35 – Leistungen an Arbeitnehmer

Aktienbasierte Vergütungspläne

Der Konzern gewährte aktienbasierte Vergütung maßgeblich unter dem DB Equity Plan. Dieser gewährt das Recht, unter bestimmten Bedingungen Deutsche Bank-Stammaktien nach Ablauf einer festgelegten Zeit zu erhalten. Die Teilnehmer an einem aktienbasierten Vergütungsplan besitzen keinen Anspruch auf die Ausschüttung von Dividenden während der Anwartschaftsfrist.

Die Aktienrechte, die nach den Planregeln des DB Equity Plan begeben werden, können ganz oder teilweise verfallen, wenn der Teilnehmer sein Arbeitsverhältnis vor Ablauf der relevanten Anwartschaftsfrist auf eigenen Wunsch beendet. In bestimmten Fällen wie der betriebsbedingten Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder beim Eintritt in den Ruhestand bleibt die Anwartschaft in der Regel bestehen.

In Ländern, in denen rechtliche oder sonstige Einschränkungen die Begebung von Aktien verhindern, wurde die Vergütung unter dem DB Equity Plan in einer Planvariante gewährt, die einen Barausgleich vorsieht.

In der folgenden Tabelle werden die grundsätzlichen Merkmale dieser aktienbasierten Vergütungspläne dargestellt.

Jahre der Gewährung

Deutsch Bank Equity Plan

Anwartschaftsfrist

Spezielle Regelung für den vorgezogenen Ruhezustand

Anspruchsberechtigung

1

Für die Mitglieder des Vorstands oder der Senior Management Group und für alle übrigen Mitarbeiter, die der Regulierung gemäß InstitutsVergV unterliegen, erfolgt die Auslieferung der Aktien nach einer weiteren Wartefrist von sechs Monaten.

2

Die speziellen Regelungen für den vorgezogenen Ruhestand gelten nicht für die Mitglieder des Vorstands.

3

Für die Mitglieder des Vorstands erfolgt die Auslieferung der Aktien nach einer weiteren Wartefrist von drei Jahren. Für alle übrigen der Regulierung gemäß InstitutsVergV unterliegenden Mitarbeiter erfolgt die Auslieferung der Aktien nach einer weiteren Wartefrist von sechs Monaten.

4

Für die Mitglieder des Vorstands gilt eine andere Anwartschaftsregelung. Für alle übrigen der Regulierung gemäß InstitutsVergV unterliegenden Mitarbeiter erfolgt die Auslieferung der Aktien nach einer weiteren Wartefrist von sechs Monaten.

2013

Jährliche Vergütungs­komponente

1/3: 12 Monate1

Ja

Jährlich gewährte Bleibeprämie für ausgewählte Mitarbeiter

1/3: 24 Monate1

 

1/3: 36 Monate1

 

Zuteilung als Einmaltranche

Ja2

Mitglieder des Vorstands
oder der Senior
Management Group

nach 45 Monaten1

 

 

 

Bleibeprämie/
Akquisitionsprämie

Individuelle Festlegung

Ja

Ausgewählte Mitarbeiter mit dem Ziel, Schlüsselkompetenzen zu gewinnen oder zu halten

Jährliche Vergütungs­komponente – Unmittelbar zugeteilt

Individuelle Festlegung3

Nein

Mitarbeiter, die der Regulierung durch die InstitutsVergV unterliegen

2012/
2011

Jährliche Vergütungs­komponente

1/3: 12 Monate4

Ja

Jährlich gewährte Bleibeprämie für ausgewählte Mitarbeiter

1/3: 24 Monate4

 

1/3: 36 Monate4

 

Bleibeprämie/
Akquisitionsprämie

Individuelle Festlegung

Ja

Ausgewählte Mitarbeiter mit dem Ziel, Schlüsselkompetenzen zu gewinnen oder zu halten

Jährliche Vergütungs­komponente – Unmittelbar zugeteilt

Entfällt3

Nein

Mitarbeiter, die der Regulierung durch die InstitutsVergV unterliegen

2010

Jährliche Vergütungs­komponente

Gestaffelte Zuteilung in neun gleichen Tranchen im Zeitraum zwischen 12 Monaten und 45 Monaten nach Gewährung

Ja

Jährlich gewährte Bleibeprämie für ausgewählte Mitarbeiter

 

Zuteilung als Einmaltranche nach 45 Monaten

Ja

Jährlich gewährte Bleibeprämie für ausgewählte Mitarbeiter

Bleibeprämie/
Akquisitionsprämie

Individuelle Festlegung

Nein

Ausgewählte Mitarbeiter mit dem Ziel, Schlüsselkompetenzen zu gewinnen oder zu halten

2009

Jährliche Vergütungs­komponente

50 %: 24 Monate

Nein

Jährlich gewährte Bleibeprämie für ausgewählte Mitarbeiter

25 %: 36 Monate

 

25 %: 48 Monate

 

Bleibeprämie/
Akquisitionsprämie

Individuelle Festlegung

Nein

Ausgewählte Mitarbeiter mit dem Ziel, Schlüsselkompetenzen zu gewinnen oder zu halten

Darüber hinaus bietet der Konzern das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Global Share Purchase Plan (GSPP) an. Mitarbeitern in bestimmten Ländern werden jeweils bis zu zehn Aktienrechte nach einer einjährigen Ansparphase und einer unmittelbar darauf folgenden Anwartschaftsfrist von ebenfalls einem Jahr gewährt. Per 31. Dezember 2012 wird dieser Plan von Konzerneinheiten in 37 Ländern angeboten.

Der Konzern verfügt über weitere lokale aktienbasierte Vergütungspläne, die weder einzeln noch insgesamt wesentlich für den Konzernabschluss sind.

Ausstehende Aktienrechte

 

In Tsd. Einheiten

Gewichteter Durchschnitt des beizulegenden Zeitwerts je Recht am Tag der Gewährung

Bestand zum 31. Dezember 2011

69.695

€ 37,37

Gewährt

38.648

€ 30,00

Ausgegeben

–43.425

€ 33,80

Verfallen

–2.419

€ 38,37

Bestand zum 31. Dezember 2012

62.499

€ 35,25

Gewährt

26.250

€ 34,89

Ausgegeben

–35.555

€ 37,37

Verfallen

–1.903

€ 34,95

Bestand zum 31. Dezember 2013

51.291

€ 33,61

Diese Übersicht enthält auch die Rechte, die unter den Planvarianten des DB Equity Plan gewährt wurden, die einen Barausgleich vorsehen.

Durch aktienbasierte Vergütungstransaktionen, die in bar abgegolten werden, entstehen Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2013 beliefen sich diese Verbindlichkeiten auf ungefähr 32 Mio € (31. Dezember 2012: 44 Mio €; 31. Dezember 2011: 35 Mio €).

