Ertragslage des Konzerns


In diesem Marktumfeld konnten wir im Berichtsquartal das Ergebnis vor Steuern auf 1,1 Mrd € erhöhen. Dies entspricht einem Anstieg um 185 Mio € (20 %) gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres, der im Wesentlichen aus einer guten Geschäftsentwicklung, vor allem in Corporate Banking & Securities (CB&S) resultierte. In diesem Ergebnis sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 276 Mio € im Zusammenhang mit unserem kürzlich angekündigten Operational Excellence-Programm enthalten, die in CB&S sowie in Asset and Wealth Management (AWM) anfielen.

Der Gewinn nach Steuern belief sich im dritten Quartal 2012 auf 755 Mio € und lag damit um 21 Mio € (3 %) leicht unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals. Der Rückgang ist auf eine niedrigere effektive Steuerquote im Vorjahresquartal zurückzuführen, die durch Änderungen des Ansatzes und der Bewertung aktiver latenter Steuern begünstigt war.

Wir konnten unsere Tier-1-Kernkapitalquote im Berichtsquartal auf 10,7 % erhöhen, im Vergleich zu 10,2 % am Ende des zweiten Quartals 2012. Zu dieser positiven Entwicklung haben sowohl gezielte De-Risking-Maßnahmen als auch das Ergebnis im dritten Quartal 2012 beigetragen.

Quartalsvergleich 2012 versus 2011

Die Erträge des Konzerns beliefen sich im dritten Quartal 2012 auf 8,7 Mrd € gegenüber 7,3 Mrd € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Dies entspricht einer Verbesserung um 18 %. Die Erträge in Corporate Banking & Securities (CB&S) stiegen im Vergleich zum dritten Quartal 2011 um 1,7 Mrd € (65 %) auf 4,3 Mrd €. Hier wirkten sich verbesserte Marktbedingungen und eine höhere Marktaktivität aus. Die Erträge im Global Transaction Banking (GTB) stiegen gegenüber dem dritten Quartal 2011 um 60 Mio € (6 %) auf 1,0 Mrd €, worin sich ein fortgesetztes Wachstum und starke Geschäftsvolumina widerspiegelten. In Asset and Wealth Management stiegen die Erträge um 95 Mio € (11 %) auf 971 Mio €. Darin enthalten waren hauptsächlich ein Gewinn aus dem Verkauf eines Investments, höhere Erträge infolge positiver Markteinflüsse und gestiegene erfolgsabhängige Provisionen. Die Erträge in Private & Business Clients (PBC) stiegen im Berichtsquartal um 128 Mio € (5 %) auf 2,6 Mrd €. In den Erträgen des Vorjahresquartals von 2,4 Mrd € waren Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen enthalten. Trotz einer geringeren Investitionsbereitschaft von Privatkunden blieben die Erträge weitgehend auf dem Niveau des dritten Quartals 2011, in denen Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen enthalten waren. In C&A ergaben sich im Berichtsquartal negative Effekte aus sich im Zeitablauf ausgleichenden Unterschieden infolge unterschiedlicher Bilanzierungsmethoden bei der Managementberichterstattung und IFRS. Dies führte zu einem teilweisen Ausgleich der Ertragssteigerungen in den Segmenten.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Berichtsquartal auf 555 Mio €, ein Anstieg um 20 % gegenüber 463 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Dies war vor allem auf eine höhere Risikovorsorge im Kreditgeschäft in CB&S zurückzuführen, die durch eine niedrigere Risikovorsorge in PBC kompensiert wurde. Der Anstieg in CB&S war auf höhere Rückstellungen für das gemäß IAS 39 umgewidmete Portfolio zurückzuführen. Darin enthalten waren 61 Mio € im Zusammenhang mit unseren De-Risking-Maßnahmen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen von 7,0 Mrd € im dritten Quartal 2012 lagen um 1,1 Mrd € (18 %) über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Zunahme ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, wie einen höheren Personalaufwand infolge des verbesserten operativen Ergebnisses, Restrukturierungsaufwendungen im Rahmen unseres Operational Excellence-Programms, höheren Aufwendungen im Versicherungsgeschäft (Abbey Life) sowie höheren Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Das dritte Quartal 2011 hingegen war durch eine Sonderbelastung im Zusammenhang mit nicht geltend gemachten Umsatzsteueransprüchen in Deutschland belastet.

Das Ergebnis vor Steuern stieg im Berichtsquartal um 185 Mio € (20 %) auf 1,1 Mrd € nach 942 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Der Gewinn nach Steuern belief sich im dritten Quartal 2012 auf 755 Mio € gegenüber 777 Mio € im Vorjahresquartal. Der Ertragsteueraufwand lag im Berichtsquartal bei 372 Mio € nach 165 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies führte zu einer Steuerquote von 33 % im Berichtsquartal im Vergleich zu 18 % im Vorjahresquartal, in dem diese im Wesentlichen durch Änderungen bei Ansatz und Bewertung von aktiven latenten Steuerforderungen begünstigt war. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) belief sich im dritten Quartal 2012 auf 0,78 € im Vergleich zu 0,74 € im Vorjahresquartal.

