Bericht des Aufsichtsrats

Das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamte sich im Jahresdurchschnitt 2013 gegenüber dem Vorjahr. Nachdem die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal 2013 ihren Tiefpunkt erreicht hatte, setzte im Jahresverlauf eine Erholung ein. Gestützt wurde diese vor allem von der weiter äußerst expansiv ausgerichteten Geldpolitik der großen Zentralbanken. In den Industrieländern standen weiter die strukturellen Probleme im Fokus, die zum Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise beigetragen haben. Der Abbau der privaten und öffentlichen Verschuldung dämpfte insbesondere das Wachstum in der Eurozone. Auf zahlreiche Schwellenländer wirkte der Abzug von Kapital negativ, der durch die Trendumkehr beim internationalen Zinszyklus (US Tapering) ausgelöst wurde.

Die deutsche Konjunktur schwächte sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr weiter ab, schwenkte nach dem schwachen Winterhalbjahr 2012/13 allerdings auf eine Erholungsphase ein.

Wir haben in diesem insgesamt von wirtschaftlicher Unsicherheit geprägten Umfeld den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Eingehend behandelten wir im Berichtsjahr die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, ihr Umfeld, das Risikomanagementsystem, die Planung und das interne Kontrollsystem. Wie schon in den Vorjahren befassten wir uns im Jahr 2013 mit zahlreichen gesetzlichen und regulatorischen Neuerungen, die sich in Teilen bereits unmittelbar auf unsere Arbeit auswirkten. Fragen zur strategischen Weiterentwicklung der Bank und deren Umsetzung erörterten wir ausführlich mit dem Vorstand im Rahmen eines zweitägigen Workshops. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, die finanzielle Entwicklung, die Ertragslage sowie das Risiko-, Liquiditäts- und Kapitalmanagement der Bank sowie über wesentliche Rechtsstreitigkeiten und Geschäfte sowie Ereignisse, die für die Bank von erheblicher Bedeutung waren. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir eingebunden. Wichtige Themen und anstehende Entscheidungen wurden zudem in regelmäßigen Gesprächen zwischen den Co-Vorsitzenden des Vorstands und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats erörtert. Die Vorsitzenden der Ausschüsse des Aufsichtsrats führten regelmäßige Besprechungen und inhaltliche Abstimmungen durch, um die Zusammenarbeit im Aufsichtsratsgremium insgesamt zu stärken. Zwischen den Sitzungen wurden wir über wichtige Vorgänge schriftlich informiert. Beschlüsse wurden, soweit zwischen den Sitzungen erforderlich, im Umlaufverfahren herbeigeführt

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2013 fanden sieben Sitzungen des Aufsichtsrats statt.

In der ersten Sitzung des Jahres am 30. Januar 2013 erörterten wir die geschäftliche Entwicklung der Bank im vierten Quartal 2012 und im Geschäftsjahr 2012 sowie den Plan-Ist-Vergleich. Den Dividendenvorschlag für das Jahr 2012 sowie die Unternehmensplanung für die Jahre 2013 bis 2015 nahmen wir zustimmend zur Kenntnis. Der Vorstand gab einen umfangreichen Sachstandsbericht zu wesentlichen Risiken und Rechtsstreitigkeiten der Bank. Wir beschlossen auf Empfehlung des Präsidial- und des Prüfungsausschusses, dass die Herren Dr. Eick, Dr. Achleitner und Prof. Trützschler im Geschäftsbericht als Finanzexperten benannt werden. Wir stellten fest, dass sämtliche Mitglieder des Prüfungsausschusses unabhängig im Sinne der US-amerikanischen Vorschriften sind und dass nach unserer Einschätzung dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Nach Überprüfung der Angemessenheit des Vergütungssystems für den Vorstand legten wir unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Präsidialausschusses und unter Einbindung externer, unabhängiger Vergütungsberater die Höhe der variablen Vergütung für die Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012 fest.