Vom wertmäßigen Bestand an ausstehenden Aktienrechten zum 31. Dezember 2013 in Höhe von ungefähr 1,7 Mrd € wurden ungefähr 1,2 Mrd € zulasten des Personalaufwands des Berichtsjahres beziehungsweise in den Jahren davor bilanziell erfasst. Somit belief sich der zum 31. Dezember 2013 noch nicht erfasste Personalaufwand für ausstehende aktienbasierte Vergütung auf ungefähr 0,5 Mrd €.

Im Februar 2014 wurden ungefähr 11,8 Millionen Aktien an Begünstigte aus früheren Gewährungen im Rahmen des DB Equity Plan ausgegeben (davon 0,4 Millionen Einheiten unter der Planvariante des DB Equity Plan, die einen Barausgleich vorsieht).

Zusätzlich zu den in der obigen Tabelle enthaltenen Aktienrechten gewährte der Konzern im Februar 2014 im Rahmen des DB Equity Plan ungefähr 25 Millionen Aktienrechte basierend auf einem Kurs von 35,44 € je Aktienrecht. Davon wurden ungefähr 0,6 Millionen unter der Planvariante des DB Equity Plan gewährt, die einen Barausgleich vorsieht.

Unter Berücksichtigung der im Februar 2014 ausgegebenen beziehungsweise neu gewährten Aktienrechte beträgt der Bestand an ausstehenden Aktienrechten per Ende Februar 2014 ungefähr 65 Millionen Einheiten.

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Charakterisierung der Pläne

Der Konzern bietet seinen Mitarbeitern eine Reihe von Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (im Weiteren „Pensionspläne“ genannt, wenn nicht anders ausgeführt) an, die gemäß ihrer Art und Beschaffenheit in der Rechnungslegung zwischen beitragsdefinierten und leistungsdefinierten Plänen unterschieden werden. Die Höhe der Versorgungszusagen an die Mitarbeiter basiert in erster Linie auf deren Vergütung und der Dauer ihrer Konzernzugehörigkeit. Beiträge für beitragsdefinierte Pläne basieren zumeist auf einem Prozentsatz der Mitarbeitervergütung. Die weiteren Ausführungen in dieser Anhangangabe beziehen sich vorwiegend auf die leistungsdefinierten Pläne des Konzerns.

Die Pensionspläne des Konzerns lassen sich am besten anhand ihrer geografischen Verteilung unterteilen. Diese reflektiert die Unterschiede in Plancharakteristik und -risiko sowie hinsichtlich des jeweiligen regulatorischen Umfelds. Insbesondere können sich lokale regulatorische Anforderungen stark voneinander unterscheiden und bestimmen zu einem gewissen Grad die Planausgestaltung und -finanzierung. Relevant ist auch die Unterteilung nach Status der Planmitglieder, die eine grobe Einschätzung hinsichtlich der Fälligkeiten der Verpflichtungen des Konzerns gibt.

 

31.12.2013

in Mio €

Deutschland

Großbritannien

USA

Andere Länder

Insgesamt

Pensionsverpflichtungen bezüglich

 

 

 

 

 

Aktive Planteilnehmer

3.670

659

359

671

5.359

Teilnehmer mit unverfallbarer Anwartschaft

1.577

1.894

399

122

3.992

Leistungsempfänger

4.240

1.035

378

229

5.882

Pensionsverpflichtung insgesamt

9.487

3.588

1.136

1.022

15.233

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

9.142

4.099

856

921

15.018

Ausfinanzierungsquote (in %)

96

114

75

90

99

 

31.12.2012

in Mio €

Deutschland

Großbritannien

USA

Andere Länder

Insgesamt

Pensionsverpflichtungen bezüglich

 

 

 

 

 

Aktive Planteilnehmer

3.583

605

405

741

5.334

Teilnehmer mit unverfallbarer Anwartschaft

1.540

1.742

450

135

3.867

Leistungsempfänger

4.140

952

426

253

5.771

Pensionsverpflichtung insgesamt

9.263

3.299

1.281

1.129

14.972

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

7.741

3.980

949

932

13.602

Ausfinanzierungsquote (in %)

84

121

74

83

91

Die Mehrheit der Anspruchsberechtigten der Pensionspläne befindet sich in Deutschland, Großbritannien und den USA. Innerhalb der anderen Länder beziehen sich die größten Verpflichtungen auf die Schweiz und die Niederlande. In Deutschland und einigen europäischen Ländern werden Pensionszusagen auf kollektiver Basis mit Betriebsräten oder vergleichbaren Gremien vereinbart. Die wichtigsten Pläne des Konzerns werden durch Treuhänder, Vermögensverwalter oder vergleichbare Instanzen überwacht.

Pensionszusagen können im Rahmen der Gesamtvergütung für die Mitarbeiter eine wichtige Rolle spielen. Das Ziel des Konzerns ist eine für die Mitarbeiter im jeweiligen Marktumfeld attraktive Plangestaltung, die durch den Konzern nachhaltig erbracht werden kann. Zugleich versucht der Konzern das aus derartigen Zusagen erwachsene Risiko zu begrenzen. Aus diesem Grund ging der Konzern in den letzten Jahren in vielen Ländern auf beitragsdefinierte Pläne über.

In der Vergangenheit basierten die Pensionszusagen üblicherweise auf dem zum Pensionierungszeitpunkt erreichten Endgehalt. Diese Zusageformen bilden einen wesentlichen Teil der Verpflichtungen für Pensionäre und ausgeschiedene Anwärter. Derzeit sind die wichtigsten leistungsdefinierten Pensionspläne für aktive Mitarbeiter in Deutschland und den USA Kapitalkontenpläne, bei denen der Arbeitgeber jährlich einen auf das aktuelle Gehalt bezogenen Betrag auf individuelle Mitarbeiterkonten gutschreibt. Je nach Planregel wird der Saldo des Versorgungskontos durch einen festen Prozentsatz verzinst oder er partizipiert an der Marktentwicklung spezieller zugrunde liegender Anlageformen, um das Investitionsrisiko für den Konzern zu reduzieren. Teilweise, wie in Deutschland, ist eine garantierte Leistung in den Planregeln verankert, beispielsweise in Höhe der erfolgten Beiträge. In Großbritannien wurde der größte leistungsdefinierte Pensionsplan im Jahr 2011 für die noch leistungsberechtigten aktiven Mitarbeiter umgestaltet, um das gesamte langfristige Risiko für den Konzern zu verringern. Zum Pensionierungszeitpunkt können die Mitarbeiter gewöhnlich entscheiden, ob das erreichte Kapital als Einmalbetrag auszuzahlen ist oder in eine Rentenleistung umgewandelt werden soll. Die Umrechnung in eine Rente erfolgt zumeist am Pensionierungsstichtag mit den dann gültigen Marktkonditionen und Annahmen zur Lebenserwartung.

