Gesellschaft

Wir investieren in die Gesellschaft und für die Gesellschaft.


Admassu Tadesse, CEO der PTA Bank, Bujumbura, Burundi (Foto)

Wir haben als erstes Finanzinstitut einen Kredit des Africa Agriculture and Trade Investment Fund (AATIF), eines Entwicklungsfonds zur Förderung von Landwirtschaft und Handel in Afrika, aufgenommen. Die Deutsche Bank, als langjähriger Geschäftspartner der PTA Bank und Manager des AATIF, hat die Kontakte angebahnt, uns eine faire Finanzierung angeboten und uns beim Aufbau erfolgreicher Geschäftsbeziehungen unterstützt.

Admassu Tadesse,
CEO der PTA Bank, Bujumbura, Burundi

Strukturdaten

 

 

 

 

 

 

2012

2011

2010

1

Aufgrund gestiegener Investitionen in Bildung und Wissenschaftsförderung und in die Unterstützung der Opfer von Naturkatastrophen

2

Die Nettoemissionen an Treibhausgasen beinhalten erneuerbare Energien, RECs (Zertifikate zum Herkunftsnachweis für Strom aus erneuerbaren Energien) und CERs (Ausgleichszertifikate zur Neutralisierung der verbliebenen CO2-Emissionen)

3

Aufgrund innovativer, online-basierter Bildungsangebote mit größerer Reichweite

4

Diese Daten wurden 2012 zum ersten Mal erhoben

Anzahl der Länder, in denen die Deutsche Bank vertreten ist (einschließlich Offshore-Standorten)

72

72

74

 

 

 

 

 

Leistungskennzahlen

 

 

 

 

 

 

2012

2011

2010

Nachhaltigkeitsratings

Carbon-Disclosure-Projekt (Band von A bis E)

90/Band A

82/Band B

73/Band B

 

OEKOM Research (Skala von A+ bis D–)

C/Prime

C/Prime

C+/Prime

 

RobecoSAM

78

75

80

 

Sustainalytics

65

66

64

Externe Wahrnehmung der Deutschen Bank als verantwortungsbewusster Unternehmensbürger (B2B-Markt)

 

 

 

 

global

49 %

54 %

53 %

 

Deutschland

82 %

76 %

78 %

Investitionen für gesellschaftliches Engagement (in Mio €)

82,7

83,1

98,11

 

 

 

 

 

Nachhaltiges Bankgeschäft

 

 

 

Verwaltetes Vermögen in nachhaltigen Investments (in Mrd €)

3,7

3,0

3,2

Gesamtvolumen von Mikrokrediten seit 1997 (in Mrd US-$)

1,49

1,26

1,23

 

 

 

 

 

Betriebsökologie

 

 

 

Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch (in %)

79 %

76 %

82 %

Netto-Treibhausgasemissionen2 in t CO2

60 658

200 244

152 944

 

 

 

 

 

Mitarbeiter und Gesellschaft

 

 

 

Teilnehmer an Corporate-Volunteering-Programmen der Deutschen Bank

24 %

24 %

21 %

Teilnehmer an Bildungsprojekten

1 322 0263

296 505

337 093

Begünstigte in sozialen Projekten

710 8984

n/a

n/a

 

 

 

 

 

Besondere Projekte

 

 

 

 

Ökonomie

Start der Responsible Banking Initiative in Private & Business Clients
Emission des Global Commercial Microfinance Consortium II
Einführung eines Rahmenwerks zum Umgang mit ökologischen, sozialen und Governance-Risiken

Ökologie

Klimaneutralstellung aller Geschäftsaktivitäten bis zum Jahresende 2012
Aufnahme in den Carbon Disclosure Leadership Index

Mitarbeiter und Gesellschaft

Einführung eines neuen Performance-Management-Ansatzes
Zehn Jahre Unterstützung von NOAH (Nurturing Orphans of Aids for Humanity), einem Projekt zur Betreuung von Waisen in Südafrika
Deutsche Bank-Mitarbeiter leisten Soforthilfe nach Hurrikan Sandy
Aufführung der „Konferenz der Tiere“ von 150 FairTalent-Stipendiaten in der Semperoper, Dresden

SAM-Nachhaltigkeitsrating 2012

SAM-Nachhaltigkeitsrating 2012 (Balkendiagramm)

Bewusstsein für unternehmerische Verantwortung geschärft

2012 war für die Deutsche Bank ein Jahr des Übergangs. Die Unternehmensleitung hat mit der Strategie 2015+ die geschäftliche Ausrichtung für die nächsten Jahre festgelegt. Damit ist auch ein tiefgreifender Wandel unserer Unternehmenskultur verbunden. Aufbauend auf unseren Stärken und dem bisher Erreichten wollen wir Wert mit Werten schaffen, das heißt, geschäftlichen Erfolg mit gesellschaftlichen Kriterien vereinen, nachhaltig wirtschaften, ökologische und soziale Belange berücksichtigen.

Einige unserer Bankgeschäfte haben 2012 Kritik ausgelöst. Zu den problematischen Themen zählten Transaktionen im Zusammenhang mit Nahrungsmittelspekulationen, Finanzierungen zur Herstellung von Streumunition und Transaktionen im Energiesektor. Wir nehmen diese Bedenken ernst und passen unsere Geschäftspraktiken entsprechend an, wo immer es nach einem intensiven Austausch mit unseren Partnern und einer sorgfältigen Analyse der Fakten notwendig erscheint.