In der Sitzung am 19. März 2013 erörterten wir den Jahresabschluss 2012 und KPMG berichtete über den Stand der Prüfungshandlungen. Mit dem Vorstand erörterten wir den Compliance Bericht, einen weiteren Sachstandsbericht zu wesentlichen Rechtsstreitigkeiten sowie den Vergütungsbericht 2012, welchen wir zustimmend zur Kenntnis nahmen. Desweiteren beschlossen wir eine Anpassung der Entsprechenserklärung aufgrund der Verschiebung der Veröffentlichung des Finanzberichts auf den 15. April 2013.

In der Bilanzsitzung am 11. April 2013 im Anschluss an die außerordentliche Hauptversammlung billigten wir auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer den Konzern- und Jahresabschluss 2012.

In der Sitzung am Tag vor der ordentlichen Hauptversammlung erörterten wir deren Ablauf und die angekündigten Gegenanträge sowie den Stand der gegen die Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung am 11. April 2013 eingereichten Klagen. Soweit erforderlich, wurden hierzu Beschlüsse gefasst. Nach eingehender Erörterung und auf Vorschlag des Präsidialausschusses beschlossen wir eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand einschließlich des Geschäftsverteilungsplans. Darüber hinaus beschlossen wir die Bildung eines neuen Integritätsausschusses, verabschiedeten dessen Geschäftsordnung und passten die Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats, des Nominierungs-, des Prüfungs- und des Risikoausschusses an. Desweiteren wurden wir über zukünftige neue Governance Regelungen und Auswirkungen des CRD IV-Umsetzungsgesetzes informiert. Abschließend diskutierten wir die Ergebnisse der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats und stimmten der zeitnahen Umsetzung der vorgeschlagenen Verbesserungsmaßnahmen zu.

In der konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung wählten wir Herrn Dr. Achleitner erneut zu unserem Vorsitzenden. Herr Dr. Achleitner wurde damit zugleich Vorsitzender des Nominierungs-, Präsidial-, Risiko- und Vermittlungsausschusses und Mitglied des Prüfungs- sowie des Integritätsausschusses. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählten wir Herrn Herling, der durch diese Wahl auch Mitglied des Präsidial- und Vermittlungsausschusses wurde. Als weitere Mitglieder des Präsidialausschusses wählten wir Herrn Todenhöfer (bis 31. Oktober 2013), Herrn Prof. Kagermann (ab 1. November 2013) und Herrn Bsirske. Herrn Todenhöfer (bis 31. Oktober 2013), Herrn Prof. Kagermann (ab 1. November 2013) und Herrn Szukalski wählten wir zu Mitgliedern des Vermittlungsausschusses. Herrn Prof. Kagermann und Herrn Dr. Teyssen wählten wir zu Mitgliedern des Nominierungsausschusses. Zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses wählten wir Herrn Cryan, der damit zugleich Mitglied des Risikoausschusses wurde, sowie zu Mitgliedern des Prüfungsausschusses Frau Mark, Frau Platscher, Herrn Rose und Herrn Prof. Trützschler. Herrn Prof. Kagermann (bis 31. Oktober 2013), Frau Dublon (ab 1. November 2013), Frau Labarge und Herrn Stockem wählten wir zu Mitgliedern des Risikoausschusses. Zum Vorsitzenden des neuen Integritätsausschusses wählten wir Herrn Thoma sowie Herrn Heider, Frau Irrgang, Frau Klee und Herrn Löscher zu weiteren Mitgliedern.

In der Sitzung am 30. Juli 2013 erörterten wir die geschäftliche Entwicklung der Bank im ersten Halbjahr 2013 und erhielten vom Vorstand einen Sachstandsbericht zu wesentlichen Rechtsstreitigkeiten. Herr Thoma wurde von uns als Nachfolger von Herrn Todenhöfer zum Beauftragten des Aufsichtsrats hinsichtlich der zahlreichen Kirch-Verfahren ernannt. Wir nahmen die Fortschrittsberichte zur IT-Strategie und zum Kulturwandel zur Kenntnis und passten auf Empfehlung des Integritätsauschusses die Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Integritätsausschusses an. Zudem stimmten wir grundsätzlich der Ausgabe von „Additional Tier 1“ Kapital auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 gewährten Ermächtigung zu und delegierten die Beschlusszuständigkeit an den Präsidialausschuss.