Zusätzlich unterhält der Konzern sowohl Pensionspläne und Leistungszusagen bei Vertragsbeendigung in weiteren Ländern wie auch – vor allem in den USA – Gesundheitsfürsorgepläne für derzeit tätige und pensionierte Mitarbeiter. Im Rahmen letztgenannter Pläne wird den Pensionären ein bestimmter Prozentsatz der erstattungsfähigen medizinischen Aufwendungen unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts gewährt. Sobald Pensionäre in den USA im staatlichen Krankenversicherungssystem Medicare leistungsberechtigt werden, erhalten sie eine Dotierung auf einem individuellen Konto und verlassen damit den Gesundheitsfürsorgeplan des Konzerns. Aufgrund des Verpflichtungsvolumens in Höhe von 151 Mio € per 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: 164 Mio €) und der Planausgestaltung sind die Risiken aus den Gesundheitsfürsorgeplänen für den Konzern sehr begrenzt.

Die im Folgenden dargestellten voraussichtlich zu zahlenden Versorgungsleistungen aus leistungsdefinierten Plänen beziehen sich auf zurückliegende und angenommene zukünftige Dienstzeiten und beinhalten sowohl Auszahlungen aus den Pensionsvermögen für ausfinanzierte Pläne als auch direkte Auszahlungen für nicht ausfinanzierte Pläne des Konzerns.

in Mio €

Deutschland

Großbritannien

USA

Andere Länder

Insgesamt

Erfolgte Leistungszahlungen 2013

375

70

107

102

654

Erwartete Leistungszahlungen 2014

377

66

65

61

569

Erwartete Leistungszahlungen 2015

385

73

63

57

578

Erwartete Leistungszahlungen 2016

401

77

66

57

601

Erwartete Leistungszahlungen 2017

422

87

66

58

633

Erwartete Leistungszahlungen 2018

445

93

66

59

663

Erwartete Leistungszahlungen 2019–2023

2.532

605

351

293

3.781

Gewichteter Durchschnitt der Duration der Leistungsverpflichtung (in Jahren)

14

20

12

15

15

Gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber

Der Konzern ist mit anderen Finanzinstituten in Deutschland Mitgliedsunternehmen des BVV, der in Ergänzung zu den Direktzusagen des Konzerns Altersvorsorgeleistungen an berechtigte Mitarbeiter in Deutschland leistet. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer leisten regelmäßig Beiträge an den BVV. Die Tarife des BVV sehen feste Rentenzahlungen mit Überschussbeteiligungen vor. Für den BVV gilt die Subsidiärhaftung des Arbeitgebers in Deutschland in Bezug auf die eigenen Mitarbeiter. Der Konzern klassifiziert den BVV-Plan als leistungsdefinierten gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber und behandelt ihn in der Rechnungslegung als beitragsdefinierten Plan, da die verfügbaren Informationen nicht ausreichen, um die Vermögensgegenstände und die auf die gegenwärtigen und ehemaligen Mitarbeiter bezogenen Pensionsverpflichtungen den einzelnen Mitgliedsunternehmen zuzuordnen. Der Hauptgrund für diesen Ansatz liegt in der Tatsache begründet, dass der BVV seine Vermögensanlagen weder den Leistungsberechtigten noch den Mitgliedsunternehmen vollständig zuordnet. Mit Bezug auf die letzten Veröffentlichungen des BVV ist dort derzeit keine Unterdeckung vorhanden, die künftige Beitragszahlungen des Konzerns beeinflussen würde. Weiterhin werden etwaige zukünftige Überschüsse den Leistungsberechtigten zugerechnet, so dass diese die zukünftigen Beitragszahlungen nicht reduzieren können. Im Falle einer Auflösung des BVV würden keine zusätzlichen Verpflichtungen auf den Konzern zukommen.

Zu den Aufwendungen des Konzerns für beitragsdefinierte Pläne zählt auch der jährliche Beitrag der Deutschen Postbank AG für die Altersversorgung ihrer Beamten an die Postbeamtenversorgungskasse. Die Leistungsverpflichtungen liegen bei der Bundesrepublik Deutschland.

Steuerung und Risiko

Der Konzern setzte ein Pensions Risk Committee zur Überwachung der Pensionen und der damit verbundenen Risiken auf globaler Basis unter Vorsitz eines Vorstandsmitglieds ein. Das Komitee tagt vierteljährlich, berichtet direkt an den Konzernvorstand und wird durch das Pensions Operating Committee unterstützt.

In diesem Rahmen erlässt es Richtlinien über die Steuerung und das Risikomanagement und entwickelt sie fort, insbesondere in Bezug auf Ausfinanzierung, Portfoliostruktur und Bestimmung der versicherungsmathematischen Annahmen. In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff „Risikomanagement“ die Kontrolle und Steuerung von Risiken, die dem Konzern aus Marktentwicklungen (zum Beispiel Zinssatz, Kreditausfallrisiko, Inflation), Anlagestruktur, regulatorischen oder rechtlichen Anforderungen erwachsen können, sowie die Überwachung demografischer Veränderungen (zum Beispiel Langlebigkeit). Insbesondere während und nach Akquisitionen oder bei Veränderungen im Umfeld (zum Beispiel rechtlich, steuerlich) werden Themen wie die grundsätzliche Planausgestaltung oder potenzielle Plananpassungen gründlich erörtert. Jegliche Planänderung erfordert in einem standardisierten Prozess die Zustimmung des Konzernbereichs Human Resources. Bis zu einem gewissen Grad sind die Pensionspläne ausfinanziert. Die Vermögensanlage reduziert die aus den Verpflichtungen resultierenden Risiken, führt jedoch zu Investitionsrisiken.

In den für den Konzern wichtigsten Ländern bezieht sich das aus den Plänen resultierende pensionsbezogene Risiko für den Konzern auf potenzielle Veränderungen in Kreditspreads, Inflation und Langlebigkeit, wenngleich deren Auswirkung durch die Anlagestrategie des Planvermögens reduziert werden soll.

Insgesamt versucht der Konzern den durch Marktbewegungen verursachten Einfluss der Pensionspläne auf den Konzernabschluss durch Einbezug neutralisierender Instrumente in die Finanzierungsinstrumente zu minimieren. Der Konzern misst regelmäßig das Pensionsrisiko anhand von für diesen Zweck selbst entwickelten spezifischen Kennzahlen und Stresstests.

