Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities

in Mio €

 

 

 

Veränderung 2013
gegenüber 2012

Veränderung 2012
gegenüber 2011

(sofern nicht anders angegeben)

2013

2012

2011

in Mio €

in %

in Mio €

in %

N/A – nicht aussagekräftig

1

Die Aktiva der Unternehmensbereiche repräsentieren den jeweiligen Beitrag zum konsolidierten Konzern, das heißt, konzernintere Aktiva sind nicht enthalten.

2

Eine Beschreibung der Allokation des durchschnittlichen Active Equity auf die Segmente ist in der Anhangangabe 4 „Segmentberichterstattung“ des Konzernabschlusses enthalten.

Erträge insgesamt:

 

 

 

 

 

 

 

Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte)

6.903

9.190

8.539

–2.288

–25

651

8

Sales & Trading (Equity)

2.737

2.288

2.235

449

20

53

2

Emissionsgeschäft (Debt)

1.557

1.417

1.055

140

10

362

34

Emissionsgeschäft (Equity)

732

518

559

214

41

–41

–7

Beratung

480

590

621

–110

–19

–31

–5

Kreditgeschäft

1.234

899

930

336

37

–31

–3

Sonstige Produkte

–21

547

–39

–567

N/A

586

N/A

Summe Erträge insgesamt

13.623

15.448

13.899

–1.826

–12

1.549

11

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

190

81

50

109

134

31

62

Zinsunabhängige Aufwendungen

10.353

12.459

10.144

–2.106

–17

2.315

23

davon:

 

 

 

 

 

 

 

Restrukturierungsaufwand

147

244

0

–96

–40

244

N/A

Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte

0

1.174

0

–1.174

N/A

1.174

N/A

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

16

17

22

–1

–6

–5

–23

Ergebnis vor Steuern

3.063

2.891

3.684

172

6

–793

–22

Aufwand-Ertrag-Relation

76 %

81 %

73 %

N/A

–5 Ppkt

N/A

8 Ppkt

Aktiva1

1.111.592

1.464.721

1.580.190

–353.128

–24

–115.469

–7

Risikogewichtete Aktiva

118.689

117.056

147.161

1.633

1

–30.105

–20

Durchschnittliches Active Equity2

20.687

20.790

13.604

–103

0

7.186

53

Eigenkapitalrendite vor Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Active Equity)

15 %

14 %

27 %

N/A

1 Ppkt

N/A

–13 Ppkt

2013

Das Ergebnis im Berichtsjahr wurde erheblich beeinträchtigt durch die anhaltende Marktunsicherheit, insbesondere in Bezug auf die Entscheidung der US-amerikanischen Notenbank, die quantitativen Lockerungsmaßnahmen schrittweise zu reduzieren („Tapering“), verbunden mit einer Senkung der Liquidität und einer Verlangsamung der Kundenaktivität.

Im Gesamtjahr 2013 beliefen sich die Erträge auf 13,6 Mrd €, was einem Rückgang von 1,8 Mrd € oder 12 % gegenüber 15,4 Mrd € im Vorjahr entspricht. Die Erträge wurden beeinflusst durch drei Positionen an Bewertungsanpassungen: Erstens einen Marktwertverlust von 265 Mio € aus Absicherungsgeschäften zur Reduzierung von Pro-forma risikogewichteten Aktiva bei kreditrisikobezogenen Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustment, CVA) gemäß Capital Requirements Regulation (CRR)/Capital Requirements Directive 4 (CRD 4); zweitens, einen Verlust in Höhe von 21 Mio € im Zusammenhang mit dem Effekt einer Anpassung der Bewertung von Forderungen (Debt Valuation Adjustment, DVA) für bestimmte derivative Verbindlichkeiten. Diese Verluste wurden durch einen Gewinn von 83 Mio € aus einer Bewertungsanpassung in Bezug auf die Refinanzierungskosten (Funding Valuation Adjustment, FVA) bei bestimmten derivativen Engagements teilweise ausgeglichen. Bereinigt man die Jahre 2013 und 2012 um diese Effekte, waren die Erträge um 1,3 Mrd € (8 %) niedriger als im Gesamtjahr 2012.

