Mitarbeiter, die der InstitutsVergV unterliegen


Mitarbeiterpyramide, weitere regulierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorgehoben (Grafik)

In Übereinstimmung mit der InstitutsVergV sind wir verpflichtet, alle Mitarbeiter zu identifizieren, bei denen davon ausgegangen wird, dass ihre Tätigkeiten einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil des Konzerns haben. Das SECC hat den Identifikationsprozess, der sowohl eine qualitative als auch eine quantitative Analyse umfasst, im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2012 beaufsichtigt. Im Rahmen des Prozesses wurden die nachstehenden Mitarbeitergruppen ermittelt:

  • Vorstand, Group Executive Committee, Regional Management und Geschäftsleiter bedeutender Tochtergesellschaften;
  • Führungskräfte, die für das tägliche Management von Front-Office-Bereichen und großen Hauptstandorten zuständig sind;
  • Mitarbeiter, welche für unabhängige Kontrollfunktionen zuständig sind, und Mitglieder von globalen Komitees im Infrastrukturbereich;
  • sämtliche Managing Directors im Bereich CB&S (außer Research und German MidCaps);
  • sowie, falls nicht bereits identifiziert, alle anderen Mitarbeiter mit ähnlichem Vergütungsniveau wie diejenigen, die unter die oben genannten Kriterien fallen.

Weltweit wurden 1.215 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 36 Ländern identifiziert, die unter diese Regulierung fallen. Dies stellt eine Abnahme gegenüber dem Jahr 2011 dar, die maßgeblich darauf zurückzuführen ist, dass in CB&S weniger Managing Directors identifiziert wurden und dass die variable Vergütung insgesamt geringer geworden ist. Ungeachtet dessen erwarten wir, dass diese Anzahl auf einem wesentlich höheren Niveau als bei der Mehrzahl unserer hauptsächlichen Wettbewerber verbleibt, sowohl in absoluter Höhe als auch im Verhältnis zur gesamten Belegschaft.

Vergütungsstrukturen für regulierte Mitarbeiter

Für regulierte Mitarbeiter kommt dieselbe Deferral Matrix zur Anwendung wie für alle anderen Mitarbeiter, jedoch mit der Ausnahme, dass mindestens 40 % ihrer variablen Vergütung in aufgeschobener Form zu gewähren sind. Erreicht die variable Vergütung eines regulierten Mitarbeiters bei Anwendung der konzernweit geltenden Matrix nicht 40 %, so wird diese Matrix außer Kraft gesetzt, damit sichergestellt ist, dass die regulatorischen Anforderungen erfüllt werden. Für regulierte Mitarbeiter gilt, dass durchschnittlich mehr als 70 % ihrer variablen Vergütung aufgeschoben werden. Diese Praxis geht über die regulatorische Vorgabe von mindestens 40 % bis 60 % weit hinaus und wird von uns freiwillig ausgeübt.

Alle regulierten Mitarbeiter erhalten 50 % ihrer aufgeschobenen variablen Vergütung in Form eines REA und 50 % in Form eines RIA. Nach Eintritt der Unverfallbarkeit gilt für die einzelnen REA-Tranchen eine anschließende Haltefrist von mindestens sechs Monaten, während der die Aktien von den Mitarbeitern nicht verkauft werden dürfen. Wenngleich die spezifischen erfolgsabhängigen Einbehaltungsregelungen, die im Kapitel über die konzernweite Vergütung umrissen wurden, während der Haltefrist nicht gelten, kann der Mitarbeiter diese Vergütungskomponente dennoch verwirken, wenn eine Kündigung aus wichtigem Grund erfolgt.

Nach Maßgabe des § 5 InstitutsVergV werden 50 % der sofort zugeteilten variablen Vergütung – also der verbleibende Anteil nach Ermittlung des in aufgeschobener Form gewährten Teils – ebenfalls in Form von Aktien (EUA) gewährt. Ab Gewährung unterliegen diese aktienbasierten Vergütungskomponenten einer Haltefrist von mindestens sechs Monaten, während der die Anteile nicht veräußert werden dürfen. Wenn man den EUA dem aufgeschobenen Teil der variablen Vergütung hinzufügt, bedeutet das, dass den regulierten Mitarbeitern im Durchschnitt weniger als 15 % ihrer variablen Vergütung des Jahres 2012 unmittelbar in bar ausgezahlt werden (das heißt, dass der Anteil der zurückbehaltenen Vergütung an der gesamten variablen Vergütung mehr als 85 % beträgt).

