direkten Emissionen nutzen wir langfristige Währungsswaps, um unseren Refinanzierungsbedarf außerhalb des EUR zu steuern. Unsere Investorenbasis umfasst Privatkunden (33 %), Banken (25 %), Vermögensverwalter und Pensionsfonds (15 %), Versicherungen (6 %) und andere institutionelle Investoren (21 %). Die geografische Verteilung lag zwischen Deutschland (28 %), dem restlichen Europa (31 %), den USA (21 %), Asien/Pazifik (16 %) und anderen Ländern (4 %). Von unseren per 31. Dezember 2012 ausstehenden Kapitalmarktemissionen sind etwa 80 % auf einer unbesicherten Basis emittiert worden.

Der durchschnittliche Aufschlag über dem relevanten variablen Index für unsere Emissionen (zum Beispiel Libor) betrug für das gesamte Jahr 64 Basispunkte, mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 4,2 Jahren. Unsere Emissionsaktivitäten verteilten sich in 2012 gleichmäßig über die ersten drei Quartale mit einem sich reduzierenden Volumen im vierten Quartal nach der Erfüllung unseres Emissionsplans. Über die vier Quartale in 2012 haben wir die folgenden Volumina emittiert: 5,7 Mrd €, 4,8 Mrd €, 5,5 Mrd € und 1,9 Mrd €.

Unser Refinanzierungsplan für das Jahr 2013, dessen Erfüllung wir über den Zugang zu den oben genannten vier Kanälen planen, ohne dabei von einem der Kanäle übermäßig abhängig zu sein, beläuft sich auf 18,0 Mrd €. Wir planen, einen Teil dieser Refinanzierung in USD aufzunehmen, und werden potenziell zur Steuerung der verbleibenden Finanzierungsanforderungen Währungsswaps eingehen. Unsere gesamten Fälligkeiten von Kapitalmarktemissionen in 2013, ohne unsererseits rechtlich ausübbare Kaufoptionen, belaufen sich auf etwa 24,0 Mrd €.

Informationen über das Fälligkeitenprofil unserer Wholesale-Refinanzierung und -Kapitalmarktemissionen stehen in der vorangegangenen Tabelle.

Verrechnungspreise (Transfer Pricing)

Wir unterhalten ein Konzept für Verrechnungspreise, das für alle Geschäftsbereiche bindend ist und sicherstellt, dass die Preise (i) für Aktiva im Einklang mit deren zugrunde liegendem Liquiditätsrisiko stehen, (ii) Passiva im Einklang mit deren Finanzierungslaufzeit stehen und (iii) bedingte Zahlungsverpflichtungen im Einklang mit den Kosten für die Bereitstellung ausreichender Liquiditätsreserven gestellt werden, die zur Abdeckung unerwarteter Zahlungsrisiken benötigt werden.

In diesem Konzept für Verrechnungspreise allokieren wir die Refinanzierungs- und Liquiditätsrisikokosten und -nutzen an alle Geschäftsbereiche und setzen im Rahmen der Liquiditätsrisikorichtlinien der Bank finanzielle Anreize. Verrechnungspreise unterliegen den Laufzeitaufschlägen in Abhängigkeit der Marktbedingungen. Die Liquiditätsprämien werden von Treasury festgelegt und in einem separaten Liquiditätskonto ausgewiesen. Das Treasury-Liquiditätskonto spiegelt die aggregierten langfristigen Liquiditätskosten wider. Die Steuerung und Kostenallokation des Liquiditätskontos ist die wichtigste Stellgröße für die Verrechnung unserer Refinanzierungskosten.

