2 – Erstmals angewandte und neue Rechnungslegungsvorschriften

Erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Nachstehend werden diejenigen Rechnungslegungsvorschriften erläutert, die für den Konzern von Bedeutung sind und bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses in 2013 zur Anwendung kamen.

IAS 1

Zum 1. Januar 2013 setzte der Konzern die Änderungen zu IAS 1, „Presentation of Financial Statements“, um. Die Änderungen erfordern von Unternehmen eine Gruppierung der Posten in den Sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen danach, ob diese Posten zukünftig noch einmal in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können oder nicht. Zudem wurde bestätigt, dass es weiterhin zulässig ist, die Bestandteile der Sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen und der Gewinn- und Verlustrechnung in einer einzelnen oder in zwei separaten Aufstellungen darzustellen. Die Umsetzung der Änderungen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen im Konzernabschluss.

IAS 19

Zum 1. Januar 2013 setzte der Konzern die Vorschriften des IAS 19R, „Employee Benefits“, um. IAS 19R führt einen Nettozinsansatz ein, nach dem zu Beginn der Berichtsperiode eine Nettozinskomponente zu ermitteln ist, die sich durch Multiplikation der in der Bilanz erfassten leistungsorientierten Nettopensionsverpflichtung (Nettovermögenswert) mit dem Diskontierungszinssatz ergibt, welcher der Bewertung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung zugrunde liegt. Erwartete unterjährige Veränderungen der Nettoschuld (des Nettovermögenswerts) aufgrund von Beiträgen und Rentenzahlungen sind hierbei zu berücksichtigen. Diese Nettozinsgröße ersetzt den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung sowie den erwarteten Ertrag aus Planvermögen. Der Standard verlangt zudem die sofortige Erfassung von mit Versorgungszusagen verbundenen Neubewertungseffekten wie versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie sämtliche Abweichungen zwischen dem tatsächlichen Ertrag und dem im Nettozinsergebnis implizit erfassten Ertrag aus Planvermögen in der Sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderung. Diese Vorgehensweise entspricht der vom Konzern bisher angewandten Soforterfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Eigenkapital. Außerdem erfordert IAS 19R die sofortige Erfassung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand und beinhaltet erweiterte Offenlegungspflichten für leistungsorientierte Pläne. Die Einführung eines Nettozinssatzes führte in den Jahren 2012 und 2011 zu geringeren Aufwendungen für leistungsdefinierte Pensionspläne und entsprechend zu einem Anstieg der erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Verluste in Höhe von 36 Mio € beziehungsweise 34 Mio €, so dass die Auswirkungen auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung und das Eigenkapital insgesamt neutral blieben.

IAS 36

Im Dezember 2013 setzte der Konzern die Vorschriften des IAS 36, „Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets (Amendment to IAS 36)“, frühzeitig um. Die Vorschriften beinhalten Änderungen zu den erforderlichen Anhangangaben, wenn der erzielbare Betrag für wertgeminderte Vermögensgegenstände auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt wurde. Die Umsetzung der Änderungen hatte nur Auswirkungen auf die Anhangangaben des Konzerns.

IAS 39

Im Dezember 2013 setzte der Konzern die Vorschriften des IAS 39, „Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting (Amendments to IAS 39)“, frühzeitig um. Die Vorschriften enthalten Änderungen, die eine Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen in Situationen erlauben, in denen ein Derivat, das als Sicherungsinstrument designiert wurde, aufgrund gesetzlicher oder regulatorischer Anforderungen an eine zentrale Gegenpartei zu Abwicklungszwecken übertragen wurde, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Die Umsetzung der Änderungen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 7

Zum 1. Januar 2013 setzte der Konzern die Änderungen zu IFRS 7, „Disclosures – Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities“ („IFRS 7R“), um. IFRS 7R sieht zusätzliche Anhangangaben vor, die Investoren einen besseren Vergleich zwischen IFRS-Abschlüssen und US GAAP-Abschlüssen ermöglichen sollen. Die Änderungen traten für die Geschäftsjahre und -quartale in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Anwendung dieser Änderungen hatte nur Auswirkungen auf die Anhangangaben des Konzerns. Die zusätzlichen Offenlegungspflichten hat der Konzern in Anhangangabe 18 „Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verpflichtungen“ bereitgestellt.