Finanzierung

Der Konzern unterhält verschiedene externe Vermögenstreuhandstrukturen, durch die die Mehrheit der Pensionsverpflichtungen ausfinanziert ist. Die Finanzierungsgrundsätze des Konzerns zielen – unter Beachtung spezifischer rechtlicher Regelungen – auf eine nahezu vollständige Deckung des Barwerts der Pensionsverpflichtung durch das Planvermögen in einem Rahmen von 90 % bis 100 % ab. Des Weiteren entschied der Konzern, dass einige Verpflichtungen nicht extern ausfinanziert werden. Dieser Ansatz wird von Zeit zu Zeit überprüft, beispielsweise, wenn sich lokale Vorschriften oder Praktiken verändern. Verpflichtungen nicht ausfinanzierter Pläne werden bilanziell zurückgestellt.

Für die meisten der extern ausfinanzierten Pläne bestehen Mindestdotierungsanforderungen. Zusätzlich kann der Konzern anhand der eigenen Finanzierungsgrundsätze über weitere Dotierungen entscheiden. Es gibt Standorte, wie beispielsweise in Großbritannien, an denen die Treuhänder mit dem Konzern gemeinsam die Dotierungshöhe vereinbaren. In den meisten Staaten erwartet der Konzern den vollen ökonomischen Nutzen eventueller Überdeckungen von Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen, üblicherweise in Form reduzierter künftiger Dotierungen. Ausgehend von der nahezu vollständigen Ausfinanzierung und der für die wichtigsten ausfinanzierten Pläne eingeführten Investitionsstrategie erwartet der Konzern kurzfristig keine materiellen auszugleichenden Defizitbeträge. Beispielsweise werden die Zuführungen zu den Hauptplänen in Großbritannien und den USA im Jahr 2014 nahezu null sein. In Deutschland, wo es üblicherweise keine Mindestdotierungsanforderungen gibt, entscheidet der Konzern im vierten Quartal 2014 anhand der eigenen Finanzierungsrichtlinie über Dotierungen in das Treuhandvermögen.

Für die Gesundheitsfürsorgepläne bildet der Konzern während der aktiven Dienstverhältnisse Rückstellungen und zahlt die Leistungen bei Fälligkeit aus eigenen Mitteln aus.

Versicherungsmathematische Methoden und Annahmen

Bewertungsstichtag für alle Pläne ist der 31. Dezember. Sämtliche Pläne werden durch unabhängige qualifizierte Aktuare gemäß der Methode des Verfahrens der laufenden Einmalprämien bewertet. Eine Konzernrichtlinie gibt den lokalen Aktuaren Vorgaben hinsichtlich der Bestimmung versicherungsmathematischer Annahmen, um deren Konsistenz global sicherzustellen.

Die folgende Darstellung der wichtigsten Bewertungsannahmen zur Verpflichtungsbestimmung per 31. Dezember erfolgt in Form gewichteter Durchschnitte.

 

31.12.2013

31.12.2012

 

Deutschland

Großbritannien

USA1

Andere Länder

Deutschland

Großbritannien

USA1

Andere Länder

1

Der Zinssatz für Gutschriften auf den Kapitalkontenplänen entspricht der Rendite 30-jähriger Staatsanleihen der USA.

Diskontierungszinssatz (in %)

3,6

4,5

4,8

3,4

3,7

4,6

3,8

3,0

Inflationsrate (in %)

1,9

3,7

2,3

2,2

2,1

3,3

2,4

2,2

Nominale Gehaltssteigerungsrate (in %)

2,8

4,7

2,3

3,1

3,0

4,3

2,4

3,2

Nominale Pensionssteigerungsrate (in %)

1,9

3,5

2,3

1,4

2,1

3,2

2,4

1,2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugrunde gelegte Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren

 

 

 

 

 

 

 

 

für zum Bewertungsstichtag 65-jährige Männer

18,7

23,6

19,1

21,0

18,6

23,6

19,0

21,4

für zum Bewertungsstichtag 65-jährige Frauen

22,8

25,2

20,9

23,3

22,7

25,3

20,8

23,9

für zum Bewertungsstichtag 45-jährige Männer

21,4

25,3

20,5

22,6

21,3

25,3

20,4

23,1

für zum Bewertungsstichtag 45-jährige Frauen

25,3

27,0

21,7

24,7

25,2

27,3

21,7

25,4

Angewendete Sterbetafeln

Richttafeln Heubeck 2005G

SAPS Light mit CMI 2010 Projektionen

RP2000 Combined Healthy

Länder-
spezifische Tabellen

Richttafeln Heubeck 2005G

SAPS Light mit CMI 2010 Projektionen

RP2000 Combined Healthy

Länder-
spezifische Tabellen

Für die bedeutendsten Pläne des Konzerns wird der Diskontierungszinssatz zum Bewertungsstichtag über eine Zinsstrukturkurve hochrangiger Unternehmensanleihen ermittelt, der den tatsächlichen Zeitpunkt zukünftiger Leistungen und deren Höhe für jeden Plan berücksichtigt. Dabei wird für alle Pläne einer Währungszone ein einheitlicher Diskontierungszinssatz verwendet, der anhand der größten Verpflichtungen jeder dieser Zonen bestimmt wird. Für andere Pläne wird der Diskontierungszinssatz zum Bewertungsstichtag in angemessener Weise auf Grundlage hochrangiger Unternehmens- oder Staatsanleihen in Einklang mit den aus den Verpflichtungen resultierenden Fälligkeiten festgesetzt.

Die Annahmen zur Preissteigerungsrate in der Eurozone und in Großbritannien werden mit Bezug auf am Kapitalmarkt gehandelte Inflationsprodukte bestimmt. Maßgeblich sind die Inflationsswapsätze in den betreffenden Märkten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. In anderen Ländern liegt der Bezug für deren Preissteigerungsannahmen üblicherweise auf den Inflationsprognosen von Consensus Economics Inc.

Die Annahmen zur zukünftigen Gehalts- und Pensionssteigerung werden für jeden Plan getrennt, falls sachgerecht, von der Inflationsrate abgeleitet und spiegeln sowohl Vergütungsstruktur oder -grundsätze im jeweiligen Markt als auch lokale rechtliche Anforderungen oder planspezifische Regelungen wider.

Neben anderen Parametern kann die Annahme der Lebenserwartung eine wesentliche Annahme zur Bestimmung der leistungsdefinierten Verpflichtung sein und folgt den in den jeweiligen Ländern üblichen Ansätzen. Wenn möglich, wurden potenzielle zukünftige Steigerungen der Lebenserwartung in die Annahmen mit einbezogen.