Während der Haltefrist unterliegen die EUA den Bedingungen über einen Verstoß gegen interne Richtlinien und können auch verfallen, wenn der Mitarbeiter den Konzern freiwillig verlässt.

Offenlegung von Vergütungskennziffern gemäß § 8 InstitutsVergV

Wie oben beschrieben, haben wir einen strukturierten und umfassenden Ansatz entwickelt und verfeinert, um regulierte Mitarbeiter gemäß den Anforderungen der InstitutsVergV zu identifizieren. Einzelheiten der kollektiven Vergütungselemente für die Gruppe der regulierten Mitarbeiter sind in der unten stehenden Tabelle zusammengestellt. Die Mitglieder des Vorstands sowie die Geschäftsleiter unserer übrigen bedeutenden Institute gemäß § 1 InstitutsVergV sind in der Spalte „Geschäftsleiter (bedeutende Institute)“ enthalten.

 

2012

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)1

CB&S

GTB

AWM

PBC

Geschäftsleiter (bedeutende Institute)

NCOU

Konzern Gesamt

1

Ohne Postbank.

2

Der Teil der sofort zugeteilten Vergütungskomponenten, der als EUA gewährt wurde, kann aufgrund lokaler rechtlicher Bestimmungen und Steuergesetzgebungen weniger als 50 % betragen.

3

Einschließlich Garantiezusagen.

4

Die Zahlungen, die anlässlich der Aufnahme des Beschäftigungsverhältnisses gewährt werden, sind zur Wahrung der Vertraulichkeit der Mitarbeiter aufgrund der geringen Anzahl von Leistungsempfängern mit Ausnahme des Bereichs CB&S in aggregierter Form für den Konzern dargestellt.

Gesamtvergütung

1.375

44

84

25

75

16

1.618

Anzahl der Angestellten

1.086

26

42

15

36

10

1.215

davon Fixe Vergütung

339

9

15

5

20

3

391

davon Variable Vergütung

1.036

35

68

19

56

13

1.227

Variable Vergütung

 

 

 

 

 

 

 

davon aufgeschobene Vergütung

779

28

57

15

47

10

936

davon aktienbasiert

390

14

28

8

23

5

468

davon sofort zugeteilt

257

7

12

4

9

2

290

davon aktienbasiert2

125

3

6

2

4

1

141

davon Vergütung in Abhängigkeit von einer Einbehalt-Regelung

904

31

62

17

51

11

1.077

davon Vergütung in Abhängigkeit von einer nachhaltigen Wertentwicklung

779

28

57

15

47

10

936

Zahlungen bei Aufnahme des Anstellungsverhältnisses3,4

34

34

Anzahl der Begünstigten

25

26

Zahlungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses

22

15

25

61

Anzahl der Begünstigten

91

7

3

101

Alle Zahlen in der obigen Tabelle beinhalten die Zuordnung der Vergütung und der Mitarbeiterzahlen der Infrastruktureinheiten gemäß unserer gängigen Kostenallokationsschlüssel. Die Tabelle enthält geringfügige Rundungsdifferenzen.

Unsere Managementstruktur und unsere Belegschaft unterlagen während des Jahres 2012 erheblichen Veränderungen. Sämtliche bei Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses an Führungskräfte geleistete Zahlungen erfolgten in Anerkennung ihres nachhaltigen Engagements und ihres persönlichen Beitrags zum Erfolg des Konzerns innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Der höchste Einzelbetrag innerhalb der vorgenannten Gesamtbeträge bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses belief sich auf € 10,4 Mio (umgerechnet in Euro mit dem Wechselkurs am Tag der Auszahlung), wobei es sich um eine frühere vertragliche Verpflichtung handelte.

Sämtliche aufgeschoben gewährten Vergütungselemente sowie der EUA unterliegen dem Einbehalt nach einem Verstoß des Mitarbeiters gegen interne Richtlinien oder regulatorische Auflagen. Darüber hinaus gelten für sämtliche aufgeschoben gewährten Vergütungselemente die Vorschriften über den Einbehalt im Hinblick auf den Erfolgsbeitrag des Mitarbeiters, seines jeweiligen Unternehmensbereichs und des Konzerns insgesamt. Im Verlauf des Jahres 2012 wurden keine Vergütungszusagen an regulierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbehalten.

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