Value-at-Risk der Handelsbereiche des Deutsche Bank-Konzerns (ohne Postbank)


Wir zeigen den Value-at-Risk unserer Handelsbereiche mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag.

Value-at-Risk der Handelsbereiche des Deutsche Bank-Konzerns nach Risikoarten

in Mio €

31.12.2012

31.12.2011

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Goldpositionen.

Zinsrisiko

53,9

53,8

Aktienkursrisiko

11,6

13,6

Währungsrisiko

15,3

25,6

Rohwarenpreisrisiko1

21,7

21,0

Diversifikationseffekt

–44,4

–63,7

Value-at-Risk insgesamt

58,1

50,4

Die folgende Tabelle zeigt den durchschnittlichen, maximalen und minimalen Value-at-Risk (mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag) der Handelsbereiche für die angegebenen Zeiträume.

Value-at-Risk der Handelsbereiche des Deutsche Bank-Konzerns (ohne Postbank) im Berichtszeitraum

 

Insgesamt

Diversifikationseffekt

Zinsrisiko

Aktienkursrisiko

Währungsrisiko

Rohwarenpreisrisiko1

in Mio €

2012

2011

2012

2011

2012

2011

2012

2011

2012

2011

2012

2011

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Goldpositionen.

Durchschnitt

57,1

72,7

–61,1

–65,4

58,4

70,8

14,6

20,5

24,5

32,6

20,7

14,2

Maximum

80,1

94,8

–85,1

–88,1

75,8

109,1

27,4

37,6

43,4

64,9

31,8

24,3

Minimum

43,3

45,4

–35,3

–41,1

44,3

45,6

7,5

12,7

9,4

14,3

9,1

7,0

Der in 2012 beobachtete Rückgang des durchschnittlichen Value-at-Risk um 15,6 Mio € (21 %) gegenüber dem Vorjahr war in erster Linie auf eine umfassende Risikosenkung in den meisten Vermögensklassen, teilweise aber auch auf Vorteile aus einer niedrigeren Marktdatenvolatilität der in den Berechnungen verwendeten einjährigen historischen Marktdaten zurückzuführen.

Aufsichtsrechtliche Kennzahlen zum handelsbezogenen Marktrisiko gemäß „Basel 2.5“

Wie unter „Aufsichtsrechtliche Anforderungen zum Marktrisiko aus Handelsaktivitäten gemäß ‚Basel 2.5‘“ dargelegt, zeigt die folgende Tabelle den Stress-Value-at-Risk (mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag) der Konzernhandelsabteilungen.

Stress Value-at-Risk der Handelsbereiche nach Risikoarten

in Mio €

31.12.2012

31.12.2011

Zinsrisiko

157,7

117,3

Aktienkursrisiko

16,0

23,0

Währungsrisiko

27,5

51,8

Rohwarenpreisrisiko

43,8

34,2

Diversifikationseffekt

-98,7

–113,7

Stress Value-at-Risk der Handelsbereiche insgesamt

146,3

112,6

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Stress Value-at-Risk nach Risikoarten

 

2012

2011

in Mio €

Durchschnitt

Maximum

Minimum

Durchschnitt1

Maximum1

Minimum1

1

Die Durchschnitts-, Maximal- und Mindestwerte wurden in 2011 für den Zeitraum vom 1. Oktober 2011 bis 31. Dezember 2011 berechnet.

Zinsrisiko

142,0

178,9

110,2

131,6

163,5

106,2

Aktienkursrisiko

19,8

47,8

7,7

22,3

64,7

15,2

Währungsrisiko

38,1

67,9

14,5

51,2

105,4

23,0

Rohwarenpreisrisiko

36,5

61,0

11,1

29,2

35,8

19,6

Diversifikationseffekt

-115,8

-163,7

-73,9

–108,0

–149,7

–75,8

Stress Value-at-Risk der Handelsbereiche insgesamt

120,6

152,2

91,0

126,3

172,7

102,0

Zum Zweck der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung repräsentiert der inkrementelle Risikoaufschlag den jeweils höheren Wert des Stichtags oder den Durchschnittswert der letzten zwölf Wochen vor dem Stichtag. Im Gegensatz dazu ist der inkrementelle Risikoaufschlag für die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Berichtstage der Stichtagswert sowie der Durchschnitts-, Maximal- und Minimumwert für den Zeitraum von zwölf Wochen vor dem jeweiligen Stichtag. Der inkrementelle Risikoaufschlag für NCOU für 2012 reflektiert Absicherungsgeschäfte in den zugrunde liegenden Portfolien.

In Anbetracht unserer Restrukturierungmaßnahmen im vierten Quartal 2012 haben wir kreditrisikosensitive Positionen unseres Handelsbuchs auf die neue Struktur zugeordnet und zeigen angepasste Werte für das vorhergehende Berichtsdatum und die vorhergehende Berichtsperiode entsprechend.

