Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S)


 

2. Quartal

Veränderung
in %

Jan. − Jun.

Veränderung
in %

in Mio €

2012

2011

2012

2011

N/A – Nicht aussagekräftig

Erträge:

 

 

 

 

 

 

Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte)

2.177

2.348

–7

5.567

6.039

–8

Sales & Trading (Equity)

546

555

–2

1.272

1.499

–15

Emissionsgeschäft (Debt)

284

318

–11

662

696

–5

Emissionsgeschäft (Equity)

89

244

–64

227

425

–46

Beratung

136

152

–10

258

311

–17

Kreditgeschäft

303

284

6

606

737

–18

Sonstige Produkte

–8

75

N/A

154

114

35

Erträge insgesamt

3.526

3.977

–11

8.746

9.820

–11

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

112

96

16

196

108

82

Zinsunabhängige Aufwendungen

3.054

2.907

5

6.466

6.440

0

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

3

5

–36

9

16

–41

Ergebnis vor Steuern

357

969

–63

2.074

3.257

–36

Quartalsvergleich 2012 versus 2011

Das Ergebnis im Berichtsquartal wurde durch das anhaltend unsichere makroökonomische Umfeld, in deren Folge sich branchenweit die Kundenaktivitäten und in vielen Produktbereichen die Volumina verringerten, belastet. Während des Quartals wurde die Deutsche Bank von Euromoney zur „Best Global Investment Bank“ und zum „Best Global Risk Management House“ ausgezeichnet. Bei den jährlichen Awards gewannen wir diesen Titel bereits zum zweiten Mal innerhalb der letzten drei Jahre.

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im Berichtsquartal mit 2,2 Mrd € um 172 Mio € (7 %) unter dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Die Erträge im Handel mit Kreditprodukten blieben gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert. Ursache dafür war eine gute Performance im kundenbezogenen und strukturierten Geschäft. Im Geldmarktgeschäft und im Anleihegeschäft mit Schwellenländern waren die Erträge im Vergleich zum Vergleichsquartal des Vorjahres konstant. Die gegenüber dem zweiten Quartal 2011 höheren Erträge im Zinsgeschäft sind auf eine gute Performance in Europa zurückzuführen. Die Erträge im Devisengeschäft waren trotz Rekordvolumina im aktuellen Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal niedriger. Dieser Rückgang war auf einen wachsenden Preisdruck zurückzuführen. Die Deutsche Bank belegte in der jährlichen Devisenmarktumfrage von Euromoney zum achten Mal in Folge den ersten Platz. Die Erträge im Handel mit Rohstoffen und aus verbrieften Wohnungsbaukrediten (RMBS) waren wegen einer geringeren Kundenaktivität erheblich niedriger als im Vorjahresquartal. Die Deutsche Bank wurde von Euromoney zum „Best Global Commodities House“ ausgezeichnet und stieg im jährlichen Ranking des Magazins Institutional Investor von Platz drei im Vorjahr zur Nummer eins auf. Die Deutsche Bank belegte im Juli Position eins im US-amerikanischen Fixed Income-Geschäft (Quelle: Greenwich Associates).

Sales & Trading (Equity) erwirtschaftete im zweiten Quartal 2012 mit 546 Mio € Erträge auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Dies spiegelt die, insbesondere in Europa anhaltend schwierigen Marktbedingungen wider. Trotz der weiterhin schwachen Marktaktivität waren die Erträge im Aktienhandel wesentlich höher als im Vorjahresquartal, was auf ein verbessertes Bestandsmanagement zurückzuführen ist. Die Erträge im Aktienderivategeschäft blieben aufgrund reduzierter Kundenvolumina in einem herausfordernden Marktumfeld unter dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Der Bereich Prime Finance erzielte Erträge, die weitestgehend dem Vergleichswert des Vorjahresquartals entsprechen. Die Deutsche Bank wurde für ihr Prime Finance-Geschäft zum besten Global Prime Broker von Euromoney gewählt.

Im Berichtsquartal gingen die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft gegenüber dem zweiten Quartal 2011 um 205 Mio € (29 %) auf 509 Mio € zurück. Ursächlich dafür war eine branchenweit geringere Kundenaktivität. Im Beratungsgeschäft lagen die Erträge mit 136 Mio € um 10 % unter dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Dieser Rückgang spiegelt das schwierigere M&A-Umfeld wider. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Debt) fielen gegenüber dem starken Vorjahresquartal um 11 % auf 284 Mio €. Dieser Rückgang ist auf geringere Leveraged Loans und geringere Emissionsaktivitäten von Hochzinsanleihen zurückzuführen. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Equity) von 89 Mio € waren erheblich niedriger als im Vergleichsquartal des Vorjahres, was die aktuellen Marktbedingungen und einen Anstieg der Börsengänge im Vorjahresquartal widerspiegelte.