In der letzten Sitzung des Jahres am 29. Oktober 2013 beschlossen wir auf Vorschlag des Präsidialausschusses, die Vorstandsbestellung von Herrn Fitschen bis zum Ablauf des 31. März 2017 zu verlängern. Wir wurden vom Vorstand über die geschäftliche Entwicklung im dritten Quartal unterrichtet und erörterten Sachstandsberichte zu wesentlichen Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Untersuchungen sowie zu aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die IT-Infrastruktur der Bank. Wir beschlossen die Bildung des Vergütungskontrollausschusses sowie dessen Geschäftsordnung. Zum Vorsitzenden des ab 1. Januar 2014 gesetzlich vorgeschriebenen Vergütungskontrollausschusses wählten wir Herrn Dr. Achleitner sowie die Herren Bsirske, Herling und Prof. Kagermann zu weiteren Mitgliedern. Aufgrund neuer Corporate Governance Regelungen beschlossen wir unsere Geschäftsordnungen wo erforderlich anzupassen und wählten aufgrund der neuen Aufgaben die Herren Herling und Bsirske zu weiteren Mitgliedern des Nominierungsausschusses. Außerdem gaben wir die turnusgemäße Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz ab.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2013 fanden acht Sitzungen des Präsidialausschusses statt. Zwischen den Sitzungen besprach der Vorsitzende des Präsidialausschusses mit den Ausschussmitgliedern regelmäßig Themen von besonderer Bedeutung. Der Ausschuss befasste sich mit der Festlegung der variablen Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2012 und der Verlängerung der Vorstandsbestellung von Herrn Fitschen. Außerdem wurden neue gesetzliche und regulatorische Anforderungen an das Vergütungssystem für das Geschäftsjahr 2013 erörtert und dem Aufsichtsrat nach Diskussion der Vorschläge der Vergütungskommission unter Leitung von Herrn Hambrecht zur Beschlussfassung empfohlen. Erforderliche Anpassungen in der Geschäftsordnung sowie im Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand und in den Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse wurden ebenso erörtert wie der Vergütungsbericht. Soweit erforderlich, wurden Beschlüsse gefasst oder dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben. Der Übernahme von Mandaten von Vorstandsmitgliedern bei anderen Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen stimmte der Präsidialausschuss zu.

Der Risikoausschuss behandelte in sechs Sitzungen insbesondere Kredit-, Liquiditäts-, Refinanzierungs-, Länder-, Markt- und operationelle Risiken sowie Rechts- und Reputationsrisiken. Die Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2013 lagen auf der Kapitalausstattung der Bank gemäß der erwarteten Umsetzung von Basel 3, den Initiativen zur Bilanz- und Risikoreduzierung, auch in unserer Non-Core Operations Unit, sowie der Angemessenheit unserer risikogewichteten Aktiva im Vergleich zu maßgeblichen Wettbewerbern. Weitere Kernthemen waren die von den Aufsichtsbehörden geforderten Sanierungs- und Abwicklungspläne („Living Wills") sowie die Weiterentwicklung unseres operationellen Risikomanagements. Eingehend erörtert wurden ebenso verschiedene Fokusportfolios, darunter Rohstoffe, Leveraged Finance sowie Schwellenländer. Neben der Refinanzierungs- und Liquiditätslage der Bank waren auch verschiedene Aspekte der Risikovorsorge und potenzielle Auswirkungen aufsichtsrechtlicher Vorschläge Gegenstand der Sitzungen. Regelmäßig wurde der Risikoausschuss auch in Bezug auf aktuelle Entwicklungen der größeren Rechtsstreitigkeiten und maßgeblicher aufsichtsrechtlicher Untersuchungen informiert. Diskutiert wurden außerdem Weiterentwicklungen der Risikomodelle und deren Überwachung. Ferner wurden die Branchenportfolioberichte entsprechend des vom Risikoausschuss festgelegten Plans vorgestellt, die jeweilige Strategie diskutiert und die Profitabilität dieser Portfolios vergleichend betrachtet. Die nach Gesetz und Satzung vorlagepflichtigen Engagements der Bank wurden diskutiert und – sofern erforderlich – genehmigt.

