36 – Ertragsteuern

in Mio €

2013

2012

2011

1

In 2012 beinhalten periodenfremde Steueraufwendungen/-erträge einen laufenden Steuerertrag in Höhe von 435 Mio €, dem ein korrespondierender latenter Steueraufwand gegenübersteht.

Laufender Steueraufwand/-ertrag (–):

 

 

 

Steueraufwand/-ertrag (–) für das laufende Jahr

913

731

1.683

Periodenfremder laufender Steueraufwand/-ertrag (–)1

41

–956

–232

Laufender Steueraufwand/-ertrag (–) insgesamt

954

–225

1.451

Latenter Steueraufwand/-ertrag (–):

 

 

 

Effekt aus der Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen, noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und Steuergutschriften

7

579

–143

Effekt aus Änderungen der Steuergesetzgebung und/oder des Steuersatzes

35

9

110

Periodenfremder latenter Steueraufwand/-ertrag (–)1

–221

135

–354

Latenter Steueraufwand/-ertrag (–) insgesamt

–179

723

–387

Ertragsteueraufwand/-ertrag (–) insgesamt

775

498

1.064

Der Ertragsteueraufwand für das Jahr 2013 beinhaltet einen Steueraufwand aus einer Steuer im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft („Policyholder Tax“) in Höhe von 23 Mio € (2012: 12 Mio € Steueraufwand; 2011: 28 Mio € Steuerertrag), der durch Einkünfte entsteht, die dem Versicherungsnehmer zuzurechnen sind.

Der laufende Steueraufwand ist aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste, Steuergutschriften und abzugsfähiger temporärer Differenzen im Geschäftsjahr 2013 um einen Steuerertrag in Höhe von 3 Mio € vermindert (2012: 94 Mio € Erhöhung des laufenden Steuerertrags; 2011: Verminderung des laufenden Steueraufwands um 35 Mio €).

Der latente Steuerertrag ist aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste, Steuergutschriften und abzugsfähiger temporärer Differenzen, der Wertaufholung aktiver latenter Steuern aus Vorjahren sowie aufgrund von Abwertungen aktiver latenter Steuern im Geschäftsjahr 2013 per Saldo um einen latenten Steuerertrag in Höhe von 237 Mio € erhöht (2012: Erhöhung des latenten Steueraufwands um 91 Mio €; 2011: Erhöhung des latenten Steuerertrags um 262 Mio €).

Unterschied zwischen der Anwendung des deutschen Ertragsteuersatzes und tatsächlich ausgewiesenem Steueraufwand

in Mio €

2013

2012

2011

1

Der auf Vorperioden entfallende laufende und latente Steueraufwand/(-ertrag) wird überwiegend in den Positionen „Änderungen des Ansatzes und der Bewertung aktiver latenter Steuern“ und „Sonstige“ ausgewiesen.

Erwarteter Steueraufwand/-ertrag (–) bei einem Ertragsteuersatz von 31 % in Deutschland (31 % für 2012 und 30,8 % für 2011)

451

252

1.657

Steuersatzdifferenzen auf ausländische Ergebnisse

154

36

–28

Steuerbefreite Einnahmen

–337

–497

–467

Steuereffekt aus mit der Equitymethode konsolidierten Beteiligungen

–84

–74

–39

Nicht abzugsfähige Aufwendungen

571

563

297

Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert

0

630

0

Änderungen des Ansatzes und der Bewertung aktiver latenter Steuern1

–240

–3

–297

Effekt aus Änderungen der Steuergesetzgebung und/oder des Steuersatzes

35

9

110

Effekt aus aktienbasierter Vergütung

–5

–17

90

Effekt aus der „Policyholder Tax“

23

12

–28

Sonstige1

207

–413

–231

Ausgewiesener Steueraufwand/-ertrag (–)

775

498

1.064

Der Konzern unterliegt in verschiedenen Ländern der ständigen Prüfung durch die Steuerbehörden. In der vorstehenden Tabelle sind unter der Position „Sonstige“ für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 überwiegend Effekte infolge abgeschlossener Betriebsprüfungen enthalten.

Der in Deutschland maßgebliche Ertragsteuersatz, der für die Berechnung latenter Steuerforderungen und -verbindlichkeiten angewandt wurde, setzt sich aus der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer zusammen und hat in den Geschäftsjahren 2013 31 %, 2012 31 % und 2011 30,8 % betragen.