Liquiditätsreserven

Die Liquiditätsreserven beinhalten verfügbare Barmittel und Barmitteläquivalente, hochliquide Wertpapiere (inklusive Staaten, staatlichen Einrichtungen und staatlich garantierten Wertpapieren) sowie weitere unbelastete und zentralbankfähige Vermögenswerte. Das Volumen der Liquiditätsreserve ist eine Funktion des erwarteten Stresstest-Ergebnisses, sowohl auf einer aggregierten als auch auf einer individuellen Währungsebene. Wenn wir zunehmend kurzfristige Wholesale-Verbindlichkeiten erhalten, die einen hohen Liquiditätsabfluss unter Stress mit sich bringen, so werden wir diese Liquidität zur Absicherung überwiegend in Barmitteln oder hochliquiden Wertpapieren halten. Somit schwankt das Gesamtvolumen der Liquiditätsreserven gemessen an den erhaltenen kurzfristigen Wholesale-Verbindlichkeiten, obwohl dies keine materiellen Auswirkungen auf unsere Gesamtliquiditätsposition unter Stress hat. Liquiditätsreserven beinhalten nur Aktiva, die innerhalb des Konzerns frei übertragbar sind oder zur Schließung von Liquiditätsabflüssen in lokalen Geschäftseinheiten verwendet werden können. Diese Reserven werden in den wichtigsten Währungen und an den Hauptstandorten, an denen die Bank aktiv ist, gehalten. Die überwiegende Mehrheit unserer Liquiditätsreserven wird zentral auf Gruppenebene oder in unseren ausländischen Niederlassungen gehalten. Die Größe und Zusammensetzung der Liquiditätsreserven unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung durch die Geschäftsführung. Die angewandten Sicherheitsabschläge spiegeln unsere Annahmen des aktuellen Liquiditätswerts wider, der primär durch besicherte Refinanzierung erzielt werden könnte, und berücksichtigen die Erfahrungen, die in den besicherten Refinanzierungsmärkten unter Stress gemacht wurden.

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung unserer Liquiditätsreserven zu den beschriebenen Zeitpunkten. Unsere Liquiditätsreserven beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf 232 Mrd €, inklusive Postbank nach deren erfolgter Integration mit 26 Mrd €. Die Vergleichszahlen vom 31. Dezember 2011 beinhalten die Postbank nicht. Unsere Liquiditätsreserven haben sich ohne Postbank um 16 Mrd € verringert. Hauptsächlich war hierfür die Reduzierung unserer diskretionären Wholesale-Refinanzierung um 40 Mrd € während des Jahres verantwortlich, die durch einen Anstieg der stabileren Finanzierungsquellen ausgeglichen wurde. Unsere Liquiditätsreserven exklusive Postbank beliefen sich für das Jahr 2012 auf durchschnittlich 211 Mrd €.

Zusammensetzung unserer Liquiditätsreserven nach Muttergesellschaft (inklusive Zweigstellen) und Tochtergesellschaften

 

31.12.2012

31.12.2011

in Mrd €

Buchwert

Liquiditätswert

Buchwert

1

Zuvor für den 31. Dezember 2011 veröffentlichte Werte wurden angepasst und beinhalten jetzt auch die Liquiditätsreserven, die nicht frei innerhalb des Konzerns transferiert werden können, aber verfügbar sind, um stresstestbasierte Liquiditätsabflüsse in den Gesellschaften, in denen sie gehalten werden, zu begrenzen.

Verfügbare Barsalden und Äquivalente (vorwiegend bei Zentralbanken)

128

128

1401

Muttergesellschaft (inklusive Zweigstellen)

112

112

133

Tochtergesellschaften

16

16

7

Hochliquide Wertpapiere (enthält Staatsanleihen, von Staaten garantierte Anleihen und Anleihen staatlicher Einrichtungen)

91

82

65

Muttergesellschaft (inklusive Zweigstellen)

56

52

56

Tochtergesellschaften

35

30

9

Sonstige unbelastete zentralbankfähige Wertpapiere

13

10

18

Muttergesellschaft (inklusive Zweigstellen)

12

9

18

Tochtergesellschaften

1

1

0

Gesamte Liquiditätsreserven

232

220

2231

Muttergesellschaft (inklusive Zweigstellen)

180

173

207

Tochtergesellschaften

52

47

16

Die vorangehende Tabelle zeigt die unbelasteten Aktiva, die umgehend als Liquiditätsquelle in einem kurzfristigen Stresshorizont genutzt werden können. Der Buchwert repräsentiert den Marktwert der Liquiditätsreserven. Der Liquiditätswert repräsentiert den Wert, den wir unseren Liquiditätsreserven nach Bewertungsabschlag unter der Annahme unseres kombinierten Stressszenarios zuweisen. Für eine Analyse der verpfändeten Aktiva in der Bilanz siehe Anhangangabe 22 „Als Sicherheit verpfändete und erhaltene Vermögenswerte“.

Stresstests und Szenarioanalysen

Wir verwenden Stresstests und Szenarioanalysen, um den Einfluss von plötzlich auftretenden und schwer wiegenden Stressereignissen auf unsere Liquiditätsposition zu untersuchen. Die Szenarien, die wir anwenden, beruhen auf historischen Ereignissen wie dem Börsencrash des Jahres 1987, dem US-amerikanischen Liquiditätsengpass von 1990 und den Terrorangriffen des 11. September 2001, auf Fallstudien von Liquiditätskrisen und auf hypothetischen Modellen sowie den Erfahrungen aus der letzten Finanzmarktkrise.