Im Geschäftsjahr 2013 fanden elf Sitzungen des Prüfungsausschusses statt. Mit Ausnahme einer Sitzung nahmen Vertreter des Abschlussprüfers an allen Sitzungen teil. Gegenstand der Sitzungen waren die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2012, die Zwischenberichte sowie der Bericht 20-F für die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC). Der Ausschuss befasste sich mit dem Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013 und überprüfte dessen Unabhängigkeit nach den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie den Vorschriften des US-amerikanischen Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB), erteilte den Prüfungsauftrag und unterbreitete dem Aufsichtsrat eine Empfehlung zur Höhe der Vergütung des Abschlussprüfers, die dieser im Umlaufverfahren beschloss. Der Prüfungsausschuss ist wie in den Vorjahren davon überzeugt, dass beim Abschlussprüfer keine Interessenkonflikte vorliegen. Eigene Prüfungsschwerpunkte legte der Prüfungsausschuss für 2013 nicht fest, da die BaFin wie im Vorjahr umfangreiche Prüfungsschwerpunkte nach § 30 KWG festgelegt hat und die Europäische Zentralbank im Rahmen des Balance Sheet Assessment & Asset Quality Review weitere Prüfungshandlungen durchführt. Von der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems und der Internen Revision hat der Prüfungsausschuss sich überzeugt und den Rechnungslegungsprozess sowie die Abschlussprüfung überwacht. Seit der Anpassung der Geschäftsordnung am 29. Oktober 2013 an das CRD 4-Umsetzungsgesetz unterstützt der Prüfungsausschuss den Aufsichtsrat in der Überwachung der Prozesse und der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, ohne dass sich an den inhaltlichen Aufgabenstellungen des Prüfungsausschusses etwas geändert hat. Soweit erforderlich wurden Beschlüsse gefasst oder dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben. Regelmäßig wurde dem Prüfungsausschuss über die Beauftragung von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften einschließlich des Abschlussprüfers mit prüfungsfremden Dienstleistungen, über die Arbeit der Internen Revision und Fragen der Compliance, über Rechts- und Reputationsrisiken sowie über Sonderprüfungen und wesentliche Beanstandungen von Aufsichtsbehörden berichtet. Der Jahresplan der Internen Revision wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Beschwerden in Bezug auf das Rechnungswesen, die internen Prüfverfahren zur Rechnungslegung und zu Fragen der Abschlussprüfung sind dem Prüfungsausschuss nicht zugegangen. Außerdem befasste er sich regelmäßig mit der Abarbeitung von Prüfungsfeststellungen des Abschlussprüfers zum Jahres- und Konzernabschluss 2012, Maßnahmen zur Bereinigung der weiteren Feststellungen sowie den Anforderungen an die Überwachungsaufgaben gemäß § 107 Abs. 3 AktG, den prüfungsvorbereitenden Maßnahmen zum Jahresabschluss und den von der BaFin nach § 30 KWG festgelegten Prüfungsschwerpunkten.

