Unternehmensbereich Non-Core Operations Unit

Im November 2012 haben wir die NCOU gegründet, die als separater Unternehmensbereich neben unseren Kernbereichen geführt wird. Wie in unserer Strategie 2015+ festgelegt, wollen wir mit der Schaffung der NCOU extern die Transparenz unserer nicht strategischen Positionen verbessern, den Managementfokus durch Abtrennung der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten stärker auf das Kerngeschäft richten und eine gezielte Beschleunigung des Risikoabbaus erreichen.

NCOU verwaltet zum 31. Dezember 2013 Vermögenswerte von rund 55 Mrd € und Pro-forma-CRR/CRD 4 risikogewichtete Aktiva („RWA“) Äquivalent in Höhe von 58 Mrd €.

Neben der Verwaltung der globalen Beteiligungen und dem Halten bestimmter nicht strategischer Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit wird NCOU durch gezielte Maßnahmen zum Risikoabbau dazu beitragen, die nicht mit unseren künftigen Kernbereichen verbundenen Risiken weiter zu reduzieren und dadurch den Kapitalbedarf zu senken. Dabei wird NCOU den Abbau von Positionen mit weniger günstigen Kapital- und Risiko-Rendite-Profilen priorisieren, damit die Bank ihre Tier-1-Kapitalquote gemäß Pro-forma-CRR/CRD 4 stärken kann.

Zum Portfolio der NCOU gehören Aktivitäten, die entsprechend der Geschäftsstrategie der Bank nicht zum zukünftigen Kerngeschäft zählen und Vermögenswerte, die durch Änderungen des Geschäfts- und wirtschaftlichen Umfelds sowie des gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Rahmens signifikant beeinträchtigt und für Risikoabbaumaßnahmen vorgesehen sind. NCOU umfasst auch weitere zur Abtrennung geeignete Vermögenswerte, Vermögenswerte mit erheblicher Kapitalbindung bei gleichzeitig niedrigen Renditen sowie Vermögenswerte, die Rechtsrisiken unterliegen. Darüber hinaus wurden bestimmte Passiva auf NCOU übertragen, wobei ähnliche Kriterien wie bei der Auswahl der Aktiva zugrunde gelegt wurden. Zu den übertragenen Passiva zählen unter anderem Verbindlichkeiten von Geschäftsbereichen, die abgewickelt werden oder zum Verkauf stehen, Altbestände aus Anleiheemissionen und verschiedene kurzfristige Verbindlichkeiten, die mit zugeordneten Aktiva zusammenhängen.

Der Großteil der risikogewichteten Aktiva steht nun im Zusammenhang mit aus CB&S übertragenen Altbeständen. Dazu gehören Positionen aus dem Kreditkorrelationshandel, Verbriefungspositionen, Risiken gegenüber Monolineversicherern und nach IAS 39 umklassifizierte Vermögenswerte. Darüber hinaus enthält das Portfolio aus PBC übertragene Vermögenswerte, wie ausgewählte Hypothekenkredite für Wohnimmobilien im Ausland, sowie andere Finanzinvestitionen, die für die Postbank nicht mehr von strategischer Bedeutung sind. Zu den Vermögenswerten, die bisher im ehemaligen Konzernbereich Corporate Investments verbucht und verwaltet wurden, gehören die globalen Beteiligungen einschließlich unserer Beteiligungen an dem Hafenbetreiber Maher Terminals, The Cosmopolitan of Las Vegas und der BHF-BANK.

Im Verlauf des Jahres 2013 wurden signifikante Verkäufe aus allen Portfolios getätigt. Diese Verkäufe beinhalten einen Verkauf in Höhe von 3,2 Mrd € von GIIPS Anleihen sowie weitere 2,5 Mrd USD-Anleihen aus dem Altbestand der Postbank. Zusätzlich wurden ungefähr 4 Mrd € Vermögenswerte in CRE inklusive nach IAS 39 umklassifizierte Vermögenswerte abgebaut, zusammen mit weiteren rund 4 Mrd € aus dem Structured Credit Portfolio in der EU und den USA.

Seit dem 1. Januar 2011 haben wir folgende signifikante Desinvestitionen getätigt:

Im Dezember 2013 hat die Deutsche Postbank AG den Verkauf eines Kreditportfolios für Gewerbeimmobilien in Großbritannien im Wert von rund 1,4 Mrd GBP an GE Capital Real Estate abgeschlossen.

Im Juni 2013 hat PB Capital Corporation die Veräußerung eines gewerblichen Immobilienkreditportfolios im Wert von rund 3,7 Mrd USD an die Union Bank, N.A., ein in San Francisco ansässiges indirektes Tochterunternehmen der Mitsubishi UFJ Financial Group, Inc., abgeschlossen.

Im Mai 2013 hat die Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH („SdB“) die verbleibenden, durch den SOFFin (Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung, ein im Oktober 2008 im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise gegründeter Sonderfonds) garantierte und EZB-fähige Anleihen zurückgezahlt (davon waren 0,8 Mrd € dem ehemaligen Konzernbereich Corporate Investments zugeordnet, der nun zur NCOU gehört).

Im Januar 2013 haben wir die Veräußerung unseres 15 %-Anteils an der Dedalus GmbH & Co. KGaA, durch die wir indirekt über rund 1,1 % der Aktien der EADS N.V. hielten, für insgesamt etwa 250 Mio € abgeschlossen.

Im Oktober 2012 veräußerten wir unsere Beteiligung am Generikahersteller Actavis an Watson Pharmaceuticals.

Im September 2012 haben wir einen Vertrag über den Verkauf der BHF-BANK AG an die Kleinwort Benson Group, eine Tochtergesellschaft der Finanzdienstleistergruppe RHJI, unterzeichnet. Nach dem Rücktritt eines Kapitalgebers der Kleinwort Benson Group wurde die Transaktionsstruktur im Oktober 2013 angepasst. Dadurch würde die Deutsche Bank den Gesamtkaufpreis von 354 Mio € vorwiegend in bar (322 Mio €) und den Rest in neu emittierten Aktien der RHJI, der Muttergesellschaft der Kleinwort Benson Group, erhalten. Der endgültige Kaufpreis unterliegt Abschlussanpassungen. Gemäß der Pressemitteilung der RHJI vom 21. Februar 2014 hat die deutsche Finanzregulierungsbehörde BaFin bestätigt, dass sie keine Bedenken bezüglich des angedachten Kaufs der BHF-BANK hat. Der Verkauf der BHF-BANK an RHJI unterliegt deshalb nur noch bestimmten verbliebenen Bedingungen, die vor Abschluss erfüllt sein müssen. Der Abschluss des Verkaufs wird vor Ende März 2014 erwartet.

Im November 2011 unterzeichneten wir eine Vereinbarung zur Veräußerung unserer Geschäftsräume in der Taunusanlage 12 in Frankfurt am Main an einen geschlossenen Immobilienfonds, der von der DWS aufgelegt wurde. Der auf Basis unabhängiger Bewertungen festgelegte Verkaufspreis belief sich auf rund 600 Mio €. Die Geschäftsräume werden von uns als Konzernzentrale langfristig angemietet.

Im Verlauf des Jahres 2011 wurde die Liquiditätsfazilität, an der wir uns im Dezember 2010 beteiligten, für die FMS Wertmanagement Anstalt des öffentlichen Rechts, die Abwicklungsgesellschaft der Hypo Real Estate Group, von 7,5 Mrd € (davon waren 6,4 Mrd € dem ehemaligen Konzernbereich Corporate Investments und der Rest anderen Unternehmensbereichen zuallokiert) vollständig zurückgezahlt.