Sie beinhalten eine länger anhaltende Dysfunktionalität des Geldmarkts und ein Einfrieren der besichterten Refinanzierungsmärkte, die Ablehnung von Sicherheiten, eine eingeschränkte Fungibilität von Währungen, nicht absetzbare Syndizierungen und sonstige systemische Nebenwirkungseffekte. Die Szenario-Typen umfassen institutsspezifische Ereignisse (zum Beispiel Bonitätsherabsetzung), marktbedingte Ereignisse (zum Beispiel systemisches Marktrisikoszenario) sowie die Kombination beider Ereignisse, welches ein systemisches Marktrisikoszenario in Kombination mit einer mehrstufigen Bonitätsherabsetzung verknüpft. Wir wenden diese Stressszenarien auf eine Auswahl von Währungen und Gesellschaften an. Diese Szenarien unterliegen regelmäßigen Überprüfungen und Neubewertungen.

Bei jedem dieser Szenarien wird angenommen, dass ein hoher Anteil der fällig werdenden Forderungen an Nicht-Wholesale-Kunden prolongiert werden muss (um den Franchise-Wert zu unterstützen), wohingegen die Prolongation der Verbindlichkeiten teilweise oder ganz eingeschränkt ist und daraus eine Finanzierungslücke resultiert. In diesem Zusammenhang wird angenommen, dass die Wholesale-Refinanzierung von den risikosensitivsten Quellen (inklusive der unbesicherten Finanzierung von Geschäftsbanken, Geldmarktfonds sowie forderungsgedeckten Geldmarktpapiere) in der akuten Stressphase komplett vertraglich ausläuft. Darüber hinaus analysieren wir den potenziellen Refinanzierungsbedarf bedingter Risiken, die unter Stress entstehen können. Diese beinhalten die Inanspruchnahme von Krediten, erhöhte Sicherheitsanforderungen aus derivativen Verträgen sowie Mittelabflüsse aus Festgeldern mit einem vertraglichen Rating-Trigger. Danach werden die notwendigen Schritte bestimmt, um der entstehenden Finanzierungslücke entgegenzuwirken. Die Gegenmaßnahmen beinhalten unsere verfügbaren Liquiditätsreserven sowie potenzielle Liquidität aus weiteren unbelasteten Wertpapierbeständen. Stresstests werden auf globaler und individueller Länderebene sowie über signifikante Währungen außerhalb der Eurozone hinweg durchgeführt. Wir überprüfen unsere Stresstestannahmen mindestens jährlich und haben den Schärfegrad einiger Stressannahmen im Laufe des Jahres 2012 erhöht.

Die Stresstests sind vollständig in unser Liquiditätsrisikomanagement-Konzept integriert. Zu diesem Zweck nutzen wir die vertraglich vereinbarten Wholesale-Zahlungsströme pro Währung und Produkt über einen achtwöchigen Zeitraum (welchen wir als die kritischste Zeitspanne in einer Liquiditätskrise einschätzen) und wenden den jeweiligen Stressfall auf alle potenziellen Treiber der Risiken aus bilanziellen und außerbilanziellen Produkten an. Über den achtwöchigen Zeitraum hinaus analysieren wir auf monatlicher Basis die Auswirkungen einer erweiterten Stressperiode, die bis zu zwölf Monate andauert. Die Stresstests des Liquiditätsrisikos liefern die Basis für unseren vom Vorstand genehmigten Notfallrefinanzierungsplan.

Unsere Stresstestanalysen geben Aufschluss darüber, ob wir unter kritischen Umständen genügend Liquidität aufbringen könnten, und liefern wichtige Informationen für die Festlegung unserer angestrebten Liquiditätsrisikoposition. Wir führen die Analyse monatlich durch. Die nachstehende Übersicht veranschaulicht die Stresstestergebnisse zum 31. Dezember 2012. Für jedes Szenario zeigt die Übersicht unsere kumulative Finanzierungslücke über einen achtwöchigen Zeitraum nach Eintritt des auslösenden Ereignisses, die Liquidität, die wir durch verschiedene Quellen zur Schließung der Lücke hätten aufbringen können, sowie die resultierende Nettoliquiditätsposition.