IFRS 10, IFRS 11, IAS 27 und IAS 28

Zum 1. Januar 2013 setzte der Konzern die Vorschriften IFRS 10, „Consolidated Financial Statements“, IFRS 11, „Joint Arrangements“, eine überarbeitete Fassung von IAS 27, „Separate Financial Statements“, sowie eine überarbeitete Fassung von IAS 28, „Investments in Associates and Joint Ventures“, um, die aufgrund der Veröffentlichung von IFRS 10 und IFRS 11 entsprechend angepasst wurden. Der Konzern setzte auch die Änderungen zu den Übergangsvorschriften für IFRS 10 und IFRS 11 um. Die Erstanwendung der Standards zum 1. Januar 2012 führte für den Konzern zu einer kumulativen Belastung des Eigenkapitals von 195 Mio € nach Steuern. Vergleichsangaben für 2011 sind nicht angepasst worden.

IFRS 10 ersetzt IAS 27, „Consolidated and Separate Financial Statements“, und SIC-12, „Consolidation – Special Purpose Entities“, und schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung, die auf alle Unternehmen inklusive der zuvor unter SIC-12 analysierten Zweckgesellschaften anzuwenden ist. Ein Investor beherrscht eine Beteiligung, wenn er die relevanten Tätigkeiten bestimmt, variablen Rückflüssen aus der Verbindung mit der Beteiligung ausgesetzt ist und die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse durch seine Verfügungsgewalt über die Beteiligung zu beeinflussen. Die Beherrschung ist auf der Grundlage aller gegenwärtigen Tatsachen und Umstände festzustellen und bei Hinweisen auf Änderungen der Gegebenheiten zu überprüfen.

IFRS 11 ersetzt IAS 31, „Interests in Joint Ventures“, und SIC-13, „Jointly-controlled Entities – Non-monetary Contributions by Venturers“. IFRS 11 unterscheidet zwei Arten gemeinschaftlicher Vereinbarungen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen, und stellt auf die Rechte und Pflichten der Vereinbarung ab. Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen, das vom Konzern nicht angewandt wurde, wurde abgeschafft und die Anwendung der Equitymethode verpflichtend vorgeschrieben. Die Umsetzung von IFRS 11 hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die folgenden Tabellen geben jeweils die inkrementellen Auswirkungen der Umsetzung von IFRS 10 auf die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012 und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2012 abgelaufene Jahr wieder. Der Konzern sieht die Auswirkungen von IFRS 10 auf den Konzernabschluss als unwesentlich an.

in Mio €

31.12.2012

Aktiva

 

Verzinsliche Einlagen bei Kreditinstituten

1.088

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

8.958

Forderungen aus dem Kreditgeschäft

94

Sonstige Aktiva

–189

Summe der Aktiva

9.951

 

 

Passiva

 

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen

675

Sonstige kurzfristige Geldaufnahmen

601

Langfristige Verbindlichkeiten

–772

Sonstige Passiva

9.628

Summe der Passiva

10.132

 

 

Eigenkapital

 

Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital

–14

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

–168

Eigenkapital einschließlich Anteile ohne beherrschenden Einfluss

–182

in Mio €

31.12.2012

Zinsüberschuss

83

Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten/Verpflichtungen

435

Provisionsüberschuss

–127

Sonstige Erträge

–397

Ergebnis vor Steuern

–6

Ertragsteueraufwand/-ertrag (-)

–3

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-)

–3

Die Mehrheit der Auswirkungen geht zurück auf die Konsolidierung von bestimmten Fonds, für die der Konzern eine Garantie über den Wert des Fondsvermögens an Drittparteien abgibt. Unter IFRS 10 beherrscht der Konzern diese Fonds, da er als nicht abzulösender Investment Manager handelt, er über variable Rückflüsse aus signifikanten Fondsbeteiligungen und/oder der Garantie verfügt und er die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse durch seine Verfügungsgewalt über die Fonds zu beeinflussen.