Inkrementeller Risikoaufschlag der Handelsbereiche (mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)

in Mio €

31.12.2012

31.12.2011

Global Finance and Foreign Exchange

70,8

81,4

Rates and Credit Trading

441,3

485,2

NCOU

–20,9

32,0

Emerging Markets – Debt

224,6

140,9

Sonstige

–3,0

–1,4

Inkrementeller Risikoaufschlag insgesamt

712,8

738,1

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Inkrementeller Risikoaufschlag der Handelsbereiche
(mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)

 

2012

2011

in Mio €

Gewichteter durchschnitt-
licher Liquidi-
tätshorizont in Monaten

Durchschnitt1

Maximum1

Minimum1

Gewichteter durchschnitt-
licher Liquidi-
tätshorizont in Monaten

Durchschnitt1

Maximum1

Minimum1

1

Die Durchschnitts-, Maximal- und Mindestwerte wurden auf Basis des Zeitraums von zwölf Wochen berechnet, der am 31. Dezember endete.

Global Finance and Foreign Exchange

6,0

107,4

139,3

70,1

6,0

49,6

81,4

7,8

Rates and Credit Trading

6,0

482,2

579,6

406,1

6,0

624,2

795,4

485,2

NCOU

6,0

-23,0

29,1

-120,9

6,0

–4,3

32,0

–18,3

Emerging Markets – Debt

6,0

197,2

273,5

150,0

6,0

90,0

140,9

23,9

Sonstige

6,0

-3,1

0,6

-6,1

6,0

–1,3

2,2

–5,5

Inkrementeller Risikoaufschlag der Handelsbereiche insgesamt

6,0

760,7

821,5

705,9

6,0

758,1

846,3

697,0

Basierend auf 52 Wochen, betrug der Jahresdurchschnitt unseres gesamten inkrementellen Risikoaufschlags 760 Mio € für das Jahr 2012. Das Maximum und das Minimum des inkrementellen Risikoaufschlags für das Jahr 2012 lag bei 878 Mio € beziehungsweise bei 673 Mio €.

Zum Zweck der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung entspricht der umfassende Risikoansatz für die jeweiligen Berichtsstichtage dem höheren Wert aus dem Tageswert an den Berichtstagen, dem Durchschnittswert während der vorhergegangenen 12 Wochen sowie dem Minimumwert (Floor). Dieser Minimumwert beträgt 8 % des äquivalenten Kapitalabzugs nach dem Verbriefungsrahmenwerk. Im Gegensatz dazu ist der umfassende Risikoansatz für die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Berichtstage der Stichtagswert sowie der Durchschnitts-, Maximal- und Minimumwert für den Zeitraum von zwölf Wochen vor dem jeweiligen Stichtag.

Umfassender Risikoansatz der Handelsbereiche (mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von zwölf Monaten)

in Mio €

31.12.2012

31.12.2011

Korrelationshandel

543,8

855,7

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Umfassender Risikoansatz der Handelsbereiche
(mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)

 

2012

2011

in Mio €

Gewichteter durchschnitt-
licher Liquidi-
tätshorizont in Monaten

Durchschnitt1

Maximum1

Minimum1

Gewichteter durchschnitt-
licher Liquidi-
tätshorizont in Monaten

Durchschnitt1

Maximum1

Minimum1

1

Die Durchschnitts-, Maximal- und Mindestwerte wurden auf Basis des Zeitraums von zwölf Wochen berechnet, der am 31. Dezember endete.

Korrelationshandel

12,0

613,4

650,9

562,8

6,0

993,2

1.026,2

937,9

Basierend auf 52 Wochen, betrug der Jahresdurchschnitt unseres umfassenden Risikoansatzes insgesamt 693 Mio € für das Jahr 2012. Das Maximum und das Minimum des umfassenden Risikoansatzes lag für das Jahr 2012 jeweils bei 884 Mio € beziehungsweise bei 418 Mio €.

Zum 31. Dezember 2012 führten Verbriefungspositionen gemäß dem spezifischen Marktrisiko-Standardansatz zu risikogewichteten Aktiva in Höhe von 5,5 Mrd € sowie zu Kapitalabzugspositionen in Höhe von 0,6 Mrd €. Zum 31. Dezember 2011 beliefen sich die Verbriefungspositionen auf 5,0 Mrd € beziehungsweise 2,2 Mrd €.

Die Kapitalabzugsposition für das Langlebigkeitsrisiko betrug 32 Mio € zum 31. Dezember 2012 und führte zu entsprechenden risikogewichteten Aktiva in Höhe von 403 Mio €. Die Kapitalabzugsposition für das Langlebigkeitsrisiko zum 31. Dezember 2011 belief sich auf 32 Mio € und führte zu entsprechenden risikogewichteten Aktiva in Höhe von 401 Mio €.