Um der zunehmenden Bedeutung von ökologischen und sozialen Belangen gerecht zu werden, hat die Deutsche Bank im Jahr 2011 ein Rahmenwerk zur Prüfung entsprechender Risiken entwickelt. 2012 wurde dessen Umsetzung in den Unternehmensbereichen und Regionen der Bank maßgeblich vorangetrieben.

In einer ersten Phase konzentrierten wir uns auf die Prüfung unserer Geschäfte im Investment Banking, die sensible Sektoren wie die Gewinnung von Rohstoffen, die Land- und Forstwirtschaft oder die Energieversorgung berühren. Sie sind in den Unternehmensbereichen Corporate Banking & Securities und Global Transaction Banking angesiedelt. In einem weiteren Schritt haben wir mit Unterstützung des konzernweiten Group Reputational Risk Committee die Richtlinien auf weitere Geschäfte ausgedehnt. Im Jahr 2012 wurden 102 Transaktionen aufgrund von sozialen oder Umweltkriterien den regionalen und divisionalen Reputationsrisikogremien oder dem Group Reputational Risk Committee zur Bewertung vorgelegt.

Unsere Kunden erwarten von uns zu Recht eine Beratung, die Risiken und Chancen gleichermaßen berücksichtigt und ihre Interessen in den Vordergrund stellt. Deshalb haben wir für unseren Unternehmensbereich Private & Business Clients einen Wertekodex entwickelt. Er definiert Qualitätsstandards für den Vertrieb unserer Produkte.

Der Unternehmensbereich Asset & Wealth Management verwaltete zum Ende des Berichtsjahres 3,7 Mrd € an Vermögenswerten, bei deren Anlage ökologische, soziale und Kriterien der Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance – ESG) berücksichtigt wurden. Dazu zählen Themenfonds zum Klimawandel. 2012 haben wir ESG-Kriterien stärker in unser internes Investmentportal integriert und damit die Grundlagen geschaffen, um sie stärker in den konventionellen Analyseprozess einfließen zu lassen. So haben wir CO2-Ratings und ein CO2-Reporting für Anleihen aufgenommen und ESG-Ratings auf unsere Analyseplattform für Unternehmens- und Staatsanleihen aus Industrie- und Schwellenländern ausgeweitet. 2012 sind wir zudem mit einem neuen Mikrofinanzfonds an den Markt gegangen; der Global Commercial Microfinance Consortium II erreichte ein Volumen von 100 Mio US-$.

Weltweites Fördervolumen für gesellschaftliches Engagement nach Regionen

Weltweites Fördervolumen für gesellschaftliches Engagement nach Regionen (Tortendiagramm)

Als Beitrag zum Klimaschutz hatte sich die Bank zum Ziel gesetzt, ihren globalen CO2-Ausstoß jährlich um 20 % zu reduzieren und den Geschäftsbetrieb klimaneutral zu stellen. Das haben wir Ende 2012 erreicht. Wir investierten unter anderem in Energieeffizienzprojekte und bezogen Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Unsere umfangreichen Energie- und Klima-Maßnahmen trugen dazu bei, dass die Deutsche Bank erstmals in den Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) aufgenommen wurde. Der Index ist ein Maß für Qualität von Berichterstattung und Maßnahmen zum Klimawandel. In ihm sind weltweit 33 Unternehmen gelistet.

Zur Förderung des kulturellen Wandels definierte die Deutsche Bank im Jahr 2012 neue Grundsätze (Performance Standards) für ihre Mitarbeiter. Neben der Überprüfung, ob Ziele erreicht wurden, wird jetzt auch bewertet, wie die Ziele erreicht wurden. Darüber hinaus hat die Deutsche Bank im Interesse von Nachhaltigkeit und langfristigen Zielsetzungen den Weg zu einer anderen Vergütungskultur eingeschlagen.

Mit einem Fördervolumen von 82,7 Mio € gehörten die Deutsche Bank und ihre Stiftungen 2012 erneut zu den engagiertesten Unternehmen weltweit. Zudem engagierten sich über 19 500 Deutschbanker (24 % der Belegschaft) an fast 30 000 Tagen weltweit in sozialen Projekten.

Um die Wirksamkeit unserer Investitionen in die Gesellschaft zu bewerten, haben wir 2012 in allen Regionen unser Global Impact Tracking (GIT) ausgerollt. Damit überprüfen wir die erreichten Ziele und erhalten systematische Rückmeldungen von den gemeinnützigen Partnern vor Ort. Die Ergebnisse der mehr als 200 evaluierten Leuchtturmprojekte (Investitionsvolumen jeweils über 25 000 €) zeigen, dass je ein Drittel der Projekte auf die Bereiche Bildung, Soziales, Kunst & Musik entfällt. Hauptzielgruppe der Leuchtturmprojekte sind Kinder und Jugendliche. 37 % der Initiativen fördern wir über einen Zeitraum von einem bis zu drei Jahren, 40 % über vier Jahre und mehr. Dies belegt die langfristige Ausrichtung unseres gesellschaftlichen Engagements.

Wie wir unsere unternehmerische Verantwortung wahrnehmen und welche Initiativen wir fördern, können Sie ausführlich im Corporate-Responsibility-Bericht (Bericht zur unternehmerischen Verantwortung) der Deutschen Bank für das Jahr 2012 oder im Internet unter www.deutsche-bank.de/verantwortung nachlesen.