Der am 22. Mai 2013 neu gebildete Integritätsausschuss behandelte in fünf Sitzungen insbesondere Themen zur Unternehmenskultur sowie zur präventiven Beobachtung und strategischen Analyse von Rechts- und Reputationsrisiken. Gegenstand der Sitzungen waren zunächst insbesondere die Klärung der Aufgabenaufteilung und Zusammenarbeit zwischen dem Prüfungs-, dem Risiko- und dem Integritätsausschuss, die Erörterung des Stands der aktuellen Rechtstreitigkeiten und regulatorischen Untersuchungen sowie die Überwachung der Umsetzung des Kulturwandels. Eingehend diskutiert wurden des Weiteren Fragen zur Unternehmenskultur im Rahmen eines Vortrags von Herrn Anthony Salz, der über die generellen Erkenntnisse seiner unabhängigen Untersuchung bei Barclays im Zusammenhang mit LIBOR berichtete. Weitere Themen waren die Nutzung von Social Media, das „Three Lines of Defence“ Programm der Bank zur weiteren Stärkung der Kontrollstrukturen sowie das Projekt „House of Governance“ zur Stärkung der Geschäftsorganisation der Bank.

Am 29. Oktober 2013 wurde der neue Vergütungskontrollausschuss gebildet. Die Mitglieder kamen zweimal zusammen, ernannten in Abstimmung mit dem Vorstand den nach der Institutsvergütungsverordnung ab 1. Januar 2014 erforderlichen Vergütungsbeauftragten und befassten sich mit dem Vergütungssystem der Bank sowie den neuen Anforderungen des Aufsichtsrats hinsichtlich Regelungen zur Vergütung nach dem Kreditwesengesetz und der Institutsvergütungsverordnung.

Der Nominierungsausschuss tagte im Jahr 2013 zweimal und behandelte dabei Nachfolge- und Besetzungsfragen im Aufsichtsrat.

Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren im Jahr 2013 nicht erforderlich.

Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen im Jahr 2013 wie folgt an den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse teil:

 

Sitzungen (inkl. Aus-
schüsse)

Sitzungs-
teilnahme

in %

 

Sitzungen (inkl. Aus-
schüsse)

Sitzungs-
teilnahme

in %

Achleitner

39

39

100

Mark

18

18

100

Böhr

4

4

100

Platscher

12

11

92

Bsirske

5

4

80

Rose

8

7

88

Cryan

11

11

100

Ruck

16

16

100

Dublon

1

1

100

Stockem

10

10

100

Eick

11

9

82

Szukalski

3

3

100

Garrett-Cox

7

6

86

Teyssen

7

6

86

Heider

8

8

100

Thieme

10

10

100

Herling

15

15

100

Thoma

8

8

100

Irrgang

8

8

100

Todenhöfer

17

16

94

Kagermann

12

12

100

Trützschler

18

18

100

Klee

12

12

100

Viertel

4

4

100

Labarge

13

12

92

Voigt

4

4

100

Löscher

12

10

83

Wenning

6

6

100

Corporate Governance

Der Präsidialausschuss und der Aufsichtsrat befassten sich in mehreren Sitzungen mit den neuen Governance Anforderungen aus §§ 25c und 25d KWG und erörterten deren Umsetzung. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die neuen Aufgaben der Aufsichtsratsausschüsse. Seit 1. Januar 2014 sind die Einrichtung eines Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs- und Vergütungskontrollausschusses vorgeschrieben. Der Nominierungsausschuss hat dadurch weitere Aufgaben erhalten. Neben der bisherigen Aufgabe, die Vorschläge der Anteilseignervertreter für die Wahlen zum Aufsichtsrat vorzubereiten, wird er zukünftig auch Fragen zur Besetzung des Vorstands vorbereiten und den Aufsichtsrat bei der mindestens jährlich durchzuführenden Bewertung von Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen. Diese neuen Aufgaben führten auch dazu, dass wir den Nominierungsausschuss um zwei Vertreter der Arbeitnehmerseite erweiterten. Wir befassten uns außerdem mehrmals mit den Regelungen hinsichtlich der Anforderungen an die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die Qualifikation seiner Mitglieder, verpflichtenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie der Höchstgrenze für Mandate.