Die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) lagen im Berichtsjahr mit 6,9 Mrd € um 2,3 Mrd € (25 %) unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Erträge in Rates waren erheblich niedriger als in 2012. Ursächlich hierfür ist die gesunkene Kundenaktivität, die auf eine schwächere Liquidität und anhaltende Marktunsicherheit zurückzuführen ist. Das RMBS-Geschäft wurde durch die im Berichtsjahr durchgeführten Maßnahmen zum Risikoabbau beeinträchtigt. Diese Entwicklung wurde durch eine schwächere Liquidität und anhaltende Unsicherheit an den Märkten verschärft und führte zu signifikant geringeren Erträgen gegenüber dem Vorjahr. Im Rohstoffhandel waren die Erträge bedingt durch eine gesunkene Kundenaktivität und ein schwieriges Handelsumfeld erheblich geringer als in 2012. Trotz gestiegener Volumina sanken die Erträge im Devisengeschäft aufgrund geringerer Volatilität und höheren Margendrucks im Vergleich zum Vorjahr. Die Deutsche Bank belegte in der jährlichen Devisenmarktumfrage von Euromoney zum neunten Mal in Folge den ersten Platz. In den Bereichen Emerging Markets, Flow Credit und Credit Solutions waren die Erträge im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Die Erträge in Sales & Trading (Equity) stiegen gegenüber 2012 um 449 Mio € (20 %) auf 2,7 Mrd €. Dabei verzeichneten die Bereiche Equity Trading und Equity Derivatives – dort sogar erheblich – höhere Erträge als im Vorjahr, was auf eine höhere Kundenaktivität und ein verbessertes Marktumfeld zurückzuführen ist. Im Bereich Prime Finance blieben die Erträge auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft beliefen sich auf 2,8 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber 2012 um 244 Mio € (10 %). Die Erträge im Emissionsgeschäft (Debt) waren im Berichtsjahr höher als im Vorjahr und im Emissionsgeschäft (Equity) sogar erheblich höher. Dies spiegelt eine starke Emissionsaktivität in den Debt- und Equity-Märkten weltweit wider. Im Beratungsgeschäft waren die Erträge infolge eines verminderten Provisionsaufkommens und geringerer Transaktionsvolumina niedriger als im Vorjahr. Bezogen auf den Anteil am Provisionsaufkommen in Corporate Finance belegte die Deutsche Bank in Europa Platz eins und konnte sich auch im europäischen Emissionsgeschäft (Equity) diese Führungsposition sichern (alle Ranglistenpositionen gemäß Dealogic, sofern nicht anders angegeben).

Die Erträge im Kreditgeschäft lagen 2013 mit 1,2 Mrd € um 336 Mio € (37 %) über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dieser Anstieg ist auf niedrigere Absicherungskosten, einen niedrigeren Anteil an Krediten, die nach dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten sind, die günstige Entwicklung der Risikoaufschläge sowie eine weitere Stärkung unseres gewerblichen Immobiliengeschäfts zurückzuführen.

Im Gesamtjahr 2013 sanken die Erträge aus Sonstigen Produkten auf negative 21 Mio von positiven 547 Mio € in 2012. Der Rückgang ergab sich im Wesentlichen infolge eines positiven Effekts im Vorjahr aus der in 2012 verfeinerten Berechnungsmethodik der Debt Valuation Adjustment (DVA) im Zusammenhang mit bestimmten Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften, der sich nicht wiederholte.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in CB&S belief sich im Gesamtjahr 2013 auf 190 Mio €. Dies entspricht einem Anstieg um 109 Mio € (134 %) gegenüber dem Vorjahr und ist auf gestiegene Vorsorgen auf Schiffsfinanzierungen zurückzuführen.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen betrugen 10,4 Mrd € und waren gegenüber dem Vorjahreswert von 12,5 Mrd €, der eine Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte beinhaltete, um 2,1 Mrd € geringer. Ohne Berücksichtigung dieser Belastungen resultierte der Rückgang aus einem geringeren Personal- und Sachaufwand infolge der laufenden Umsetzung von OpEx-Maßnahmen verbunden mit günstigen Wechselkursänderungen. Dieser Rückgang wurde durch steigende Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten teilweise aufgehoben.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 3,1 Mrd € nach 2,9 Mrd € im Vorjahr. Ursächlich hierfür waren der Wegfall der Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte sowie ein geringerer Personal- und Sachaufwand, die durch niedrigere Erträge und höhere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten teilweise aufgehoben wurden.