Im Kreditgeschäft wurden im zweiten Quartal 2012 Erträge von 303 Mio € erzielt, was einem Anstieg um 19 Mio € gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres entspricht.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten gingen im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 83 Mio € auf negative 8 Mio € zurück. Der Rückgang resultiert aus Marktwertverlusten bei Investments, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken. Dieser Effekt wird durch gegenläufige Beträge in den Zinsunabhängigen Aufwendungen ausgeglichen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im zweiten Quartal 2012 auf 112 Mio € gegenüber 96 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen lagen im zweiten Quartal 2012 mit 3,1 Mrd € um 147 Mio € (5 %) über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Dies war insbesondere auf die nachteiligen Wechselkursbewegungen sowie höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und betriebliche Belastungen im Berichtsquartal zurückzuführen. Der Anstieg wurde teilweise durch geringere Aufwendungen für leistungsabhängige Vergütungen aufgrund gesunkener operativer Ergebnisse und die vorgenannten Effekte in Bezug auf Abbey Life kompensiert.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Berichtsquartal auf 357 Mio € gegenüber 969 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Halbjahresvergleich 2012 versus 2011

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im ersten Halbjahr 2012 mit 5,6 Mrd € um 472 Mio € (8 %) unter dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums. Viele Geschäftsaktivitäten wurden durch die anhaltenden Unsicherheiten im makroökonomischen Umfeld und die geringere Marktaktivität beeinträchtigt. Die Erträge aus dem Kredit- und Rohstoffgeschäft waren rückläufig und die Erträge aus dem Geschäft mit verbrieften Wohnungsbaukrediten (RMBS) waren erheblich niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies spiegelt den Einfluss des makroökonomischen Umfelds auf die Kundenaktivität, die Preisgestaltung und das Risikoprofil wider. Dieser Rückgang wurde teilweise durch die gegenüber dem Vorjahr höheren Erträge aus dem Geldmarkt- und Zinsgeschäft ausgeglichen. Die Erträge im Devisengeschäft sowie im Anleihegeschäft mit Schwellenländern entsprachen dem Vergleichswert des Vorjahresquartals.

Die Erträge in Sales & Trading (Equity) lagen im ersten Halbjahr 2012 mit 1,3 Mrd € um 227 Mio € (15 %) unter dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums. Der Rückgang spiegelt niedrigere Erträge im Aktienhandel und Aktienderivategeschäft infolge der branchenweit schwachen Kundenaktivität sowie den Wegfall des Ertrags aus dem Verkauf unserer Beteiligung an der russischen Börse RTS im Vorjahreszeitraum wider. In Prime Finance blieben die Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu unverändert.

Die Erträge im Emissions- und Beratungsgeschäft gingen im ersten Halbjahr 2012 um 285 Mio € (20 %) auf 1,1 Mrd € zurück und lagen damit unter dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums. Bezogen auf das Provisionsaufkommen in Corporate Finance belegte die Deutsche Bank weltweit Platz fünf und in Europa Platz eins. Im Beratungsgeschäft fielen die Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 53 Mio € (17 %) auf 258 Mio €. Die Deutsche Bank belegte hier weltweit Rang fünf und in Europa Rang zwei. Die Erträge aus dem Emissionsgeschäft (Debt) blieben mit 662 Mio € gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert. Im Bereich Investment-Grade-Anleihen erreichte die Deutsche Bank Platz drei in der Kategorie All International Bonds und Platz drei bei den All Bonds in Euros (Quelle: Thomson Reuters). Im Emissionsgeschäft (Equity) fielen die Erträge deutlich um 46 % auf 227 Mio €, was auf einen branchenweiten Rückgang von Börsengängen zurückzuführen ist. Die Deutsche Bank belegte im Emissionsgeschäft (Equity) weltweit Platz sechs und Platz drei in Europa (alle Ranglistenpositionen gemäß Dealogic, sofern nicht anders angegeben).

Die Erträge aus dem Kreditgeschäft beliefen sich im ersten Halbjahr 2012 auf 606 Mio € und waren damit um 131 Mio € (18 %) niedriger als im Vorjahreszeitraum. Ursächlich hierfür war das Zusammenspiel mehrerer Faktoren wie reduzierte Bestände, negative Marktwertanpassungen sowie Nettoeffekte aus Veränderungen der Kreditrisikoprämien.

Die Erträge aus Sonstigen Produkten beliefen sich im ersten Halbjahr 2012 auf 154 Mio € und stiegen damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 40 Mio €. Dies resultierte aus Marktwertgewinnen bei Investments, die Leistungen im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft von Abbey Life decken. Der Effekt wird durch gegenläufige Beträge in den Zinsunabhängigen Aufwendungen ausgeglichen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im ersten Halbjahr 2012 auf 196 Mio € gegenüber 108 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Anstieg war auf eine höhere Risikovorsorge für unser gemäß IAS 39 umgewidmetes Kreditportfolio zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen blieben im ersten Halbjahr 2012 mit 6,5 Mrd € gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert. Dies war insbesondere auf nachteilige Wechselkursbewegungen sowie höhere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und betriebliche Belastungen im Berichtsquartal zurückzuführen. Demgegenüber standen niedrigere Aufwendungen für leistungsabhängige Vergütungen aufgrund gesunkener operativer Ergebnisse sowie für aufgeschobene Vergütungen an Mitarbeiter, deren Ansprüche zum Zeitpunkt der Begebung aufgrund der geltenden Planbedingungen unverfallbar waren.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2012 auf 2,1 Mrd € gegenüber 3,3 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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Deutsche Bank Zwischenbericht zum 30. Juni 2012

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