Zielgrößendefinitionen


Dieses Dokument und auch andere Dokumente, die der Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Diese Messgrößen sind Größen des historischen oder zukünftigen Erfolgs, der Vermögenslage oder der Cashflows, die durch Eliminierung oder Berücksichtigung bestimmter Beträge im Vergleich zu gemäß IFRS ermittelten und ausgewiesenen Größen im Konzernabschluss angepasst werden. Der Konzern bezeichnet die Definition von bestimmten Anpassungen als „Zielgrößendefinition“, da der Konzern in der Vergangenheit oder in der Zukunft solche nicht nach IFRS ermittelten Messgrößen angewandt hat oder anwenden wird, um seine finanziellen Ziele zu bemessen.

Die nicht nach IFRS ermittelten Messgrößen des Konzerns, die sich auf das Ergebnis beziehen, basieren auf Zielgrößendefinitionen. Auf IFRS basierende Finanzkennzahlen werden um bestimmte signifikante Gewinne (wie Gewinne aus dem Verkauf von Industriebeteiligungen, Geschäftsfeldern oder Gebäuden) oder bestimmte signifikante Aufwendungen (wie Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte oder Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten) bereinigt, wenn diese Gewinne oder Aufwendungen keine Bedeutung für den zukünftigen Erfolg der Kerngeschäftsfelder des Konzerns haben.

Eigenkapitalrendite vor Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity (gemäß Zielgrößendefinition)

Die Eigenkapitalrendite vor Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity (gemäß Zielgrößendefinition) im mehrjährigen Durchschnitt basiert auf dem prozentualen Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnisses vor Steuern gemäß Zielgrößendefinition am durchschnittlichen Active Equity des Konzerns. Beide werden nachfolgend definiert.

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Ergebnis vor Steuern (gemäß Zielgrößendefinition): Diese nicht nach IFRS ermittelte Zielgröße errechnet sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnis vor Steuern (das heißt ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Konzernergebnis vor Steuern), bereinigt um bestimmte signifikante Gewinne und Aufwendungen.

 

2. Quartal

Jan. − Jun.

in Mio €

2012

2011

2012

2011

1

Positiver Effekt von 236 Mio € im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Hua Xia Bank (PBC), die nach der Equitymethode bilanziert wurde. Dieser Betrag basiert auf der Darstellung des ersten Quartals 2011. Er beinhaltete einen Bruttogewinn in Höhe von 263 Mio €, der zum Teil durch erwartete Kosten in Höhe von 26 Mio € vermindert wurde, die sich später im Jahr 2011 nicht materialisiert haben.

Ergebnis vor Steuern

960

1.778

2.838

4.799

Abzüglich Anteile ohne beherrschenden Einfluss, vor Steuern

–15

–54

–44

–142

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Ergebnis, vor Steuern

945

1.724

2.794

4.656

Zuzüglich/abzüglich (–):

 

 

 

 

Bestimmter signifikanter Gewinne (abzüglich dazugehöriger Kosten)

–2361

Bestimmter signifikanter Belastungen

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Ergebnis, vor Steuern (Zielgrößendefinition)

945

1.724

2.794

4.420

Durchschnittliches Active Equity: Der Konzern berechnet das Active Equity, um einen Vergleich mit Wettbewerbern zu vereinfachen, und verweist auf das Active Equity bei der Berechnung verschiedenster Kennziffern. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Messgröße nach IFRS. Bei einem Vergleich der Kennzahlen des Konzerns, die auf dem Active Equity basieren, mit denen anderer Unternehmen sollten stets auch Unterschiede bei der Berechnung dieser Kennzahlen berücksichtigt werden. Der Konzern bereinigt das durchschnittliche den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbare Eigenkapital um die durchschnittliche Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung ohne Anpassungen aus der Währungsumrechnung (alle Bestandteile nach Steuern). Gleiches gilt für die durchschnittliche Dividendenzahlung, für die jedes Quartal eine Abgrenzung vorgenommen und die im Folgejahr nach Zustimmung der Hauptversammlung ausgezahlt wird. Die in der Berechnung des durchschnittlichen Active Equity verwendeten Steuersätze entsprechen denen, die auch für die jeweiligen Geschäftsvorfälle im Konzernabschluss verwendet werden. Somit wird kein Durchschnittssteuersatz angewandt.

 

2. Quartal

Jan. − Jun.

in Mio €

2012

2011

2012

2011

1

Der aus der Durchschnittlichen Sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderung ohne Anpassungen aus der Währungsumrechnung resultierende Steuereffekt betrug im zweiten Quartal 2012 minus 365 Mio € (zweites Quartal 2011: minus 314 Mio €) und im Sechsmonatszeitraum 2012 minus 425 Mio € Sechsmonatszeitraum 2011: minus 341 Mio €).

Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital

55.676

50.005

54.988

49.703

Zuzüglich/abzüglich (–):

 

 

 

 

Durchschnittliche Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung ohne Anpassungen aus der Währungsumrechnung1

428

368

512

318

Durchschnittlicher Dividendenabgrenzungen

–784

–610

–772

–672

Durchschnittliches Active Equity

55.319

49.763

54.728

49.349

Die Eigenkapitalrendite vor Steuern basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity (Zielgrößendefinition) wird nachfolgend dargestellt. Zum Vergleich wird die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) dargestellt. Diese ist als prozentualer Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnisses vor Steuern (ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Ergebnis vor Steuern) am den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren durchschnittlichen Eigenkapital definiert. Ebenfalls zum Vergleich wird die Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity) dargestellt. Diese ist als prozentualer Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Ergebnisses vor Steuern (ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Ergebnis vor Steuern) am durchschnittlichen Active Equity definiert.

 

2. Quartal

Jan. − Jun.

in %

2012

2011

2012

2011

Eigenkapitalrendite vor Steuern (Zielgrößendefinition)

6,8 %

13,9 %

10,2 %

17,9 %

Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital)

6,8 %

13,8 %

10,2 %

18,7 %

Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity)

6,8 %

13,9 %

10,2 %

18,9 %

Leverage Ratio (Zielgrößendefinition)

Als Teil seines Bilanzmanagements verwendet der Konzern eine bereinigte Leverage Ratio, die auf der Grundlage einer Zielgrößendefinition mit Anpassungen der Bilanzsumme gemäß IFRS und des Eigenkapitals ermittelt wird. Diese angepassten Kennzahlen, die keine Messgrößen nach IFRS sind, werden in diesem Bericht im Abschnitt „Risikobericht – Bilanzmanagement“ erläutert.

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Deutsche Bank Zwischenbericht zum 30. Juni 2012

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