Segmentberichterstattung

 (nicht testiert)

Die nachfolgenden Segmentinformationen basieren auf dem sogenannten „Management Approach“, der verlangt, die Segmentinformationen auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen, wie sie vom sogenannten „Chief Operating Decision Maker“ regelmäßig zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance herangezogen werden.

Segmente

Die Segmentberichterstattung folgt der den internen Managementberichtssystemen zugrunde liegenden Organisationsstruktur des Konzerns. Auf dieser Basis wird die finanzielle Performance der Segmente beurteilt und über die Zuteilung der Ressourcen zu den Segmenten entschieden. Vergleichszahlen für frühere Perioden wurden für geringfügige organisatorische Änderungen angepasst, wenn diese in den internen Berichtssystemen des Konzerns berücksichtigt wurden.

Im Neunmonatszeitraum 2012 wirkte sich der Verkauf der Asset-Management-Aktivitäten der Deutsche Postbank AG an die DWS Gruppe auf die Segmentberichterstattung aus. Zum 15. August 2012 wurden diese Aktivitäten vom Unternehmensbereich Private & Business Clients an den Unternehmensbereich Asset and Wealth Management übertragen.

Nach den Änderungen im Vorstand wurde eine Überprüfung der Strategie begonnen. Im September 2012 veröffentlichte die Bank ihre strategischen und finanziellen Ambitionen für das Jahr 2015 und bestätigte das Universalbankmodell sowie die vier Geschäftsbereiche. Unterstützt wird dies mit einem integrierten Asset and Wealth Management (AWM), das auch ehemalige CB&S-Geschäfte wie börsengehandelte Fonds beinhalten wird. Um die Aktivitäten zur Reduzierung des Verschuldungsgrads zu beschleunigen, wird im vierten Quartal 2012 eine separate Einheit „Non-Core-Operations“ gebildet werden. Als eigener Bereich wird sie transparent und voll verantwortlich arbeiten; sie soll nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte verwalten und veräußern. Diese Änderungen werden im vierten Quartal 2012 in den internen Berichtssystemen des Konzerns implementiert.

Bemessung von Segmentgewinnen oder -verlusten

Die Managementberichterstattung folgt der Marktzinsmethode, nach welcher der externe Zinsüberschuss des Konzerns kalkulatorisch den Unternehmensbereichen zugeordnet wird. Eine solche Zuordnung unterstellt, dass sämtliche Positionen über den Geld- und Kapitalmarkt refinanziert beziehungsweise angelegt werden. Die Staatsschuldenkrise führte zu erheblichen Veränderungen in den Konditionen, zu denen sich bestimmte Geschäfte refinanzieren können. Die Bank überprüfte daraufhin ihre interne Refinanzierungsmethodik. Als Ergebnis wurde der bestehende Ansatz mit Wirkung vom 1. Januar 2012 verfeinert, um die externen Finanzierungskosten und die Nutzung von Liquidität im Zusammenhang mit unbesicherten Finanzierungsquellen stärker zu berücksichtigen.

Nachfolgend sind die finanziellen Nettoauswirkungen dieser Verfeinerung auf die Geschäftsbereiche im Neunmonatszeitraum 2012 beschrieben:

  • GTB (16 Mio €), AWM (28 Mio €), PBC (21 Mio €) und CI (7 Mio €) erhielten zusätzliche Gutschriften.
  • CB&S (72 Mio €) erhielt zusätzliche Belastungen.

Allokation des durchschnittlichen Active Equity

Im ersten Quartal 2011 änderte der Konzern die Methode zur Allokation des durchschnittlichen Active Equity auf die Segmente. Nach der neuen Methode wird das Ökonomische Kapital als Basis für die Allokation durch Risikoaktiva und bestimmte regulatorische Kapitalabzugsposten ersetzt. Die übrigen Regelungen des Rahmenwerks zur Kapitalallokation blieben unverändert. Der zuzurechnende Gesamtbetrag wird weiterhin nach dem höheren Wert von ökonomischem Risiko und aufsichtsrechtlichem Kapitalbedarf des Konzerns bestimmt. Seit 2012 bestimmt der Konzern seinen Bedarf an aufsichtsrechtlichem Kapital auf Grundlage einer Tier-1-Kapitalquote ohne Hybridinstrumente von 9,0 %, um den gestiegenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen Rechnung zu tragen (vormals basierte diese Berechnung auf einer Tier-1-Kapitalquote von 10,0 %). Im Ergebnis führte dies zu einer erhöhten Allokation von Kapital auf die Segmente, im Wesentlichen auf CIB. Überschreitet das durchschnittliche Active Equity des Konzerns den höheren Wert von ökonomischem Risiko und aufsichtsrechtlichem Kapitalbedarf, so wird der Mehrbetrag Consolidation & Adjustments zugeordnet.

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Deutsche Bank Zwischenbericht zum 30. September 2012

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