Eigenkapital und Aufsichtsrechtliches Eigenkapital


Eigenkapital

Das Eigenkapital stieg zum 30. Juni 2012 auf 56,4 Mrd € und lag damit um 1,7 Mrd € (3 %) über dem Wert zum 31. Dezember 2011 von 54,7 Mrd €. Dieser Anstieg resultierte in erster Linie aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis von 2,0 Mrd €, unrealisierten Nettoerträgen im kumulierten sonstigen Ergebnis von 701 Mio € und einem positiven Effekt von 406 Mio € auf unseren Bestand in Eigenen Aktien, die vom Eigenkapital abgezogen werden. Diese positive Entwicklung wurde durch Dividendenzahlungen an Deutsche-Bank-Aktionäre von 689 Mio € und einen Rückgang der Anteile ohne beherrschenden Einfluss um 657 Mio € teilweise aufgehoben. Der Anstieg der kumulierten sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderung war vorwiegend auf unrealisierte Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von 370 Mio € sowie auf positive Effekte aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 316 Mio € zurückzuführen. Der Rückgang der Anteile ohne beherrschenden Einfluss war überwiegend durch die Ausübung der Verkaufsoption auf Postbank-Aktien durch die Deutsche Post im Februar 2012 und den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Postbank im zweiten Quartal 2012 bedingt. Für eine detaillierte Darstellung zu den Auswirkungen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags verweisen wir auf die
„Sonstigen Finanzinformationen“ dieses Berichts.

Aufsichtsrechtliches Eigenkapital

Seit dem 31. Dezember 2011 werden bei der Ermittlung der Kapitalquoten des Konzerns die veränderten Kapitalanforderungen für Risiken im Handelsbuch und in Verbriefungspositionen nach Maßgabe der Capital Requirements Directive 3 (auch „Basel 2.5“) berücksichtigt.

Das Tier-1-Kapital betrug 50,6 Mrd € zum Ende des zweiten Quartals 2012 und lag damit 1,6 Mrd € über dem Wert am Jahresende 2011. Die Tier-1-Kapitalquote belief sich zum 30. Juni 2012 auf 13,6 % und lag damit über den 12,9 % zum Jahresende 2011. Das Tier-1-Kapital ohne Berücksichtigung hybrider Kapitalbestandteile erhöhte sich im ersten Halbjahr 2012 um 1,5 Mrd € oder 4,2 % auf 37,8 Mrd €. Die Tier-1-Kapitalquote ohne Berücksichtigung hybrider Kapitalbestandteile betrug zum Ende des Berichtsquartals 10,2 %, verglichen mit 9,5 % zum Jahresende 2011.

Der Anstieg im Tier-1-Kapital und Tier-1-Kapital ohne Berücksichtigung hybrider Kapitalbestandteile ging im Wesentlichen auf das den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis in Höhe von 2,0 Mrd € zurück, teilweise kompensiert durch die Dividendenabgrenzung von 349 Mio € sowie Effekte aus dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Postbank von 338 Mio €. Des Weiteren wurden die Kapitalquoten durch die Reduzierung der Risikoaktiva positiv beeinflusst.

Die risikogewichteten Aktiva beliefen sich zum Quartalsende auf 373 Mrd €, rund 8,6 Mrd € weniger als zum Jahresende 2011. Dieser Rückgang reflektierte im Wesentlichen Reduzierungen im Kreditrisiko und, zu einem geringeren Anteil, im Marktrisiko. Die risikogewichteten Aktiva für das Kreditrisiko reduzierten sich um 6,7 Mrd € vorwiegend infolge von Portfoliooptimierungen sowie Modell- und Datenverbesserungen. Ergänzend sanken die risikogewichteten Aktiva für das Marktrisiko um 3,1 Mrd € vorwiegend aufgrund niedrigerer Volatilität und eines verringerten Handelsbuchvolumens. Die risikogewichteten Aktiva für das operationelle Risiko erhöhten sich auf 51,8 Mrd € zum 30. Juni 2012 im Vergleich zu 50,7 Mrd € zum Jahresende 2011, im Wesentlichen aufgrund der Einbeziehung der BHF-BANK in das Advanced Measurement Approach („AMA“) Model im ersten Quartal 2012 sowie einer Modellverfeinerung im zweiten Quartal 2012.

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Deutsche Bank Zwischenbericht zum 30. Juni 2012

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