38 – Geschäfte mit nahestehenden Dritten

Dritte Parteien gelten als nahestehend, sofern eine Partei die andere mittelbar oder unmittelbar kontrolliert oder maßgeblichen Einfluss auf deren geschäftliche oder operative Entscheidungen ausüben kann. Zu den nahestehenden Dritten des Konzerns gehören:

  • Personen in Schlüsselpositionen, deren nahe Familienangehörige sowie Gesellschaften, die von diesen Personen oder deren nahen Familienangehörigen kontrolliert oder maßgeblich beeinflusst werden oder an denen dieser Personenkreis bedeutende Stimmrechte hält,
  • Tochtergesellschaften, Joint Ventures und assoziierte Unternehmen und deren jeweilige Tochterunternehmen und
  • Pensionspläne für Deutsche Bank-Mitarbeiter, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Anspruch genommen werden.

Der Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen mit einer Reihe von nahestehenden Dritten. Geschäfte mit diesen Dritten werden im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs durchgeführt und es gelten grundsätzlich die gleichen Bedingungen – einschließlich Zinssätzen und Sicherheiten – wie für im selben Zeitraum getätigte vergleichbare Geschäfte mit Dritten. Diese Geschäfte waren nicht mit ungewöhnlich hohen Einbringlichkeitsrisiken oder anderen ungünstigen Eigenschaften behaftet.

Geschäfte mit Personen in Schlüsselpositionen

Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten der Deutschen Bank direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind. Der Konzern zählt die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Muttergesellschaft für Zwecke des IAS 24 zu Personen in Schlüsselpositionen.

Personalaufwand für Personen in Schlüsselpositionen

in Mio €

2013

2012

2011

Kurzfristig fällige Leistungen

18

17

14

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

3

3

3

Andere langfristig fällige Leistungen

6

14

6

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

0

15

0

Aktienbasierte Vergütungen

8

16

5

Insgesamt

35

65

28

Die Tabelle enthält keine Vergütung, die Mitglieder des Aufsichtsrats (Arbeitnehmervertreter oder frühere Vorstandsmitglieder) erhalten. Die aggregierte Vergütung, die dieser Personenkreis für seine Dienste als Arbeitnehmer oder den Status als Pensionär (Ruhestand, Rente und aufgeschobene Vergütung) bezog, beläuft sich im Geschäftsjahr 2013 auf 1 Mio € (Dezember 2012: 1,6 Mio €; Dezember 2011: 2 Mio €).

Am 31. Dezember 2013 hat der Konzern Kredite und Zusagen in Höhe von 4 Mio € an Personen in Schlüsselpositionen vergeben und Einlagen in Höhe von 12 Mio € von Personen in Schlüsselpositionen erhalten. Am 31. Dezember 2012 beliefen sich die Kredite und Zusagen auf 7 Mio € an Personen in Schlüsselpositionen und Einlagen in Höhe von 13 Mio € von Personen in Schlüsselpositionen im Konzern.

Daneben bietet der Konzern Personen in Schlüsselpositionen und deren nahen Familienangehörigen Bankdienstleistungen wie zum Beispiel Zahlungsverkehrs- und Kontoführungsdienstleistungen sowie Anlageberatung an.

Geschäfte mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen

Geschäfte zwischen der Deutschen Bank AG und deren Tochtergesellschaften gelten als Geschäfte mit nahestehenden Dritten. Sofern diese Transaktionen bei Konsolidierung eliminiert werden, werden sie nicht als Geschäfte mit nahestehenden Dritten offengelegt. Geschäfte zwischen dem Konzern und seinen assoziierten Unternehmen und Joint Ventures und deren jeweiligen Tochterunternehmen gelten ebenfalls als Geschäfte mit nahestehenden Dritten.

Kredite

 

 

in Mio €

2013

2012

1

Der Anstieg der Rückzahlungen von Forderungen aus dem Kreditgeschäft in 2012 hängt hauptsächlich mit dem Verkauf einer restrukturierten Transaktion in Europa zusammen.

2

Im zweiten Quartal 2013 erfolgte für einige Unternehmen, die nach der Equitymethode bilanziert wurden, eine erstmalige Vollkonsolidierung. Für Kredite, die diesen Unternehmen bereitgestellt wurden, erfolgte eine Eliminierung im Rahmen des Konsolidierungsprozesses. In diesem Zusammenhang resultierte ebenfalls die Reduktion der zugehörigen Wertberichtigungen und Wertberichtigungsbestände für Kreditausfälle.