Überleitung von Verpflichtungen und Vermögenswerten – Auswirkung auf den Konzernabschluss

Die folgende Aufgliederung der Überleitungsrechnung von Pensionsverpflichtung und Planvermögen für die Jahre 2012 beziehungsweise 2013 erfolgt anhand der Regelungen des IAS 19R. Die Werte für 2012 wurden nach Regeln des IAS 19R überarbeitet, so dass sie nicht genau mit den im Konzern-Finanzbericht 2012 veröffentlichten Werten übereinstimmen.

 

2013

in Mio €

Deutschland

Großbritannien

USA

Andere Länder

Insgesamt

1

DB Investment Service.

2

Umgruppierung eines Plans aus den Pensionsplänen in die sonstigen langfristigen Pläne.

3

Nur für extern finanzierte Pensionspläne.

4

Davon 628 Mio € in Sonstigen Vermögensgegenständen und 840 Mio € in sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Des Weiteren 25 Mio € beziehungsweise 57 Mio € in zum Verkauf bestimmten Vermögensgegenständen beziehungsweise Verbindlichkeiten erfasst.

Veränderungen im Barwert der Pensionsverpflichtung

 

 

 

 

 

Verpflichtung am Jahresanfang

9.263

3.299

1.281

1.129

14.972

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Pensionsaufwendungen

 

 

 

 

 

Laufender Dienstzeitaufwand

163

28

24

70

285

Zinsaufwand

340

145

48

33

566

Nachträglich zu verrechnender Dienstzeitaufwand und aus Planabgeltungen entstandener Gewinn/Verlust

19

2

–3

–42

–24

In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Pensionsaufwendungen

 

 

 

 

 

Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund der Veränderung finanzmathematischer Annahmen

–1

–34

1

–2

–36

Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund der Veränderung demografischer Annahmen

–4

278

–71

–12

191

Erfahrungsbedingter versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust

–12

3

14

–10

–5

Kapitalfluss und andere Veränderungen

 

 

 

 

 

Zuführungen der Planteilnehmer

5

0

0

14

19

Leistungszahlungen

–375

–70

–107

–102

–654

Zahlungen aufgrund von Planabgeltungen

0

0

0

0

0

Akquisitionen/Veräußerungen1

90

0

0

0

90

Wechselkursveränderungen

0

–63

–51

–40

–154

Sonstige

–1

0

0

–162

–17

Verpflichtung am Jahresende

9.487

3.588

1.136

1.022

15.233

davon:

 

 

 

 

 

intern finanziert

7

14

154

137

312

extern finanziert

9.480

3.574

982

885

14.921

 

 

 

 

 

 

Veränderungen im beizulegenden Zeitwert des Planvermögens

 

 

 

 

 

Planvermögen am Jahresanfang

7.741

3.980

949

932

13.602

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Pensionsaufwendungen

 

 

 

 

 

Zinsertrag

316

175

35

30

556

In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Pensionsaufwendungen

 

 

 

 

 

Ertrag aus Planvermögen abzüglich des in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Betrags

–601

98

–46

–8

–557

Kapitalfluss und andere Veränderungen

 

 

 

 

 

Zuführungen der Planteilnehmer

5

0

0

14

19

Zuführungen des Arbeitgebers

1.960

3

53

53

2.069

Leistungszahlungen3

–352

–69

–95

–79

–595

Zahlungen aufgrund von Planabgeltungen

0

0

0

0

0

Akquisitionen/Veräußerungen1

73

0

0

0

73

Wechselkursveränderungen

0

–81

–38

–19

–138

Kosten der Planadministration

0

–7

–2

–2

–11

Planvermögen am Jahresende

9.142

4.099

856

921

15.018

Finanzierungsstatus am Jahresende

–345

511

–280

–101

–215

 

 

 

 

 

 

Veränderungen in der Begrenzung des Ansatzes von Vermögenswerten

 

 

 

 

 

Saldo am Jahresanfang

0

0

0

0

0

Veränderungen im Begrenzungswert

0

0

0

–29

–29

Saldo am Jahresende

0

0

0

–29

–29

 

 

 

 

 

 

Nettovermögenswert/-schuld

–345

511

–280

–130

–2444

 

2012

in Mio €

Deutschland

Großbritannien

USA

Andere Länder

Insgesamt

1

Vergleichszahlen für 2012 sind aufgrund der Anforderungen des IAS 19R korrigiert worden.

2

Beinhaltet die Startwerte von erstmals berücksichtigten kleineren Plänen.

3

Nur für extern finanzierte Pensionspläne.

4

Davon 926 Mio € in Sonstigen Vermögensgegenständen und 2.296 Mio € in Sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.

Veränderungen im Barwert der Pensionsverpflichtung1

 

 

 

 

 

Verpflichtung am Jahresanfang

7.984

2.904

1.232

1.000

13.120

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Pensionsaufwendungen

 

 

 

 

 

Laufender Dienstzeitaufwand

140

28

27

62

257

Zinsaufwand

385

149

54

38

626

Nachträglich zu verrechnender Dienstzeitaufwand und aus Planabgeltungen entstandener Gewinn/Verlust

17

2

0

13

32

In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Pensionsaufwendungen

 

 

 

 

 

Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund der Veränderung finanzmathematischer Annahmen

0

2

29

4

35

Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aufgrund der Veränderung demografischer Annahmen

1.181

208

98

97

1.584

Erfahrungsbedingter versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust

–67

–2

–45

–14

–128

Kapitalfluss und andere Veränderungen

 

 

 

 

 

Zuführungen der Planteilnehmer

4

0

0

15

19

Leistungszahlungen

–382

–68

–97

–76

–623

Zahlungen aufgrund von Planabgeltungen

0

0

0

–2

–2

Akquisitionen/Veräußerungen

0

0

0

0

0

Wechselkursveränderungen

0

76

–24

–9

43

Sonstige2

1

0

7

1

9

Verpflichtung am Jahresende

9.263

3.299

1.281

1.129

14.972

davon:

 

 

 

 

 

intern finanziert

1.152

14

177

172

1.515

extern finanziert

8.111

3.285

1.104

957

13.457

 

 

 

 

 

 

Veränderungen im beizulegenden Zeitwert des Planvermögens

 

 

 

 

 

Planvermögen am Jahresanfang

7.085

3.765

933

811

12.594

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Pensionsaufwendungen

 

 

 

 

 

Zinsertrag

347

194

40

34

615

In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Pensionsaufwendungen

 

 

 

 

 

Ertrag aus Planvermögen abzüglich des in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Betrags

550

–35

47

50

612

Kapitalfluss und andere Veränderungen

 

 

 

 

 

Zuführungen der Planteilnehmer

4

0

0

15

19

Zuführungen des Arbeitgebers

46

26

36

53

161

Leistungszahlungen3

–291

–67

–87

–32

–477

Zahlungen aufgrund von Planabgeltungen

0

0

0

–2

–2

Akquisitionen/Veräußerungen

0

0

0

0

0

Wechselkursveränderungen

0

99

–18

4

85

Kosten der Planadministration

0

–2

–2

–1

–5

Planvermögen am Jahresende

7.741

3.980

949

932

13.602

Finanzierungsstatus am Jahresende

–1.522

681

–332

–197

–1.370

 

 

 

 

 

 

Veränderungen in der Begrenzung des Ansatzes von Vermögenswerten

 

 

 

 

 

Saldo am Jahresanfang

0

0

0

0

0

Veränderungen im Begrenzungswert

0

0

0

0

0

Saldo am Jahresende

0

0

0

0

0

 

 

 

 

 

 

Nettovermögenswert/-schuld

–1.522

681

–332

–197

–1.3704

Der Konzern hat keine Erstattungsansprüche hinsichtlich leistungsdefinierter Pläne.