Der Präsidialausschuss und der Aufsichtsrat befassten sich in ihren Sitzungen am 22. Mai 2013 mit den Ergebnissen der Effizienzprüfung. Hierfür war im Vorfeld ein unternehmensspezifischer Fragebogen im Präsidialausschuss abgestimmt worden, der an alle Aufsichtsratsmitglieder versandt worden war. Wir sind der Auffassung, dass die Arbeitsweise des Aufsichtsrats effizient erfolgt und ein hoher Standard erreicht wurde. Die Prüfung ergab einzelne Ansatzpunkte für Verbesserungen, welche wir bereits teilweise im Jahr 2013 realisieren konnten.

Am 28. Januar 2014 haben wir festgestellt, dass alle Mitglieder des Prüfungsausschusses gemäß den US-Vorschriften unabhängig sind. Als Finanzexperten im Prüfungsausschuss wurden nach den Vorschriften der SEC sowie nach §§ 107 Abs. 4 und 100 Abs. 5 AktG sowie § 25d Abs. 9 KWG Herr Dr. Achleitner und Herr Prof. Trützschler sowie Herr Cryan benannt, der seit 23. Mai 2013 der Vorsitzende unseres Prüfungsausschusses ist. Außerdem haben wir festgestellt, dass Herr Dr. Achleitner und Herr Prof. Kagermann über Sachverstand und Berufserfahrung im Bereich Risikomanagement und Risikocontrolling verfügen und demnach als Vergütungsexperten die Anforderungen nach § 25d Abs. 12 KWG erfüllen.

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, die Aufsichtsrat und Vorstand zuletzt am 30. Oktober 2012 abgegeben und am 19. März 2013 angepasst hatten, wurde in der Aufsichtsratssitzung am 29. Oktober 2013 erneuert. Vorstand und Aufsichtsrat erklärten, dass seitens der Deutsche Bank AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 mit den dort aufgeführten Ausnahmen entsprochen wurde und wird. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung 2013 vom 29. Oktober 2013 sowie eine zusammenfassende Darstellung der Corporate Governance der Bank sind im Finanzbericht 2013 im Kapitel Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate-Governance-Bericht und auf der Homepage der Bank im Internet veröffentlicht. Dort finden sich auch die Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sowie die des Vorstands in der jeweils aktuellen Fassung.

Aus- und Fortbildungsmaßnahmen

Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie wurden dabei von der Deutschen Bank angemessen unterstützt. Insbesondere für die neuen Mitglieder des Aufsichtsrats fanden im Juli 2013 und im Oktober 2013 jeweils interne zweitägige Seminare zu den Themen Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, Risikomanagement sowie Aufgaben, Rechte und Pflichten von Aufsichtsräten statt, an denen auch zahlreiche, schon länger dem Gremium angehörende Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmen. Zusätzlich wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats laufend über neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Corporate Governance informiert. Darüber hinaus nahmen Mitglieder des Aufsichtsrats an externen Fortbildungsmaßnahmen teil.

Für die Mitglieder des Prüfungsausschusses fanden im November 2013 und Dezember 2013 interne Schulungsveranstaltungen statt. Zu den Themen gehörten insbesondere die Aufgaben des Prüfungsausschusses, Rechnungslegung, Risikomanagement, Interne Revision sowie Abschlussprüfung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erörterten darüber hinaus mit Mitarbeitern der Finance-Abteilung und dem Abschlussprüfer neue Vorschriften zur Rechnungslegung und zur Bilanzierung.

Die Mitglieder des neu gegründeten Vergütungskontrollausschusses erörterten im Rahmen eines Workshops die Vergütungssysteme der Bank, die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen und die neuen gesetzlichen Regelungen, die ab 1. Januar 2014 zu beachten sind.

Interessenkonflikte und deren Behandlung

Interessenkonflikte einzelner Aufsichtsratsmitglieder hat es im Berichtsjahr nicht gegeben.