Stresstestergebnisse

in Mrd €

Finanzierungslücke1

Positionsschließung2

Netto Liquiditätsposition

1

Finanzierungslücke verursacht durch eingeschränkte Prolongation der Verbindlichkeiten und weitere erwartete Abflüsse.

2

Liquiditätsgenerierung auf Basis der Liquiditätsreserve (nach Sicherheitenabschlägen) und durch andere Gegensteuerungsmaßnahmen.

3

Kombinierter Effekt aus systemischen Marktrisiken und Herabstufung auf A-2/P-2.

Systemisches Marktrisiko

39

217

178

Emerging Markets

15

216

201

Verschlechterung der Bonitätseinstufung um eine Stufe (Deutsche Bank-spezifisch)

45

222

177

Verschlechterung der Bonitätseinstufung auf A-2/P-2 (Deutsche Bank-spezifisch)

215

262

47

Kombiniert3

227

255

28

Die untere Tabelle zeigt die zusätzlichen Sicherheiten, die im Falle einer Herabstufung unserer langfristigen Bonitätseinstufung von einer oder zwei Stufen durch Ratingagenturen benötigt werden.

Zusätzliche vertragliche Verpflichtungen

 

 

31.12.2012

in Mio €

Einstufige Verschlechterung der Bonität

Zweistufige Verschlechterung der Bonität

Vertragliche derivative Abflüsse und Nachschussforderungen

3.593

6.912

Andere vertragliche Abflüsse und Nachschussforderungen

544

1.080

Angesichts der wachsenden Bedeutung des Liquiditätsmanagements im Finanzsektor diskutieren wir liquiditätsrisikobezogene Themen aktiv mit Zentralbanken, Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und Marktteilnehmern. Wir sind in einer Reihe von Liquiditätsarbeitsgruppen engagiert und beteiligen uns an Initiativen zur Schaffung eines Branchenstandards zur angemessenen Bewertung und Steuerung des Liquiditätsrisikos bei Finanzdienstleistern. Neben der internen Liquiditätssteuerung unterliegt die Liquidität deutscher Banken den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes sowie den Vorschriften der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Fälligkeitsanalyse der Vermögensgegenstände und finanziellen Verbindlichkeiten

Treasury analysiert und steuert unsere Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten. In Fällen, in denen die Produkte keine vertraglichen Endfälligkeiten haben oder die vertraglichen Endfälligkeiten die Liquiditätsrisikoposition nicht adäquat widerspiegeln, ist es notwendig, Modellannahmen zu treffen. Einlagen von Privat- und Transaktionsbankkunden sind ein gutes Beispiel für die Notwendigkeit von Modellannahmen. Diese Einlagen haben generell keine vertraglich vereinbarte Restlaufzeit, haben sich aber als konsistente Größe, selbst in Zeiten großer Finanzkrisen, erwiesen.

Diese Modellannahmen sind integraler Bestandteil des Konzepts des Liquiditätsrisikomanagements, welches vom Vorstand definiert und festgelegt wurde. Siehe Abschnitt „Stresstest und Szenarioanalysen“ für weitere Informationen zu kurzfristigen Liquiditätspositionen mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr sowie Abschnitt „Liquiditätsablaufbilanz“ für langfristige Liquiditätspositionen mit Restlaufzeiten über einem Jahr.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsanalyse aller Vermögensgegenstände, basierend auf den Buchwerten und die früheste rechtlich durchsetzbare Kündigungsmöglichkeit zum 31. Dezember 2012.

Fälligkeitsanalyse der Vermögensgegenstände nach frühester Kündigungsmöglichkeit

 

31.12.2012

in Mio €

Täglich fällig

Bis
3 Monate

Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr

Zwischen-
summe: bis 1 Jahr

Mehr als 1 Jahr bis 2 Jahre

Mehr als 2 Jahre bis 5 Jahre

Mehr als 5 Jahre

Insgesamt

Barreserve und Einlagen bei Kreditinstituten

136.491

8.726

1.955

147.173

22

65

173

147.433

Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen

Forderungen aus Wertpapierpensions-
geschäften (Reverse Repos)