Neunmonatsvergleich 2012 versus 2011

Die Erträge beliefen sich in den ersten neun Monaten 2012 auf 25,9 Mrd €, was einem Rückgang von 458 Mio € (2 %) gegenüber 26,3 Mrd € im Vergleichszeitraum 2011 entspricht.

Die Erträge im Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities (CB&S) stiegen um 629 Mio € (5 %) auf 13,0 Mrd € nach 12,4 Mrd € im Vorjahreszeitraum. Dies war vorwiegend auf ein gutes Ergebnis im Kredit- und Zinsgeschäft infolge einer stärkeren Kundenaktivität zurückzuführen. Auch die Erträge im Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) verbesserten sich dank hoher Provisionserträge um 261 Mio € (10 %) auf 2,9 Mrd €. Im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management (AWM) sanken die Erträge um 109 Mio € (4 %) auf 2,7 Mrd €, verglichen mit 2,9 Mrd € im Vergleichszeitraum 2011. Ursächlich hierfür war hauptsächlich der Wegfall positiver Effekte aus der Neuausrichtung von Sal. Oppenheim im Vorjahr. Der Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) verzeichnete in den ersten neun Monaten 2012 Erträge von 7,5 Mrd € im Vergleich zu 8,1 Mrd € im Vorjahreszeitraum, was einem Rückgang um 582 Mio € (7 %) entspricht. Dieser resultierte insbesondere aus geringeren Erträgen in Consumer Banking Germany und dem Ausbleiben von positiven Konsolidierungseffekten, die im dritten Quartal 2011 erfasst worden waren. In Consolidation & Adjustments (C&A) gingen die Erträge um 576 Mio € zurück. Dies steht im Zusammenhang mit Bewertungsunterschieden zwischen den bei der Managementberichterstattung und gemäß IFRS angewandten Bilanzierungsmethoden für ökonomisch abgesicherte Positionen, die sich im Zeitablauf ausgleichen. Ferner ist der Rückgang auf negative Effekte aus der Währungsabsicherung des Kapitals ausländischer Tochtergesellschaften zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war in den ersten neun Monaten 2012 mit 1,3 Mrd € nahezu unverändert gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011. Eine niedrigere Risikovorsorge in PBC, die aus Auflösungen von Wertberichtigungen für Kreditausfälle im Retail-Portfolio von Consumer Banking Germany resultierte, sowie ein verbessertes Ergebnis im Konsumentenkreditgeschäft wurden durch eine höhere Risikovorsorge in CB&S im Zusammenhang mit unserem gemäß IAS 39 umgewidmeten Portfolio und den vorgenannten De-Risking-Maßnahmen aufgehoben.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen in den ersten neun Monaten 2012 um 1,3 Mrd € (7 %) auf 20,6 Mrd € gegenüber 19,3 Mrd € im Vergleichszeitraum 2011. Der Personalaufwand sowie der Sach- und sonstige Aufwand wurden durch Wechselkursänderungen negativ beeinflusst. Zudem stieg der Sach- und sonstige Aufwand hauptsächlich durch höhere Belastungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten und operationellen Risiken, während der Personalaufwand zurückging. Ferner trugen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 276 Mio € für unser Operational Excellence-Programm sowie höhere Aufwendungen im Versicherungsgeschäft (Abbey Life) zum Anstieg bei. Die Aufwendungen im Vorjahreszeitraum beinhalteten eine Sonderbelastung im Zusammenhang mit nicht geltend gemachten Umsatzsteueransprüchen in Deutschland.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich in den ersten neun Monaten 2012 auf 4,0 Mrd €, ein Rückgang um 1,8 Mrd € (31 %) gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres von 5,7 Mrd €.

Der Gewinn nach Steuern betrug im Berichtszeitraum 2,8 Mrd € gegenüber 4,1 Mrd € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die effektive Steuerquote für die ersten neun Monate 2012 blieb mit 29 % gegenüber 28 % im Vorjahreszeitraum annähernd unverändert. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug 2,90 € nach 4,08 € im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Zeichenerklärung
  • Kapitel als PDF speichern
  • Tabelle dieser Seite in Excel speichern
  • Seite drucken
  • Datei zur Dateisammlung hinzufügen
  • Glossar
  • Verweis außerhalb des Berichtes
  • Verweis innerhalb des Berichtes
  • Vorjahresvergleich
  • Korrespondierende Seite in der PDF-Version des Berichtes
Hilfe

Erläuterungen zum Informationsangebot und den verfügbaren Servicefunktionen dieses Berichts erhalten Sie hier.

Deutsche Bank Zwischenbericht zum 30. September 2012

Feedback