Rechtsstreitigkeiten und regulatorische Untersuchungen

Wir haben uns wie in den Vorjahren regelmäßig über wichtige Rechtsstreitigkeiten informiert und über die weitere Vorgehensweise beraten. Hierzu zählten unter anderem die Anfechtungs- und Auskunftsklagen im Zusammenhang mit den Hauptversammlungen 2006 bis 2013 sowie die Verfahren Dr. Kirch beziehungsweise dessen Rechtsnachfolgerin und KGL Pool GmbH gegen die Deutsche Bank und gegen Dr. Breuer. Intensiv waren vor allem der Präsidial- und der Integritätsausschuss in die Überlegungen des Vorstands hinsichtlich der am 20. Februar 2014 abgeschlossenen Vergleichsvereinbarung mit den verschiedenen Klägern aus den Kirch-Verfahren eingebunden.

Außerdem haben wir uns sowohl in den Ausschüssen als auch im Plenum intensiv mit Verfahren wegen möglicher Manipulationen von Referenzzinssätzen (IBOR, LIBOR, EURIBOR, SIBOR etc.), Untersuchungen bezüglich der Festsetzung von Devisenwechselkursen sowie OFAC (mögliche Verstöße gegen U.S.-amerikanische Embargovorschriften) und den Untersuchungen im Zusammenhang mit Transkationen mit Monte dei Paschi di Siena befasst. Weitere rechtliche Themen waren insbesondere die Verfahren zur möglichen Umsatzsteuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Handel von CO2 Verschmutzungszertifikaten sowie über die Beendigung des Rechtsstreits mit der US Federal Housing Finance Agency. Darüber hinaus ließen wir uns fortlaufend im Aufsichtsrat sowie mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Integritäts-, Prüfungs- und Risikoausschuss über bedeutende Rechtsstreitigkeiten und regulatorische Untersuchungen der verschiedenen Aufsichtsbehörden berichten.

Jahresabschluss

Die Buchführung, der Jahresabschluss mit Lagebericht für das Jahr 2013 sowie der Konzernabschluss mit Erläuterungen (Anhangangaben) und der Konzernlagebericht für das Jahr 2013 sind von der KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Diese wurde durch die ordentliche Hauptversammlung am 23. Mai 2013 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Die Prüfungen haben zu einem jeweils uneingeschränkten Bestätigungsvermerk geführt. Der Prüfungsausschuss hat die Unterlagen zum Jahres- und Konzernabschluss in der Sitzung am 17. März erörtert und KPMG hat über den Stand der Prüfungshandlungen berichtet. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat uns hierüber in der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats berichtet. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses, der sich in seiner Sitzung am 17. März 2014 mit dem Jahresabschluss mit Lagebericht für das Jahr 2013 sowie dem Konzernabschluss mit Erläuterungen (Anhangangaben) und dem Konzernlagebericht für das Jahr 2013 befasst hat, haben wir in der Bilanzsitzung am 18. März 2014 dem Ergebnis der Prüfungen nach Einsicht der Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie eingehender Erörterung mit dem Abschlussprüfer zugestimmt und festgestellt, dass auch nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfungen Einwendungen nicht zu erheben sind.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss haben wir heute gebilligt, der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung schließen wir uns an.

Personalia

Im Vorstand gab es in 2013 keine Veränderungen.

Im Aufsichtsrat gab es in 2013 folgende Veränderungen:

Frau Ruck, Frau Thieme, Frau Voigt sowie die Herren Böhr, Dr. Eick, Viertel, Wenning waren bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 23. Mai 2013 Mitglieder des Aufsichtsrats. Für sie wurden Frau Irrgang und die Herren Bsirske, Cryan, Heider, Rose, Szukalski und Thoma in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Todenhöfer ist am 31. Oktober 2013 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Für ihn wurde Frau Dublon mit Wirkung vom 1. November 2013 in den Aufsichtsrat gewählt.

Wir danken den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihr großes Engagement und für die konstruktive Begleitung des Unternehmens während der vergangenen Jahre.

Frankfurt am Main, den 18.03.2014

Für den Aufsichtsrat

Dr. Paul Achleitner, Vorsitzender (Unterschrift)

Dr. Paul Achleitner
Vorsitzender