3

Im Jahr 2013 waren 2 Mio € und 2012 waren 3 Mio € dieser Forderungen überfällig. Für die Forderungen aus dem Kreditgeschäft hielt der Konzern zum 31. Dezember 2013 Sicherheiten in Höhe von 73 Mio € (2012: 570 Mio €).

Bestand am Jahresanfang

918

5.151

Im Laufe des Jahres begebene Forderungen aus dem Kreditgeschäft

528

436

Rückzahlungen von Forderungen aus dem Kreditgeschäft

676

4.6101

Veränderung des Konsolidierungskreises

–3972

0

Wechselkursveränderungen/Sonstige

–16

–58

Bestand am Jahresende3

357

918

Sonstige kreditrisikobehaftete Transaktionen:

 

 

Wertberichtigungsbestand für Kreditausfälle

6

47

Wertberichtigungen für Kreditausfälle

0

47

Garantien und sonstige Verpflichtungen

54

55

Einlagen

 

 

in Mio €

2013

2012

1

Die Einlagen sind unbesichert.

Bestand am Jahresanfang

245

247

Einlagenzuflüsse

105

284

Einlagenabflüsse

179

284

Veränderung des Konsolidierungskreises

–3

–3

Wechselkursveränderungen/Sonstige

–2

1

Bestand am Jahresende1

167

245

Sonstige Geschäfte

Zum 31. Dezember 2013 bestanden Handelsaktiva und positive Marktwertsalden aus derivativen Finanztransaktionen mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 130 Mio € (Dezember 2012: 110 Mio €). Zum 31. Dezember 2013 bestanden Handelspassiva und negative Marktwertsalden aus derivativen Finanztransaktionen mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 1 Mio € (Dezember 2012: 4 Mio €).

Weitere Transaktionen mit nahestehenden Dritten betreffen folgende Ereignisse:

Xchanging etb GmbH: Am 2. September 2013 gab die Deutsche Bank AG bekannt, dass sie den Kauf der restlichen 51 % der Anteile an ihrem Joint Venture Xchanging etb GmbH („Xetb“) abgeschlossen hat. Xetb ist die Holdinggesellschaft der Xchanging Transaction Bank GmbH („XTB“).

Begründet durch die Änderung der Eigentumsverhältnisse und die damit verbundene Eliminierung aller Transaktionen bei Konsolidierung, werden diese nicht als Geschäfte mit nahestehenden Dritten offengelegt.

Weitere Informationen zu Akquisitionen finden sich in der Anhangangabe 3 „Akquisitionen und Veräußerungen“.

Hua Xia Bank: Der Konzern hält einen Anteil von 19,99 % an der Hua Xia Bank und bilanziert diese Beteiligung seit dem 11. Februar 2011 nach der Equitymethode. Im Jahr 2006 hat die Deutsche Bank einen Vertrag über eine Kreditkartenkooperation mit der Hua Xia Bank abgeschlossen, die Erfahrungen des Konzerns im internationalen Kreditkartengeschäft mit lokaler Expertise der Hua Xia Bank verbindet. Es wurde für diese Kooperation eine Rückstellung gebildet. Dieser Rückstellungsbetrag betrug zum 31. Dezember 2013 48 Mio € und deckt die geschätzte Verpflichtung aus dieser Kooperation ab. Weitere Informationen finden sich in der Anhangangabe 17 „Nach der Equitymethode bilanzierte Beteiligungen“.

Geschäfte mit Pensionsplänen

Bestimmte Pläne für Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nach IFRS als nahestehende Dritte erachtet. Der Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen zu einer Reihe seiner Pensionspläne, für die er Finanzdienstleistungen einschließlich der Vermögensanlage erbringt. Pensionspläne des Konzerns können Aktien oder andere Wertpapiere der Deutschen Bank halten oder mit diesen handeln.

Geschäfte mit nahestehenden Pensionsplänen

in Mio €

2013

2012

Aktien des Konzerns im Planvermögen

2

7

Sonstige Vermögensgegenstände

29

0

Aus dem Planvermögen gezahlte Gebühren an konzerninterne Vermögensverwaltungen

39

38

Marktwert der Derivate mit konzerninternen Kontrahenten

–419

–242

Nominalbetrag der Derivate mit konzerninternen Kontrahenten

13.851

14.251