5.333

21.735

9.382

36.450

27

93

36.570

mit Kreditinstituten

1.979

17.802

8.977

28.757

93

28.850

mit Kunden

3.355

3.933

405

7.693

27

7.720

Privatkunden

18

18

18

Unternehmen und sonstige Kunden

3.337

3.933

405

7.675

27

7.702

Forderungen aus Wertpapierleihen

23.740

111

23.851

96

23.947

mit Kreditinstituten

2.760

39

2.800

2.800

mit Kunden

20.980

71

21.051

96

21.147

Privatkunden

0

0

0

0

Unternehmen und sonstige Kunden

20.980

71

21.051

96

21.147

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte – Handel

1.032.422

125.654

13.202

1.171.279

4.831

10.227

14.545

1.200.881

Handelsaktiva

245.538

245.538

245.538

Festverzinsliche Wertpapiere und Kredite

171.106

171.106

171.106

Aktien und andere Wertpapiere mit variablen Erträgen

65.457

65.457

65.457

Sonstige Handelsaktiva

8.975

8.975

8.975

Positive Marktwerte aus derivaten Finanzinstrumenten

768.315

768.315

768.315

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

18.569

125.654

13.202

157.425

4.831

10.227

14.545

187.027

Forderungen aus Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos)

10.256

107.589

5.798

123.643

880

339

126

124.987

Forderungen aus Wertpapierleihen

8.166

15.373

4.765

28.304

28.304

Festverzinsliche Wertpapiere und Kredite

146

2.687

1.363

4.196

2.890

6.665

9.418

23.169

Aktien und andere Wertpapiere mit variablen Erträgen

22

22

1.013

2.978

4.906

8.919

Sonstige Finanzaktiva

5

1.255

1.261

47

245

95

1.648

Positive Marktwerte aus derivaten Finanzinstrumenten, die die Anforderungen an Sicherungsgeschäfte erfüllen

58

233

291

285

2.201

5.594

8.370

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Finanzaktiva

6

5.404

3.859

9.269

4.491

16.891

18.729

49.380

Festverzinsliche Wertpapiere und Kredite

6

5.404

3.859

9.269

3.501

16.885

17.453

47.109

Aktien und andere Wertpapiere mit variablen Erträgen

990

5

1.275

2.271

Forderungen aus dem Kreditgeschäft

29.414

58.129

37.940

125.483

26.769

64.749

180.277

397.279

an Kreditinstitute

1.996

6.968

6.205

15.169

2.957

6.755

2.239

27.120

an Kunden

27.419

51.161

31.735

110.314

23.813

57.994

178.038

370.158

Privatkunden

5.194

12.688

8.075

25.957

7.396

19.603

129.379

182.335

Unternehmen und sonstige Kunden

22.224

38.473

23.660

84.357

16.417

38.391

48.659

187.824

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

100.815

751

321

101.887

2.619

162

1.365

106.033

Summe der Finanzaktiva

1.328.222

220.567

66.893

1.615.682

39.141

94.387

220.682

1.969.892

Sonstige Aktiva

20.471

20.471

329

727

20.910

42.437

Summe der Aktiva

1.348.693

220.567

66.893

1.636.153

39.469

95.114

241.593

2.012.329

Die folgenden Tabellen zeigen eine Fälligkeitsanalyse unserer finanziellen Verpflichtungen, unwiderruflichen Kreditzusagen und Finanzgarantien und basieren auf frühestmöglichen undiskontierten vertraglichen Cashflows zum 31. Dezember 2012 beziehungsweise 31. Dezember 2011.

Fälligkeitsanalyse der frühestmöglichen undiskontierten vertraglichen Cashflows finanzieller Verpflichtungen

31.12.2012

 

 

 

 

 

in Mio €

Täglich fällig

Bis 3 Monate

Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr

Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre

Mehr als 5 Jahre

1

Handelspassiva und Derivatebestände, die die Anforderungen für Sicherungsgeschäfte nicht erfüllen, werden zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Wir halten dies für die geeignete Darstellung der Cashflows, die zur Zahlung anstünden, wenn diese Positionen geschlossen werden müssten. Handels- und Derivatebestände, die die Anforderungen für Sicherungsgeschäfte nicht erfüllen, werden der Kategorie „Täglich fällig“ zugeordnet, da dies nach Meinung des Managements am besten die Kurzfristigkeit der Handelsaktivitäten widerspiegelt. Dagegen kann sich die vertragliche Laufzeit dieser Kontrakte auf deutlich längere Zeiträume ausdehnen.

2

Aufgrund der Vertragsbedingungen entspricht bei diesen Investmentverträgen der Rückkaufswert dem beizulegenden Zeitwert. Siehe Anhangangabe 39 „Versicherungs- und Investmentverträge“ für nähere Informationen zu diesen Verträgen.

3

Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert sind, werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst und in dem Zeitraum dargestellt, in dem die Absicherung gemäß unserer Erwartung auslaufen wird.