Im Eigenkapital (sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen/Kapitalrücklagen) verbuchte Ertragsteuern

in Mio €

2013

2012

2011

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste in Bezug auf leistungsdefinierte Versorgungszusagen

58

407

–50

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte:

 

 

 

Unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode

–21

–539

173

In die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Gewinne/Verluste

103

6

–11

Derivate, die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme absichern:

 

 

 

Unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode

–58

–5

92

In die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Gewinne/Verluste

–10

–13

–1

Sonstige Veränderungen im Eigenkapital:

 

 

 

Unrealisierte Gewinne/Verluste der Periode

–175

104

–129

In die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Gewinne/Verluste

1

0

1

Steueraufwand (–)/-ertrag auf Gewinne/Verluste aus sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen

–102

–40

75

Ertragsteuern, die darüber hinaus dem Eigenkapital belastet (–) beziehungsweise gutgeschrieben wurden

65

34

46

Wesentliche Komponenten der latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten

in Mio €

31.12.2013

31.12.2012

Latente Steuerforderungen:

 

 

Noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge

2.300

1.800

Noch nicht genutzte Steuergutschriften

191

166

Abzugsfähige temporäre Differenzen:

 

 

Handelsaktiva/-passiva

8.719

12.114

Sachanlagen

796

829

Sonstige Aktiva

2.355

2.758

Bewertung von Wertpapieren

280

524

Wertberichtigungen für Kreditausfälle

814

750

Sonstige Rückstellungen

952

1.503

Sonstige Passiva

1.103

890

Latente Steuerforderungen insgesamt

17.510

21.334

Latente Steuerverbindlichkeiten:

 

 

Zu versteuernde temporäre Differenzen:

 

 

Handelsaktiva/-passiva

8.024

11.105

Sachanlagen

49

48

Sonstige Aktiva

843

1.037

Bewertung von Wertpapieren

1.123

1.217

Wertberichtigungen für Kreditausfälle

97

108

Sonstige Rückstellungen

298

455

Sonstige Passiva

1.106

1.099

Latente Steuerverbindlichkeiten insgesamt

11.540

15.069

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten nach bilanzieller Saldierung

in Mio €

31.12.2013

31.12.2012

Latente Steuerforderungen

7.071

7.712

Latente Steuerverbindlichkeiten

1.101

1.447

Latente Steuerforderungen, rechnerischer Saldo

5.970

6.265

Die Änderung der Differenz zwischen latenten Steuerforderungen und latenten Steuerverbindlichkeiten entspricht nicht dem latenten Steueraufwand/-ertrag. Die Gründe hierfür sind (1) latente Steuern, die direkt dem Eigenkapital belastet beziehungsweise gutgeschrieben werden, (2) Effekte durch Wechselkursänderungen auf Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, die in anderen Währungen als Euro notieren, (3) der Erwerb und Verkauf von Gesellschaften im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und (4) die Umwidmungen von latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, die in der Bilanz als Bestandteile der Posten Sonstige Aktiva und Sonstige Passiva dargestellt werden.

Posten, für die keine latenten Steuerforderungen ausgewiesen wurden

in Mio €

31.12.20131

31.12.20121

1

Die Beträge in der Tabelle beziehen sich hinsichtlich der abzugsfähigen temporären Differenzen, noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und Steuergutschriften auf Körperschaftsteuern.

Abzugsfähige temporäre Differenzen

–341

–332

Unverfallbar

–3.720

–3.064

Verfall in der folgenden Periode

–1

–10

Verfall nach der folgenden Periode

–1.671

–2.227

Noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge

–5.392

–5.301

Verfall nach der folgenden Periode

–224

–287

Noch nicht genutzte Steuergutschriften

–224

–287

Latente Steuerforderungen wurden für diese Posten nicht erfasst, da es nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse vorliegen, mit denen die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, noch nicht genutzten Steuergutschriften und abzugsfähigen temporären Differenzen verrechnet werden können.

Zum 31. Dezember 2013 beziehungsweise zum 31. Dezember 2012 hat der Konzern für Gesellschaften, die einen Verlust in der laufenden Periode oder in der Vorperiode erlitten haben, latente Steuerforderungen ausgewiesen, die die latenten Steuerverbindlichkeiten um 5,4 Mrd € beziehungsweise 1,3 Mrd € überstiegen. Grundlage für die Bildung latenter Steuern ist die Einschätzung des Managements, gemäß der es wahrscheinlich ist, dass die jeweiligen Gesellschaften zu versteuernde Ergebnisse erzielen werden, mit denen noch nicht genutzte steuerliche Verluste, Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen verrechnet werden können. In der Regel verwendet das Management für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen Informationen zu historischer Profitabilität und gegebenenfalls Informationen über prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis genehmigter Geschäftspläne einschließlich einer Aufstellung über die Vortragsperioden ungenutzter steuerlicher Verluste und Steuergutschriften, Steuerplanungsmöglichkeiten sowie sonstiger maßgeblicher Überlegungen.

Die Konzernobergesellschaft hat zum 31. Dezember 2013 keine latenten Steuerverbindlichkeiten für temporäre Differenzen in Höhe von 120 Mio € im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Filialen und assoziierten Unternehmen sowie Beteiligungen an gemeinschaftlich geführten Unternehmen ausgewiesen (2012: 138 Mio €).


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