IFRS 12

IFRS 12, „Disclosure of Interests in Other Entities (including amendments to the transition guidance for IFRS 10-12 issued in June 2012)“, verlangt von einem Unternehmen, Angaben zur Art, zu verbundenen Risiken und zu den finanziellen Auswirkungen von Anteilen an Tochter-, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlichen Vereinbarungen sowie an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen jährlich offenzulegen. IFRS 12 ist für den Konzern seit dem 1. Januar 2013 anwendbar. Die Anwendung der Vorschriften für das Geschäftsjahr 2013 hatte nur Auswirkungen auf die Anhangangaben des Konzerns. Die gemäß IFRS 12 offenzulegenden Informationen hat der Konzern in den Anhangangaben 17 „Nach der Equitymethode bilanzierte Beteiligungen“, 39 „Informationen zu Tochtergesellschaften“ und 40 „Nicht konsolidierte strukturierte Einheiten“ bereitgestellt.

IFRS 13

Zum 1. Januar 2013 setzte der Konzern die Vorschriften des IFRS 13, „Fair Value Measurement“, um, der die Vorschriften zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts innerhalb der IFRS zusammenführt. IFRS 13 verfeinert die Definition des beizulegenden Zeitwerts und gibt Hinweise, wie zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist, sofern ein anderer IFRS die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder erlaubt. Die Vorschriften beinhalten eine Ausnahme, wonach der beizulegende Zeitwert für Portfolios von finanziellen Vermögensgegenständen und finanziellen Verbindlichkeiten auf Basis der Nettorisikoposition des Portfolios ermittelt werden kann. Diese Ausnahme bedingt die Erfüllung bestimmter Kriterien und stellt ein Bilanzierungswahlrecht dar. Der Konzern hat dieses Wahlrecht für bestimmte Portfolios von Finanzinstrumenten, wie Derivate, die die Kriterien zur Bewertung auf Basis einer Nettorisikoposition erfüllen, ausgeübt. IFRS 13 verlangt zudem die Offenlegung umfassenderer Informationen zur Bewertung auf Basis des beizulegenden Zeitwerts. Die Umsetzung von IFRS 13 hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die Offenlegungspflichten des IFRS 13 hat der Konzern in den Anhangangaben 14 „Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente“ und 15 „Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden“ erfüllt.

Änderungen der IFRS 2009–2011 („Improvements to IFRS 2009–2011 Cycle“)

Im Mai 2012 veröffentlichte das IASB im Rahmen seines Annual-Improvements-Projekts Änderungen bestehender IFRS. Diese umfassen sowohl Änderungen verschiedener IFRS mit Auswirkung auf den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen als auch terminologische oder redaktionelle Korrekturen. Die Änderungen sind für den Konzern seit dem 1. Januar 2013 anwendbar. Ihre Umsetzung für das Geschäftsjahr 2013 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Die nachfolgenden Rechnungslegungsvorschriften waren zum 31. Dezember 2013 noch nicht in Kraft getreten und kamen daher bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht zur Anwendung.

IAS 32

IAS 32, „Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities“ („IAS 32R“), konkretisiert die Vorschriften zur Saldierung von Finanzinstrumenten. IAS 32R stellt klar, dass (a) der Anspruch einer Gesellschaft auf Saldierung am Abschlussstichtag bestehen muss und (b) wann Bruttoabwicklungssysteme einer Nettoabwicklung entsprechen können. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es wird nicht erwartet, dass IAS 32R wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. IAS 32R ist durch die EU in europäisches Recht übernommen worden.