Restrukturierung führte zu Plananpassungen und Leistungsbegrenzungen in der Schweiz, was im Jahr 2013 zu einer wesentlichen Absenkung der Leistungsverpflichtung führte. Daraus wurden 46 Mio € Ertrag in der Position Nachträglich zu erfassender Dienstzeitaufwand erfasst. Die Restrukturierung führte dazu, dass das Planvermögen den Wert der Verpflichtung zum 31. Dezember 2013 übersteigt. Davon erfasste der Konzern 29 Mio € als nicht erstattungsfähigen Überschuss, da nicht erwartet wird, den vollen ökonomischen Nutzen aus dieser Position zu realisieren; der ökonomische Nutzen des aktivierten erstattungsfähigen Überschusses wurde als Barwert der erwarteten zukünftigen Beitragsreduktionen ermittelt.

Hinsichtlich des Planvermögens dotierte der Konzern zusätzlich zu den regelmäßigen Einzahlungen einen Einmalbetrag von 1,45 Mrd € in das Treuhandvermögen, um den größten Teil der bisher noch nicht vollständig ausfinanzierten Leistungsverpflichtungen der Postbank auszufinanzieren.

Anlagestrategie

Vorrangiges Anlageziel des Konzerns ist es, die Bank vor starken Schwankungen des Finanzierungsstatus seiner Pensionspläne abzusichern, wobei Risiken infolge von Durationsdisparitäten und Diversifizierung der Anlageklassen in begrenztem Umfang eingegangen werden, um langfristig die Kosten des Konzerns für Leistungen an Arbeitnehmer zu reduzieren.

Für die meisten der ausfinanzierten Pensionspläne wird ein verpflichtungsorientiertes Anlagekonzept angewendet. Ziel ist die Minimierung von Schwankungen zwischen dem Barwert der Leistungsverpflichtung und dem Wert des Planvermögens aufgrund von Kapitalmarktbewegungen. Dies wird durch eine gut passende Anlagestrategie im Planvermögen in Bezug auf Marktrisikofaktoren erreicht hinsichtlich Zinsniveau, Kreditausfallrisiko und Inflation. Dabei sollte das Planvermögen im Wesentlichen das Risikoprofil und die Währung der Verpflichtung widerspiegeln.

Dort, wo das entsprechende Absicherungsniveau durch physische Instrumente (zum Beispiel Unternehmens- und Staatsanleihen) nicht erreicht werden kann, werden Derivate eingesetzt. Diese Absicherungsinstrumente beinhalten vorwiegend Zins- und Inflationsswaps. Es werden aber auch andere Instrumente, wie Kreditausfallversicherungen und Zinstermingeschäfte, genutzt. In der Praxis ist die Umsetzung einer vollständigen Absicherung nicht möglich, beispielsweise durch eine unzureichende Markttiefe für Anleihen extrem langer Laufzeiten wie auch durch Liquiditäts- und Kostenaspekte. Darum beinhaltet das Planvermögen auch andere Anlageklassen, wie Aktien, Immobilien, Hochzinsanleihen oder Anleihen aus Schwellenländern, um eine langfristige Wertsteigerung und Nutzen aus der Risikostreuung zu erzielen.

Vermögensverteilung in verschiedene Anlageklassen

Die folgende Tabelle präsentiert die Vermögensverteilung der Pensionspläne des Konzerns unter Anwendung einer vollständigen Durchsicht, um das Risiko in den wichtigsten Anlageklassen zu bestimmen. Das beinhaltet sowohl physische Wertpapiere in den einzeln gemanagten Vermögensklassen als auch Anteile an Investmentfonds, die im Planvermögen gehalten werden. Die Vermögenswerte umfassen notierte (das heißt Level 1 in Einklang mit IFRS 13 – der Zeitwert kann direkt von Preisen abgeleitet werden, die an aktiven und liquiden Märkten notiert sind) und weitere (das heißt Level 2 und 3 gemäß IFRS 13) Vermögensanlagen.

 

31.12.2013

31.12.2012

in Mio €

Deutsch­land

Groß­britannien

USA

Andere Länder

Insgesamt

Deutsch­land

Groß­britannien

USA

Andere Länder

Insgesamt

1

Die Verteilung des Aktienportfolios erfolgt weitestgehend anhand typischer Indizes in den jeweiligen Märkten, zum Beispiel ist der MSCI All Countries World Index der Maßstab für Großbritannien.

2

Hochrangig bedeutet BBB und darüber. Die durchschnittliche Bewertung der im Planvermögen des Konzerns gehaltenen Anleihen ist ungefähr A.

Liquide Mittel

133

134

40

59

366

57

61

44

65

227

Aktien1

138

486

84

259

967

532

409

86

166

1.193

Hochrangige Anleihen2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatsanleihen

3.886

1.201

312

227

5.626

1.933

1.146

337

251

3.667

Unternehmensanleihen

5.118

1.513

333

247

7.211

4.815

2.005

353

271

7.444

Nachrangige Anleihen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatsanleihen

103

0

0

1

104

143

109

8

4

264

Unternehmensanleihen

135

45

4

22

206

394

13

6

28

441

Strukturierte Produkte

20

531

40

22

613

5

212

68

21

306

Versicherungen

0

0

0

41

41

0

0

0

40

40

Alternative Anlagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immobilien

59

95

0

30

184

40

93

0

30

163

Rohstoffe

25

0

0

2

27

55

0

0

6

61

Beteiligungen

50

1

0

0

51

49

0

0

0

49

Andere

40

0

0

3

43

63

0

0

21

84

Derivate (Marktwert) auf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsänderung

–267

62

43

7

–155

–48

–44

47

26

–19

Kreditausfallrisiko

36

0

0

0

36

–116

0

0

–1

–117

Inflationsveränderung

–349

29

0

0

–320

–222

–24

0

–14

–260

Wechselkursveränderung

18

2

0

1

21

38

0

0

1

39

Andere

–3

0

0

0

–3

3

0

0

17

20

Beizulegenden Zeitwert des Planvermögens

9.142

4.099

856

921

15.018

7.741

3.980

949

932

13.602

Die folgende Tabelle weist die Vermögensanlagen des Planvermögens aus, die in aktiven Märkten notiert sind, das heißt Level 1 gemäß der Einteilung nach IFRS 13, und werden in der folgenden Tabelle im gleichen Aufriss dargestellt.