2012

Im Jahr 2012 betrugen die Erträge in Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) 9,2 Mrd €. Dies entspricht einem Anstieg um 651 Mio € (8 %) trotz eines negativen Effekts von 166 Mio € im Zusammenhang mit kreditrisikobezogenen Bewertungsanpassungen (Credit Valuation Adjustments (CVA)) im vierten Quartal 2012, der einer Verfeinerung der Berechnungsmethodik und Reduzierung der Risikoaktiva geschuldet war. Die Erträge im Zinsgeschäft (Rates) und im kundenbezogenen Handel mit Kreditprodukten (Credit Flow Trading) waren deutlich höher als im Vorjahr. Dies ist zum einen auf wesentlich verbesserte Erträge im kundenbezogenen Geschäft zurückzuführen, die aus günstigeren Kreditmarktbedingungen resultierten, sowie zum anderen auf gestiegene Erträge im Zinsgeschäft infolge einer starken Kundenaktivität, insbesondere in Europa. Die Erträge in Structured Finance lagen über dem Vergleichswert des Vorjahres und spiegelten eine starke Kundennachfrage vorwiegend nach verbrieften gewerblichen Immobilienkredit-Produkten (CMBS) wider. Im Gegensatz hierzu waren die Erträge im Devisengeschäft infolge geschrumpfter Margen niedriger, und das trotz gestiegener Volumina. Im Geldmarktgeschäft lagen die Erträge aufgrund geringerer Volatilität unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Erträge aus dem Handel mit Rohstoffen und verbrieften Wohnungsbaukrediten (RMBS) waren im Vergleich zum Jahr 2011 auch geringer. Im Anleihegeschäft in Schwellenländern blieben die Erträge gegenüber dem Vorjahr konstant.

Sales & Trading (Equity) erzielte im Jahr 2012 Erträge von 2,3 Mrd €. Das entspricht einer leichten Erhöhung zum Vorjahr. Im Aktienderivategeschäft war ein deutliches Ertragswachstum gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, in dem sich die starke Marktvolatilität negativ ausgewirkt hatte. Die Erträge im Aktienhandel blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Rückgänge infolge schwierigerer Marktbedingungen wurden durch höhere Marktanteile kompensiert. In Prime Finance lagen die Erträge aufgrund geringerer Margen unter dem Vorjahreswert.

Die Erträge im Emissions- und Beratungsgeschäft beliefen sich auf 2,5 Mrd € und waren damit um 290 Mio € höher als im Vorjahr. Bezogen auf das Provisionsaufkommen in Corporate Finance belegte die Deutsche Bank weltweit Platz fünf und in Europa Platz eins. Die Erträge im Beratungsgeschäft waren niedriger als im Vorjahr. Hier belegte die Deutsche Bank weltweit Platz sechs und in Europa Platz zwei. Im Emissionsgeschäft (Debt) stiegen die Erträge dank einer Zunahme der Emission von Unternehmensanleihen, während die Erträge im Emissionsgeschäft (Equity) sanken, was auf einen branchenweiten Rückgang der Börsengänge im ersten Halbjahr 2012 zurückzuführen war. Die Deutsche Bank belegte im Emissionsgeschäft (Equity) weltweit Platz fünf und in Europa Platz zwei. (Alle Ranglistenpositionen gemäß Dealogic, sofern nicht anders angegeben.)

Im Jahr 2012 betrugen die Erträge aus Sonstigen Produkten 547 Mio € im Vergleich zu negativen 39 Mio € im Jahr 2011. Dies resultierte hauptsächlich aus einem Effekt in Höhe von 516 Mio € infolge einer verfeinerten Berechnungsmethodik der vorgenannten Debt Value Adjustments (DVA) im Zusammenhang mit bestimmten Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften.

Die Zinsunabhängigen Aufwendungen betrugen 12,5 Mrd €, was im Vergleich zum Vorjahreswert von 10,1 Mrd € einen wesentlichen Anstieg von 2,3 Mrd € gegenüber 2011 bedeutet. Rund die Hälfte des Anstiegs entfällt auf Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte. Zudem beinhaltete der Anstieg 315 Mio € Umsetzungskosten im Zusammenhang mit unserem OpEx-Programm sowie nachteilige Wechselkursänderungen und höhere Belastungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten. Diese Erhöhungen wurden durch den Wegfall einer Sonderbelastung von 310 Mio €, die im Vorjahr im Zusammenhang mit Umsatzsteueransprüchen in Deutschland erfasst worden war, und geringere Aufwendungen für leistungsunabhängige Vergütungen durch die Umsetzung des vorgenannten OpEx-Programms teilweise ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 2,9 Mrd € nach 3,7 Mrd € im Vorjahr. Ursächlich hierfür waren Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, höhere Belastungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten sowie Umsetzungskosten im Zusammenhang mit unserem OpEx-Programm. Dies wurde durch höhere Erträge, den Wegfall des zuvor genannten Umsatzsteueranspruchs in Deutschland aus dem Vorjahr und Kosteneinsparungen im Rahmen des OpEx-Programms teilweise ausgeglichen.