4

Die Beträge in der Tabelle stimmen nicht mit den Beträgen in der Konzernbilanz überein, da es sich um undiskontierte Cashflows handelt. Diese Analyse stellt ein Worst-Case-Szenario für den Konzern dar, wenn alle Verbindlichkeiten früher als erwartet zurückzuzahlen sind. Wir halten die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Ereignis eintritt, für gering.

Unverzinsliche Einlagen

143.920

Verzinsliche Einlagen

136.607

234.048

35.496

19.035

16.005

Handelspassiva1

54.914

Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten1

752.706

Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verpflichtungen

56.277

79.238

6.741

4.864

5.309

Investmentverträge2

53

788

1.225

5.666

Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die die Anforderungen an Sicherungsgeschäfte erfüllen3

89

123

92

178

3.192

Verbindlichkeiten aus übertragenen Zentralbankeinlagen

2.585

631

252

Verbindlichkeiten aus Wertpapierpensionsgeschäften (Repos)

22.950

8.796

1.230

Verbindlichkeiten aus Wertpapierleihen

3.110

40

33

Sonstige kurzfristige Geldaufnahmen

18.611

41.761

8.775

Langfristige Verbindlichkeiten

857

15.157

27.188

73.950

59.841

Hybride Kapitalinstrumente

2.956

2.410

5.522

3.818

Sonstige Finanzpassiva

132.620

4.262

235

584

114

Unwiderrufliche Kreditzusagen

94.006

Finanzgarantien

4.470

Insgesamt4

1.423.723

387.065

83.207

105.358

93.978

31.12.2011

 

 

 

 

 

in Mio €

Täglich fällig

Bis 3 Monate

Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr

Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre

Mehr als 5 Jahre

1

Handelspassiva und Derivatebestände, die die Anforderungen für Sicherungsgeschäfte nicht erfüllen, werden zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Wir halten dies für die geeignete Darstellung der Cashflows, die zur Zahlung anstünden, wenn diese Positionen geschlossen werden müssten. Handels- und Derivatebestände, die die Anforderungen für Sicherungsgeschäfte nicht erfüllen, werden der Kategorie „Täglich fällig“ zugeordnet, da dies nach Meinung des Managements am besten die Kurzfristigkeit der Handelsaktivitäten widerspiegelt. Dagegen kann sich die vertragliche Laufzeit dieser Kontrakte auf deutlich längere Zeiträume ausdehnen.

2

Aufgrund der Vertragsbedingungen entspricht bei diesen Investmentverträgen der Rückkaufswert dem beizulegenden Zeitwert. Siehe Anhangangabe 39 „Versicherungs- und Investmentverträge“ für nähere Informationen zu diesen Verträgen.

3

Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert sind, werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst und in dem Zeitraum dargestellt, in dem die Absicherung gemäß unserer Erwartung auslaufen wird.

4

Die Beträge in der Tabelle stimmen nicht mit den Beträgen in der Konzernbilanz überein, da es sich um undiskontierte Cashflows handelt. Diese Analyse stellt ein Worst-Case-Szenario für den Konzern dar, wenn alle Verbindlichkeiten früher als erwartet zurückzuzahlen sind. Wir halten die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Ereignis eintritt, für gering.

Unverzinsliche Einlagen

99.047

Verzinsliche Einlagen

163.620

277.462

30.600

21.736

16.008

Handelspassiva1

63.886

Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten1

838.817

Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verpflichtungen

99.182

45.211

6.204

6.695

9.189

Investmentverträge2

604

840

1.338

4.643

Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die die Anforderungen an Sicherungsgeschäfte erfüllen3

452

135

11

1.018

3.170

Verbindlichkeiten aus übertragenen Zentralbankeinlagen

2.866

2.050

Verbindlichkeiten aus Wertpapierpensionsgeschäften (Repos)

24.781

4.975

1.022

19

Verbindlichkeiten aus Wertpapierleihen

7.643

38

451

Sonstige kurzfristige Geldaufnahmen

48.879

15.471

1.330

Langfristige Verbindlichkeiten

3.608

9.691

26.100

83.610

68.256

Hybride Kapitalinstrumente

167

3.163

5.966

6.359

Sonstige Finanzpassiva

143.375

3.788

345

660

47

Unwiderrufliche Kreditzusagen

87.433

Finanzgarantien

23.684

Insgesamt4

1.607.273

359.592

69.615

121.025

108.142