 

31.12.2013

31.12.2012

in Mio €

Deutsch­land

Groß­britannien

USA

Andere Länder

Insgesamt

Deutsch­land

Groß­britannien

USA

Andere Länder

Insgesamt

Liquide Mittel

133

132

35

59

359

57

61

44

65

227

Aktien

99

486

84

259

928

528

409

86

145

1.168

Hochrangige Anleihen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatsanleihen

3.048

1.201

0

219

4.468

1.912

1.146

0

239

3.297

Unternehmensanleihen

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Nachrangige Anleihen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatsanleihen

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Unternehmensanleihen

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Strukturierte Produkte

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Versicherungen

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Alternative Anlagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immobilien

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Rohstoffe

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Beteiligungen

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Andere

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Derivate (Marktwert) auf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsänderung

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Kreditausfallrisiko

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Inflationsveränderung

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Wechselkursveränderung

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Andere

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Beizulegenden Zeitwert des notierten Planvermögens

3.280

1.819

119

537

5.755

2.497

1.616

130

449

4.692

Alle weiteren Teile des Planvermögens sind in sonstigen Vermögensanlagen investiert, vorwiegend in Level 2 gemäß der Einteilung nach IFRS 13 hinsichtlich der hochrangigen Unternehmensanleihen. Ein insgesamt relativ kleiner Anteil bezieht sich auf Level 3 gemäß der Einteilung nach IFRS 13 und bezieht sich größtenteils auf Immobilien, Versicherungsverträge und Derivate.

Die folgende Tabelle zeigt die Vermögensverteilung des Planvermögens der leistungsdefinierten Pensionspläne des Konzerns nach wichtigen geografischen Regionen zum 31. Dezember 2013. Die Beträge umfassen sowohl notierte wie auch nicht notierte Vermögenswerte.

 

31.12.2013

in Mio €

Deutsch­land

Groß­britannien

USA

Andere Länder der Eurozone

Weitere Industrie-
staaten

Entwicklungs- und Schwellen-
länder

Insgesamt

1

Beinhaltet hoch- und nachrangige Staatsanleihen.

2

Der größte Teil bezieht sich auf französische und niederländische Unternehmensanleihen.

Liquide Mittel

133

134

40

25

28

6

366

Aktien

176

84

315

87

221

84

967

Staatsanleihen1

3.175

1.226

346

394

34

555

5.730

Hochrangige Unternehmensanleihen

686

1.025

1.627

2.7392

855

279

7.211

Nachrangige Unternehmensanleihen

5

28

84

55

20

14

206

Strukturierte Produkte

21

534

39

10

8

1

613

Zwischensumme

4.196

3.031

2.451

3.310

1.166

939

15.093

Weitere Anlagekategorien

 

 

 

 

 

 

–75

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

 

 

 

 

 

 

15.018

Per 31. Dezember 2013 sind im Planvermögen Derivate mit einem negativen Marktwert von 419 Mio € enthalten, bei denen Konzerneinheiten Vertragspartner sind. Weiterhin sind im beizulegenden Zeitwert des Planvermögens vom Konzern emittierte Wertpapiere im Wert von 2 Mio € enthalten, jedoch keine vom Konzern genutzten Immobilienwerte.

Sensitivitäten hinsichtlich wesentlicher Annahmen

Die Pensionsverpflichtung ist sensitiv in Bezug auf Veränderungen der Bewertungsannahmen. Die Sensitivitäten auf die bedeutendsten Annahmen werden in der folgenden Tabelle dargestellt. Jede Annahme wird dabei jeweils isoliert verändert. Die Sensitivitäten sind Schätzungen basierend auf Extrapolationsmethoden, die die Planduration bezogen auf jede Annahme nutzen. Die Duration ist ein Standardmaß für die grundsätzliche Sensitivität einer Verpflichtung hinsichtlich der Veränderung einer zugrunde liegenden Annahme und gibt eine angemessene Abschätzung für kleinere bis mittlere Veränderungen solcher Annahmen an.

Beispielsweise wird die Zinsduration von der Veränderung der Leistungsverpflichtung bezogen auf abweichende Zinsannahmen abgeleitet, die die lokalen Aktuare für die jeweiligen Pläne ermitteln. Die sich daraus ergebende Duration wird zur Abschätzung des aus der Verpflichtung resultierenden Neubewertungsverlusts oder -gewinns bei verändertem Diskontierungszinssatz benutzt. Für die anderen Annahmen wird ein ähnlicher Ansatz angewandt, um die jeweiligen Sensitivitäten abzuleiten.

Seitdem der Konzern ein verpflichtungsorientiertes Anlagekonzept verfolgt, verursachen Veränderungen in den marktbedingten Bewertungsannahmen, hauptsächlich beim Zinssatz und bei der Inflationsrate, auch Bewegungen im Planvermögen. Um das Verständnis für das Gesamtrisikoprofil des Konzerns bezogen auf wichtige Marktbewegungen zu erhöhen, werden deshalb die Nettoveränderungen von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen dargestellt; bei Annahmen ohne Einfluss auf die Vermögenswerte wird nur die Veränderung der Verpflichtung gezeigt.

Die vermögensbezogenen Sensitivitäten werden durch den Konzernbereich Market Risk Management für die größten Pläne des Konzerns durch Nutzung von risikosensitiven Faktoren bestimmt. Diese Sensitivitätsberechnungen basieren auf Daten von den Vermögensmanagern der Pläne.

Die Sensitivitäten stellen in Bezug auf wesentliche Annahmen plausible mögliche Veränderungen über die Zeit dar. Der Konzern ist nicht in der Position, Einschätzungen zur Wahrscheinlichkeit dieser Veränderungen in den Annahmen anzugeben. Während diese Sensitivitäten die Gesamtveränderung auf das Finanzierungsniveau verdeutlichen, können sich die Auswirkung des Einflusses und die Bandbreite angemessener alternativer Annahmen zwischen verschiedenen Plänen unterscheiden, was im Gesamtergebnis enthalten ist. Durch nichtlineare Zusammenhänge ist bei der Extrapolation dieser Sensitivitäten hinsichtlich der wichtigsten Parameter Vorsicht geboten in Bezug auf den gesamten Finanzierungsstatus. Jegliche Maßnahmen des Managements zur Reduzierung verbundener Risiken in den Pensionsplänen sind in diesen Sensitivitätszahlen nicht enthalten.