Value-at-Risk bei der Postbank

Value-at-Risk des Postbank Handelsbuchs (mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag)

in Mio €

31.12.2012

31.12.2011

Zinsrisiko

1,2

3,9

Aktienkursrisiko

0,1

Währungsrisiko

0,2

0,0

Rohwarenrisiko

Diversifikationseffekt

–0,3

–0,0

Value-at-Risk des Handelsbuchs der Postbank insgesamt

1,2

3,9

Der Rückgang des Value-at-Risk der Postbank auf 1,2 Mio € Ende 2012 von 3,9 Mio € Ende 2011 ist weitestgehend auf die weitere Senkung der Gesamtposition sowie die Übertragung von Positionen auf das regulatorische Anlagebuch zurückzuführen. Der „Diversifikationseffekt“ reflektiert den Umstand, dass der gesamte Value-at-Risk an einem gegebenen Tag geringer sein wird als die Summe des Value-at-Risk bezogen auf die einzelnen Risikoklassen. Einer einfachen Addition der Zahlen für die einzelnen Risikoklassen zur Erlangung eines aggregierten Value-at-Risk würde die Annahme zugrunde legen, dass die Verluste in allen Risikokategorien gleichzeitig eintreten.

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Value-at-Risk des Postbank Handelsbuchs
(mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag)

 

Insgesamt

Diversifikationseffekt

Zinsrisiko

Aktienkursrisiko

Währungsrisiko

Rohwarenpreisrisiko

in Mio €

2012

2011

2012

2011

2012

2011

2012

2011

2012

2011

2012

2011

Durchschnitt

3,4

3,2

–0,2

–0,2

3,4

3,2

0,1

0,1

0,1

0,1

Maximum

5,9

8,2

–0,0

–0,0

6,0

8,1

0,2

0,4

0,7

0,5

Minimum

0,9

1,1

–1,0

–0,8

0,9

1,1

–0,0

0,0

0,0

Aufsichtsrechtliches Backtesting des Trading Market Risk

Beim Backtesting wird die Prognosegüte unserer Value-at-Risk-Berechnungen auf Basis der tatsächlichen Erfahrungen überprüft. Wir vergleichen die hypothetischen täglichen Gewinne und Verluste nach der Buy-and-Hold-Annahme mit den durch unser Value-at-Risk-Modell prognostizierten Werten. Ein Ausreißer ist ein hypothetischer Buy-and-Hold-Verlust, der unsere Value-at-Risk-Schätzungen übersteigt. Im Durchschnitt würden wir bei einem Konfidenzniveau von 99 % zwei oder drei Ausreißer während eines beliebigen Jahres erwarten. Im Rahmen unseres aufsichtsrechtlichen Backtesting in 2012 wurden zwei globale Ausreißer, einer im April und einer im Dezember, gegenüber drei Ausreißern in 2011 beobachtet. In beiden Fällen sind die Ausreißer auf erhöhte Marktbewegungen außerhalb des 99 %-Konfidenzniveaus zurückzuführen. Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass unser Value-at-Risk-Modell ein angemessenes Maß für unser handelsbezogenes Marktrisiko unter normalen Marktbedingungen darstellt.

Das folgende Schaubild zeigt die täglichen Buy-and-Hold-Handelsergebnisse im Vergleich zum Value-at-Risk gegenüber dem jeweiligen Vortag für die Handelstage der Berichtsperiode. Zahlen werden in Mio € angegeben und umfassen nicht den für das Handelsbuch der Postbank separat berechneten Value-at-Risk.

Buy-and-hold Erträge der Handelsbereiche und Value-at-Risk in 2012
Buy-and-hold Erträge der Handelsbereiche und Value-at-Risk in 2012 (Balkendiagramm)

Tägliche Erträge der Handelsbereiche

Das folgende Balkendiagramm zeigt die Verteilung der tatsächlichen täglichen Erträge unserer Handelsbereiche, ohne Postbank, im Jahr 2012. Die Balkenhöhe gibt die Anzahl der Handelstage an, an denen der auf der horizontalen Achse in Mio € angegebene Handelsertrag erzielt wurde.

Erträge der Handelsbereiche in 2012
Erträge der Handelsbereiche in 2012 (Balkendiagramm)

Im Jahr 2012 erzielten unsere Handelsbereiche an 96 % der Handelstage einen positiven Ertrag (gegenüber 88 % in 2011).

Ökonomischer Kapitalbedarf für unser Trading Market Risk

Der Ökonomische Kapitalbedarf für das Marktrisiko aus Handelsaktivitäten belief sich am Jahresende 2012 auf 4,7 Mrd € und blieb damit gegenüber dem Jahresende 2011 nahezu unverändert. Es war lediglich ein Rückgang um 34 Mio € (1 %) zu verzeichnen. Dieser stabile Wert spiegelt ausgleichende Effekte aus Methodenoptimierungen und dem Abbau von Risiken wider.

Der Beitrag der Postbank zu unserem Ökonomischen Kapitalbedarf für unser Marktrisiko aus Handelsaktivitäten war minimal.

Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Für eine detaillierte Beschreibung der von uns angewandten Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts siehe Anhangangabe 02 „Wesentliche Rechnungslegungseinschätzungen“ in unserem Konzernabschluss.