IFRIC 21

IFRIC 21, „Levies“, ist eine Interpretation von IAS 37, „Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets“, und stellt klar, dass ein Unternehmen von öffentlichen Behörden erhobene Abgaben erst dann ansetzt, wenn die Tätigkeit, die von Gesetzes wegen zur Leistung einer Abgabe führt, stattfindet. Der Interpretationsentwurf tritt für den Konzern zum 1. Januar 2014 in Kraft. Es wird nicht erwartet, dass IFRIC 21 wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. IFRIC 21 bedarf noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.

Änderungen der IFRS 2010–2012 und 2011–2013 („Improvements to IFRS 2010–2012 and IFRS 2011–2013 Cycles“)

Im Dezember 2013 veröffentlichte das IASB im Rahmen seiner Annual-Improvements-Projekte „Improvements to IFRS 2010–2012 and IFRS 2011–2013 Cycles“ mehrere Änderungen bestehender IFRS. Diese umfassen sowohl Änderungen verschiedener IFRS mit Auswirkung auf den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen als auch terminologische oder redaktionelle Korrekturen. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Es wird nicht erwartet, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden. Die Änderungen bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.

IFRS 9 (2009), IFRS 9 (2010) and IFRS 9 (Hedge Accounting)

IFRS 9 (2009) – Im November 2009 veröffentlichte das IASB IFRS 9, „Financial Instruments“, der einen ersten Schritt seines Projekts zur Ablösung von IAS 39, „Financial Instruments: Recognition and Measurement“, repräsentiert. Mit IFRS 9 (2009) werden neue Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, die im Anwendungsbereich von IAS 39 liegen, eingeführt. Danach werden alle finanziellen Vermögenswerte auf Basis des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte sowie der Charakteristika der Zahlungsströme des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts klassifiziert.

IFRS 9 (2010) – Im Oktober 2010 veröffentlichte das IASB eine überarbeitete Fassung von IFRS 9, „Financial Instruments“ („IFRS 9 (2010)“). Der überarbeitete Standard ergänzt neue Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verpflichtungen. Nach IFRS 9 (2010) muss ein Unternehmen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten finanziellen Verpflichtungen, die auf Änderungen des Kreditrisikos der Verpflichtung zurückzuführen sind, direkt in den Sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausweisen. Führt die Erfassung dieser Änderungen in den Sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen jedoch zu Inkongruenzen bei der Bewertung, ist die gesamte Änderung des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. In den Sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasste Beträge werden in Folgeperioden nicht erfolgswirksam erfasst, können aber kumuliert innerhalb des Eigenkapitals übertragen werden.

Im November 2013 wurde IFRS 9 (2010) weiter geändert, um die Anwendung der Vorschriften zur Darstellung von Gewinnen und Verlusten aus Zeitwertveränderungen des eigenen Kreditrisikos aus zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten finanziellen Verpflichtungen zu erlauben, ohne die anderen Vorschriften des Standards anzuwenden.

IFRS 9 (Hedge Accounting) – Im November 2013 vollendete das IASB neue Bilanzierungsvorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Diese beinhalten auch zusätzliche Offenlegungsvorschriften über die Risikomanagementaktivitäten von Unternehmen, die Sicherungsbeziehungen bilanzieren. Die Änderungen sind entwickelt worden, damit Unternehmen ihre Risikomanagementaktivitäten besser in den Finanzabschlüssen abbilden können. Sie zielen auch auf eine Vereinfachung der derzeitigen Regelungen ab. Dies ist eine Reaktion auf die von Benutzern von Finanzabschlüssen geäußerten Bedenken über die wahrgenommene übermäßige Komplexität der derzeitigen Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Über den Anwendungszeitpunkt von IFRS (2009), IFRS 9 (2010) und IFRS 9 (Hedge Accounting) ist noch nicht endgültig entschieden worden. Eine Anwendung für Geschäftsjahre, die vor dem 1. Januar 2017 beginnen, ist jedoch nicht zu erwarten. Während die oben genannten Rechnungslegungsvorschriften vom IASB verabschiedet worden sind, bedürfen sie aber noch der Übernahme in europäisches Recht durch die EU.