 

31.12.2013

31.12.2012

in Mio €

Deutsch­land

Groß­britannien

USA

Andere Länder

Deutsch­land

Groß­britannien

USA

Andere Länder

1

Die erwarteten Veränderungen im beizulegenden Zeitwert des Planvermögens beinhalten nur die simulierten Auswirkungen der größten Pläne in Deutschland, Großbritannien, den USA, auf den Kanalinseln, in der Schweiz, den Niederlanden und Belgien, welche mehr als 90% des gesamten Zeitwerts repräsentieren. Der Vermögenswert für die übrigen Länder bleibt bei dieser Darstellung unverändert.

2

Umfasst zugleich die Sensitivität hinsichtlich des Rentenanstiegs, der im gewissen Grad direkt an die Inflationsrate gekoppelt ist.

3

Dies entspricht geschätzt in etwa dem Anstieg der Lebenserwartung um circa 1 Jahr.

Diskontierungszinssatz (–100 bp):

 

 

 

 

 

 

 

 

Anstieg (–) in der Leistungsverpflichtung

–1.355

–800

–60

–155

–1.305

–715

–90

–180

Erwarteter Anstieg (+) im Planvermögen1

1.200

640

55

85

950

660

75

90

Erwartete Nettoveränderung im Finanzierungsstatus (Anstieg (+)/Verringerung (–))

–155

–160

–5

–70

–355

–55

–15

–90

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diskontierungszinssatz (+100 bp):

 

 

 

 

 

 

 

 

Verringerung (+) in der Leistungsverpflichtung

1.185

650

55

130

1.140

585

80

150

Erwartete Verringerung (–) im Planvermögen1

–1.200

–640

–55

–85

–950

–660

–75

–90

Erwartete Nettoveränderung im Finanzierungsstatus (Anstieg (+)/Verringerung (–))

–15

10

0

45

190

–75

5

60

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreditrisikorate (–100 bp):

 

 

 

 

 

 

 

 

Anstieg (–) in der Leistungsverpflichtung

–1.355

–800

–140

–155

–1.305

–715

–175

–180

Erwarteter Anstieg (+) im Planvermögen1

705

170

35

20

805

185

35

20

Erwartete Nettoveränderung im Finanzierungsstatus (Anstieg (+)/Verringerung (–))

–650

–630

–105

–135

–500

–530

–140

–160

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreditrisikorate (+100 bp):

 

 

 

 

 

 

 

 

Verringerung (+) in der Leistungsverpflichtung

1.185

650

125

130

1.140

585

155

150

Erwartete Verringerung (–) im Planvermögen1

–705

–170

–35

–20

–805

–185

–35

–20

Erwartete Nettoveränderung im Finanzierungsstatus (Anstieg (+)/Verringerung (–))

480

480

90

110

335

400

120

130

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inflationsrate (–50 bp):2

 

 

 

 

 

 

 

 

Verringerung (+) in der Leistungsverpflichtung

325

265

0

55

325

250

0

55

Erwartete Verringerung (–) im Planvermögen1

–195

–260

0

–15

–225

–275

0

–15

Erwartete Nettoveränderung im Finanzierungsstatus (Anstieg (+)/Verringerung (–))

130

5

0

40

100

–25

0

40

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inflationsrate (+50 bp):2

 

 

 

 

 

 

 

 

Anstieg (–) in der Leistungsverpflichtung

–335

–285

0

–60

–340

–270

0

–55

Erwarteter Anstieg (+) im Planvermögen1

195

260

0

15

225

275

0

15

Erwartete Nettoveränderung im Finanzierungsstatus (Anstieg (+)/Verringerung (–))

–140

–25

0

–45

–115

5

0

–40

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gehaltssteigerungsrate (–50 bp):

 

 

 

 

 

 

 

 

Verringerung (+) in der Leistungsverpflichtung

70

10

0

20

75

15

0

25

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gehaltssteigerungsrate (+50 bp):

 

 

 

 

 

 

 

 

Anstieg (–) in der Leistungsverpflichtung

–70

–10

0

–20

–75

–15

0

–30

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anstieg der Lebenserwartung um 10 %3

 

 

 

 

 

 

 

 

Anstieg (–) in der Leistungsverpflichtung

–220

–75

–20

–15

–210

–60

–25

–15

Erwarteter Kapitalfluss

Die im Folgenden dargestellten erwarteten Zahlungen des Konzerns im Jahr 2014 bezüglich seiner Pensionspläne umfassen sowohl die Leistungszahlungen für nicht extern ausfinanzierte Pläne, die Zuführungen zum Planvermögen extern ausfinanzierter leistungsdefinierter Pensionspläne als auch Beiträge an beitrags-definierte Pensionspläne.

 

2014

in Mio €

Insgesamt

Erwartete Zuführungen

 

zum Planvermögen leistungsdefinierter Versorgungspläne

215

zum BVV

50

zur Postbeamtenversorgungskasse

100

zu beitragsdefinierten Plänen

230

Erwartete Leistungszahlungen für intern finanzierte Versorgungspläne

35

Erwartete Zahlungen für Pensionspläne

630

Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Die folgende Tabelle bietet einen Aufriss sowohl für den Pensionsaufwand als auch für den Aufwand für aktienbasierte Vergütung entsprechend den Anforderungen von IAS 19R beziehungsweise IFRS 2 und umfasst auch die Komponenten, die als Teil des Restrukturierungsaufwands erfasst wurden.

in Mio €

2013

2012

2011

1

Vergleichszahlen für 2011 und 2012 sind aufgrund der Anforderungen des IAS 19R korrigiert worden.

Aufwendungen für leistungsdefinierte Pläne1

 

 

 

Dienstzeitaufwand

261

289

243

Nettozinsaufwand (+)/-ertrag (–)

10

11

42

Gesamtaufwendungen leistungsdefinierter Pläne

271

300

285

Aufwendungen für beitragsdefinierte Pläne

 

 

 

Beiträge an den BVV

51

51

53

Beiträge an die Postbeamtenversorgungskasse

97

105

112

Beiträge an beitragsdefinierte Pläne

221

219

186

Gesamtaufwendungen beitragsdefinierter Pläne

369

375

351

Pensionsaufwendungen insgesamt

640

675

636

Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung

230

231

226

Personalaufwand für aktienbasierte Vergütung:

 

 

 

Aufwand für in Aktien zu begebende aktienbasierte Vergütung

918

1.097

1.261

Aufwand für in bar auszuzahlende aktienbasierte Vergütung

29

17

28